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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 8 Monaten
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Ralf Wagner, R.M, Emil, inoculator, UriBli, thegray, Berlingo-98, Oli A., Sascha Meyer, Alfons Heck

Optimierter Stromverbrauch am PC

Startbeitrag von Ralf Wagner am 21.09.2008 23:21

Hallo Zusammen,
ich befasse mich ja beruflich mit dem Stromsparen, insofern habe ich mir das Thema Stromverbrauch PC die letzten Tage vorgenommen.

Da ich weiß, dass einige "Admins" unter Euch sind zwei Fragen:

1. Spricht aus Eurer Sicht was dagegen, PCs in den Ruhezustand zu fahren (XP / Vista), anstatt runter zufahren?

2. Spricht was gegen Schaltleisten um eine Netztrennung am Arbeitsplatz zu machen?

zu 1. In vielen Firmen werden die Rechner Abends nur gesperrt und gehen wenn überhaupt in den Standby. Ich will initieren dass die Rechner in den Ruhezustand gefahren werden um Energie zu sparen und morgfens schnell Arbeiten zu können. Beim Ruhezustand (suspend to disk) kann man, entprechende Hardware vorausgesetzt, das Netz auch trennen. Meine Rechner zu Hause starten von Netz ein, bis Arbeitsfähig in ca. 30 Sekunden! Mit regulärem hochfahren, wartet man schnell mal 3 Minuten. Durch die Optimierung der Energierichtlinien kann man 20 Euro Strom p.a. sparen.

zu 2. Die Netzteile brauchen "heruntergefahren" unterschiedlich viel Leistung. Ältere Rechner brauchen schnell mal 10W oder mehr, ein aktueller Rechner evtl nur 4W, ein Notebook auch mal nur 1W. Wenn man noch Nebenverbraucher wie Ladegeräte, Drucker etc am Arbeitsplatz haben, kommen schnell ein paar W zusammen. Ziel ist es Schaltleisten einzusetzen um eine echte Netztrennung zu bekommen. Durch die Trennung kann man schnell 50 Euro p.a. sparen, je nach Situation. Die Problematik bei der Netztrennung ist, dass man als Admin in die Rechner der Mitarbeiter nicht "wecken" kann, z.B. um updates zu fahren.

Gibt es dazu schon Erfahrungswerte ( Regelungen, z.B. Mo Abends bleibt der Rechner an o.ä.)

Danke für Tipps
Grüße
Ralf

Antworten:

Hallo

Bei uns in der Firma sind abschaltbare Steckdosenleisten an jedem Arbeitsplatz angebracht, einfach abends Schalter rum und aus.

Ich denke mal das ist noch nicht die Optimallösung.

Ein zentraler Schalter der alles geordnet runterfährt und auch wieder hochfährt wäre besser.

Wenn dazu noch ein vernünftiges Speichersystem installiert würde das den Rechner genau da startet wo er beendet wurde ( für Win 95 gabs sowas mal) dann könnte man das Teil auch abschalten wenn man mal kurz das Büro verläßt.

Gruß

Roman


von R.M - am 22.09.2008 05:26
Suspend to ram bzw. suspend to disk muesste doch immer noch gehen, oder?

von Sascha Meyer - am 22.09.2008 07:02
Moin Ralf,
man müßte jetzt wissen, was in der Firma gemacht wird und was es für Rechner sind.

Softwareupdates/Wartungsarbeiten sind ja schon genannt, Hardwarechecks noch nicht.
Beides könnte man aber, mit einem Mehraufwand für den Admin, auch angekündigt durchführen.

Ich kenne das Durchlaufen der Rechner eigentlich, um den Servern nachts noch "Systemleistung" zur Verfügung zu stellen.
Da werden z.B. Datenkonvertierungen, Animationen oder Kollisionskontrollen gerechnet.
Zusätzlich arbeiten Kollegen aus andere Zeitzonen mit einer Bildschirmumlenkung auf unseren Systemen. Das spart ordentlich Lizenzgebühren!

Vermutlich sprichst du aber nicht von Computern sondern von PC's ;)
Was spricht dann noch gegen den Suspendmode?...
Dazu fällt mir eigentlich nur noch eine alte Adminweisheit ein:
"Reboot tut dem Rechner gut"

Gruß
Christopher

von UriBli - am 22.09.2008 07:46
Hallo Ralf,

im Enterprice segment gibt es zwei unterschiedliche herangehensweisen:

1. System bleibt online.
Es hat sich als kostenintensiver erwiesen, für jeden Patchzyklus eine anweisung zu erstellen, daß die Rechner über nacht anbleiben müssen, um die aktuellen änderungen mitzubekommen.
Die Maschinen werden sogar mit WOL wieder gestartet, wenn der Benutzer sie ausgeschaltet hat.

2. Die Maschinen sind Notebooks und es gibt keine Anweisung.
Notebooks sind von sich aus sparsamer und werden meistens von den Mitarbeitern mitgenommen. Wenn nicht, so spricht die Energiesparfunktion im Notebook an.

Eine echte green energie politik gibt es im Enterprice nicht. Die Nebenkosten für erweiterte Prozesse übertrifft bei weitem die Stromerparnis.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 22.09.2008 09:43
Hallo Carsten,
genau an dem Punkt

Zitat
Carsten
Es hat sich als kostenintensiver erwiesen, für jeden Patchzyklus eine anweisung zu erstellen,... als die Energieeinsparung


will ich mehr wissen... Läßt sich so etwas finanziell fassen?

Die mögliche Energieeinsparung in meinem betrachteten Bereich liegt im knapp stelligen Bereich. Die Rechner werden von einem Dienstleister zentral administriert, ich vermute mal er wird ähnlich argumentieren. Ich suche mal weiter nach Meinungen und Lösungen

Grüße
Ralf


von Ralf Wagner - am 22.09.2008 13:02
Man kann sogar noch einen Schritt weiter gehen und die PCs am Arbeitsplatz komplett abschaffen wenn es die Software erlaubt und stattdessen Thin-Clients und einen Server anschaffen oder eventuell mit Virtualisierung arbeiten.

Dies hat eine ganze Reihe von Vorteilen:
- man benötigt den ganzen Tag nur eine Leistung von ein paar W
- absolut lautlos ohne Lüfter am Arbeitsplatz
- Die zentrale Administration vereinfacht sich drastisch da nur eine Kopie der Software existiert.
- Mit entsprechender Software hat man einen virtuellen Desktop den man von überall nutzen kann
- ...

Dies funktioniert alles auch mit Microsoft-Software und einem Terminal-Server. Man kann aber auch auf einem leistungsfähigem Server mit Virtualisierung die bisherige Umgebung nachbauen. Die heutigen Arbeitsplatzrechner sind sowieso nicht merh ausgelastet. Ein Server kann die Aufgaben locker übernehmen.

Als Beispiel will ich hier nur die SunRay von SUN nennen. Wir haben 10 Arbeitsplätze mit SunRay und mehrere Server. Jeder hat seine Chip-Karte und hat dann an jedem Gerät durch einschieben sofort seinen Desktop zur Verfügung. Mit VPN funktioniert das auch von Zuhause.

Hier ist ein Video wie alles funktioniert: [blogs.sun.com]

von Emil - am 25.09.2008 14:10
Hallo Emil,
richtig, Thin Clients geht noch eine Stufe weiter und ist für einige Nutzer anwendbar. Einige Banken sind gerade dabei wieder Thin Clients einzuführen. Ich denke das nennt man "Schweinezyklus"? Im Moment ist es wieder soweit, aus energetischer Sicht löblich.

Ich habe gerade 2 Tage Schulung hinter mir an Thin Clients... seehr langsam. Das Problem lag allerdings nicht am Server oder der Verbindung, sondern vermutlich an den lahmen Grafikkarten der Clients... Es muss halt auch hier alles auf die Anwendung abgestimmt werde.

Schöne Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 25.09.2008 23:20
Hallo Ralf, Hallo Emil, Moin Team,

in der Tat sind ThinClients -ich nenne Sie lieber Kiosk-PCs; eine echte alternative aus energie- und verwaltungstechnischer Sicht.
Allerdings stoßen wir immer wieder an bestimmte Grenzen, welche die Argumente schnell auf Messers Schneide Stellen.

1. Hochverfügbarkeit
Eine Zweigstelle mit KioskPC ist ja schön, aber leider sind WAN Leitungen in die Zentrale alles andere als hochverfügbar.
2. Applikationsresourcen
Klar kann man Office wunderbat abbilden. Aber was ist mit Entwicklerabteilungen (CAD / SAP / ERP). Da hört der Spaß aber ganz schnell auf. Schonmal auf einer VDI eine AutoCAD installiert?
3. MobileOffice
Ist ein wenig etwas wie Punkt 1. Zwar bietet VMWare VDI ein auschecken der Serverinstance auf das Notebook, aber was hat das mit Resourcenschonen zu tuen? 2,4GHz Dualcore mit der Performance einer 1GHz Pentium 1 Chips. Dann doch lieber einen Fatclient auf dem Notebook.

Läßt man diesen Filter über die Projekte laufen und nimmt dann noch die Kosten für die Infrastruktur -LAN/WAN, Lizensen, Firewall, allgemeiner Betrieb; mit in die Betrachtung kommen unter dem Strich nur wenige echte Kandidaten für eine solche Umgebeung heraus.

Will man Geld mit dem Kunden verdienen -koste es was es wolle, ist das bestimmt ein Weg diesen auf den Hype aufspringen zu lassen; will man dem Kunden aber wirkliche Dienste erweisen, schaut man etwas genauer hin.

Gruss

Carsten
PS: Ich lasse meine Maschinen 7 x 24h laufen -das ist billiger ;-)


von inoculator - am 26.09.2008 07:12
@Carsten
Bis auf das AutoCAD kein CAD-System ist, stimme ich dir zu.
Aber das ist wohl ein anderes Thema ;)

von UriBli - am 26.09.2008 08:29
Hallo

Ich sag zu den Dingern immer Kindergarten PCs, mehr Leistung als ein nano ITX-Boaerd bringen die Dinger ja kaum dafür wird das Netzwerk überlastet.

Ich vermeide jedenfalls nach Möglichkeit die Dateien die ich bearbeite auf dem Server zu haben, dann hat das Büro nämlich Sendepause, selbst Gigabit Verbindungen helfen da nur kurzfristig.

Für reine Office-Anwendungen mit wenigen Clients wirds wahrscheinlich gehen, sobald aber "echte" Anwendungen hinzukommen ists aus.

Dazu kommt daß da meistens viele Beschränkungen eingebaut sind, wenn ich die Speicherkarte der Kamera nicht mehr auslesen kann und erst mal zum Administrator schicken muß dann hört für mich der Spaß auf.


Gruß

Roman


von R.M - am 27.09.2008 18:07
Zitat
R.M
Dazu kommt daß da meistens viele Beschränkungen eingebaut sind, wenn ich die Speicherkarte der Kamera nicht mehr auslesen kann und erst mal zum Administrator schicken muß dann hört für mich der Spaß auf.


Sollte das Auslesen einer Kamera aus privaten Gründen geschehen dann ist das genau einer der Gründe warum ich als Unternehmer immer versuchen würde sowas wie ThinClients einzusetzen und wenn das nicht geht die Nutzung der US-Anschlüsse an einem PC so einzuschränken dass nur noch das geht was beruflich notwendig ist.

Es mag manchem Mitarbeiter nicht gefallen dass er nicht die gleichen Möglichkeiten hat wie an seinem heimischen PC. Aber es kann nicht im Interesse des Unternehmens sein dass einmal jemand private Dinge an den PCs erledigt. Zum Anderem kann es auch nicht von Interesse sein dass über solche Anschlüsse Unternehmensdaten "gestohlen" werden können. Da wir in den interne Netzen großer namhafter Unternehmen drin hängen können wir es uns auch gar nicht leisten dass der Zugang freizügig ist.

Es ist natürlich auch richtig dass ThinClients nicht überall eingesetzt werden können, das hat auch niemand behauptet. Aber ich behaupte mal dass an der überwiegenden Zahl der Büroarbeitsplätze problemlos damit funktionieren. Netzwerkgeschwindigkeit, Hochverfügbarkeit, usw. sind für mich dabei absolut kein Hinderungsgrund und nur vorgeschobene Gründe um zu verhindern dass einem die volle Kontrolle über den eigenen PC entzogen wird. Man wird auch ThinClients nur in Ausnahmefällen über langsame WAN-Leitungen betreiben. Wenn in einer Zweigstelle mehrere Arbeitsplätze sind so kann man dafür auch immer einen eigenen Server vorsehen. Und dass das nur für wenige Arbeitsplätze funktioniert is völlig falsch. Sun selbst setzt massiv viele tausend Sunrays weltweit ein. Und die Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz mit ihrer Chipkarte jederzeit an einen anderen Ort verlegen.

Ich möchte abschließend noch dazu sagen dass ich kein Geld mit solche Infrastrukturprojekten verdiene und deshalb diesen Aspekt rein als Endkunde betrachte. Mir wurde das auch nicht aufgeschwatzt sondern ich habe mich aus unser langjährigen Erfahrung mit ThinClients in der Form von X-Terminals dafür entschieden sowas zu testen und schließlich für Arbeitsplätze von Softwareentwicklern und Supportmitarbeitern einzusetzen. Die Mitarbeiter sind jedenfalls ausnahmslos begeistert von den SunRays. Und wir als Unternehmen auch weil die Kosten erheblich günstiger sind als wenn jeder einen eigenen PC hätte. Zudem erhöht sich die produktive Zeit erheblich weil nicht mit den PCs rum gespielt und alle mögliche unnötige Software aufgespielt werden kann. Die 100 MBit/s jedes ThinClients und die zwei GBit/s Anschlüsse der Server PCs reichen dabei völlig aus.

Ich kann nur jedem der plant seine Infrastruktur zu erneuern zumindest mal eine Testinstallation mit SunRays vorzunehmen. Wir haben rund 3 Monate alle Funktionen die wir benötigen kostenlos getestet und uns danach dafür entschieden.

von Emil - am 29.09.2008 04:58
Hallo zusammen

Was habt ihr auch gegen ThinClients? Wir arbeiten bei den Schweizer Bundesbahnen seit drei Jahren oder noch länger mit ThinClients und haben nach anfänglichen Performanceproblemen nun 22'000 Arbeitsstationan am WAN, welcher logischerweise quer durch die ganze schweiz reicht. Man hat erkannt, dass da viel leistungsfähigere Server hin müssen und das Netzwerk entsprechend optimiert werden muss. Natürlich hat's Millionen gekostet, unterdessen läuft das System sehr gut und praktisch ohne Unterbrüche.

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber wurde auch mit Server Based Computing gearbeitet und da hatten wir etlich CAD-Stationen dran (das CAD war IDEAS), inklusive Direktschnttstelle an alle vollautomatischen NC-Maschinen, welche ebenfalls IDEAS kompatibel waren. Man hat die CAD Stationen als PC an sich belassen, damit die Leitung des Netzwerkes nicht zu arg beeinträchtig wird. Das war sicher auch die klügste Idee, da die dreissig Stationen das netzwerk sonst tatsächlich mit Datenvoluen von Gigabyte-Grösse belastät hätten, da nun IDEAS sehr ressourcefreudig ist. So hat man dann anschliessend alle 700 anderen Arbeitsstatoinen problemlos auf ThinClients umrüsten können.

Aber eines scheint in der Tat zu stimmen. Die Thin's müssen gute Grafikkarten haben, sonst stottern sie nur unfreudig herum.

von Oli A. - am 29.09.2008 10:19
Hallo

Ich sag dazu nur daß eine Sekunde Testzeit bei uns etwa 2¤ kostet, und die läuft solange ich auf die Daten warten muß.

Auserdem mistraue ich grundsätzlich Servern in punkto Datensicherheit, vor allem wenn sie in Ländern stehen wo es per Gesetz verboten ist die Daten so zu verschlüsseln daß sie wirklich sicher sind.

Wie gesagt für das kleine Unternehmen das keine große Datenmengen händlen muß ok, aber ansonsten bin ich da dagegen solange ich eventuelle Wartezeiten nicht verrechnen kann.

Gruß

Roman


von R.M - am 29.09.2008 10:55
Hallo Ralf,
ich habe mir die Seiten nicht genauer angesehen aber vieleicht findest Du da Infos:
[www.ecotopten.de]
[www.energieeffizienz-im-service.de]


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 30.09.2008 11:07
Hallo Zusammen,

Danke für Eure Meinungen zum Thema, das war auch etwa dass was ich erwartet habe.

Für Euch selber folgende Tipps:

Unter Vista > Systemsteuerung > Energieoptionen > Energiesparmodus
über "Energiesparplaneinrichtung ändern" lassen sich noch etliche Details einstellen.
Bei XP gehts ähnlich, mit Linux weiss ich leider nicht Bescheid.

Noch viel mehr kann man mit den Schaltleisten sparen.
Die einfache Version gibts im Baumarkt oder bei IKEA.
[www.ikea.com]

Was schönes gibts bei Zweibrüder
[www.zweibrueder.com]
Der Schalter ist abgesetzt. Die Leiste kann am Tisch montiert werden, der Schalter am Boden postiert werden. Die Leiste habe ich jetzt im Büro....

Rechnung wieviel Stunden ist Euer Rechner "aus" im Jahr aber nicht vom Netz getrennt?
Das Jahr hat 8760 Stunden
was verbraucht Rechner + Drucker + Ladegeräte + ...?
Was kostet der Strom?

Einsparung z.B: 6000h/a x 0,01 kW x 0,2¤/kWh = 12 ¤ /a
Für 12 Euro bekommt man eine einfache Schaltleiste.

Frohes Sparen
Ralf




von Ralf Wagner - am 30.09.2008 16:43
Hallo Ralf,
ich dachte, es geht primär um Firmenrechner... und da kann ich kaum noch mitreden. Bin seit 1997 draussen bei Siemens. Aber Energiesparen war schon damals ein Thema, und ich habe immer ausgeschaltet in der Mittagspause.

Jetzt zu Hause habe ich seit drei Jahren meinen Haupt-Arbeitsrechner auf Laptop umgestellt. Natürlich habe ich alles mal ausgemessen mit den üblichen Energiemonitoren.
Mein jetziger 17" MSI Notebook nimmt im aktiven Betrieb rund (gemessene) 50 Watt auf, inklusive eingebautem Monitor.
Grosse Vorteile: eingebaute Batterie stellt sicher, dass ein Netzausfall keinen Schaden verursacht. Kommt schon ein bis zweimal vor hier in meinem kleinen Reifenberg. Weiterer Vorteil eines Laptops: richtig eingestellt geht er in den Stromspar- oder Ruhemodus ganz schnell durch einfaches Zuklappen. Dieses "Schnell und Einfach" ist nicht zu unterschätzen.
Allerdings nimmt er dann ab Netz noch immer rund 20 Watt (gemessen). Viel zu viel.

Also habe ich auch die übliche Steckerleiste mit Schalter. Ist wohl in unseren Kreisen der Standard, hoffentlich jedenfalls. Mit abgeschaltet wird der LAN Schwitch, der auch rund 9 Watt (gemesen) aufnimmt im aktiven Betrieb. Und wenn der Rechner nicht an ist, brauchts auch keinen LAN Schwitch. Wenn Rechner an schon, denn mittlerweile stehen drei Lappies auf meinem Schreibtisch, die auch recht häufig parallel betrieben werden.

Jetzt z.B., weil an einem die Solarmobil Zeitschrift 71 bearbeitet wird.

Voteil: Ich brauche nicht zu heizen, jedenfalls jetzt noch nicht. Draussen sinds zwar schon 8 Grad jetzt gerade, aber durch Sonne, Licht, Menschen, Kühlschrank und auch Laptop und Monitor so wird genug Wärme erzeugt, um das gut gedämmte Haus genug zu wärmen. Noch jedenfalls heizen wir gar nicht, auch nicht mit Holz. Und Öl schon gar nicht.

Ich trage mich mit der Absicht, noch einen 24" LCD Monitor als zweiten Monitor amLaptop zu kaufen. Welcher ist empfehlenswert - wenn man auch den Stromverbrauch mit berücksichtigt. Die Nennwerte laut Prospektangaben schwanken für die üblichen Angebote von 35 Watt bis 100 Watt.

Mit anderen Worten: Energiesparen im Betrieb fängt beim Einkauf der Hardware an. Da lohnt es sich schon, genau hinzuschauen. Und Laptops scheinen sich auch in der Industrie ganz gut an den Arbeitsplätzen durchzusetzen, auch wegen der Mobilität. Bei Siemens hatten die Vertriebsleute nur noch Laptops, weil die den dann zum Kunden mitnehmen konnten. Der geringere Energieverbrauch war sozusagen nur Nebeneffekt.

Aber am wichtigsten für den Energieverbrauch bzw. die Einsparungen ist in allen Fällen der Nutzer und das Bewußtsein und der Wille, überhaupt Energiesparen zu wollen. Die technischen Mittel sind da. Man muss nur wollen.

Gruss, Roland


von Berlingo-98 - am 30.09.2008 19:13
Auf die Prospektangaben der Hersteller kannste einen lassen.... keine Teststandards die Aussagekräftig genug wären.

Zumindest die bekannte Daumenregel bei doppelter Diagonale Vierfache Fläche = vierfache Ausleuchtung=vierfacher Stromverbrauch... was dann noch die Steuerelekronik (AD/DA ....) noch schluckt ist dann wohl untergeordnete Rolle.
Da wird erst die nächste OLED-Generation was ändern. Ein Hersteller z.B. versucht bei TV-Geräten in den Breichen wo dunkel ist, partiell die Beleuchtung abzuschalten aber in der Praxis bringt das wohl noch nicht so viel.

Einen Vorauswahl machen und dann Praxis
Da hilft nur NB mitnehmen und mit Energiemesser ....

ps.: ich habe die Tage was gesehen das die Ökotest da wohl eine Sonderausgabe oder sowas hat - zum Thema GreenIT.



von thegray - am 30.09.2008 23:14
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