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vor 8 Jahren, 1 Monat
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vor 8 Jahren, 1 Monat
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Marc G., J. Affeldt

Besuch bei RWE-RoadShow

Startbeitrag von Marc G. am 04.08.2009 05:21


Einige Elektrofahrzeuge wollen dem RWE einen Besuch am Sonntag, dem 16.08. in Düsseldorf abstatten. Da ich einen anderen Termin in Essen hatte, habe ich mir das Event schon mal in Essen angeschaut.

eRuf ist mit zwei Fahrzeugen vertreten. Einer 12 Volt-Version, mit der ich heute gefahren bin, und eine 400 Volt-Version. Leider konnten mir die eRuf-Mitarbeiter detailierte technische Fragen nicht beantworten und haben mich an andere Leute am Stand verwiesen.

Die Mitfahrt im eRuf war leider ein wenig kurz, da es gerade in diesem Moment anfing zu regnen und der erste Prototyp wohl nur unzureichend gegen Spritzwasser geschützt ist. Die Beschleunigungswerte lassen jedoch ein echtes Porsche-Feeling aufkommen - wenn nicht sogar noch etwas mehr.

Der Wagen ist wohl das erste Elektro-Fahrzeug von Ruf, was man ihm im Innern ansieht. Es gibt sehr viele Schalter. Die Reuperation muß über Kippschalter aktiviert werden. Man fühlt sich ein wenig wie im Twike, jedoch halt auf 4 Rädern und mit ein paar mehr PS.

Leider ist die Mitfahrt im Prototypen kostenpflichtig. Jedoch war ich angenehm überrascht, daß es "nur" 10 Euro waren und nicht, wie im Internet angekündigt 50 Euro. Ich halte es für eine gute Idee einen gewissen Betrag, der keinem Interessenten weh tut, zu verlangen, damit die Warteliste nicht zu lang wird.

Ich war ca. um 16 Uhr vor Ort und habe für den Tesla leider an diesem Tag keinen Termin mehr bekommen. Angeblich mußte das Fahrzeug geladen werden. Ein Stomkabel habe ich jedoch am Fahrzeug vergeblich gesucht.

Am Stand von Siemens habe ich mich längere Zeit mit jemanden unterhalten, der sich mit Stromlast im Netz beschäftigt. Hierbei wurde klar, daß wir von einem intelligentem Netz noch sehr weit entfernt sind, was sowohl an der Investitionsfreudigkeit der Stromanbieter als auch an Datenschutz-technischen Problemen scheitert.

Segway ist ebenfalls mit min. 3 Fahrzeugen vertreten. Für die Kleinsten gibt es E-Autos, welche auf einem sehr begrenztem Raum gefahren werden können. Auch werden elektrisch ferngesteuerte Fahrzeuge ausgegeben. Ein Fahrsimulator, welcher vermutlich kostenlos ist, erregte die Aufmerksamkeit der älteren Kinder.

Der ADAC stellt 3 Vetrix-Roller vor, welche kostenlos verliehen werden. Die Chance habe ich nicht spurlos an mir vorbei ziehen lassen und in ungeeignetem Outfit einen Roller zur Probefahrt entführt. Meine Drohung, daß ich wiederkomme, wenn der Akku leer ist, hat der ADAC-Mensch nicht wirklich ernst genommen. Als ich dann nach ca. 30 Minuten wieder eingelaufen bin, war die Veranstaltung schon im Abbau begriffen. Jedoch wurde ich nicht wirklich verärgert empfangen, sondern mit der interessierten Frage: "Und wie wars?" empfangen. Meine ehrliche Antwort: "Geil !" Er: "Das hat bisher jeder gesagt. Keiner meinte, das der Roller zu langweilig oder lahm sei." Hierzu muß ich sagen, daß ich nicht wirklich vorbildlich gefahren bin und auf der Probefahrt alle Anzugsrennen gegen PKWs gewonnen habe. Lediglich der Blinker, welcher kein reiner Kippschalter ist, sondern ausgeschaltet werden muß, ist gewöhnungsbedürftig. Die Spiegel sind wohl auch für schlankere Personen gedacht, wobei ich nur ca. 10% über optimalem BMI liege.

Also, wenn noch weitere Elektrofahrer Interesse am Treffen Sonntag 16.08. in Düsseldorf haben, würde ich mich freuen Euch am Veranstaltungsort ab spätestens 12 Uhr begrüßen zu dürfen.

Falls Interesse an einer Tesla-Mitfahrt (oder eRuf) für 10 Euro besteht, kontaktiert mich bitte unter folgender temporären Adresse: 1121009C435C@messagebeamer.de . Ob eine kurzfriste Umschreibung von personifizierten Buchungen möchlich sind, werde ich morgen erfahren.

Antworten:

War heute nochmal da:

Segway fahren kostet 2 Euro. Das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Beim Versuch einer Vollbremsung hats mich zerrissen und ich bin vom Teil runter gefallen. Hierbei gebe ich jedoch gerne zu, daß ich es wirklich drauf angelegt hatte. Eigentlich dachte ich, ich hätte das Teil voll unter Kontrolle, auch da ich schon mal auf der E-World gefahren war. Ist aber nichts passiert - weder dem SegWay noch mir. Das Teil ist beim Sturz ausgegangen und war nach Neustart wieder fahrbereit.

Die SegWays auf dem Stand sind auf 12 km/h gedrosselt. Bei E-World waren die Segways auf 6 km/h gedrosselt und es gab eine wesentlich größere Fahrfläche. Hier hatte man bei erreichen der Maximalgeschwindigkeit, daß sich der SegWay nach hinten bäumt. Bei dem wesentlich kleinerem Parkur ist mir dieses Verhalten mit 12 km/h nicht aufgefallen.

Zwei Dreiräder (sorry, Name vergessen) von einem schweizer Hersteller sind auch auf dem SegWay-Stand vertreten. Eins mit Sitz, eins zum Stehen. Auf dem Roller zum stehen hatte ich das Problem, das man sich irgendwie in die Kurve legen will, jedoch dies nicht wirklich funktioniert. Der Roller mit Sitz hat einen etwas breiteren Hinterrad-Abstand, wodurch ein etwas stabileres Fahren möglich ist. Beide Gefährte sind jedoch nicht mein Ding gewesen.Da hab ich lieber noch ein paar Runden mit dem ungedrosseltem SegWay gedreht.

Und nun zum Highlight des Tages: Mitfahren im Tesla

Kann man nicht beschreiben, das Teil ist einfach eine Rakete. Ich schätze, daß der Fahrer die Höchstgeschwindigkeit in der geschlossenen Ortschaft nicht immer ganz eingehalten hat. Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, 10 Euro für die Probefahrt anzulegen. Der Tesla ist immer schnell ausgebucht, also einfach am ersten Tag schon anmelden.

eRuf zieht ab morgen seine Fahrzeuge in Essen ab, in Düsseldorf sind sie wieder dabei.
Die Gerüchteküche meldet, daß ein zweiter Tesla die Flotte verstärken soll.
In Frankfurt zur IAA werden alle Fahrzeuge vertreten sein, also wenn ihr was spezielles sehen wollt, geht nach Frankfurt.

Anschließend gibts ne Befragung, die ca. 10 Minuten dauert zum Thema Elektroauto.

Heute war ich drei Stunden da und es war eine wirklich angenehme Atmosphäre. Man wurde schon von einigen Leuten kopfnickend begrüßt. Welcher Elektrofahrer ist denn auch fast täglich dort mit einem EN-Kennzeichen?

Ich habe mich mit Reiner Plempe unterhalten, welcher einen Mega dabei hatte. Auf seinen Internetseiten schreibt er, daß er mit [www.treffpunktzukunft.com] zusammen arbeitet. Dies kommentiere ich nicht weiter. ( [www.voltmobile.de] ) Auf seinen Seiten gibts ein nettes Video über den Hotzenblitz. Vielleicht lächeln wir über die dort geschilderten Probleme schon bald?

Alle Leute auf der Veranstaltung sind sehr euphorisch für Elektroautos und glauben fest daran, daß hier in den nächsten Jahren der Durchbruch kommt.

In ca. 10 Tagen kommt dann der Bericht aus Düsseldorf.

von Marc G. - am 04.08.2009 19:44
Die Dreräder heißen "Bikeboards" und sind auch im WWW zu finden. Unser Nachbar macht den Vertrieb hier im Bereich Berlin/Brandenburg, ich kannte die Dinger schon. Das erstemal gefahren bin ich auf der Roadshow in Berlin. Nach etwas Gewöhnung klappt auch das Kurvenfahren im Stehen super. Man muss sich nur trauen...

Nach seinen Aussagen werden die Boards überwiegend von Leuten ab 40 gekauft. Die Lion-Akkupacks haben je 12 Volt, 10 Ah und sind jeweils mit LCD-Display ausgestattet, dass den entnommenen Strom anzeigt (in % und mAh).

Ich fuhr die 500Watt-Variante, die 1000er soll ordentlich abgehen.

Julian

von J. Affeldt - am 05.08.2009 05:10
Habe ich es richtig verstanden, daß man die Bikeboards im Kurvenbereich auf nur zwei Räder bringt, um bei Kurvenfahrten?

Da der mögliche Einschlagswinkel sehr groß ist, glaube ich, daß man es hier sehr schnell übertreiben kann. Jedoch sollte dies - wegen des geringen Gewichts - relativ gut abzufangen sein.





von Marc G. - am 05.08.2009 16:06
O.K. nachdem ich mir die Videos auf der Hersteller Seite angeschaut habe, kann ich mir die Frage selbst beantworten. Nein, das Teil wird immer auf drei Rädern gefahren. Mit 30 kg, welche überwiegend knapp über dem Boden liegen, erscheint mir dies auch plausibel.

Die Reichweite mit 60 Kilometern ist ja schon interessant. Die Teile sind klappbar. Und der Preis ist durchaus konkurrenzfähig zum SegWay. Dies waren alles Infos, welche die Leute am Stand nicht geben konnten.Außerdem gab es mit dem nur knapp unter 30% aufgeladenem Akku einige Aktivierungsprobleme. Aber dies könnten auch durchaus auch Anwenderfehler gewesen sein.

Hat dieses Gefährt eine allgemein gültige Straßenzulassung in Deutschland?

von Marc G. - am 05.08.2009 16:18
Die fahren alle mir Versicherungskennzeichen.

Julian

von J. Affeldt - am 06.08.2009 04:29
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