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Alex aus NW, Sven Salbach, Bernd Schlueter, Yardonn, Bernd_M, Emil, Andreas Friesecke, Manfred aus ObB

Welche Akkus für Akkurasenmäher?

Startbeitrag von Alex aus NW am 11.05.2013 12:04

Habe diesen Viking (heute STIHL) Akkurasenmähers ersteigert:
[www.ebay.de]

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Welche Akkus soll ich einbauen?
Blei, NiCd, LFP oder gleich LTO?
Kann ich das Ladegerät (Weiss Sicherheitstrafo) überhaupt weiterbenutzen?

Model: Viking MA 400
Baujahr ca. 1997, daher kaum Infos im Netz
750 Watt
24V-16Ah (2x 12V-16Ah Bleigelakkus)
4000 U/min
38cm Schnittbreite
40 Liter Fangkorb

Das einfachste und günstigste wäre natürlich, zwei gebrauchte Akkus einzubauen:
[www.ebay.de]

Aber wie lange halten die Bleiakkus durch und reicht die Akkukapazität auch um die ganze Rasenfläche in einem Zug zu mähen?

Antworten:

Zitat
Alex aus NW
Habe diesen Viking (heute STIHL) Akkurasenmähers ersteigert:


Viking ist schon sehr lang bei Stihl, also seit 1992 und das mein alter Mäher
heut noch soviel bringt, hät ich nicht gedacht :rolleyes:


Die Bleiakkus waren damals Sche.....

von Manfred aus ObB - am 11.05.2013 13:15
Jeder Popel fährt mit Blei. Der Gärtner von Welt natürlich mit Lithium. Die Gärtnerinnen der Umgebung werden dir zu Füßen liegen, wenn dein Winston-Akku sich dankenswerterweise auch noch über deren Rasenflächen hermacht...
Wenn es aber nur um Dein eigenes Gartenstück geht, reicht auch Bleigel. Die halten doch lange im Vergleich zu Autoakkus. Alarmanlagenbatterien werden meist turnusmäßig alle vier Jahre ausgewechselt. Bei uns hier stehen die dann zum Nullpreis beim Schrott, sind aber für meine Zwecke gut. Neu sind die auch meist nicht teuer. Aber die Maße sind sehr ausgefallen? Billig für was Gebrauchtes ist das ja nicht gerade, 55 Euro für zwei.

Vielleicht sind 12 Ah in neu genauso gut, leichter, billiger?

kostenlos aus Österreich

von Bernd Schlueter - am 11.05.2013 14:58
dem hörensagen nach, und wie hier schon eienr sagte, kann man Blei hier völlig vergessen...die Zellen werden hier wohl völlig überlastet..
Wie kommst Du bloß auf LTO?!
LiFePo ist hier die richtige Wahl, mit billigen Balancern völlig ausreichend.
dazu ein billiges schwaches LFP Ladegerät und fertig...

von Sven Salbach - am 11.05.2013 15:43
Sobald ich den Rasenmäher habe, werde ich mit den 8 Lifepo4 10Ah Rundzellen aus meinem Pedelecakku versuchen, die Leistungsaufnahme und den Energieverbrauch des Akkumähers mit Hilfe eines Wattmeters und des Modelbauladers zu ermitteln.

@Bernd
Es würde mir ja schon reichen, wenn ich überhaupt soviel Kapazität unter das Gehäuse kriege, dass es für meinen 120 qm Rasen reichen würde. Die Nachbarschaft profitiert ja schon vom sinkenden Lärmpegel. Zurzeit brauche ich ca.1 Stunde mit dem größeren Kabelmäher. Kann mir nicht vorstellen, dass ich mit dem kleineren Akku hinkomme. Ein Vorteil haben die Bleiakku, die passen wenigsten rein und das Ladegerät wäre auch schon vorhanden. Und für 8x40Ah Winston wird’s wohl zu eng.

@Sven
Natürlich wären die „billig Balancer“ völlig ausreichend, auch wenn sie im Verhältnis zum Rasenmäher und dem Akku doch ein wenig überteuert erscheinen. Da wird es doch hoffentlich keine Absprachen wie bei den Kartoffelhändlern geben?

Da beim Rasenmäher der Verbrauch immer gleich ist, kann natürlich auf die Unterspannungsüberwachung verzichtet werden. Die Akkuskapazität dann halt von vorne herein größer zu dimensionieren werden, um auch Reserven für die Zukunft zu haben.

Wenn der Mäher durchgängig 750 Watt bräuchte, dann wäre mein Pedelecakku ja schon nach einer Viertelstunde leer. Das wären dann doch 4C.

Genau deshalb finde ich die LTO Akkus ja auch so interessant, denn im Gegensatz zu den LFP Akkus, sollen die LTO Akkus keine Probleme haben diese hohe Dauerleistung zu liefern.
Warum sträubst du dich eigentliche so gegen die LTO Technologie?
Hast du vielleicht schon heimlich Tests durchgeführt und bereitest längst die Markteinführung vor? Dann wäre es schön, wenn du die Einführungstermin ein wenig vorziehen könntest, dass ich meinen Rasenmäher mit diesen super Akkus ausstatten kann.

von Alex aus NW - am 11.05.2013 18:40
nimm die billigsten 3-4€ Balancer.
Ich sträube mich nicht vor LTO, nur solange nirgend vernünftig Zellen zu bekommen sind, und ich die nicht mal testen kann, ignoriere ich sie, weil nicht relevant

von Sven Salbach - am 11.05.2013 18:55
Die LTO Akkus sind im Gegensatz zu den LFP Akkus schnellladefähig, belastbarer, zyklenfester und temperaturstabiler. Der Ladezustand ist leicht ermittelbar, da die Restkapazität fast linear abfällt. Somit kann auch auf die Akkuheizung und ein teures BMS verzichtet werden. Verbräterplatinen müssten sich auch mit einer Einschaltspannung von 1,6 Volt produzieren lassen.

Durch die Schnellladefähigkeit und höhere Belastbarkeit, könnte ein Antriebakku kleiner und leichter ausfallen. Die systembedingte niedrigere Energiedichte der LTO Akkus könnte dadurch relativiert werden, dass die Technologie schnellladefähig ist und eine höhere Belastung verkraftet. Der dadurch gewonnen Platz, das Gewicht und das Geld kann dann in die Schnellladetechnik investieren werden.

@Sven
Pass auf, dass du die Entwicklung nicht verschläfst. Das Thema LTO einfach abzutun, halte ich für einen Fehler. Ich wage mal zu behaupten, dass sich selbst dann Käufer finden, wenn der kWh-Preis beim doppelten oder beim dreifachen Preis des LFP Akkus liegt. Obwohl die Vorteile des LTO Akkus überwiegen und man die Akkus im Reich der Mitte schon kaufen, finde ich es schade, dass kein europäischer Anbieter diese Akkus im Programm hat.
Natürlich kommt es für meinen Rasenmäherakku nicht in Frage, aber bei meiner nächsten Fahrzeugakkubestellung werde ich den Eigenimport wohl in Betracht ziehen.

@Bernd
Die Akkus aus dem ebay-Link haben nur 6Volt und 4 Stück würden fast 70 Euro kosten. Gibt´s in Österreich eigentlich kein Batteriepfand?

von Alex aus NW - am 12.05.2013 09:47
ähm..ich verschlafe nciht die Entwicklung...nur gibt es ganz viele tolle Akkus..aber es bringt nichts darüber zu schwadronieren wenn diese nicht zu kaufen sind!

Und
"Der Ladezustand ist leicht ermittelbar, da die Restkapazität fast linear abfällt." ist jetzt nicht egrade nen riesen Vorteil..das bedeutet also, das Auto währe am ende langssamer als zu Anfang..der Mäher läßt stäändig mit der Leistung nach oder was auch immer..die konstante Spannung sit der Vorteil bei LFP...

Es gibt noch viel tollere Akkus als LTO..nur auch die sind nicht zu bekommen..daher ist LTO derzeit einfach nicht erwähnensert.
Ich habe mich schon vor Jahren mit LTo auseinandergestzt, wenn Du meine alten Threats liest, wirst Du sehen, das ich vor 2 Jahren!! bereits überlegt hatte, LTO doer LFP ind EL zu verbauen.
Und das ganze aus mehreren Gründen verworfen habe...viele dieser Problempunkte sind noch aktuell..

von Sven Salbach - am 12.05.2013 10:11
welchen Händler, im Reich der Mitte meisnt Du denn...
Meine letzten Anfragen liefen immer darauf hinus..sobald ich bestellen wollte...öhm...ja..bald...jetzt egrade gehts nocht nicht?!?!
Egal ob im Reich der Mitte oder innerhalb der EU
Anfragen bearbeiten die und erzählen Dir sonstwas..sobald Du ordern willst...kommt nichts

Genauso wie momentan alle selber LFP Akkus bauen wollen..auch in Deutschland...meisnt Du die werden langlebiger als LFP...von LYP mal ganz zu schweigen..

von Sven Salbach - am 12.05.2013 10:16
Hier zwei Anbieter von Lithium-Titanat-Akkus (LTO):
[www.alibaba.com]
[www.alibaba.com]

Möglicher Hersteller von Balancer mit einer Einschaltspannung von 2,6 Volt:
[www.alibaba.com]

@Sven
Warum sollten die Schlitzaugen etwas anbieten, was sie nicht liefern können?
In den letzten zwei Jahren hat sich eben viel getan!
Die Grundstoffe für die LTO Akkus, dass Anodenmaterial Li4Ti5O12 und das Katodenmaterial LiFePo4 kann man schon länger kaufen. Fabriken und Arbeiter sind mehr als genug vorhanden und wenn die Akkus auch nachgefragt würden, würden sie auch produzieren werden. Also wie lange wird es dauern,
bis du die LTO Akkus ins Programm aufgenommen hast?

von Alex aus NW - am 12.05.2013 15:53
Wie bitte? 50 Dolls für ein Stück? bei Abnahme von nur 100 teurer?
Für Spanier gibts auch 10 Stück. Die Chinesen belieben zu scherzen.
12.000 Wochen, auch im Winter bei Schnee mähen, das sind 240 Jahre.
Was hast Du vor?
Sags mal, falls die Dir ein ernsthaftes Angebot machen!

von Bernd Schlueter - am 14.05.2013 15:36
Brauche eigentlich nur 11 Stück für meinen „neuen“ Rasenmäher. Heute ist das erste Paket mit Fangkorb, Messer und Rädern angekommen. Plastikteile habe Prägestempel 6/00 :).
Morgen soll der zweite Teil mit Motor geliefert werden. Werde dann meine 8x10 Ah Lifepo4 Akkus mit bis zu 3C belasten müssen. Die 10 Ah, von denen vielleicht 7Ah nutzbar sind, müsste ungefähr der Bleiversion(16Ah) bei 50% Entladen entsprechen. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Bleiakkus den Strom auch problemlos liefern können ohne dabei Schaden zu nehmen. Bei den LFP bin ich mir da nicht so sicher, deshalb suche ich nach einer vernünftigen Lösung und die könnte eben LTO sein.

von Alex aus NW - am 14.05.2013 17:46
Steht auf der Wiese und sagt mäh. Was ist das?
Richtig , folgender Lithium-Akku.
Es könnte dieser hier sein, oder besser zwei davon. muss ja nicht unbedungt Titan sein:

ohne BMS

Ohne BMS würde ich mir nur unter einer Bedingung antun: das man den Deckel abnimmt und von Zeit zu Zeit die Ladespannung von Hand ausgleicht. Steht ja dabei, dass man den Deckel abnehmen kann. Die Verbinder braucht man dazu nicht austauschen.
Bei 8 Zellen ist der Ausgleich von Hand nicht so aufwendig, dass man sich das BMS sparen kann! Lässt sich aber anbringen, wie man entnehmen kann.
Die maximale Ladespannung muss aber schon kontrolliert werden. Immer. Ab und zu jede Zelle einzeln auf 3,8 volt laden.
Ja, hier sind noch die sonst nicht mehr erhältlichen 20Ah-Zellen verbaut.

von Bernd Schlueter - am 15.05.2013 04:12
also LiFePo ist so ziemlich jeder, Leistungsfähiger als ein Blei Akku..daher ist diese Sorge völlig unbegründet.
Und Balancer, wie gesagt, die ganz biligen für unter vier Euro, reichen doch schon.

von Sven Salbach - am 15.05.2013 06:44
Das zweite Paket ist noch nicht angekommen. :-(

Aber Mail vom Verkäufer erhalten:;)
„habe gestern noch die Typenbez. für die benötigten Akkus gefunden. Es waren ursprünglich 2 Akkus der Fa. Sonnenschein Typ A 512/16 G5 (12 V, 16 A)verbaut. 8 cm tief, 17,5 cm breit und 17 cm hoch. Eventuell ne Hilfe zur Suche nach den Akkus.“

Hoffentlich ist da noch genug Spielraum, dass ich jeweils einen 4er Pack in jedem Akkufach verbauen kann.
Die Zellen müssten von diesem Typ sein:
[www.ev-power.eu]
Falls es nicht passen sollte, müsste ich die 4 Packs von 2x2 auf 4x1 umlöten.:angry:

Wollte gestern die Leerlaufspannung des mitgelieferten Ladegeräts messen, leider ohne Ergebnis. Der “Weiss Sicherheitstrafo 24 Volt – 48 VA“ wird doch nicht kaputt sein?
Kann man da etwa nur die Spannung messen wenn die Akkus angeschlossen sind?

Hab aber auch noch ein Bleiakkuladegerät mit 24 Volt und 8 Ampere Ladeleistung.
Damit wäre Akku in einer Stunde wieder voll.

@Bernd:
Danke für deinen Tipp. Die würden hervorragend passen. Aber köpfen?
Sind die nicht eher als Starterbatterieersatz gedacht?
Würden natürlich super aussehen und billiger wären Blöcke auch noch als die Einzelzellen:
[www.ev-power.eu]
Muss ich mir echt überlegen, aber auf Lager sind die eh nicht.
Das Beste wäre natürlich, wenn die Tests mit den 10 Ah Zellen positiv ausfallen, weil der Motor doch nicht so viel Strom zieht.

von Alex aus NW - am 15.05.2013 09:26
warum keine Headway mit Schraubanschlüssen? und Haltern

von Sven Salbach - am 15.05.2013 09:29
Die waren damals halt billiger. Heizkleber und Panzertape tut es auch.
Die Mini-Balancer könnte ich aber für das 8 Ampere Ladegerät nicht benutzen.

von Alex aus NW - am 15.05.2013 09:49
Aber Du hast doch keien Möglichkeit dei Zellen zu verbinden, löten geht nicht!

von Sven Salbach - am 15.05.2013 09:50
Und es geht doch!!!

von Alex aus NW - am 15.05.2013 10:02
klar gehts, mit etwas Übung und dem Risiko von Ausschuss bzw früh sterbenden Zellen..und genau das dachte ich wolltest du verhindern?!
Mit etwas Übung geht fast alles..
Aber wozu das Risiko wenn ich auch einfach Schraubanschlüsse nehmen könnte....das wollte ich damit sagen

von Sven Salbach - am 15.05.2013 10:06
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Hab mich damals für die Lötbaren entschieden und die Entscheidung bis heute nicht bereut.
Und es gibt keine Anzeichen von früh ausfallenden Zellen.

von Alex aus NW - am 15.05.2013 12:16
oh, sorry, hatte ich überlesen, ich dachte Du überlegst noch welche Du kauft..dann sits natürlich wurscht, da gebe ich Dir recht

von Sven Salbach - am 15.05.2013 12:47
Ich habe einen Bosch Akkumäher mit Bleigel (Gekauft 1999) - immer noch erster Akkusatz, immer am Serienlader ... der mäht wie neu :-)

Problem bei Blei ist eher das hohe Gewicht. Der Mäher steht zwar satt auf dem Rasen, aber jede Kurve geht schwer.

Der moderne LifePo4-Mäher von Bosch ist mir allerdings gefühlt zu leicht (Spielzeugfaktor)...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 15.05.2013 12:48
Bei den neuen Bosch-Rasenmäher (Rotax) gibt es oft Probleme mit den Kontakten. Einmal läuft er, ein anderes Mal halt nicht. Trifft auch auf die Kabelversion zu. Das neue Zeug ist halt nicht mehr so gut verarbeitet wie es früher einmal war. Man könnte auch sagen: Es taugt einfach nix.

Die Zellen sind aus meinem Pedelec- Zweitakku und liefern dort problemlos 1C um den 250 Watt Motor anzutreiben. Der Rasenmäher ist aber mit 750 Watt angeben. Man liest immer wieder, dass die lifepo4 Akkus nur mit 1C belastet werden sollten. Deshalb auch die Frage nach einem Akku der die Leistung auch dauerhaft bringt, ohne dabei Schaden zu nehmen. Kann mich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden noch einmal in Blei zu investieren obwohl ich genau weiß, dass es die LTO Akkus schon zu kaufen gibt.
LTO Akkus sollen die 3C ja locker liefern können, ohne in der Spannung einzubrechen oder dadurch schneller zu altern und an Kapazität einbüssen. Außerdem könne der Akku ja auch kleiner ausfallen, weil man ihn ja in 10 min wiederaufladen kann und dann weiter mähen kann.
Wenn es die LTO Akkus zu einem vernünftigen Preis und in entsprechender Größe zu kaufen gäbe, würde ich das Geld für diese Zukunftstechnologie in die Hand nehmen.

von Alex aus NW - am 15.05.2013 14:25
Das Zweite Paket ist gestern Abend angekommen. Habe alles ausgepackt und zusammengebaut. Als ich dann die „Motorhaube“ aufgeschraubt habe, um mir die Platzverhältnisse im „Motorraum“ anzuschauen, war ich doch ein wenig verblüfft als ich die zwei grauen Blöcke sah. Hatte den Mäher doch eigentlich ohne Akkus ersteigert. Und auch in einer Antwortmail des Verkäufers wegen Kaufpreis/Erstbesitz hat er beteuert dass die Akkus entsorgt wurden.

Auf jeden Fall ist es nicht ganz einfach die Akkus auszubauen. Die Batteriepole liegen unter dem Plastikgehäuse. Man kann also noch nicht einmal die Spannung messen. Deshalb wird die Werkstatt die Akkus auch nicht demontiert und entsorgt haben, sondern meinem Verkäufer gleich einen neuen Rasenmäher aufgequatscht haben. Es scheint auch so, als sei der Akkuwechsel von Hersteller nicht vorgesehen. Warum auch, wenn die Akkus so lange halten. Herstelldatum war die 34KW 1995. Außerdem schien es so, als sei Unter- und Oberschale nach dem Akkueinbau bei der Produktion miteinander verklebt worden. Hab mich dadurch aber nicht vom Akkuausbau abhalten lassen und habe zielstrebig ein ca. 15cm breites und 2 cm hohes Stück aus dem Plastikgehäuse herausgeschnitten um an die Akkus zu gelangen

Ein Block hat 12,55V und scheint ein Ordnung zu sein. Der Andere hat 9,07V und ist es wohl nicht mehr. Da der eine Akku fast voll geladen ist, gehe ich auch davon aus, dass auch das Ladegerät funktioniert. Da die Gesamtspannung unterhalt der Abschaltspannung des Steuergeräts liegt, würde auch erklären warum der Rasenmäher nicht mehr startet.

Dann habe ich versucht, die fast volljährigen Blöcke wiederzubeleben.
Nach drei Stunden pulsen hat das CTEK dann in den RECORD Modus(ca.16V) gewechselt und den Ladevorgang abgeschlossen. Der schlechte Block hatte direkt nach nach der Ladung nur 12,36 V, mit der Tendenz weiter zu fallen. Der bessere Block war in wenigen Minuten vollgeladen und hatte nach 12 Stunden immer noch 12,76 Volt.

Welche Spannung sollte ein vollgeladener Gelakku haben?
Wer hat Erfahrung mit dem wiederbeleben von Bleiakkus?
Was kann ich machen um die Kapazität zu erhöhen?
Kann man die Akkus durch starke Entladungen und Ladungen trainieren?
Soll ich den RECORD Modus per Zeitschaltuhr immer wieder Starten und durchlaufen lassen? Bringt das was? Kann ich die Akkus überhaupt noch mal einsetzen? Wie gesagt es handelt sich um die originalen Sonnenschein dryfit A500.

Im Mäher ist übrigens ein Bosch Motor verbaut, vielleicht sogar der gleiche wie beim Andreas.

von Alex aus NW - am 16.05.2013 13:39
Für Gel Akkus habe ich kein Vorschlag.
Falls es Fliesakkus sind, kann man probieren destiliertes wasser einzuspritzen...
Falls es Flies Akkus sind meld dich nochmal....
Aber viel Hoffnung habe ich nicht...

Bernd M

von Bernd_M - am 16.05.2013 17:51
Es handelt sich wohl um Gelakkus.
Der zweite Akku lag nach einer Ruhephase bei 11,06V und mittlerweile bei 10,91V.
Das CTEK geht nach einer Minute auf Störung und will nicht mehr laden.
Ist dieser Akku Schrott? Was kann passieren, wenn ich den Akku mit einem ungeregelten Autobatterieladegerät auflade?

von Alex aus NW - am 16.05.2013 21:05
Zu 90% Prozent wirst Du ein "Zellschluss" haben.
Entladene Bleiplatten neigen dazu sich auszudehnen. Und wenn es soweit ist , habe ich keine Ideen mehr wie das zu beheben ist.
Bei Laden mit "normaler" Spannung erreichst Du nur das die Restlichen Zellen zu viel Spannung abbekommen und somit Flüssigkeit verlieren und das Gel austrocknet.

Oder was sagen die Gel Experten ?

Bernd M

von Bernd_M - am 16.05.2013 21:32
Zitat
Alex aus NW
Es handelt sich wohl um Gelakkus.
Der zweite Akku lag nach einer Ruhephase bei 11,06V und mittlerweile bei 10,91V.
Das CTEK geht nach einer Minute auf Störung und will nicht mehr laden.
Ist dieser Akku Schrott?


Zitat

Was kann passieren, wenn ich den Akku mit einem ungeregelten Autobatterieladegerät auflade?


Er könnte sich sehr stark erwärmen und gasen und damit eventuell auch explodieren.

von Emil - am 17.05.2013 04:39
Der zweite Akku hat sich mittlerweile bei 10,22Volt eingependelt.
Das würde den Befund "Zellschluss" untermauern, da sich wohl eine 2 Volt Zelle verabschiedet hat.
Werde den Akku dem Recycling zuführen und auf weitere Wiederbelebungsversuche verzichten.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Das Messer dreht sich und das Ladegerät funktioniert auch. Bin sehr glücklich und freue mich darauf, mit meinen neuen Rasenmäher den Rasen jetzt ohne Kabel mähen zu können.

Testen konnte ich den Rasenmäher nur im Leerlauf, da die zwei Testakkus nicht hineinpassten. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf liegt bei 133-135 Watt und ist damit doch recht weit von den 750 Watt Nennleistung entfernt.
Beim Messer- und Motoranlauf waren es 410 Watt im Peak. In einer Minute hat er 2,6 Wh verbraucht.

Wie sich der Verbrauch beim Rasenmähen unter Last entwickelt wird sich erst noch zeigen.
Aber ich bin zuversichtlich, dass auch ein kleinerer Energiespeicher ausreicht könnte.

von Alex aus NW - am 18.05.2013 18:08
Stand vor drei Tagen auf der Wiese und sagte "mäh": Ein ca 4 Jahre alter Bosch-rasenmäher mit lauter Plastik, der Hebel für die Höhenverstellung schon gebrochen. Irreparabel, aber man braucht ihn gar nicht. Die gesamte Kiste auseinandergenommen und vom festgebackenen Gras befreit, das sich innen überall festsetzt, die acht Blechschrauben rosten ein und sollten sofort durch Edelstahl ersetzt werden. Mäht super, aber nur 50m², dann 2 Stunden Laden für die andere Hälfte von nur 100m² Rasenfläche. Zweiter Akku wäre erforderlich.
Gut 200 Euro kostete der komplette Mäher, 99 Euro kostet ein Zusatz-36 Volt-Lifepo-2,6 Ah Akkublock mit drei Anschlüssen. Also, Laderegler wohl im Gerät, anscheinend 12 650er-Zellen.
Bin Laden ist für unsereins zwar nichts Neues, aber doch sehr lästig. Ansonsten, die Knatterbox und das Schaf haben ausgedient. Wenn die Boscher jetzt noch das zerklüftete Innenleben etwas weniger anhänglich für Erde und Gras gestalten würden, brauchte man nicht so oft auseinanderzunehmen.
Vorteil: alles mit Kreuzschlitz zugänglich, Elektronik vergossen und gut gekühlt.
Die Schrauben rosten fest und bekommen im Nu Rundschlitz, also sofort rostschützen.
Dann werden wir wohl in Zukunft Hanf-Pullover tragen müssen, wenn die Schafe aussterben.
Ich bin jedenfalls sehr angetan.
Habe übrigens vor kurzem ein automatisches LIFEPO-Schaf auf einem ca 500m² Rasenstück herumdackeln sehen, mitten im Regen. Ist wohl Tag und Nacht unterwegs und kehrt immer um, wenn ein Hindernis kommt. Trai und Ärrohrr, etwas fuzzy, eigentlich bescheuert, aber der ganze Rasen war absolut kurz. Außerdem läuft im Fernsehen meist auch nichts Interessantes (Vallée des sept châteaux ). Für Leute, die sonst stundenlang fasziniert vor dem Bullauge der Waschmaschine sitzen, eine Bereicherung fürs Leben.
Der ebenfalls im Gehege frei herumlaufende Hund machte einen etwas genervten Eindruck.
Das Ding sieht und macht vor Bäumen in 10cm Entfernung, vor Hecken etwa 1/2 Meter kehrt, also hoher Randbewuchs, der dann ab und zu von Hand beseitigt werden muss. Schöne Gegend, elektrisch bereits erreichbar, ich war wegen der defekten Batterie von Thegray allerdings als promeneur unterwegs. Thegrays Batterie war unten auf der ersten Fahrt nach ca 2/3 Zyklus geplatzt, Lauge ausgelaufen, zu spät gemerkt. Also, keine Nicads zweifelhafter Herkunft einbauen!

Nein, trotzdem, die elektrische Mobilität setzt sich durch!

von Bernd Schlueter - am 27.05.2013 04:28
wie kommt ihr eigentlich alle auf LiFePo ???
Zumindest beim aktuellen 36 Volt Bosch ist es LiMn.
Der Eigentliche Akku ist tot simpel. alte Akkus (1,3 Ah, seit vielen Jahren als Werkzeugakkus verwendet) einfach 10s 1P sogenannter "Konion"-Zellen.
LiMn, kein Balancer nötig, dementsprechend ist der Akkublock auch nur mit + und - angebunden.
Dann aber doch noch eine Platine im Akku, die dem Mäher über den 3. Pol die Freigabe zum loslegen gibt, und damit auch die Unterspannungsabschaltung macht.

Die Zellen können laut Datenblatt 10 C, leisten aber noch mehr, sogar der 1,3 Ah Akku kann den Mäher treiben, wird dann aber wohl leiden. Meine 1,3er sind von 2007 und haben alle 4 noch mehr als 1,2 Ah... nur mal kurz im Mäher getestet, das muss ich denen nicht mehr antun,

Geladen wird super Simpel direkt auf die Zellen mit CCCV....
Aber schon ziemlich krass, beim Mäher ist jetzt serienmässig ein 2,6 Ah Akku, und ein 4 Ampere Lader dabei... für meinen Geschmack zu schnelle Ladung, das dürfte auf die Lebensdauer gehen (normalerweise für diese Zellen 4-6 Jahre), auch wenn die bei der Ladeschlussspannung sehr konservativ sind, und nur so bei ca. 40,5 Volt (ich persönlich lade diese Akkus auf 41,5, und 42 ist wohl das Limit...), was sich aber positiv auf die in der Praxis fast unvermeidliche Lagerung bei vollen Akkus auswirkt.

Bei mir arbeitet wenn überhaupt der 2,6er Akku der beim Mäher dabei war, aber auch der ungern, die belastungen sind mir zu hoch, so hab ich einen der alten Akku's zerlegt, und mir so einen "Dummy-Akku" gebaut, und schließe per Kabel einen meine Mobilitätsakkus an. 3kg, ca. 10 Ah, wird natürlich am Körper getragen und mit einer guten Steckverbindung am Griff an den Mäher gekoppelt.
Mäht bis der Arzt kommt, bei sehr moderaten Belastungen für die Akkus...

Ansonsten liegt der 2,6er und die 4 1,3er Akkus bei mir im CityEl und sorgen für zusammen knappt 7 km mehr Reichweite... bei max 3 C in der Entladung, und max 0,5 C beim Laden.

von Yardonn - am 27.05.2013 20:48
na ganz einfach, weil sich LiFePo4 hierfür anbietet, genauso wie für elektrische Zahnbürsten und Saugroboter.
Je nachdem, wann das Gerät aber nunmal entwickelt wurde, ist halt noch eine ältere Akkugeneration verbaut.
Und für Eigenumbauten nunmal LiFePo am sichersten ist, damit nocht am nächsten Tag das Haus in Flammen steht

von Sven Salbach - am 27.05.2013 20:56
Naja, ich sehe eine gewisse Betriebsblindheit bei Elektromobilisten.

Die sogenannten Konionzellen von Sony sind "absolut" (wenn es das gibt...) sicher (seit einem Jahrzehnt kein bekannter Fall von Selbstentzündung... auch bei überladung nicht....), brauchen keinen Balancer und haben eine besser Energiedichte als LiFePo...

Natürlich interessieren diese Zellen die E-Auto-Fahrer nicht, den die sind zwar von früher 1,3 Ah auf mittlerweile 2,25 Ah rauf, aber halt viel zu klein und pro Ah nicht so billig um damit z.B. 100 Ah sinnvoll zu bauen (auch wenn Tesla seine Akku mal aus ähnlichen Zellen aufgebaut hat...).

Aber diese Akkus heißen nicht umsonst "WErkzeugakkus"...
Im bereich der Pedelec sind die Konions die "Sorglos"-Akkus...

Und wir reden hier über ein Rasenmäher...

Ich persönlich kenne im Kleingerätebereich nur die LiFePo-Zellen von A123, und die wurden offensichtlich so wenig verbaut, das der Hersteller ja mittlerweile Pleite ist...

von Yardonn - am 27.05.2013 21:20
Also gute Werkzeuge setzen auf LiFepo (Dewald)
Natürlich kann man auch andere Typen verwenden, aber wozu als Hersteller das Risiko eingehen eine unnötige Rückrufaktion zu haben , wenn es, nicht wie beim Laptop auf die letzte Minute Mehrlaufzeit ankommt.
Allerdings ist mein Stand hier auch schon älter, ob Dealt die immer noich verbaut? k.A.
Aber erst seit dem sind überhaupt solche witzigen Spielereinen wie ne Akkuflex brauchbar geworden :-)

Wo es um Kapazität geht ist natürlich klar die Panasonic unangefochten die Nr 1, wie hoch die jetzt genau belastbar ist, weiß ich gerade nicht, glaube 5C oder so und hat 3,2 Ah oder sowas

Das Lademanagement ist auch bei LiFepo einfacher..nur gibt es halt fertige ICs zu hauf für die alten Typen, und die sind billig.

Bei Saugroboter setzt wohl auch noch auf die LIMn Technik :-( Gerade hier zählen aber natürlich die Zyklen, da der täglich läuft, aber offenbar haben die ein ganz brauchbares Management, daher gehe ich dennoch von eiern langen Lebensdauer aus, derzeit ist noch kein nachlassen zu erkennen, nach 2 Jahren

von Sven Salbach - am 27.05.2013 21:37
Zitat
Sven Salbach

Wo es um Kapazität geht ist natürlich klar die Panasonic unangefochten die Nr 1, wie hoch die jetzt genau belastbar ist, weiß ich gerade nicht, glaube 5C oder so und hat 3,2 Ah oder sowas

Das Lademanagement ist auch bei LiFepo einfacher..


Du hast den wichtigen Punkt nicht verstanden:
Kein Balancing...
Gerade das macht ein extrem einfache Lademanagment, gerade wegen dem blöden Balancing sind die LiFePo im Bastelbereich hinten an, auch wenn sie Gut gemacht ähnlich brauchbar sind.
Das eigentlich Ladeverfahren ist mit CCCV nähmlich bis auf das Spannungslevel völlig identisch, bei mir laden die selben Lader LiMn und LiFePo, nur beim LiFePo über ein Balancierendes BMS...

Aus dem selben Grunde sind auch die Panasonic für bastler nervig, die halten ohne Balancing auch nicht so lange wie die Konions, mit deren 1.er Generation der 1,3 er gibts mehr als ein Jahrzehnt erfahrung und keinerlei Qualitätsprobleme... genau so wenig wie bei den Dewalt Akkus (wohl A123 LiFePo...).

Es geht auch garncih darum, was man als Hersteller machen will, sondern darum, selber nach zu rüsten in diesem Thread. Und da ist ein Akkupack, der nur + und - hat (genau wie die zu ersetzenden .Bleiakkus...) nun mal ein starker Favoriet, und ich bin echt verwundert, das niemand hier diese Akkutechnologie kennt, die in weiten Bereichen (aber halt nicht im Fahrzeugbau...) fast Standard ist. Wo bei "nicht im Fahrzeugbau" auch nicht richtig ist... ich kenne auch einen Twike-Akku-Bauer, der Konions verwendet....

von Yardonn - am 28.05.2013 06:56

Konions sind Lionen und brauchen keinen Balancer!!!

Dann rufe ich das mal wie eine Gans ganz laut ins Forum. Nein, das wusste ich noch nicht und viele hier sicher auch nicht. Auf den Papiertüten steht schließlich nichts drauf, damit keiner errät was darin ist.

von Bernd Schlueter - am 28.05.2013 07:31
Die werden doch in Geräten wo es auf Zyklen ankommt auch mit Balancer betrieben?!
Auch LiFepo wird teilweise ohne Balanicing betriben, es komtm doch immer darauf an, welche Kosten bei der Herstellung erträglich sind, und welche Lebensdauer ein Akku erzeihlen soll.
Bei LiFePo ohne Balancing ist aber eher ungeschickt, weil der deutlich länger hält als LiMS.
Der also sehr viel wahrscheinlich in seinem leben an Ungleichheit sterben wird...und der FePo Vorteil damit zu nichte gemacht würde...

Wie z.B. die 12V Blöcke..ohne Balancer...
Das Twike setzt z.B. auf MN und muss ebenfalls zum Balancing...also weiß ich nicht worauf Du hinaus willst
Nur aus reinen Kostengründen ist beim Twike kein Balancer verbaut

Das die notwendigkeit bei LiMn geringer sein mag, kann ja sein, aber ändert nichts daran, das dennoch früher oder später nen Balancer drann muss

von Sven Salbach - am 28.05.2013 08:00
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