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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
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Claus., Bernd Schlueter, Multimegatrucker, R.M, inoculator, thegray, Stefan B., Twiker76, Ralf Wagner, Karl-Heinz Jurkiewicz, Kömmi, MichaEL

Elektroauto: Deutschland auf der Verliererstraße?

Startbeitrag von Claus. am 20.03.2010 07:11

Guter Filmbericht in der Sendung Quer vom BR.

Elektroauto: Deutschland auf der Verliererstraße?

Das Elektroauto kommt. Aber vor allem in Asien. Deutsche Autobauer haben zu lange gewartet und drohen jetzt den Anschluss zu verlieren. Ein weiteres Mal, nach Russpartikelfilter und Hybrid.

[www.br-online.de]

Antworten:

Also.....

ich schimpfe ja gerne und viel über die "Rückständigkeit" einer gewissen Firma aus AUB, aber zum ersten Mal in meinem noch jungen Elektroleben, muss ich diesem Herren ein dickes Lob aussprechen:

Der kurze Auftritt hat den ganzen Beitrag in zwei erstklassige Sätze gepackt.

Und ansonsten:

Erwarten wir mal den Aufkauf der "deutschen" Firmen von den "Asiaten".
Dann wird Reva und Co in den Hallen von Mercedes und BMW produzieren.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 20.03.2010 11:24
Daimler hat sich bei Tesla und BYD eingekauft, die haben richtig Schiss. Im Gegensatz zu anderen tun die was sichtbares. VW und Daimler bastelt nach meinem Eindruck immoer noch an den Basics. Bosch liefert für VW, Conti u.a. für Daimler, eine Serienerfahrung gibt es aber bei beiden nicht. Firmen wie Toyota haben da eindeutig Vorteile, die wissen wie Leistungselektronik im Alltagsbetrieb auch nach 10 Jahren funktioniert. Es gibt einige Prius mit 300 Tkm...

Als "großes schwarzes Loch" wird die Erfahrung in Sachen kalendarische Lebensdauer von neuen Akkus genannt, das glaube ich im Moment auch. Ich würde mich im Moment nicht trauen ein großes Elektrofahrzeug zu kaufen, mit Batteriekosten größer 10T¤ hne entsprechende Garantien.

Schauen wir mal, was passiert. Die Jungs aus AUB bräuchten halt einen Investor und die richtigen Berater.

Sonnige Grüße
Ralf
P.S. Ich freue mich immer wieder sagen zu können, ich fahre schon 20 Jahre Elektrofahrzeug, bzw ich bin schon deutlich üebr 100.000 km elektrisch gefahren. Gerade in letzter Zeit will mir das kaum einer glauben ;-).




von Ralf Wagner - am 20.03.2010 12:39
Hallo!
Das passt ganz gut:
[www.abendblatt.de]
Schade halt, mein Startlab steht auch schon die 3. Woche.

Gruß
Karl-Heinz

von Karl-Heinz Jurkiewicz - am 21.03.2010 19:52
Hat sich der Karl nen Künstlernamen zugelegt? :joke:
KarEl Nestmeier steht im Beitrag...
Aber sonst ein ganz netter Beitrag.
Mein Renault-Händler hat mich die Tage belächelt, was ich denn noch mit dem alten E-Clio wolle, jetzt, wo es doch so richtig losginge... Rückfrage zu Details? blabla...

Michael

von Kömmi - am 22.03.2010 05:54
Ja...

da gibts eigentlich nichts mehr zu schreiben...

Spritpreise ? Zur Zeit Tendenz nach oben und wir haben noch nicht mal Ostern...

Gestern habe ich mal wieder einen "Panzer" beim Ausparken gesehen... und die Fahrer dürfen immer noch frei herumlaufen und sind immer noch nicht eingesperrt...

Ich fahre und fahre und fahre mit Twike und NiCd Akkus, unbeeindruckt von der Kälte (Die werden ohne Lüftung schnell warm) jetzt nun >153 Tsd km und weiter... ich denke das kann ich noch beliebig weiter so treiben...
Außer CityEl und Twike habe ich noch nichts auf unseren Straßen gesehen, abgesehen von E-Mobil-Treffen... leider: Armes Deutschland.

Marcus
Tw676

von Twiker76 - am 23.03.2010 21:31
Hallo Markus...

na, wer wird denn gleich so schwarz sehen.
Ich habe da noch einen Bernd und einen Holger mit PSA im Ärmel

von inoculator - am 24.03.2010 07:11
Es ist schon schlimm, dass sich da nichts bewegt.
Ich sehe aber all die Schwierigkeiten für überwindbar an. Außer die Batterien, die kommen aus China, an denen hängt alles.
Wie ist das mit dem neugeplanten Audi2? Stimmt das? Alles leer für Lithiumakkus, ein starker E-Motor und , je nach Bedarf, wird der 20kW - 30kg- Verbrennungsmotorkoffer hinten eingeladen?
Der würde übrigens auch in meine Kiste passen und ich könnte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 auf der Autobahn, 100 insgesamt, Marbella erreichen. In 6 Fahrpausen würde zwischengeladen und am Ort wieder voll elektrisch gefahren. Mit zunehmender Sonne auch solar.
Also, mir gefällt das Konzept.
Da eh nur ein geringerer Teil mit Verbrennungsmotor gefahren wird, ist nicht einmal das sinnvolle Getriebe des Toyota erforderlich und ich käme auch über einen Liter Mehrverbrauch gegenüber einem reinen Verbrenner hinweg.
Da solch ein Generator in großer Serie gebaut würde, sollten 1000 Euro Einstandspreis erreichbar sein und wir könnten alle unsere Flügel schon anschnallen.

von Bernd Schlueter - am 29.03.2010 12:31
Zu den Elektroautoaktivitäten von Volkswagen ein kleiner Hinweis im Interview mit Martin Eberhard, Gründer von Tesla Motors (letzter Absatz).


von MichaEL - am 01.04.2010 18:30
Deutschland auf der Verliererstraße? .....JA....

Alle Firmen, besonders die Zulieferer, OEM usw. stehen in Wartestellung.
Diese Firmen informieren sich wie sich der Markt entwickelt und wo sie sich im Markt positionieren können.
Das Problem ist nur, dass sich in Deutschland kein Unternehmen traut auf eigene Rechnung und mit vollem Risiko in den Markt zu gehen.
Deshalb gibt es auch nicht zu beliefern.

Tazzari Zero aus Italien hat den Mut als großer Zulieferer der Automobilindustrie selbst ein Produkt auf den Markt zu bringen, Hut ab...
Das Produkt kann man auch noch kaufen und der Preis ist bezahlbar.

Darauf kann man in Deutschland lange warten, alle jammern, keiner tut was.
Das ist man ja schon seit langen auch von unser Politik gewöhnt.



von Claus. - am 01.04.2010 20:45
Keine vernünftige Infrastruktur, kein Elektroauto! Das ist doch KLAR, oder?

Was nützen die tollsten Elektroautos, ja der Tazzari ist KLASSE, aber ohne voll ausgebaute Infrastruktur hat das Elektroauto, nicht nur in Deutschland, keine Chance !!!

Die wenigen 25 bis 150 oder lasst es von mir aus 2000 Elektroautos sein, die zur Zeit täglich den Weg zur Arbeit fahren, in Deutschland wohlgemerkt.
Stellt euch das Chaos vor,- in einer Großstadt wie Berlin, Frankfurt, Düsseldorf oder Köln, wo es Mietskasernen mit mehreren hundert Mietswohnungen gibt.
Die hälfte der dort wohnenden und lebenden Menschen schaffe sich in den kommenden Monaten ein Elektroauto an.
Abends nach der Arbeit ginge der RUN auf die freien Steckdosen los und wer zu spät kommt den bestraft das LEBEN. Der kann am nächsten morgen mit dem Fahrrad oder Bus losdüsen.
Oder steht des Nachts auf und klaut dem Nachbarn den Ladestecker um wenigstens ein paar kW ab zu bekommen.

Deshalb:

Drehstromnetz.de
Das Netzwerk von und für Elektrofahrer


Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 02.04.2010 07:28
Nachtrag zum Nachdenken:

An: Penny, Lidl, Aldi, Plus, Norma, Hagebau, Metro, Hornbach, Möbelhäuser, Einkaufsriesen, MC Donald, Burger King, Parkhäuser, Städte, Gemeinden und Kommunen:

Selbst wenn jeder öffentliche Parkplatz in Deutschland mit einer 16A Steckdose ausgerüstet wäre, macht es nur für den Sinn, der dort parkt.
Der "normal Fahrer" ("normal Parker") fährt 5 Tage die Woche zur Arbeit und zurück und geht am Wochenende (vielleicht auch zwischendurch mal) einkaufen.

Deshalb:

Drehstromnetz.de
Das Netzwerk von und für Elektrofahrer


Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 02.04.2010 07:59
Johannes,

fehlende Ladesäulen ist nicht das Problem (im Moment) und Steckdosen gibt es mehr wie Benzin Tankstellen.
Es kommt natürlich irgendwann der Höhepunkt wo zu viele Fahrzeuge unterwegs sind und es nirgendwo mehr Strom auf nachfrage gibt.
Wer sich ein Elektroauto kauft möchte seine bekannten Kurzstrecken damit abfahren.
Die Fahrten welche weiter gehen kommen dann mit der Zeit.

- Es fehlen im Moment einfach das Angebot von bezahlbare Fahrzeuge, der Rest kommt dann schnell.

Ein Problem ist, daß man mit Ladesäulen kein Geld verdient, dazu mache ich aber ein neues Thema auf.

von Claus. - am 02.04.2010 08:48
Jeder Parkplatz eine Tankstelle, so stelle ich mir das Ganze vor.
Da gehört eine umfangreiche Stadtplanung zu.
Die Steckdosenlösung halte ich im Übrigen nicht für ideal. Ich möchte eine Galvanische Trennung.
Zunächst also erst mal weiter im Versuchsbetrieb, in Städten nur für Leute mit Garage, auf dem Land gibt es ja kein Problem. Der Rest ist auf toyotamäßig angewiesen.

Da nach meiner Meinung das Standardelektroauto für die Stadt auf neu zu bauende Züge verladen werden soll, sehe ich eine überaus umfangreiche Stadtplanung als sinnvoll an, statt mit Drohnen die Gegend um Kundus zu erkunden.

Unser Staat verteilt eh das Geld an die falschen Stellen.

von Bernd Schlueter - am 02.04.2010 15:41
Warum nehmen wir das nicht mal in die Hand?
Hier ist doch genug Kompetenz vorhanden!
Ich hätte evtl. noch Zeit übrig, um Städte und Kommunen zu beraten, was Infrastruktur bei E-Autos angeht. Vielleicht wäre das mal ne Sache, die sich rechnet. Schließlich gibt es Städte und Gemeinden, die so etwas vorantreiben wollen, aber nicht wissen wie? Und bevor die ihre Stadtwerke und Parkhäuser privatisieren, wäre es doch schön, sie bleiben in städtischer Hand.
Wer macht mit?
Stefan


von Stefan B. - am 02.04.2010 20:06
Hallo Stefan,

ich hatte bereits mehrere persönliche Gespräche mit unserem Bürgermeister von Ruppichteroth.
Das letzte Gespräch war etwa im Oktober 2009.
Unser Thema: Förderung der elektrischen Mobilität im Rhein/Sieg Kreis.

Dabei kam auch die Gretchenfrage auf :rolleyes: , erst die Infrastruktur aufbauen und dann die elektrische Mobilität fördern oder umgekehrt?
Ich schlug ihm vor, wenigstens eine Steckdose an den Rathausparkplätzen montieren zu lassen. So einfach scheint das aber nicht zu gehen. Immerhin werden solche "Baumaßnahmen" aus der Stadtkasse finanziert, müssen gewisse Genehmigungsverfahren durchlaufen und am Ende würde es nicht genehmigt werden weil nicht genug Elektrofahrzeuge im Rhein/Sieg Kreis zugelassen sind. Ich bin einer von denen (vielleicht sind es insgesamt 5-10 Fahrzeuge).
Erst wenn das Dach des Ruppichterother Rathauses mit Solarzellen ausgerüstet ist, was noch sehr lange dauern wird (es werden Angebote geprüft), könnte der Bürgermeister die Montage einer Steckdose vor den Bürgern verantworten.
Er (der Bürgermeister) hat sich ohne Ende Gesprächsnotizen gemacht.
Alles nicht so einfach.

Sobald die Baumaßnahme (Solar) in Angriff genommen wird würde er mich als technischen Berater hinzu ziehen.

Wir sollten uns aber nicht entmutigen lassen und jeder sollte mit seinem Wissen die Menschheit für die elektrische Mobilität sensibilisieren.
Also fahren, fahren, fahren... am besten da, wo Menschen sind.:spos:

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 03.04.2010 09:20
Ich habe auch schon Kontakte zu Gemeinden aufgenommen mit sehr unterschiedlichen Resonanzen.
Stadt München...vergessen wir es. Kleine Gemeinden sind da oft aufgeschlossener.
Allerdings kommt auch immer die Antwort: Für die paar Fahrzeuge lohnt es sich nicht.
Da kann man immer nur über die Image Schiene kommen.
Am besten geht es wenn ich sage, die Ladestation (P&C) liefere ich, die Gemeinde montiert diese.


von Claus. - am 03.04.2010 18:03
Hallo

Gemeinde ist immer problematisch, die müssen Somdernutzungsfächen ausweisen wenn sie Parkplätze für bestimmte Fahrzeuge reservieren wollen.

Ich sag mit dann aber immer was für Wohnmobile geht sollte auch für Elektrofahrzeuge möglich sein.

Und Stromversorgung für die Wochenmärkte geht ja auch.

Heilbronn ist da ein Musterbeispiel 2 Steckdosen für E-Mobile die noch dazu an einer Sicherung hängen und 20 m daneben 3 * 125A dreiphasig für den Wochenmarkt an die man nicht rankommt.

Daß die Parkplätze meistens vollgeparkt sind kann ich bei der Innenstadtlage ja verstehen zumal man die Beschriftung ja auch nicht mehr sieht.

Immerhin werden die Dosen aber gepflegt und gewartet und auch recht häufig genutzt, gibt manchmal sogar einen kleine E-Mobil Stau

Gruß

Roman

von R.M - am 03.04.2010 18:43
Ja das ist so geseh auch richtig .- Auch mal zu Nachdenken >
Der Parkraum in eineigen Mitskasserenen war mal für die 60-80 geplant und ist in de heutigen Zeit auch nicht ausreichend für normale PKW da fängt die Jagd schon auf der Arbeit oder Eikaufen an wenn du da nach 20 Uhr kommst kann es sein das du nach 10-15min entnervt 3 Straßenzüge weiter parkst und nochmals 10min die Sachen schleppst.

Den EL und Ko könnte man auf einer ausgewiesenen "Grünfläche" neben dem Haus ....


von thegray - am 03.04.2010 20:27
Der ADAC verhält sich da ja schon vorbildlich. die Stationen sind in der Geschäftszeit immer besetzt und es bedarf im Wesentlichen nur einer Steckdose ohne großen Instaallations- und Verwaltungs-aufwand.
In Krefeld ist es anscheinend aussichtslos, jemanden in der Stadtverwaltung zu begeistern, nur, wenn sie ein Geschäft daraus machen können, wollen sie am Ende der welt, am Müllplatz, eine Steckdose zur Verfügung stellen. ich werde wohl den Stromanbieter wechseln müssen. Die Düsseldorfer und Das RWE sind da Vorbilder.
Solange es nur so wenige Elektroautos gibt, genügen ja auch wenige Steckdosen, die aus einer Notlage befreien können. Viel wichtiger wäre eigentlich eine gesetzliche Grundlage, die die sicherheitsgrundlagen beschreibt, nach der es auch möglich ist, eine Leitung über den Bürgersteig zu verlegen. Carsten (inoculatore) hat da schon Vorarbeit geleistet, traf damit aber bei seinen lieben Nachbarn auf lauter Kriegserklärungen.

In Deutschland muss so etwas anscheinend immer von oben entschieden werden.


von Bernd Schlueter - am 04.04.2010 07:34
Hallo

Ist leider so wie du beschreibst, die Städte blockieren inzwischen schon teilweise die großen Anbieter wie EON oder RWE.

Allerdings sind die von vernünftiger Ladeleistung noch weit weg, so wie es ausschaut hat man sich auf 1 Phasig 32A geeinigt

Die sehen vor lauter $ Zeichen in den Augen die Ladestation nicht mehr.

Bei den Verlängerungskabeln bin ich inzwischen relativ schmerzfrei, einmal über den Parkplatz und die angrenzende Straße wenn mal wieder alles besetzt ist.


Gruß

Roman

von R.M - am 04.04.2010 07:51
Eine sehr leistungsfähige Elektroindustrie gab es vor der Zerschlagung von Österreich-Ungarn in den östlichen Teilen des Reiches. In Tschechien, Ungarn, Kroatien und Oberitalien heute noch zu spüren.
Könnte vielleicht einfacher sein, von dort aus wieder die Weltführerschaft, diesmal ohne Führer, wieder auszubauen. Prag, Budapest, Belgrad, Trieste, Graz und Wien könnten wieder Weltstädte werden. Nicht ohne Grund kommt die Importphantasie für Lithium aus China aus dem Osten der Union.
Wir sollten wieder globaler denken. Deutschland ist out. Griechenland auch.

von Bernd Schlueter - am 07.05.2010 07:25
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