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Erfahrung mit Luft/Wasser-Wärmepumpe gesucht

Startbeitrag von Alfons Heck am 26.06.2012 10:03

Hallo Leute,
wer betreibt eine bzw kann aus der Praxis etwas zu dieser Art von Wärmepumpen sagen?


Gruß
Alfons.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Erfahrung mit Luft/Wasser-Wärmepumpe gesucht - Details zum Projekt

Hallo Bernd,
Zitat
Bernd_M
bleiben noch die Pellets und (grob)Holz Heizungen.
Aber das wäre wohl zu einfach.

Genau einfach muß es sein da die Heizung auch mal 3Wochen störungsfrei laufen muß wenn keiner nach ihr schaut. Das Haus ist nicht ständig bewohnt - Wochenendhaus!
Pellet ginge wohl mit Förderschnecke usw zu automatisieren aber ich bräuchte einen Kellerraum für die Pelletbevorratung. Und im Sommer WW über die Pelletheizung, ich weiß nicht?

Jetzt arbeitet dort diese
[www.heinze.de]
Heizung. Die habe ich schon steuerungstechnisch modifiziert und ua auch mit einer Umwälzpumpe Stratos PICO 25/1-4 von Wilo versehen. Zusammen mit weiteren Maßnahmen bin ich von 25.000kWh/a auf 18.000kWh/a runtwergekommen. Da der zentrale WW-Boiler in absehbarer Zeit erneuert werden müßte überlege ich nun den Umbau von Heizung+WW auf eine Wärmepumpe. Die mit Pufferspeicher betrieben bietet ja die Option eine weitere Heizquelle dort später einzuspeisen zB Solarthermie, Pellet...


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 27.06.2012 09:54
Nun wirds klarer WE-Haus;
Mit dem schlechtesten was es gibt als Wärmequelle versorgt.
Da auch weiterhin nur selten - wo bei was ist derzeit "selten" - genutzt.
Minimale invest. gewollt.
Minimaler Pflegeaufwand gewollt - (gut ist immer gewollt aber selten erreicht da ist Elektrotechnik noch das zuverlässigste ist klar)

Das ist jede Änderung auch ein Gewinn egal - wie schlecht es energetisch wäre.

10 Jahre Amortisation - nun da muß schon sehr gut geplant sein und auch ausgeführt. Praxis real schwierig


Für einen Selbermacher! -?
Also erstmal dicht machen!
Schlechte Fenster und Türen einfach noch eine Scheibe vorsetzten - falls billig zu bekommen ist.
Wärmebrücken suchen und die abdämmen - sonst ist mogger sehr schnell vorprogrammiert wenn nicht ohnehin jetzt schon versteckt vorhanden.

Wasserspeicher mit einem ergänzen der mit einer einfachen Solarthermie ausgestattet ist damit die Grundtemperierung in der Zeit der Nichtnutzung die Sonne übernimmt die schickt keine Rechnung und man kann ganz einfache Technik installieren und bekommt trotzdem eine gute tech. Effizienz mit guter Amortisation. Da kann man dann auch sehr gut was als Selbermacher selber machen und kann auch einen Amortisation in 10 Jahren erreichen.
Nicht vergessen in ein paar Jahren wird der Strom 20-30 teuer sein als heute.

An den Kreis dann auch gleich einen effektiven modernen Holzofen (mit eta>80%) mit Wassertasche! Wenn technischer und damit teurer sein darf - Pelletofen den man mit dem Handy ein paar Stunden vor eintreffen startet.

Das ist dauerhaft Wert steigernd und verbessert auch das Wohngefühl, senkt dann am stärksten die bisherigen Kosten. Und ist dann auch "Umweltfreundlicher" als bisher.

to be continued....

von thegray - am 27.06.2012 10:14
Hallo,

ich habe mich auch lange mit der Thematik beschäftigt und wirklich viel darüber gelesen.

Ich würde für Brauchwasser lediglich mir einen besseren Durchlauferhitzer besorgen. Damit umgeht man die Stillstandsverluste von Wasserspeichern. Nebenbei haben diese Durchlauferhitzer auch kein Legionellenproblem.

Wer viel Warmwasser braucht kann sich einen Drehstromdurchlauferhitzer installieren. Ich selbst betreibe die ökonomisch radikalste Lösung:

Ursprünglich nur im Sommer, nun aber ganzjährig dusche ich mit dem Mini-Durchlauferhitzer DNM 3 von Stiebel Eltron. Wer es etwas großzügiger mag einfach einen DNM 6 nehmen. Die gehen auch mit einer Steckdose noch.

Ich verzichte im ganzen Haushalt auf Warmwasser, ich brauche es ja ohnehin nur um ein wenig zu duschen. Solarthermie lohnt sich nur wenn die Auslastung nach Personen und Nutzungsdauer überhaupt ökonomisch ist. Ist es oft nicht!

Wie lange kann man wohl für 4000 Euro mit Warmwasser duschen??!!!!!!! Soviel kostet eine Solarthermische Anlage für ein Einfamilienhaus.

Wenn man renoviert empfehle ich die Innendämmung. Sie ist viel besser als ihr Ruf. Da reichen die Standard-Platten mit 3cm Styropor mit einem cm Gips davor, also Gipskartonplatten. Vorteil gerade bei Wochenendhäuschen. Es wird sofort warm, weil man die Wände nicht aufheizen muß.

[www.iwu.de]

Es gibt sogar eine PDF Broschüre die ich erst wieder umständlich ergoogeln müßte, wo sogar echte Baufachleute von den Unis(!) die Innendämmung anhand von realen Objekten durchgemessen haben. Sogar die angeblich "schlecht gemachten" Innendämmungen stellen kein reales Schimmelrisiko dar(!) Und auch nicht jede Wärmebrücke muß umständlich eingedämmt werden, dass sind alles Legenden.

Mehr als 4cm Styropor würde ich nicht empfehlen. Denn höhere Dämmschichten haben nicht mehr den gleichen Einspareffekt. Dir Dämmung kann raumweise erfolgen.

Also im WE-Haus einfach ein Hauptzimmer heizen mit einem Holzofen (so mache ich es). Alle anderen Zimmer bleiben kalt.

Nur wenn draußen die Temperatur dauerhauft unter 0 Grad fällt, dann schalte ich die Ölheizung hinzu und lasse sie bei lediglich 30 Grad durchlaufen. Dass dient dazu dass die Wohnung nicht auskühlt und man nicht so stark hochheizen muß. Auskühlen über Nacht kann auch Schimmelbildung an den Wänden bewirken wenn man schlecht lüftet (ist bei vielen der Fall).

Meiner Meinung nach ist das das ökonomischste.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 27.06.2012 17:38
Hallo,

Wärmepumpen funktionieren wohl ganz gut, wenn es eine zuverlässige Wärmequelle gibt.

Ich hatte mal gelesen, dass ein Hotel in den Bergen eine solche Wärmepumpe installiert hatte, weil als Wärmequelle eine große Höhle zur Verfügung stand die konstant innen ca. 15 Grad Temperatur hatte, d.h. die Wärmepumpe war hier technologisch gesehen mehr als sinnvoll.

Zuhause könnte sich die Installation rechnen, wenn man z.B. einen solaren Geröllspeicher von mehreren Tonnen im Garten installiert. D.h. man macht ein isoliertes Steinbett mit Basaltsteinen (eingefaßt durch z.B. Ytong Steinen) und abgedeckt mit einer Glas- oder Doppelglasscheibe. Dort zieht dann die Luft für die WP durch. Das muß aber alles sehr großzügig angelegt sein und man sollte sowas nur betreiben, wenn der Steinspeicher "aufgeladen" wurde. Ausgetestet wurde sowas wahrscheinlich noch nicht.

Alternative zur teueren Wärmepumpen-Anlage kann auch ein Luftkollektor sein (google mal "Veco aus VS Luftkollektor" oder aber eine kleine aber hochwertige Split-Klimanlage die nur läuft solange es draußen wenigstens 5-10 Grad über null ist. Da laufen die nämlich noch effizient. Den Rest der Zeit dann eben normal heizen.

Kühlt nämlich bei einer Luft-WP die Luft in Folge der Arbeit unter null grad gibts automatisch Probleme mit der Vereisung der Anlage die dann auch noch durch Abtauen des Eises unökonomisch wird.

Ansonsten gilt, wer wirklich ökologisch sein möchte folgendes:
[www.lowtechmagazine.com]

Ich lese gerne auf der Lowtech-Seite oder der Notech-Seite (http://www.notechmagazine.com/ )

Den Link zu den amerikanischen do it yourself seiten auf der wiki Seite zum Thema Luftkollektor habe übrigens ich eingefügt, die Deutschen lieben High-Tech-Lösungen, dabei sind die immer aufwändig und teuer und amortisieren sich erst super-spät.
[www.builditsolar.com]

Dass das DNM 6 von Stiebel Eltron für eine Steckdose zuviel Leistung zieht wundert mich, dass ist dafür zugelassen!!! Vielleicht ist nur der kurzzeitige Spitzenwert als Reklame angegeben....

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 28.06.2012 11:12
Mpf -
Zitat
...und selbst der kleine 3er muß nach Vorschrift über eine eigene Stromkreisleitung versorgt werden.
:D

2 Liter die Minute, bei delta T 25 Grad. Wenn das Wasser durch eine flachliegende Leitung oder Speicherkommt ist T unter 10 Grad - bekommste einen schön kleinen Rinsal raus.

Das ist was für puristen der reinsten Form - respekt - wer damit klar kommt ist da kostentechnisch gut aufgehoben!

Und wenn du dann was füllen willst sind die 3,5KW Dauerlast respektive 16A - wer hat hier schon mal mit über 2KW und normalen Leitungsquerschnitt geladen.:joke: - so zufälliger weise.


Und Dragan - z.Thema Lowtech & co. und deutsche plusquamüberperfektion :spos: aber dir brauche ich ja wohl nicht zu erklären das auch eine WW Solarthermieanlage sogar Drucklos; ohne Umwelzpumpe und Regelung auskommt wenn man möchte - grade im Selbstbau an einem WE Haus incl. Heizungsunterstützung oder besser Basistemperierung. Und das ganze noch in die bestehende E WW-Anlage integriert werden kann !
Wenn dann noch nach dem Maxime Einfälle satt Abfälle gehandelt wird.....wie bitte willst du da 4000€ verpulvern?

von thegray - am 29.06.2012 15:03
Also ein Solarthermie Anlage mit 5qm, Temperaturregelung, Installation vom Fachmann und neuem 300L Speicher gibts nicht umsonst. Ich hatte vor ca. drei Jahren dafür knapp 4000,- Euro bezahlt und zwar hatte ich das in das Haus meiner Mieter parallel zur neuen Ölheizung installieren lassen.

Selbst wenn das günstiger geworden ist. Wie lange kann man mit 3000,- Euro Stromkosten duschen?!!

Ich ärgere mich weil mein Heizungsbauer nicht fit war. Und zwar ist es besser den Wasserspeicher zweigeteilt zu machen und das Wasser zuerst solar zu erwärmen und dann erst in einen zweiten Speicher fließen zu lassen wo es von der Heizungsanlage weiter erwärmt wird. Vorteil: Selbst im Winter wird das kalte Wasser z.B. von 10 auf 20 Grad erwärmt, was mehr bringt als im Hochsommer von 50 Grad auf 80 Grad zu erwärmen..... Da die Mieter IMMER warmwasser voll verfügbar haben wollen (vier-parteien mietobjekt) läuft die Heizung bis 50 grad und erst darüber solar. Die Anlage läuft somit extrem unwirtschaftlich nur im Hochsommer ein wenig.....

Ich für meinen Teil lebe mit der Minimallösung DNM3, man wird auch mit wenig Wasser genauso sauber wie mit viel Wasser. Und - ich bin gerne sparsam und brauche keinen Luxus.

Bei läuft das ganz normal über Steckdose, da brauchts kein extra abgesichertes Netz.....

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 30.06.2012 10:11
Hallo Dragen,
Theorie und Prais ist zweierlei bei der Absicherung, das ist schon klar.

Ich plane Kleindurchlauferhitzer an 230V maximal für Handwaschbecken in WCs, dafür tuts das. Die Physik ist klar, was man mit 230V/16A an Volumenstrom erhitzen kann.

@Alfons

Die Strompreise werden sich immer weiter erhöhen, 30 Cent werden wir bald haben. Ich bin ja Stromer und kein Heizer, aber meine Kollegen planen reichlich Wärmepumpen BHKW und andere schöne Sachen, insofern bin ich bedingt aussagefähig.

Was richtig gesagt wurde, je höher die Temperaturdifferenz zwischen Aussenmedium und Heizflächen ist, umso schlechter wird der COP "Coeffizient of Performance" der Wärmepumpe. Luftwärempumpe und statische Heizflächen (Heizkörper) ist damit vergleichsweise schlecht, Erdwäremesonden (tief oder flächig!) und Flächenheizung (Fussbodenheizung) eine effziente
Lösung.

Die Kombination Wärmepumpe / PV kann heute wirtschaftlicher sein als eine Solarthermische Anlage, die ich auch noch habe.

Als zweiten wichtigen Punkt muss man die Nutzungszeit sehen. Ein Ferienhaus ist nur temporär genutzt nehme ich an. Wieviel Stunden im Jahr? Ich würde radikal die Temperatur absenken und eine Fernsteuerung z.B. per Internet /EIB einbauen und zwei Tage vor Ankunft hochheizen.

Eine PV Anlage würde ich vorhsehen, klären dass man einen Zweirichtungszähller bekomme, d.h. ggf ohne Förderung arbeiten. Bei 2000 €/kWp (Modulpreise bis 650 € /kWp) ist das im Bereich des Haushaltsstroms.
Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 30.06.2012 10:41
Zitat
Also ein Solarthermie Anlage mit 5qm, Temperaturregelung, Installation vom Fachmann und neuem 300L Speicher gibts nicht umsonst. Ich hatte vor ca. drei Jahren dafür knapp 4000,- Euro bezahlt und zwar hatte ich das in das Haus meiner Mieter parallel zur neuen Ölheizung installieren lassen.


Wie lange man mit 3000€....

Für 3000 hätte ich eine bestehende Anlage um eine ganz einfache >Solaranlage; 3000 Liter Speicher mit Heizungsunterstützung versehen - Gegenfrage wie lange kann ich in der Sommer-Übergangszeit ohne externe Energie.....Heizen; Trocknen; Kälte machen; saunieren und in der Rest der Zeit kommt ein Holzofen zum Zuge . (Ach ja den Kaminofen würde ich wenn die Bedingungen stimmen noch als Abgas-WT mit Zwangbelüftung versehen/Ausführen..... Ach ja im Sommer wirft mir die Solaranlage dann noch Kälte ab falls es Sinn macht.......usw.
Also wir reden über eine Objekt wo die Voraussetzungen stimmen wie evtl. besagtes WE-Haus und da fällt mir noch mehr ein!


Tja dann würde ich sagen - haste was Falsch gemacht oder :D - also im Sinne Besser weil anders ? Weil du denkst doch weiter und manchmal anders - oder wie jetzt!
Gut du kannst deine Mieter nicht zum umweltbewussten Handeln zwingen muß man ja auch nicht und haste einen missliebigen hat der dann auch den Gesetzgeber hinter sich um bei Bedarf einen was rein zu würgen. Aber da kann man vorbauen.
Immer hin muß - soweit mir bekannt eine Heizungsanlage bei jeder Witterung in der Lage sein 21Grad zu liefern ansonsten liegt ein Mietmangel vor.
Aber jemand der auch Querdenker ist hätte sowas anders lösen können als für 4000 Pardon 3000. Aber nun ja du hast den Weg beschritten und für bezahlt, also Geschichte - nur muß das ja einer der weiter schaut im (doppelten Sinn) nicht nachmachen.
Ich geb dir natürlich - von Anfang an- recht, wer mit ein paar Qubikmetern auskommt der braucht nicht eine große Anlage; braucht eigentlich auch kein Wasseranschluß; kein Abwasser......und eigentlich mit ein paar PV Zellen und einer großen Bleibatterie Bank (natürlich nicht neukauf:D um gleich die fünfstelligen Einwendungen Einhalt zu gebieten )auch kein Stromanschluß.... weil er locker 10 Monate gänzlich ohne Generator auskommt.


UND zu guter letzt E-WP ist bei einem Projekt bei mir nicht vom Tisch ! aber nur deswegen weil alles andere incl. Öl-HEizung und billiger Groß-Speicher im Garten ausscheidet! Mal sehen wie sich das nächstes Jahr rechnen läßt.

von thegray - am 30.06.2012 11:27
Soeben haben wir in Köln alle Wärmepumpenpläne begraben. Nein, Gas ist jetzt ebenfalls teurer geworden, da tut sich nichts im Vergleich mit Strom. Luftwärmepumpen kann man normalerweise vergessen, nur noch die erwähnte Mitsubishi-Heavy-Industry ist im Gespräch.
Das ist aber eine Klimaanlage mit Luftinnenteil, nur als Ergänzung für die Gasheizung im Gartenhaus gedacht.
Alle Leute mit reiner Luftwärmepumpe, die ich kenne, haben die längst wieder ausgebaut, meist wegen der Geräuschentwicklung und nicht erreichter Leistungszahl. Da biegen sich die Balken, was da so behauptet wird.
Für die kleine Mitsu-Klima kann ich die behaupteten Werte bestätigen.
Die Zubadan von der anderen Mitsubishifirma ist vielleicht noch erwähnenswert, aber auch diese haben wir jetzt verworfen. Denn die Mehrkosten bei kombiniertem Gas/Luftbetrieb sind alles andere als unerheblich. Die Zubadan geht am wenigsten bei tiefen Temperaturen in die Knie.
immerhin Permanentmagnet-synchronmotoren und Nutzung sensibler, sonst verlorener Wärme.
Leise bei geringem Wärmebedarf.

von Bernd Schlueter - am 04.07.2012 20:57
Auch weil ich eine Photovoltaikanlage mein eigen nenne, habe ich lange mit einer Grundwasserwärmepumpe geliebäugelt. Sogar die Grundwasserqualität hätte gestimmt (kaum Eisen im Wasser), hätte dafür aber 2 neue Brunnen bohren müssen und die hätten mit der Zeit versanden können. Für meine PV Eigenverbrauchquote wäre es auch schlecht gewesen, da im Sommer zwar viel Strom produziert, aber wenig Wärme gebraucht wird und im Winter ist es dann andersherum ist. Der Erzeugungszeitraum des Solarstroms verhält sich nun mal invers zur Verbrauchskurve einer Wärmepumpe.
Um den Warmwasserbedarf im Sommer zu decken hätte es zwar gereicht, aber es wäre nur ein winziger Teil des Gesamtenergieverbrauchs gewesen. In den 4 Monaten, wo die Heizung komplett ausgeschalten war und nur mein alter Gas-Wasserboiler lief, hatte ich einen Gasverbrauch (inkl. Kochgas) von 33 Euro im Monat.

Bei unter einem Euro Gasverbrauch pro Tag rechnet sich weder eine Wärmepumpe noch eine solarthermische Anlage. Auch deshalb habe ich mich dann für eine neue Kombigastherme entschieden.

Von Luft-Wasser Wärmepumpen würde ich ganz abraten, die sind teilweise recht laut und haben einen schlechtern Wirkungsgrad. Wenn die Außentemperatur unter -10 Grad fällt arbeiten die gar nicht mehr. Und wenn der eingebaute Heizstab übernimmt, wird´s teuer.

von Alex aus NW - am 06.07.2012 13:15
Zur Luftwärmepumpe im Keller zur Warmwasserbereitung kann ich vorbehaltlos raten. Allzu groß braucht der Keller dafür nicht sein.
Luftwärmepumpe zur Hausheizung: alle Vorbehalte. Mist. Käse, zu laut , kalt bei starker Kälte, laut, störanfällig.
Die eine Ausnahme habe ich schon genannt, aber nur zur Heizungsunterstützung. Ist Wasser da, eisenfrei genug und keine organischen Verunreinigungen, ist manche Wasser-WP eine gute Sache. Oberflächenwasser ist nicht geeignet.

Ich habe zur Zeit alle Arten in Bau bzw. sie laufen. Berate nur.

Am ehesten als Alleinheizgerät mit Luft als Wärmequelle ist die Zubadan, aber vertue Dich nicht, die macht zwar weniger Ärger bei Tieftemperaturen, aber Geld spart die nicht.

Beim Torsten bekommst Du die zwei genannten Typen, also nicht die Zubadan, der berät Dich auch, ohne einen Auftrag zu bekommen, soll also keine Werbung sein.

Thorsten

Mitsubishi heavy industries und - electric sind übrigens ein himmelweiter Unterschied!
Hast Du einen Kältetechniker?

von Bernd Schlueter - am 23.07.2012 14:48

Re: Luft/Wasser-Wärmepumpe bestellt

Zitat
Alfons Heck
Hallo Leute,
nach längerem Überlegen und Beraten habe ich mich für die neue Stiebel-Eltron WPL25 entschieden. Dazu kommt ein 700L-Speicher für die Heizung der den Heizungs- und Wärmepumpenkreislauf hydraulich entkoppelt. Jetzt ist warten angesagt da die Lieferzeit vermutlich bei 2Monaten liegt. Also werde ich diesen Winter nicht mehr umrüsten da ich nicht in der Hauptheizperiode (Dezember-Februar) die Heizung umbaue. Entweder wird es noch etwas bis spätestens mitte November oder erst im März/April 2013. Soweit aktuell zu meinem Projekt neue Heizung/Warmwasserversorgung.


Gruß
Alfons.


ohgottohgott. du kannst den vertrag ja noch widerrufen. ruf mal spasseshalber am sonntag vormittag deren hotline an und berichte mal hier was danach passiert ist. den aufpreis den du jetzt mehr bezahlst an SE-innovation heizt du NIE wieder rein. bzw. hättest du dir ein halbes elektroauto kaufen können bzw. einen twizy für lau bekommen.

von p.hase - am 28.09.2012 11:49
Hallo p.hase,
Zitat
p.hase (C-Zero)
die Sonntagmorgende an denen Deine Stiebel die Segel streicht und Deine Frau und Kinder warm Duschen wollen - und das Wasser kalt bleibt - das sind doch die Situationen die einem das Leben versüssen

Dann bekomme ich das Ding schon zum Laufen - notfalls über den integrierten Heizstab.


Zitat
p.hase (C-Zero)
ginge es nach Stiebel hätten wir heute eine LA16AS (16kW)!!! Eingebaut wurde eine 8kW-Maschine. Stiebel hat dann noch versucht uns mit der Rechnung für den Heizwärmebedarf zu betrügen.

Interessante Info das Stiebel Produkte von Dimplex an den Endverbraucher verkauft:rp:


Zitat
p.hase (C-Zero)
Du hast Dich nicht per PM gemeldet, also wirst Du die Suppe auslöffeln.

Ich habe öffentlich gefragt und wer nicht öffentlich antworten kann darf seine Informationen weiter für sich behalten. Hier sind wir in einem Forum und nicht in einer Privatecke.
Klar, ich lebe gerne mit meinen Entscheidungen.


Zitat
p.hase (C-Zero)
Und nein, wir werden nie erfahren wenn die Stiebel nix taugt

Für mich sind folgende Kriterien wichtig:
-Reduktion des Heizstromverbrauches ab EVU-Zähler um mindestens 50%
-Störungsfreier Betrieb
-Leistungsreserve für Erweiterungen der Heizung (Kellerräume)
-ich kann selbst an der Anlage arbeiten
-Langlebigkeit (Laufzeit mind. 20Jahre)
-Wartungsarmut


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 29.09.2012 08:50
Hallo p.hase,
Zitat
p.hase (C-Zero)
...Stiebel hat uns eine WPL33 angeboten, eine 16kW-Maschine. Gekauft haben wir eine 8kW-LWP. Dimplex hatte die LA16AS angeboten...

schon aus dem Grund das kein Verkäufer später hören möchte das der Kunde friert wird eher ein größeres Gerät angeboten. Außerdem geht der von einem eher sorglosen Umgang mit der Energie aus (Fenster auf - Heizung an) und wird keine Anlage anbieten die recht knapp bemessen ist und bei gutem Energiehandling und weiterer energetischer Optimierung des Hauses ausreichend ist.

Ich arbeite schon an Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfs. Eine neue Heizung (vorhandenes Gerät veraltet und technisch nicht weiter zu optimieren) und Wassererwärmung (altes Gerät schlecht isoliert und teildefekt) muß aber trotzdem her. Alleine schon da sich hier mit geringerem Finanzaufwand (gegenüber weiterer Dämmung, Einbau eines komplett anderen Heizsystems) große Erfolge erzielen lassen erfolgt der Wechsel auf eine LW-Wärmepumpe.

Es würde mich trotzdem interessieren welche Art Wärmepumpe Du jetzt im Einsatz hast und wie Du zu dem Schluß kommst das meine Lösung nichts taugt.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 01.10.2012 17:56

Re: Untersuchungen zur WP - Fraunhofer ISE

Zitat
Bernd Schlueter
Das Blöde ist, dass die BHKWs nur etwas für größere Heizprojekte taugen,


Ach Bernd vom Rheine

der Ecopower 1.0 heißt deshalb 1.0 weil er 1 kW elektrisch macht, bei immerhin fast
27% (26,3%) Elektrischen Wirkungsgrad und des mit einen variablen Kolbenweg, also kein
Atkinsonmodus sondern ein Atkinsonweg, aber halt anders als der alt Atkinson, das
etwas etwas gscheider werst ein Video dazu

[www.youtube.com]

Tja und Bernd in Aachen gibts einen Solarverein der möcht alles mit Solarzellen bepflaster,
deshalb wird das Brett vorm Kopf auch teurer gemacht, aber zur Zeit wo das Bier noch
Dunkel und die Madel Sittsam waren, wurde da Wärm ( die Studie dazu wurd aber z
Minga gmacht ) gespeichert chemisch und dann Kraft erzeugt mit der Honigmannschen
Natronlok, heut studiern ja die Madel mehr und so kommt es immer wieder zu solchen Links

[www.energie.tu-berlin.de]

na halt des war ja Bursch des Madel is der Link

[www.eta.tu-berlin.de]

von Manfred aus ObB - am 19.10.2012 17:56

Re: Wer betreibt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Hallo

Ich habe nicht den ganzen fred gelesen aber hier sind meine Erfahrungen
Wir heizen unser Haus mit eine Luft/Luftwärmepumpe.
Ich kann nur davon abraten sowas zu kaufen. Da gibt es gleich mehrere Probleme die zu beachten sind. Hierbei ist es unerheblich ob Luft/Luft oder Luft/Wasser wobei ich meine das Luft/wasser hier noch schlechter abschneidet.

1. Bei -5 grad fangen die Probleme an der Stromverbrauch geht rapide hoch und die arbeitszahl wirds richtig schlecht. Bei -15grad wird ein Heizelemet dazugeschaltet Arbeitszahl =1 :sneg:

2. Jede menge Kondenz entsteht am Aussenteil die
1. ab +4 grad anfängt zu eis zu werden und dann sehr häufig automatisch abgetaut wird.
Die Wärme dafür wird aus der Wohnung genommen.
2. auch abgeführt werden muss. Wir hatten hier schon Tage mit bis zu 80l kondenzwasser!!!!
Im Winter friert das Ablaufrohr natürlich immer ein weswegen ich das auch noch beheizen
muss wenn ich das nicht an der Hauswand haben will.

3. Der (die) Radiator(en) muss mindestens einmal im Jahr gesäubert werden.

4. Jede menge "Krach". Wenn die Dinger neu sind ists ok aber nach spätestens 2 jahren gehts los.

Und das ist keine Billigpumpe sondern ein Markenprodukt.
Ich würde das Ding am liebsten auf den Mond schiessen :mad:

Gruss Uwe

von UweMic - am 21.10.2012 11:23

Manfred ist der Größte

Nicht nur, dass ich da meine Erfindung entdecke, nein, Vaillant baut da auch noch einen Motor mit höherer Verweilzeit im oberen Totpunkt und unterschiedlichen Hüben, der das Atkinson-Maderl alt aussehen lässt. Da brauche ich ja gar nicht erst anzufangen, irgendwo kommt eh jemand auf die besten Ideen und Manfred gräbt sie aus.
Ich denke, ich weiß, was ich da in nächster Zeit zu tun hab.
Ob es da noch mehr gibt, zu der Nachexpansion bei dem Dreizylinder?
50% Wirkungsgrad müssten da doch rauszuholen sein, wenn man nicht gerade in jeder Almhütte ein Blockheizkraftwerk aufstellt?
Damit die Dinger auch susreichend Lebensdauer haben, sollten sie nicht zu klein gebaut werden.
Ansonsten, ist die Kombination BHKW-Wärmepumpe ideal: die Wärmepumpe arbeitet be einer Vorlauftemperatur von etwa 30 Grad, den Rest liefern billige Hochtemperaturheizkörper , die mit der Abwärme von mindestens 65Grad versorgt werden. Macht geschätzt 65% Abwärme und 125% Wärmepumpenwärme. Halt, es kommen noch rund 10% Kondensationswärme hinzu. Bei Verbrennungsmotoren geht man immer vom unteren Heizwert aus. Obwohl die Städte wiederum den oberen berechnen.

von Bernd Schlueter - am 21.10.2012 15:34

Re: Wer betreibt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Hallo Uwe,
danke für Deine Infos.
Zitat
UweMic
...hier sind meine Erfahrungen
Wir heizen unser Haus mit eine Luft/Luftwärmepumpe.
...
1. Bei -5 grad fangen die Probleme an der Stromverbrauch geht rapide hoch und die arbeitszahl wirds richtig schlecht. Bei -15grad wird ein Heizelemet dazugeschaltet Arbeitszahl =1 :sneg:
2. Jede menge Kondenz entsteht am Aussenteil die ...
3. Der (die) Radiator(en) muss mindestens einmal im Jahr gesäubert werden.
4. Jede menge "Krach". Wenn die Dinger neu sind ists ok aber nach spätestens 2 jahren gehts los.

zu1: Klar geht die Arbeitszahl einer Wärmepumpe runter wenn das genutzte Medium kälter wird. Das bei Kälte mehr Heizleistung eingesetzt werden muß ist bei allen System so. Nur bei Öl, Gas usw schaut keiner hin und jammert das bei Frost der Verbrauch extrem steigt. Wobei eben systembedingt bei Wärmepumpen die Bilanz mit der Kälte schlechter wird.
zu2: Da muß ich mal abwarten. Mein Außenteil wird im Garten stehen und die Kondensleitung ins Erdreich führen. Wasser oder sogar Eis an der Hauswand ist natürlich nicht sinnig.
zu3+4: Das Problem hat man mit einer Luft/WasserWP nicht. Der einzige Ventilator sitzt im Außenteil und sollte nicht so laut sein.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 22.10.2012 09:37
Mal gerade bei Vaillant wegen des Mikro-BHKW angerufen.
Also, das Ding ist mit Honda-Motor ausgerüstet, denen eigentlich die Förderung gehören sollte.
Den ersten Umweltpreis hat natürlich Vaillant verdient, die das Ding entdeckt haben und ihr label über das von Honda geklebt haben.
Manfred bekommt nix, denn an seinem Motor gibt es nichts zum Überkleben.

So, wie ich es sehe ist das Ding ideal für uns, im Moment Sonderpreis plus plus für das Gesamtsystem einschließlich Mehrschichtenpufferspeicher inclusive Anschluss und Inbetriebnahme. 300 Euro Wartungskosten, falls 10 Jahresvertrag gewünscht (unbedingt zu empfehlen).
2,5 kW Heizleistung, 1kW elektrische = rund 25% Gesamtwirkungsgrad, das hört sich doch ideal für uns an! Mit dem Elektroauto und dem eigenen Haus können wir das Ding ganzjährig und fast zu 100% selbst nutzen. Im Sopmmer kommen unsere Sonnepaneele dazu.

Vorbedingung ist allerdings die Regelbarkeit unserer Lader, die ich schon seit langem predige, wofür ich aber keine Ansätze sehe. Im Gegenteil, die arbeiten sogar meist kontraproduktiv, siehe der immer wiederkehrende Stillstand der Waldmühle durch die Twike- und andere Lader.


Könnt Ihr, falls Ihr nach Lourdes oder Kevelaer kommt, für Manfreds Motor eine Kerze anzünden? Wenn er Förderung erhält, kann die vermutlich nur von oben kommen.
Entwicklung kostet, vor allem Mühe.

von Bernd Schlueter - am 05.11.2012 09:59
Bitte nicht verallgemeinern. Luftwärmepumpen können durchaus sparsamer betrieben werden, als Wasser/Wasserwärmepumpen. Insbesondere, wenn die Wassergewinnung aufwendig ist, was in Deutschland überaus oft der Fall ist. Deutsche Fabrikate haben samt und sonders keine Chancen bei dem künstlich aufgeblähten Strompreis.
Nur in gewissen Teilen Bayerns wüsste ich Alternativen. Bei den Dorfältesten Säufern macht man sich dabei allerdings unbeliebt.
Der wesentlichste Bestandteil einer WP auf Strombasis ist der Gestehungspreis.
Dazu muss man das Fenster ganz weit aufmachen und letzteres gut gebündelt herauswerfen.
Da ich gerade in dieser Hinsicht besonders sparsam bin, kann ich über unterschiedliche Erfahrungen berichten. unsinnig ist es , in eine Erdwärmeanlage für 30.000 Euro zu investieren, oder, wei bei einem WP-Betreiber nahe Sinsheim, der sich zwei 40 Meter-Bohrungen nach grottenschlechtem Wasser für 30.000 Euro andrehte, für die wir dann eine nach bereits zwei Jahren unbefriedigende Wärmepumpenlösung fanden. Die Anlage ruht jetzt, vielleicht bis zum nächsten Sinsheim-Treffen. Bei den heutigen Strompreisen, kann eine billige, leistungszahlstarke WP allenfalls ergänzen.
Man sollte nicht Primärenergie, sondern Strom sparen. So die Strompreispolitik der Bundesregierung. Die EONs bekommen übrigens unsere heimische Braunkohle umsonst, genauer gesagt, zum Nulltarif.

von Bernd Schlueter - am 08.11.2012 22:51

Re: Tabellen + Grafik

Hallo Roman,
Zitat
R.M
Und jetzt noch den Energieverbrauch der Wärmepumpe mal 3 nehmen damit der Vergleich zumindest beim Primärenergie Verbrauch stimmt

[de.wikipedia.org] hier sind die aktuellen Faktoren für die Ökorechner. Hiermit kann man die unterschiedlichen Energieträger gegeneinander aufrechnen.


Meine Tabelle zeigt aber etwas anderes:
tatsächlich Verbräuche:
schwarz - der Verbrauch elektrisch ab Zähler für die Jahre bis 2009 = 25.000kWh
rot - der Verbrauch elektrisch ab Zähler für die Jahre 2009 bis 2012 = 18.000kWh
Hier könnt Ihr das Ergebnis meiner Änderungen an der Heizungsanlage und der Wärmedämmung des Hauses sehen.

Erwarteter Verbrauch:
violett - zeigt den Normverbrauch über das Jahr bei 6000kWh
grün - habe ich eine Kurve erstellt die eine Prognosse des Wärmepumpenverbrauchs darstellt.
Was die Anlage dann tatsächlich bringt werde ich Euch erst nächstes Jahr im Juni präsentieren können. Jetzt muß die Anlage ja erst noch eingebaut werden.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 14.01.2013 10:30

Glaubt mir bloß nichts!

Da stelle ich doch fest, dass keine meiner Wärmepumpen mehr als 100 Euro gekostet hat. Lasst Euch nicht veräppeln, da fehlt eine Null, also 1000 statt 100 Euro!
Die teuren waren die von Mitsubishi Heavy IIndustry
,nur diese lohnen sich m.E. heutzutage noch..
Aber auch nur die zwei kleinsten Modelle, die 20er und die 25er Einzelklimaqanlage, genau diese hier. Ihr braucht Euch keine Mühe zu machen, Stulz in Hamburg vertreibt die in Deutschalnd nicht, oder zum zu hohen Preis.
Merke:niemals nur Klimaanlage. Gas ist dafür "zu billig", Strom wird immer teurer.

Meine Wasser-Luft-WPs haben zwar ganzjährig, zusammen mit Fußbodenheizung, einen noch besseres JAZ, aber die Anlage zu bauen, macht viel Mühe und häufig Ärger mit den Brunnen.
Das obige Gerät, zusammmen mit dem neuen Honda/Vaillant-BHKW, macht Sinn, wenn Ihr nicht krank wedet, wenn Ihr den Preis des Brummers seht.

von Bernd Schlueter - am 15.01.2013 05:08
Die Wärmepumpe bedeutet bei uns zusätzlichen Aufwand. Fußbodenheizung, oberflächennahes Grundwasser von 12 Grad ergeben mit einer umgebauten 180-Euro-Wärmepumpe ein COP einschließlich Brunnenpumpe von über 5,5.
Bei Luft liegen wir schlechter, so bei 4 und unzureichender Wärmemenge im kalten Winter.
Das Spitzen-COP von über 7 erreicht die Luftwärmepumpe bei über 15 Grad Lufttemperatur und es lässt sich steigern.
Trotzdem, meist lohnt ein Umstieg nicht mehr, auch die Umstellung von fossil auf WP kostet Geld und am Strom bereichern sich die Vettern unserer Staatsdiener. Russland ist unsere einzige Hoffnung und, dass der Gerhard für faire Preise sorgt. Die Gaspreise sind fair, der Strompreis nicht.
Die Energiewende findet in Deutschland nicht statt, Gesetzlich verboten, bzw, es lohnt nicht, Energie zu sparen. Dämliches EEG und KWK. Wobei ich nichts gegen Damen, nein, überhaupt nicht, gesagt haben möchte. Da müssen wir erst einmal Grüne und die, die die Grünen an angeblicher Grünheit noch übertrefffen, auf den grünen Planeten geschossen haben und die wählen, die die Energiewende wirklich wollen. Ich denke da auch an etwas grünes...

von Bernd Schlueter - am 21.04.2013 10:16

Welche Stiebel hast du denn gewählt?

275kg über die Kellertreppe eingedreht, sagen mir wenig über den zu erwartenden Mehrverbrauch an Primärenergie.
Aber immerhin hat Stiebel schon gemerkt, dass es mit den alten Lärmmonstren ohne Drehzahlregelung nicht weiter ging und man auf China zurückgreifen musste.

Für mich kommt nur eine billige, kleine und leistungszahlstarke Wärmepumpe als Ergänzung zur fossilen Heizung in Frage.
Der Ausnahmefall, dass problemloses Grundwasser zur Verfügung steht, das den gesamten Wärmebedarf eines Hauses decken kann, ist selten. Kupfergelötete Wärmetauscher korrodieren bei deutschem Trinkwasser reihenweise durch.

Die kleinsten, besseren Klimageräte von Mitsubishi HEAVY , also nicht die Zubadan von Mitsubishi ELECTRIC können allerdings sehr wohl mit allem anderen für sehr kleine Wohneinheiten konkurrieren. Nachteil: Im Innenraum Konvektionsheizung (Ventilator).
Irgendwie werden die Möglichkeiten, die Wärmepumpen bieten könnten, nicht genutzt .
Ersatzweise werden aber falsche Versprechungen gemacht. In dieser Disziplin gehört die deutsche Industrie zur Weltspitze.
Die Strompreispolitik der Bundesregierung macht zusammen mit der Unfähigkeit unserer Wärmepumpenindustrie, sich darauf einzustellen, den Einsatz einer WP in den meisten Fällen unrentabel.
In Lippstadt kommen wir auf Grund der massiven Preiserhöhungen für Strom in den letzten 10 Jahren gerade nur auf einen Gleichstand der Heizkosten, die ursprünglich einmal bei 2,5 Cent pro kWh Wärme liegen sollten. Heute liegen wir bei 6 Cent. Subventionen wurden gestrichen. Der Aufwand hat sich nicht gelohnt.
Der sommerliche Strom wird allerdings voll durch die reichlich dimensionierte Solaranlage gedeckt und bringt einen Vorteil. Ein Kölner und ein Düsseldorfer Projekt haben wir wegen der Preiserhöhungen aufgegeben, obwohl sich vom Primärenergieverbrauch gesehen, ein Vorteil von über 25% ergeben würde. Diese waren als Wasser/Wasseranlagen geplant und begonnen worden. Jetzt wieder Gas. War ein Schlag ins Wasser und ich mache, bis auf die erwähnten, seltenen Ausnahmefälle, keine Werbung mehr für Wärmepumpen.
Die Energiepolitik der Bundesregierung halte ich für chaotisch. Nur vom Reden gibt es nie ein smart grid. BHKW-Politik? Man kann sich nur an den Kopf fassen.

Wenn ich in Hafennähe wohnte, würde ich wieder den Kohleneimer schleppen.

Es stehen allerdings noch ein paar gewerbliche Projekte an. Mit BHKW und WP. Das rechnet sich, ist aber nicht auf den häuslichen Bereich zu übertragen.
Hier lohnt sich allenfalls die sommerliche Warmwassererwärmung mit einer billigen Luftwärmepumpe, wenn möglich, mit einer PV-Anlage für elektrische Moblität gepaart.

von Bernd Schlueter - am 05.07.2013 02:48

Re: Welche Stiebel hast du denn gewählt?

Hallo Bernd,
zur Deiner Frage: [26373.foren.mysnip.de]

Zitat
Bernd Schlueter
275kg über die Kellertreppe eingedreht, sagen mir wenig über den zu erwartenden Mehrverbrauch an Primärenergie.

Wenn ich von Elektrodirektheizung auf Wärmepumpe umstelle wird definitiv weniger Primärnergie verbraucht. Das werde ich nächstes Jahr einfach am Stromzähler ablesen können. Klar hätte ich auch auf ein anderes Heizsystem umstellen können. Aber dazu müßte vieles am Bestand geändert werden. So konnte ich einfach "nur" den Wärmeerzeuger ersetzen und die bestehende Struktur weiter verwenden. Klar definierte Schnittstellen:
-Heizungsvorlauf
-Heizungsrücklauf
-Frischwasserzulauf
-Warmwasserrohr
-Stromanschluß
Also 4 Rohre und ein paar Elektrokabel abklemmen - alte Anlage raus + neue Anlage rein.
Fertig ist die Laube. Alle Arbeiten im Heizungskeller und davor im Garten für das Außengerät. Keine Arbeiten sonstwo im Haus.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 05.07.2013 05:41

Re: Welche Stiebel hast du denn gewählt?

Zitat
Bernd Schlueter
Für mich kommt nur eine billige, kleine und leistungszahlstarke Wärmepumpe als Ergänzung zur fossilen Heizung in Frage.


Mach mir doch mal einen Vorschlag für eine Brauchwasserwärmepumpe, welche zumindest im Früjahr/Sommer/Herbst insbesondere durch PV Strom betrieben werden soll. Möglichst eine, welche ich selbst einbauen kann. Also Arbeiten am Elektro/Wassergeraffel ja, Arbeiten am Kältemittelkreislauf nein.

Einen 400l Brauchwasserspeicher mit zwei Wärmetauscherspiralen ist bereits vorhanden. An einem Wärmetauscher hängt der Ölheizkessel, an den anderen soll die Wärmepumpe. Der Keller ist wärmegedämmt und die Fenster geschlossen. Also entweder muss die WP oder ein Teil der WP im Freien stehen, oder die Luft über Lüftungsrohre in den Keller zur WP geführt werden.


Alternativ wäre eine WP für Brauchwasser und Heizung oder Heizungunterstützung. Wenn es nur Brauchwasser und Heizungsunterstützung in der Übergangszeit wäre, dann würde ja eventuell auch eine Luft/Wasser-WP reichen.

von Solarstrom - am 05.07.2013 20:11
Die Alternative ist ein billiges Baumarktgerät, das die Wärme der Kellerluft entnimmt. Es muss mit R407 gefüllt sein, niemals R410 als Kältemittel. Einen kupfergelöteten Plattenwärmetauscher baut man statt Innenteil an. Darf nur ein Kältetechniker mit Meister im Hintergrund machen. Ihr wisst schon, mittelalterlicher Monopolzwang. Lobbyverbände bekommen in der BRD alles durchgesetzt.
das ist sogar eine sehr gute Lösung. Wir haben noch preiswerte" Chigos" hier herumstehen.
Klar, kannst Du auch in ie heizungsanlage einspeisen. Deren Spirale liegt schließlich über der WP-Spirale. COP 2,5 bis 3, je nach Temperatur.

Ich überlege schon, ins Ausland auszuwandern, um dem Meisterzwang zu entgehen. Physik studiert und darf nicht experimentieren.

Das Monopol wurde eingerichtet, nachdem wir die Geräte gekauft hatten. Mein Elektroauto darf ich auch nicht reparieren. 120 Volt und die verschmorte Steckdose hängt nimmer noch an der Wand. Erinnerungsstück an den Elekriker, der sie montiert hat.

Habe auch noch ein Komplettgerät, mit etwas geringerem COP.

von Bernd Schlueter - am 06.07.2013 07:43
Nein, das stimmt nicht. Die meisten Leute haben einen Niedertemperaturkessel. Der ist zwar die heißeste Stelle, aber bei nicht zu tiefen Temperaturen unter 50 Grad warm, Da die Verbindung zum warmwasserkessel eh besteht, kannst du die WW-Pumpe einschalten und den Heizungskessel aus und snd schon fließt die Wärme auch ins Haus. Insbesondere bei kühler Witterung und Sonnenschein interessant. Du brauchst den Kessel im sommer gar nicht mehr anzuwerfen.
Vom volkswirtschaftlichen e3nergieverbrauch zwar unlohnend, aber die solare Energie wird ja auch nur mit ca 4 cent vergütet, da kannst Du dir einen geringeren wirkungsgrad leisten. Ja, das istb ein einziger mist mit dem EEG und KWK, wie Du mich sehr erfolgreich aufmerksam gemacht hast. Alle Energievernichtungsgesetze, Exergie, genauer gesagt, nach Günter Kaestle.
Legionellen abtöten, das würde ich allerdings nicht mit der Wärmepumpe. Erstens ist sie keine Mörderin, zum anderen mag die tatsächlich keine hohenn Temperaturen.

Ich habe gerade auf dem Flohmarkt einen Aquqrienwasserprüfset erhalten, damit kann ich gut prüfen, ob das Wasser geeignet für einen kupfergelöteten Plattentauscher ist. Den könnte ich von einem Kältequalifizierten und monopolisierten nach Zertifikat an solch eine Klimaanlage anlöten lassen und schon ist die der Keller kühl und trocken und das Pullefass warm.
Übrigens nach dem energiechaos der bundesregierung die einzige Art von Wärmepumpe, die ich noch empfehle. Hier, mit Solarenergie, ganz besonders. Sie verbessert den lukrativen, aber eigentlich volkswirtschaftlich schädlichen Selbstverbrauch. Mist wird bei uns belohnt.

von Bernd Schlueter - am 06.07.2013 18:54
Hallo,

ich habe in meinem "neuen" Altbau seit ca. 3 Wochen eine Feinwerk Top Air 200LS fürs Warmwasser im Einsatz.
Features:

  • abnehmbares Bedienteil mit 868MHz-Funkerei
  • Ruhezeiten programmierbar
  • Legionellenschaltung
  • ziemlich leise (Lüfter 3stufig einstellbar)
  • 2. Wärmetauscher eingebaut
  • "PV-Schaltung" zur Eigenverbrauchsoptimierung


Die Warmluft wird aus der Küche angesaugt, da wärmster Raum Richtung Süden und Holzherd geplant. Die kalte Abluft geht ins Gäste-WC, damit da niemand zu lange sitzt :D.
Durch Öffnen und Schließen von Fenstern und Zwischentüren kann ich ein bißchen die Wohnraumklimatisierung regeln.
Groß ist der Effekt allerdings nicht, auch wegen des derzeit geringen WW-Verbrauchs.

Ich muß noch einen Zwischenzähler einstecken, um den Stromverbrauch zu kontrollieren.
Bis jetzt lief lt. Bedienteil die WP 50h und der Zusatz-Heizstab 10h (1800W).
Letzterer aber hauptsächlich, weil die Pumpe mal irgendwie (vermutlich durch häufiges Ein- und Ausstecken während dem Renovieren) in einem Betriebsmodus war in dem der Kompressor gar nicht mehr anlief und sie nur per Heizstab heizte. Da half dann nur noch Reset auf Werkseinstellung + Neuprogrammierung.

Soweit meine Erfahrungen... ich hoffe sie bleiben lange gut denn um das Trumm wieder auszubauen müßte ich das WC verwüsten damit es durchpasst :mad:.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 23.07.2013 12:56

Es ist vollbracht! Emerson entwickelt Inverter für Deutschland

Das hat ja gedauert. War zwar nicht in Deutschland, die Entwicklung, aber immerhin sprechen Schweizer deutsch und so konnte endlich ein Strich unter deutsche Steinzeittechnik gemacht werden.
Invertergeregelte Kompressoren von den urdeutschen Emerson-Johnson-controls-Copeland.
Alfons, mein Glückwunsch. Du hast den richtigen Moment abgewartet und ich verspreche Dir , dass Du jetzt auf dem Stand der Technik, sogar mit dem Stiebelgerät bist. Dass die Wärmetauscher kleiner als bei den Japanern sind, spielt da keine Rolle mehr, denn das Gerät läuft in der Regel im Teillastbereich.
Ja, im Nachbauen waren die Asiaten schon immer besser und die Deutschen weniger erfahren. Aber auch das haben sie endlich auf die Reihe bekommen und Du kannst Dich über eine JAZ freuen, die vermutlich oberhalb 3,5 liegt. Sprich, kaum teurer als eine Gasheizung. Bei einer JAZ von über 4 könntest Du sogar besser als bei mancher Brennwertherme liegen.
Was ich nicht verstehe, dass die Österreicher schon seit langem Invertertechnik einsetzen, aber keine deutsche Firma, außer vielleicht Bitzer, war dazu imstande. Sogar die Zwischeneinspritzung konnten sie kopieren.
Vor allem bist Du das Geschepper los, denn wenn das Ding voll tost, ist es kalt und Du hast die Fenster dicht geschlossen. Jetzt stört der Lärm niemanden mehr, im übrigen Teil des Jahres ist das Gerät leise.
Ja, das ist eine echte Überraschung!

Endlich sind wir Deutschen wieder die Besten in der Welt

von Bernd Schlueter - am 20.08.2013 01:22

Re: Datenblatt der WPL 15 und 25

Zitat
Bernd Schlueter
Bei manchen Modellen (Mitsu und Hitachi) auch noch zusätzliche Verdoppelung der Drehzahl, sprich 10:1.


Ohh Bernd vom Rheine

Eine Verdoppelung der Drehzahl verändert nix an der Leistungszahl ( Neideitsch COP )
sondern die Leistung ( also die HeizkW ) und die variable Drehzahl kann die Jahresarbeitszahl verbessern
( die Wärmpumpe kost aber mehr und mehr vareka kunt ah ) um das meiste zu verdeutlichen
hat die Firma ein Bild ins WWW gestellt ( Du mußt es halt auch finden, obwohl mache findens
verstehen es nur nicht :o )


Bildquelle: [www.emersonclimate.com]


Der Text dort extra in Englisch geschrieben auf das Du selbigen leichter ins Chinesische translaten kannst

Zitat
Internetwerbung der Firma ...........
The new ZHW Copeland Scroll™ Variable Speed compressor features a state of the art brushless permanent magnet motor
and Enhanced Vapor Injection technology matched with a highly efficient inverter drive.


Gell da :eek:

von Manfred aus ObB - am 20.08.2013 10:08
Dann betreibst Du deine kiste wenigstens optimal. Immer wieder sehe ich, dass Heizungsbauer an Wärmepumpen Pufferspeicher angebracht haben.
Soeben habe ich eine Entfeuchtungsanlage (Klimanlage) in einer Halle montiert. Ein Teil der Halle wird durch zwei Monoblock-Wärmepumpen erwärmt und die kontaminierte Luft gloeichzeitig abgesaugt.

Das funktioniert so gut, dass ich vorhabe, einige Häuser mit solch einer Monoblockanlage auszurüsten, als zentrale Lufterneuerungsanlage. Die Luft- und Baufeuchte lässt sich dadurch ganz hervorragend regulieren, Conrad liefert Hygrostaten zu dem Zweck.
Ansonsten ist , wegen der Energievernichtungspolitik der Bundesregierung, Gasbrennwert primärenergieschonenderen Wärmepumpen vorzuziehen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die besonders energieeffizienten kleinsten Mitsubishi-Klimanalagen hinweisen, die die von einem BHKW erzeugte elektrische Energie aufnehmen können, wenn Ihr Wärme benötigt und das Elektroauto bereits geladen oder unterwegs ist.
Alfons hat immerhin schon einmal als Pionier eine , zumindest dem Namen nach, deutsche Invertertechnik eingeführt. In Österreich schon seit langem Standard.
Wenn unsere Grünen mal weg vom Fenster sind, kann auch mal wieder über Primärenergiesparen nachgedacht werden. Jürgens "Energie muss teuer werden" führt nur dazu, dass die Großen immer mehr an der Energie verdienen und alles tun, dass keine Energie eingespart wird. Realpolitik ist etwas anderes.

von Bernd Schlueter - am 08.10.2013 10:12

erste Werte mit WP

Hallo Leute,
Zitat
Alfons Heck

06-09 Norm25 = durchschnittlichen tatsächlichen Verbrauch der Heizperioden 2006/2007 bis 2008/2009 auf eine Normheizkurve verteilt.
09-12real = abgelesener durchschnittlicher Verbrauch für die Monate der Jahre 2009 bis 2012.
Ges2013/2014 = von mir erwarteter Verbrauch der WP.
JAZ3 Norm18 = Verbrauch von 6000kWh/Jahr auf eine Normheizkurve verteilt.



hier die Verbrauchsdaten für Juni-Oktober 2013:
Juni: 6,4kWh/Tag mit defektem HW-Standspeicher und alter Elektroheizung.
Einbau WP
Juli: 0,8
August: 1
September: 3,6
Oktober: 17,9

Zu den Daten:
Juli+August: die WP produziert nur Warmwasser

September: in der 2.Septemberwoche hat sich die Heizung der WP zugeschaltet
Also Warmwasser und Heizung über WP.

Oktober: Neben der WP (EG und DG) arbeiten im KG eine elektrische Fußbodenheizung für das Duschbad und in 2 Kellerräumen Nachtstromspeicher für ein Grundwärme von 12°C bzw 15°C. Die Warmwasserumlaufheizung über WP versorgt das EG (ca 100qm) und das DG(ca 55qm).
Also Warmwasser und Heizung über WP plus Heizung über Strom (im KG).


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 04.11.2013 20:26
Pampa-Hase, das ist die sparsamste Anlage, von der ich je gehört habe. Der Vorlauf nur gut drei Grad über der Raumtemperatur, da muss Dein Haus ja ganz hervorragend isoliert sein!
Geradezu unglaublich, wie gering Dein Verbrauch sein könnte, wenn Du auch noch sauberes (!) Grundwasser nutzen könntest. Leider ist das saubere Grundwasser wegen der Luftverschmutzung durch Industrie und Weltkrieg nicht so, wie es vor 100 Jahren einmal war. Anlagen mit Erdsonden haben eine viel schlechtere Leistungszahl. Ich verwende Edelstahlrohre zum Wärmeentzug.
Ich setze deshalb seit längerer Zeit lediglich nur noch auf eine Zusatzwärmepumpe, die kleinste Mitsubishi, Luft-Luft. Der größere Rest Gas .Nebeneffekt: Klimaanlage im Sommer. Kosten: nicht viel mehr als 1000 Euro.
Aber du hast offensichtlich, was Energie angeht, ausgesorgt.
Du könntest Dich jetzt allenfalls noch von einem Nachbarn mit Hochtemperaturanlage mitversorgen lassen, per Blockheizkraftwerk, das leistungsmäßig zu Deiner Aventa passt, sagen wir, für 15 Cent pro kWh Strom. Dann habt Ihr beide etwas davon und der Nachbar braucht seine kostbare Exergie zu 4 Cent die kWh nicht den Monopolisten und dem Finanzamt in den Rachen zu werfen.
Wohnst Du wirklich in der Pampa?

von Bernd Schlueter - am 16.01.2014 02:34
@Bernd Schlüter: was um himmels willen ist bei 6000-7000kWh verbrauch sparsam? findest du? ich finds schrecklich viel. also mir reichts. ich kenne einige leute die FERNMÜNDLICH von deutlich geringeren verbräuchen reden!

allerdings wenn man nachhört ist hier noch ein heizlüfter und dort noch ein kamin oder dort noch ein ofen beim dem 2-3 festmeter holz verfeuert werden. die unterschlägt man. plus kaminkehrer- und heizungsmann versteht sich.

geschlampt wird überall. heute weiss ich, daß unser bad der entfernteste und längste heizkreis ist der zu allem überfluss nicht doppelt so eng verlegt wurde. grummel...

@Alfons Heck: ja man kann bei einem Thermia WP kaum was einstellen, kein estrich-heizprogramm, nichts. alles von hand gemacht und 10x die sicherung geflogen dabei weil mädchenstromverteiler vom insolventen elektriker. dann die WP falsch angeschlossen, gehäuse unter strom, ich einen schlag gekriegt. dann terminals verkohlt weil nur halb in den steckkontakt gesteckt und und und. murks wohin man schaut...

von p.hase - am 16.01.2014 09:12
Zitat
p.hase (C-Zero 2011 + LEAF 2012)


allerdings wenn man nachhört ist hier noch ein heizlüfter und dort noch ein kamin oder dort noch ein ofen ....



Am Rande wär es zwar eineigene Betrachtung was der Unterschied von Kamin und Ofen und was da alles zu Schornstein raus.


Aber weil das so Klinkt wie wenn die Beste aller Heizungen und doch langsam so einiges Tröpfchenweise,
wieviel von den 6000 - 7000 ( wären in Heizleistung bei Arbeitszahl 3,5 etwa 2400 Liter Öl ) sind in der
Wärmepumpe gelandet und wieviel in den Heizpatronen oder ist das Psssssssssst.

In wie weit stimmt denn da Alfons Annahme

Zitat
Alfons Heck
Also hast du ein luftdicht verpacktes Haus mit kontrollierter Wohnraumlüftung und einer Danfoss-WP


den der Energieverbrauch und Kostenaufwand kämme zur Gesamtkalkulation hinzu,
gegenüber einen Kachelofen, der zwar teuer aber wie meinte Reinhard Mey

[www.youtube.com]

und so geht eben ein Kachelofen bei 1,5 m Schnee vor der Tür um Mitternacht bei Stromausfall :D

von Manfred aus ObB - am 16.01.2014 09:42
3,25 Grad durchschnittlicher Abstand zwischen Vorlauftemperatur und raumtemperatur sind in der Tat extrem gering. Vielleicht hast Du Dich dabei vertan?
Wenn ich von den 5000 bis 6000kWh 2000kWh für die Elektroautos abziehe, ist das für eine Vollheizung nicht viel.
Wenn ich mal annehme, dass der Temperaturdifferenz weniger als 12.500 kWh Wärmebedarf für die 250m² entsprechen, dann ist die Leistungszahl der Wärmepumpe wirklich nicht berauschend.
Die von mir konstruierten Wasser-Wasser-Anlagen liegen bei einer Leistungszahl von 5,5 , allerdings bei 40°C Auslegungsvorlauftemperatur (-10°C). Kein Mischer, kein Wärmespeicher.
Das wären dann nicht viel mehr als 2000kWh für die ganzjährige Beheizung von 250m².
Ich würde die Anlage dann aber an die extrem geringe Temperaturdifferenz von nur ca 10K anpassen und käme mit noch weit weniger Strombedarf hin. Dann kommen bereits die Strömungswiderstände in den gängigen Wärmepumpen zum Tragen. Für solch geringe Temperaturdifferenzen sind allenfalls Turbokompressoren ausgelegt. Kältemittel: Wasserdampf. Leistungszahl 15.

Solche Anlagen laufen bereits, mit aktiver Magnetlagerung. Die Energiewende kommt, nicht in Deutschland. In diesem Fall aus der Schweiz. Bei uns ist der Innovationswillen durch unbedachte und unvernünftige Energiepolitik zerstört worden. Ab in die Steinzeit, kann ich da nur sagen, liebe Grünen.

von Bernd Schlueter - am 16.01.2014 10:04
Zitat
p.hase (C-Zero 2011 + LEAF 2012)
@Bernd Schlüter: was um himmels willen ist bei 6000-7000kWh verbrauch sparsam? findest du? ich finds schrecklich viel. also mir reichts.


Sagtest du nicht mal, dass du ein Passivhaus hast? Sonst könnte deine extrem niedrige Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf ja auch gar nicht sein. Aber dazu passen deine 6000-7000 kWh Strom wirklich nicht zusammen. Oder ist das Wärmeenergie?

Entweder du hast
a) einen extrem hohen Warmwasserverbrauch
oder
b) irgendwas stimmt mit deiner WP nicht

Meine vollbeheizten Hütte mit 200m² Wfl. ohne sonstige Zuheizung braucht im Jahr für Heizung und Warmwasser ca. 1600 - 1800 l Heizöl. Die Vorlauftemperatur der FBH liegt gerade zwischen 26 (dort springt der Brenner wieder an) und 38 Grad (dort schaltet der Brenner aus), also im Durchschnitt 32 Grad. Bei einer Raumtemperatur von ca. 21 Grad.

1800l Heizöl sind ungefähr 18.000 kWh Wäremeenergie. Bei einer WP und Faktor 3 wäre ich auch bei deinen 6000 kWh. Aber ich habe ja auch kein Passivhaus, sondern eine normale 10 Jahre alte Hütte.

von Solarstrom - am 16.01.2014 19:57
@solarstrom. wir haben einen mix aus kfw60 und über-passiv. die ganze nord- und ostseite ist mit 320mm neopor 0,31 gedämmt. die bodenplatte ist NICHT isoliert - das ist das fatale. es gibt aufgedoppelte fensterprofile die haben innern 16°C! da will ich irgendwann eine schöne eichenfensterbank machen mit PU drunter. wir haben blower door-test von 0,35 oder besser, OBWOHL es eine katzenklappe gibt über die seit 6 jahren kalte luft direkt von draussen angesaugt wird. sollte der kater in ein paar jahren das zeitliche segnen sieht die welt anders aus. dann ist es erst richtig dicht. unser gebäude ist total zerklüftet mit ecken, vorsprüngen und 7m auskragenden bauteilen und steht auf einem hügel wo der green-x-architekt sofort gesagt hat "hier muss ein windrad her". ausserdem lässt sich die WW-temperatur nicht verstellen. das sind alles faktoren die einen hohen verbrauch ausmachen. achja. von anfang an, macht das WW ca. 23-25% des gesamten verbrauches aus. also deutlich mehr, als der heizi geschätzt hatte. meine nachbarn haben die identische WP und einen ähnlichen dämmwert, kfw40. die jedoch haben für 10000 euro 8 erdkörbe vergraben. so, nun dreisatz. wieviel jahre kann die LWP mehr verheizen bis die körbe bezahlt werden würden. aber da man körbe billigst selbst herstellen kann überlege ich mir eine hybridlösung durch die zisterne die im winter immer mit 7000L gefüllt ist. das erhöht natürlich die pumpenleistung. wie mers macht ischs et räacht!

von p.hase - am 17.01.2014 08:14
Zitat
Manfred aus ObB
Zitat
p.hase (C-Zero 2011 + LEAF 2012)
da will ich irgendwann eine schöne eichenfensterbank machen mit PU drunter.



Ahhh die Eiche aus biologischen Anbau und der PUschaum auch :o


Zitat
p.hase (C-Zero 2011 + LEAF 2012)
ausserdem lässt sich die WW-temperatur nicht verstellen.


bedeutet das sie ist prinzipiell so hoch das Legionellen sicher, oder nie so hoch

[www.lgl.bayern.de]


also der schreiner der hat seine werkstatt direkt an der donau. die machen seit 300! jahren fenster. familienbetrieb. die bauen alte fenster nach und so kram. die angler setzen sich vor die werkstatt und fischen frischen donaufisch. woher die eiche kommt? deutsch, nehm ich mal an. so wie unser portal. halt, das andere wort darf man heute nicht mehr schreiben. das meiste eichenzeuchs kommt verstrahlt aus tschechei, slowakei, polen, und dann da wo die pfefferlinge herkommen: weissrussland. :)

jetzt muss ich aber lügen. ich glaube die thermia heizt IMMER auf 55°C (oder 50°?) auf. das lässt sich nicht beeinflussen und das kostet! legionellen kann ich 1x pro monat fahren auf 65°C? aber das hab ich deaktiviert. es sind ja schliesslich meine eigenen legionen. :D

von p.hase - am 17.01.2014 22:13
Die leistungszahlschwache deutsche Wärmepumpe von Stiebel Eltron ist nur dann wirtschaftlich und umweltfreundlich, wenn Du sie im Zusammenhang mit einem dezentralen Blockheizkraftwerk betreibst. Leider darfst Du noch nicht das längst bestehende Drehstrpmnetz benutzen, weil es Monopolisten gehört. Sigmar Gabriel wird das ändern, es gehört in eine Genossenschaft. Wir sind dann alle Genossen, der Sigmar auch. Die Energiewende wird es dann sehr wohl geben, auch, wenn Peter Altmaier, kein Genosse, aber Genießer, dabei schwarz wird. Eigentlich ist er das schon und seine Freunde werden es dann auch. Sigmar, wir setzen auf Dich.
Es gibt übrigens Wärmepumpen, meist Selbstbau, die sind insgesamt wirtschaftlicher, als der deutsche Strommix erzeugt wird.

Vom Geldlichen wirtschaftlich ist auch die Stiebel Eltron, wenn Du sie mit überflüssigem Strom des BHKWs fütterst, der nur mit ca 4 Cent vergütet wird. Selbst ein Stromvernichtungsheizstab ist da noch wirtschaftlich.

Genau das betreiben deshalb die meisten BHKW-Betreiber aus purer Verzweiflung. Daran verdienen nur Peter Altmaier und seine Freunde, denn die leben vom Handel mit Energien und haben die angeblich so liberale Strombörse fest im Griff.

von Bernd Schlueter - am 19.01.2014 16:50
Äpfel mit Birnen vergleichen ist immer einfach aber nicht zielführend.
Wenn ich vergleichen will kann ich Verbrauch ab Stromzähler, Gaszähler, Pelletllager, Öltank usw im Haus vergleichen. Oder ich rechne die Faktoren für alle Vorlieferanten und Verarbeitungsschritte mit ein. Und da wird's schwierig bis mystisch: Was rechne ich wo mit rein, den Bau der Bohrinsel, die Straße und das Lieferfahrzeug, die Verstromungseinrichtungen von Gas-, Kohle-... Atomkraftwerk den Waldarbeiter, Hackschnitzelkehrer usw.
Also der ökologische Fingerprint ist einfach schwierig. Übrigens; Strom wird im Moment auf dem Papier immer grüner.
Für mich gilt ganz einfach: Weiterbetrieb der vorhandenen Anlage verschlingt die 3-fache elektrische Leistung gegenüber meiner LW-Wärmepumpe. Somit verbrauche ich nur noch 1/3 für das gleiche Resultat. Was andere Heizsysteme eventuell noch sparsamer erledigen würden müßte ich mit großen Umbauten erkaufen. Diese muß ich dann in meine Ökobilanz wieder mit einrechnen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Zu viel Kopf und Ökotheorie blockiert dann einfach das sinnvoll machbare...


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 19.01.2014 18:45
Gleiches Problem:
Vielfamilienhaus aus der Jugendstilzeit, unter Denkmalschutz.
Nachtspeicherheizung.
Der Hausbesitzer duldet keine Wärmepumpe an der Fassade.
Aber es ist eine Öffnung von 40 mal 40 cm an der Fassade vorhanden, an deren Innenseite man eine Monoblock-Klimaanlage mit einer Leistungszahl von lediglich 2,5 aufhängen kann.
Auch da ist es die wirtschaftlich günstigste Lösung.
Die Nachtspeicherheizung wird notgedrungen beibehalten, die Luft-Wasser-Monoblockanlage übernimmt 50% der Wärmeversorgung. Etwa 25% Gesamtersparnis.
Vielleicht gelingt es aber doch noch, den Hausbesitzer zu überzeugen, dass das Aufhängen der Außeneinheit einer Mitsubishi auf der Hofseite die Fassade auf der anderen Seite nicht zu sehr stört.
Ich kenne keine andere Anlage, die so flüsterleise ist. Die Leistungszahl ist erheblich höher als bei der Stiebel. Vor allem auch das geringe Geräusch zeichnet dieses Gerät aus.

Diese Mitsu oder das nächstkleinere!

Die Multisplitgeräte sind auch nicht schlecht, aber lauter und weniger energieefektiv. Da rechnet sich die teilweise Beibenaltung der Nachtspeicheröfen eher.

In größeren Häusern lohnt sich die Kombination Blockheizkraftwerk, Elektroauto mit regelbarem Lader und modulierende Wärmepumpe, die abhängig vom Stromüberschuss des BHKWs geregelt wird. Solch eine Regelung ist etwas für mich.

Vielleicht sollten wir aber noch ein paar Monate abwarten. Vielleicht fällt Sigmar Gabriel ja noch auf meine noch viel bessere Lösung herein (freies Netz). Dann ist er allerdings der Todfeind der Monopolisten.

von Bernd Schlueter - am 20.01.2014 05:56
Dann kommst Du ja mit 1200 Euro Stromrechnung im Jahr aus!
Jetzt frage nur noch Deinen Nachbarn, ob er nicht ein BHKW aufstellen will, Du baust die elektrische Anlage und Ihr teilt Euch den Gewinn!
Dann müsstest Du Dich aber beeilen, denn die Berater der Regierung sind drauf und dran, den Unsinn KWK und EEG abzuschaffen! Beim Dachs bekommst Ihr für jede kWh Strom noch ca 6 Cent dazu. Zwar aus unserer aller Tasche, aber für Hecknetze tun wir doch alles!
Du würdest dann Deine Wärmepumpe trickreich so steuern, dass sie den gesamten Überschussstrom aufnimmt.
Wenn dann die anderen Nachbarn auch neidisch werden, entsteht das erste Hecknetz der Republik.

Das ist schon ein Unterschied, ob die kWh mit 4 Cent vergütet wird oder tatsächlich 20 Cent wert ist!
Aber Inverter war schon die richtige Entscheidung. Ich hoffe, das Ding ist flüsterleise? Wüsste ich gern, damit ich nicht so viel auf Stiebel schimpfen muss. Weißt Du, wer der Hersteller des Kompressors ist?

Würde mir gefallen, die Regelung dafür zu bauen...

von Bernd Schlueter - am 02.03.2014 21:40
Hallo Bernd,
Zitat
Bernd Schlueter
Aber Inverter war schon die richtige Entscheidung. Ich hoffe, das Ding ist flüsterleise? Wüsste ich gern, damit ich nicht so viel auf Stiebel schimpfen muss. Weißt Du, wer der Hersteller des Kompressors ist?

Das Außenteil ist extrem leise; da ist ja auch nur der Lüfter als Radaubruder drinn.
Das Innenteil ist recht leise wenn die WP im Inverterbetrieb arbeitet; bei Minusgraden (hatten wir trotz warmem Winter auch schon diese Heizperiode) und 100% Leistung würde ich jetzt nicht mehr von flüsterleise sprechen. Ist dann schon ein recht ordentliches "Kühlschrankgeräusch".
Da die Kiste im Keller steht ist das aber unkritisch.
Fazit:
Im Freien hört man ab 2m Entfernung gar nichts und im Keller nur im Heizungsraum.

Ein alter Kühlschrank in einer Küchenzeile integriert ist deutlich lauter und unangenehmer.
Da hatten wir vor Jahren richtig "Spaß". Mein Vater meinte es wäre ja etwas komisch das er jetzt schon wieder ein neues Gerät kaufen mußte. Ich schaue mir das ganze an...prima oben Abluftschlitze und in der Rückwand vom Boden zur Decke Luftdurchgang. ABER im Sockel kein Zulufteinlaß. Also die Sockelblende mit Lüftungsöffnungen versehen..seit dem immer noch den gleichen Kühlschrank und der macht weniger Geräusche und schaltet auch wesentlich seltener ein. Logisch kein Hitzestau hinter dem Gerät...


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 03.03.2014 21:31
Bei milder Witterung haben die Nachbarn die Fenster auf, dann läuft der Lüfter extrem leise. Wird es kälter, ist er durchaus vernehmbar. Aber dann haben die Nachbarn die Fenster längst geschlossen, um nicht zu erfrieren.

Andere Betrachtung: Jahresarbeitszahl 3,45, damit liegst Du besser im Primärenergieverbrauch als wenn Du mit einer Therme heizen würdest.
Was den CO2-Ausstoß angeht, liegst Du auch günstiger, bis auf die radioaktiven Spaltprodukte und Atomunfallgefahr.:

Würdest Du mit einer Brennwert-Erdgastherme heizen, hättest Du pro kWh Wärme einen CO2-Ausstoß von etwa 200 Gramm, so nur 160 Gramm.

So liegst Du bei der Jahresarbeitszahl 3,45 , wenn Dein Stromversorger den Strom aus folgenden Brennstoffen erzeugt: Jeweils auf eine kWh Wärme aus Deiner Stiebel bezogen!

Uran: 0 Gramm, aber trotzdem pfui

Erdgas bei 50% GUD-Wirkungsgrad: 116 Gramm

Strommix BRD: 160 Gramm

Steinkohlekraftwerk: 230 Gramm

Braunkohlekraftwerk: 320 Gramm

Für unsere Elektroautos gelten die gleichen Verhältniszahlen.

Wenn wir wirklich etwas für unsere Umwelt tun wollen, schließen wir uns mit Deiner Haizung, wie auch mit unseren Elektroautos, mit einem Nachbarn kurz, der ein BHKW betreibt.
Wird dieses BHKW mit Gas betrieben, sinkt Euer gemeinsamer CO2-Ausstoß pro kWh Wärme auf ca 133 Gramm, wobei auf das BHKW 200 Gramm zur Wärmeerzeugung entfallen, auf Deine Wärmepumpe aber nur 67 Gramm. Da Ihr aber alles gemeinsam betreibt, teilt Ihr Euch die Lorbeeren. Nebenbei dürfte ein fetter Gewinn herausspringen, sofern ein Nachfolger von Hitlers Monopolgesetzen mit einer Umlage dazwischenschlägt.

Dann wäret Ihr schön dumm, noch irgendeinen Gedanken in Richtung Energiewende zu verschwenden...
Auf jeden Fall spart Ihr mit der Kombination BHKW-Wärmepumpe gegenüber Therme des Nachbarn plus Deiner Wärmepumpe mit Versorgung durch den Stommix ca. 13% Primärenenergie, als wenn Ihr beide eine Brennwerttherme mit 100%iger Brennwertnutzung betreiben würdet.

Nur Deine WP arbeitet tatsächlich mit 100%iger Umsetzung, beim BHKW und bei der Therme fehlen mindestens noch 5%.

Wenn Ihr einen Strom-Verrechnungspreis von 15 Cent vereinbahren würdet, kämt Ihr beide auch finanziell gut hin.
Natürlich stehen Stromüberschüsse des BHKWs auch für andere Zwecke zur Verfügung.

So, diese Rechnung wollte ich immer einmal durchgeführt haben. Ich hätte mit mehr Ersparnis gerechnet, aber leider erlauben die Monopolgesetze nicht, größere und damit wirkungsgradstärkere BHKWs einzusetzen. Grund ist allein, weil bei Einspeisung ins allgemeine Netz sofort Vater Staat die Hand aufhält und 16 Cent plus 8,5 Cent Umlage kassiert. Raubritterengel Gabriel hat sogar verlauten lassen, dass Du den selbst verbrauchten Strom bezahlen musst.
Dann bliebe nur eines: Die direkte Kopplung Deiner Wärmepumpe über einen Transmissionsriemen zum BHKW des Nachbarn. Dass Transmissionsriemen mit einer Umlage belegt werden soll, davon hat der Engel (bisher) noch nicht gesprochen. Sollte das eintreffen, bestünde noch die Möglichkeit, Wärmepumpenkompressor und BHKW auf einer gemeinsamen Welle zu montieren. Es wäre absurd, in der Mitte der Welle ein Versteuerungsmesssystem des Finanzamts zu montieren.

Auf jeden Fall, es ist absurd, die Energiewende zu wollen, aber das Stromnetz nicht für dezentrale Energieverteilung freizugeben. Typische Politikerlüge.

Empfehlenswert: Die "WAR-ROOM" - Kabaretsitzungen von Frank Ferenski im Thread "Strom börsennotiert einkaufen". Von Manfred eingestellt, am Ende des threads...

von Bernd Schlueter - am 05.03.2014 20:57
Zitat
Alfons Heck
Zitat
Joe-Hotzi
Ich hab schon gehört, die werden nach relativ kurzer Zeit deutlich lauter
...gehört (Gerücht) oder gehört (persönlich verifiziert)? Was bedeutet "relativ kurze Zeit"?


mehrfach gelesen (also "Gerücht"), aber auch schon mehrmals hingehört. Bei uns ist ein Bebauungsgebiet. Da laufen schon 4-5 Luft-Wasser-WP für die Beheizung EFH. Sind erst 2-4Jahre alt und bei Plusgraden (noch) kaum hörbar. Aber als es mal um 0°C waren (und nebelig), da habe ich schon ein vernehmliches Rauschen gehört. Vor allem, da der Wärmetauscher schon ordentlich vereist war und so der Luftstrom behindert /Lüfter wohl bei hoher Last war.

Ich habe mir das auch aus der Nähe angeschaut, da gerade auf Abtauen geschaltet wurde. Dabei wird ja letztlich wieder gerade erzeugte Wärme zum Enteisen verwendet. Ging zügig, es tropfte aber auch recht ordentlich aus dem Gehäuse.

Die Ansaugkästen stehen meist vor dem Haus an der Straßenseite ... dahinter ist es sicher ruhiger ... ;)

Ich würde (wenn überhaupt) bei einer Luft-Wasser-WP die Ansaugluft so führen, dass ich sie im Winter vorwärmen (Prinzip Luftkollektor) kann. Und sei es über eine dunkle, südseitige Grundstücksmauer, hinter der der Ansaugkanal geführt wird ...

von Joe-Hotzi - am 07.03.2014 10:14
Zitat
el El
Jörg vorwärmen über eine schwarze Wand ist nicht drinnen.


Ja, da bin ich wohl von den Absorbtionswärmespeichern bei der Sole-Wasser-WP ausgegangen.

Zitat
Manfred aus ObB
Das ist ja auch nicht Ernst gemeint, sondern soll nur soweit weiterhelfen bis zur nächsten Ausrede :rp:


Wofür brauch ich ne Ausrede?!? Ich heize >13Jahre mit Sole-Wasser-WP und versuche meine Erfahrungen (ohne dusslige Kommentare) hier einzubringen. Aber vermutlich hast Du Recht:

Zitat
Manfred aus ObB
... das ist aber ein ganz anders Konzept als das hier beschriebene und so gesehen


Du hast natürlich eh die bessere Lösung, da ziehe ich mich wohl besser ehrfurchtsvoll zurück.

Ist wie beim BHKW, welchem Du zu ungeahnten Werten verhilfst - zumindest theoretisch /hier im Forum ... :rolleyes:
Oder der Prototyp mit Verbrennungsmotor, der zum Effizienzvergleich mit dem tatsächlich käuflichem Tesla S bemüht wird ...

von Joe-Hotzi - am 07.03.2014 14:47
Zitat
Joe-Hotzi


Du hast natürlich eh die bessere Lösung, da ziehe ich mich wohl besser ehrfurchtsvoll zurück.

Ist wie beim BHKW, welchem Du zu ungeahnten Werten verhilfst - zumindest theoretisch /hier im Forum ... :rolleyes:
Oder der Prototyp mit Verbrennungsmotor der zum Effizienzvergleich mit dem tatsächlich käuflichem Tesla S bemüht wird ...


Ach weißt Du es ist nicht leicht auf dieser Welt, vor allen wenn man gern nur in gewohnten Bahnen denkt ;-)

Nur das tust Du ja nicht, Du fährst gern Zickzack, erst maulst Du ein Verbrenner kann die Werte nicht brigen,
geht das doch, was Du ja als unmöglich bezeichnet hast, muß dies Kaufbar sein, ist es halt nicht weil
das Wirtschaftssystem anders Funktioniert, eventuell solltest Du das Modell stehlen um was zu beweisen,
nein wird auch nicht Klappen wann man keine Ahnung von Technik hat, wird auch wieder nur Gesülz
und das was untern Strich rauskommt ist genau mit dem Makel behaftet, über was die Guten die Nase rümpfen,
ja es nicht leicht Gut zu sein, wenn man nur was besseres sein will :D

Technik ist Arbeit am Detail, ein Schritt nach dem andern, aufbauend auf Erfahrung die meist aus Fehlern erwächst,
aber Du wirst sicher Erklären das man die Parameter nur anders setzen muß um Recht zu haben

von Manfred aus ObB - am 07.03.2014 16:40

Re: erste Werte mit WP

Hallo Emil,
Zitat
Emil
Noch besser dürfte es werden wenn Du die Luft irgendwie vorwärmen könntest.

naja bei einem freistehenden Haus findet sich vom Gebäude her keine Abwärme. Allerdings steht das Außenteil mit der Ansaugseite nach Süden, hat also bei Sonne eine "Solarheizung".

Zitat
Emil
Und Du solltest sie nach Möglichkeit tagsüber laufen lassen wenn es wärmer ist als in der Nacht. Allerdings steht da meist noch der Stromtarif entgegen.

Ich habe extra einen Anbieter (GGEW) gewählt der ohne Sperrzeiten liefert. Wenn das Haus leer steht wird immer von 12-16Uhr um 3Grad (von 16° auf 19°) hochgeheizt. Das ist iA die wärmste Tageszeit. Bei Anwesenheit gehen wir auf 21-22 Grad je nach Benutzer.

Ich denke mit dem "SPF" im Bereich 3,65 bin ich schon recht weit am oberen Limit für diese Art von Wärmepumpe.
Die Leistungszahlen sind so angegeben:
A2/W35 = 3,93
A-7/W55 = 2,17


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 10.02.2015 10:31
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