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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Manfred aus ObB, Max E., andreas Andreas

Rechnung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 07.05.2009 16:52

Ich habe einen Saxo mit 65 km Reichweite, bei -10 Grad und LKW-Geschwindigkeit auf der Autobahn. 100 km Landstraße im Sommer.
Optionale Optimierung als Option:
Mehr als Verdoppelung der Batteriekapazität durch 60 kg Lithiumakkus für ca 3600 Euro. 200 km Reichweite im Schnitt.
Noch habe ich meinen roten 113 PS-Renner hier stehen. 9 Liter auf 100km bei 160 auf dem Tacho, sonst deutlich weniger. Knapp 350 Euro Steuer und Versicherung im Jahr. Wenn ich die Lithiumbatterien einbaue, nebst einem Ladegerät mit 20kW für, sagen wir 400 Euro, würde ich ca 2000km mehr elektrisch oder mit Bahn/Flugzeug zurücklegen und die rote Kiste abschaffen. Das kostet mich ca. 400 Euro im Jahr weniger. Halten die Lithiumakkus wohl 10 Jahre durch?

Braunkohlenstrom: 1150 Gramm CO2 auf 7km , 17,25kg/100km für den Saxo. Der Strom kommt hier in der Gegend praktisch ausschließlich aus Braunkohle, nass, wie Jupitter sie schuf, 1,15 kg/kWh Strom.
Der Audi: 22kg/100km, wenn ich 120 fahre, liege ich unter dem Saxo.

[www.co2-handel.de]

Jetzt bin ich hin- und hergerissen. Die meisten meiner Elektrofahrten bleiben unter 100 km, da reicht es, wenn ich meine Ergänzungsakkus aus den Awacs einbaue, dann komme ich nonstopp bis Ruppichteroth. Reicht eigentlich, ist ja schließlich der Nabel der Welt. Der rote Renner bleibt, vielleicht halbjährig angemeldet.


Antworten:

20kW Lader für 400Eur? Viel Glück beim Suchen... :D
Olaf


von Max E. - am 07.05.2009 16:56

Milchmanns falsche Rechnung

Selbstbau oder Umbau von Induktionsherden. Übrigens, Zahlen sind geduldig. Ich misstraue der Angabe von 1150 Gramm CO2 pro kWh Braunkohlenstrom. Bei der Zahl müssten wir uns schämen, ein Elektroauto nur von der Ferne aus anzusehen. Ich bete zwar seit über zehn Jahren meine gebetsmühlenartige Litanei von der klatschnass verbrannten Braunkohle durchs Internet rauf und runter und bin mir bewusst, dass auch die Erdbewegung gewaltige Energiemengen verschlingt, aber es gibt auch Leute, die in eine hier uns nicht gerade schmeichelnde Richtung übertreiben. Auf jeden Fall, wer von uns nachts lädt und tagsüber seinen Solarstrom einspeist, fördert nur den Bau weiterer Atom- und Kohlekraftwerke. Gleich dreifach: er verbraucht überflüssigen Atom- und Kohlestrom, gleicht das Defizit der Kohle- und Atomkraftwerke zur Spitzenzeit aus und vernichtet Steuergelder, die doch eigentlich dazu dienen sollen, den Strom umweltfreundlicher herzustellen.
Ich sehe eigentlich keine andere Wahl, als dass wir hier politisch aktiv werden müssen. Diese verlogene Umdeklarierei bewirkt das Gegenteil.



von Bernd Schlueter - am 07.05.2009 19:13

Re: Milchmanns falsche Rechnung

Hallo Bernd
Das mit der klatschnassen Braunkohle interessiert mich. Warum entsteht dabei ein höherer Energieverbrauch? Das Wasser in der Kohle verdampft, dazu ist Energie notwendig, logisch. Aber wird diese Energie dem Abgas nicht auch wieder entnommen?
Und die Braunkohle in der Sonne vortrocknen? Entweichen da nicht Kohlenwasserstoffe? Sind die nicht auch Klimaschädlich?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 08.05.2009 19:29

Re: Milchmanns falsche Rechnung

Nein, das würdest Du riechen. Die Kohle ist schon entgast. Grubengas findest Du eher in verdichteter Steinkohle. Wird auch nicht genutzt. In Brennwertheizkraftwerken könntest Du tatsächlich die Verdampfungswärme nutzen, die noch heute voll und ganz der Kohle entnommen wird, statt der Abwärme von weit über 100 Grad oder der Sonnenenergie. Bedenke, für die Kraftwerksbetreiber ist die Kohle umsonst. Die zahlen nichts dafür und vergeuden sie entsprechend.
Mit solchen Lappalien geben sich unsere Großverdiener, die kg-weise Nachtigallenzungenfrikassée verspeisen, gar nicht erst ab. Dabei würde die Sonnenenergie mit vollen 40% Wirkungsgrad in Strom für unsere Elektroautos verwandelt werden, zu einem Anlagenpreis, der in unseren Augen, gemessen an unseren teuren Solaranlagen, ein Spottpreis ist.
Wir sollten einmal ernsthaft anfangen zu rechnen.
Was habe ich gestaunt, als am Sonntag der Reiner Priggen, Landtagsabgeordneter der Grünen aus Aachen, genau diesen Punkt, den ich ständig in politischen Foren dargestellt hatte, brachte.
Also, ich kann feststellen, Polen ist noch nicht verloren. Außer der Claudia haben wir noch Mitkämpfer unter den Grünen. Darauf einen Dujardin. Ja, die Grünenversammlung war diesmal in jener Fabrik (Museum). Da ging es um die geplante Dreckschleuder mit Verklappung des verflüssigten CO2s in Bolkos und Uriblis Vorgärten. Ja, und um mein Elektroauto.


von Bernd Schlueter - am 08.05.2009 21:00

Milchmann sucht verlässliche Zahlen

Da wird fürchterlich herauf- und heruntergerechnet, vor allem, wenn es um CO2 - Zahlen oder um den Eigenverbrauch für Energiegewinnung und - Transport geht. Im Stile von Politikern, wenn es um die Veröffentlichung von Erfolgszahlen in Kriegen geht. Dabei waren wir Deutschen im letzten Weltkrieg ja Weltmeister und, was uns heutzutage vorgegaukelt wird, das übertrifft die damaligen Kriegserfolgsstories noch bei weitem.
15% Eigenverbrauchskosten lese ich da am häufigsten, aber auch zehnfache Angaben sind keine Seltenheit. Ich komme da nicht klar mit dem, was da ergugelhupfbar ist.

Schwachsinn sind die Energieangaben von Braunkohle, die, wenn man den Wasseranteil herausrechnet, den gleichen Heizwert wie Erdöl und sogar einen höheren als Steinkohle hat.

Es gibt auch keine minderwertige Braunkohle, die aber, weil sie Wasser enthält und den EVUs kostenlos zur Verfügung steht, mangels Weigerung, diese zu trocknen, einfach in Massen zum Abraum gekippt wird. Dabei wäre deren Energiegehalt, solar getrocknet, noch höher als der der angeblich wertvolleren Kohle.
Solaranlagen zur Trocknung der Kohle auf den großen Tagebauflächen würden nicht nur 1/10 der Kosten erzeugen, die wir für die Solaranlagen auf unseren Hausdächern ausgeben, sondern statt ca 10%eine Effizienz von weit mehr als 40% erbringen, den Kraftwerkswirkungsgrad plus eine Verminderung der Abgasverluste.

Zudem müssten dann die Anlagen nicht Tag und Nacht durchlaufen, weil in den Solaranlagen effektiv zwischengelagert wird, Strom wäre bei Tag und Nacht gleich teuer, bzw., was viel wichtiger ist, billiger und die Vorräte könnten auf den weit mehr als doppelten Zeitraum gestreckt werden. Mit dem lukrativen nächtlichen "Bin Laden" wäre es dann allerdings vorbei.

Die solare Trocknung der Braunkohle oder die über riesige Abwärmetauscher würde über 10% der Energie mehr erbringen, als durch Braunkohle erzeugt wird. Die Umweltbilanz wäre dann für Braunkohle besser als die für Steinkohle, gas und Öl.

Normal ist, dass Transport- und Aufarbeitungskosten, die bei gas extrem hoch sind, einfach verschwiegen werden.

Die schlimmste Unart ist jedoch, so zu tun, als wenn Strom zu 100% aus Sonnenenergie gewonnen würde. Das mag für die ferne Zukunft gelten, aber die Realität sieht heute anders aus.
nein, nicht 100% Wirkungsgrad mit unter 1 Liter Benzinäquivqlent ist der Verbrauch meines Saxos mit 15 kWh/100km, sondern das Benzinäquivalent liegt bei deren sechs. Allenfalls das Cityel ist ein 3-Literrenner.

Ich stelle fest, die EVUs sind nur daran interessiert, den Energieverbrauch anzuheizen, die Ausnutzung der Reserven auf Teufel komm raus wird durch uns noch forciert, wenn wir nicht endlich mit ehrlichen Zahlen arbeiten und beispielsweise Heizkraftwerke (die hassen die EVUs wie die Pest) auf vernünftige Weise bauen.

Zur Windenergie: Für 2007 errechne ich eine mittlere Auslastung der Windkraftwerke von 19%. Die installierte Windkraftwerksleistung von rund 24 Gigawatt wird immer noch von den Milchmädchen unter unseren Politikerrinnen mit der tatsächlich erzeugten durchschnittlichen leistung verwechselt, noch schlimmer ist das bei der Solarenergie, wo gerne davon ausgegangen wird, dass die Sonne auch nachts scheint.
Nachts laden und behaupten, das sei Solarenergie, das sind mir die richtigen.

Ich schlage die Gründung einer "Solaren Braunkohlentrocknungs-AG" vor.
Effektiv, billig und umweltfreundlich, wie kein zweites Projekt, einschließlich Lagerungstechnik für bedarfsgemäße Verwertung von Braunkohle. Wärmeträger: Luft.
Nachts ruht dann die Arbeit, wie in der "Spelunke zur alten Unke", dann auch für die Manager von Rheinbraun und der Himmel wird wieder klarer. Da wir dann wegen der Anlagengrößen auch dezentraler arbeiten müssen, bietet sich gleichzeitig auch eine wenigstens begrenzte Abwärmenutzung zu Fernheizzwecken an.









von Bernd Schlueter - am 10.05.2009 06:33

Re: Milchmann sucht verlässliche Zahlen

Ach Bernd der Naive


Glaubst Du das einer auch nur einen Finger krumm macht bevor alle Fördermittel und
Forschungsgelder verbraten sind :rolleyes:

Kukst Du da läuft viel theoretisch

[www.bayern-innovativ.de]

was die Herrn in Schlips und Kragen zu folgenden Begeisterungsausbrüchen kommen läst

"Dadurch werden die relevanten Emissionen inklusive der CO2-Werte am Standort durch
den höheren Wirkungsgrad vermindert. Nach erfolgreichem Abschluss der
Forschungsarbeiten könnten dann auch zukünftige Kraftwerkwerke ......"

Zitat aus [www.rwe.com]

oder das zum Beispiel ( wäre aber beliebig Fortsetzbar )

[www.kwt.tu-cottbus.de]


Grüße aus den natürlichen Bergen und nicht von den Bergen an Geld das verschwendet wird Manfred



von Manfred aus ObB - am 10.05.2009 08:47

Brüdentrockner mit Wärmepumpenprinzip

Auf keinen Fall dürfen wir den Großunternehmen die Kohletrocknung überlassen. Es ist aberwitzig, mit welchem Aufwand die partout einen großtechnischen Prozess durchdrücken wollen. Es gibt genug renaturiertes Gelände, auf dem die erforderlichen Solarkollektoren aufgestellt werden können (Glasdach genügt) und wo die Kohle ungemahlen, ohne Wirbelschicht und mit mehr als genügend Zeit zwischengelagert werden kann. Einfache, durch die Sonne erwärmte Luft genügt, um den Trocknungsvorgang, praktisch von selbst, ablaufen zu lassen.
So zwei Quadratkilometer Fläche sind dafür schon freizuhalten.
Ein Brüdenkondensator ist nur wenige m³ groß und verbraucht immense Energie. Die 10%, die die RWE angeben, sind ja richtig, samt den 4% Netto, aber die erreichen die mit dem Brüdenverfahren nicht. Wir schon.
Das von den RWE angestrebte Verfahren führt nach meiner Meinung zu einem Brennstoffmehrverbrauch, Daran verdienen die RWE. Von dem Blödsinn mit der CO2-Verklappung per Pipeline bis in den Tiefseegraben vor Skagerak ganz zu schweigen. Gleich 30 und mehr % mehr Energieumsatz gibt das für die RWE. Den Strom könnten wir sinnvoller einsetzen.

von Bernd Schlueter - am 10.05.2009 09:27

Re: Brüdentrockner mit Wärmepumpenprinzip

Bernd Du bist einfach zu vergesslich


( Carsten meint jetzt wieder das sagt genau der Richtige

Carsten für Dich hät ich da was

[www.youtube.com]

und Du könntest sogar Kaffee Kochen

[www.youtube.com]

und wenn das Kabelaufräumen zu lang dauert Zeit sparen

[www.youtube.com] )




[www.zeit.de]


Also Bernd solang Väterchen Staat die EVU's braucht um Politiker Endzulagern gibt's Kohle
schließlich wollen die ein warmes Nestchen ;-)


Grüße aus den Bergen Manfred


p.s. seit 1986 gibts Demos davon in West Germany
[www.umweltlexikon-online.de]

von Manfred aus ObB - am 10.05.2009 11:33
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