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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Manfred aus ObB, Bernd Schlueter, Ralf Wagner, Dr. Mabuse

E-Antrieb für Boot gesucht 35kW

Startbeitrag von Ralf Wagner am 01.06.2013 07:35

Hallo Zusammen,
ein Freund will einen Diesel / Elektro Hybridantrieb für ein Boot bauen, Größenordnung 35 kW el. Gibts da schon jemand der damit Erfahrungen hat?

Geplant ist:
1. Rein elektrischer Betrieb (Diesel getrennt)
2. Dieselbetrieb, E- Antrieb zur Batterieladung optional

Was könnte sich als Antrieb eignen (35kW Dauer) ?
Brusa hat natürlich alles im Programm, ist für so ein Projekt vermutlich zu hochpreisig.
Roland Gaber hatte mal Siemens Antriebe?


Schöne Grüße
Ralf

Antworten:

Der Diesel ist ja gut für die Schnellfahrt. Für Langsamfahrt und Energiesparen ist der Elektroantrieb ideal, mit langsam laufendem Direktantrieb der Schraube.
Der Leistungsbedarf steigt sehr genau mit der dritten Potenz der Knoten an. Man kann also ganz ordentlich Energie sparen.
Da kein großer Drehzahlbereich, wäre ein Neodymmagnetmotor sinnvoll, gibts in Deutschland fast nicht. Ein magnetbeklebter Anker wäre bei niedriger Drehzahl möglich, die Spulen außen könnten mit Wasser gekühlt werden, indem man ein Kupferblech um den Motor wickelt und Kupferrohre auflötet. Temperaturüberwachung und Überhitzungsausschaltung obligatorisch wegen Fremdkörpern im Kühlwasser. Getrennter Antrieb heißt , Extraschraube? Die kann dann ja ziemlich groß sein. Auch luftgekühlte Motoren haben keine Probleme, da eine Mindestdrehzahl immer vorhanden ist.

von Bernd Schlueter - am 01.06.2013 09:18
Zitat
Ralf Wagner

Hallo Zusammen,
ein Freund will einen Diesel / Elektro Hybridantrieb für ein Boot bauen, Größenordnung 35 kW el. Gibts da schon jemand der damit Erfahrungen hat?


Tja wenn man unbedingt Diesel will ( die frage ist wo fährt man welche Umweltauflagen
also obwohl ich über 40 Jahr in Diesel rummach, denk ich das man zuminderst sich bevor
man es macht doch Gedanken macht ob Gas nicht sinvoller, also für welches Gewässer,
welche Umweltauflagen, mein Nachbar merkt das schon das da Druck kommt, obwohl
die neue Herzogstand viel leichter zu betanken als die alte ( welche aber halt einen mal ein
Filmstar war ( is aber zu der Zeit gewesen als ich noch Biomasse in Windel macht und
wenig über deren Verwertung nachdachte )) gibts natürlich Erfahrungen der Pott dürfte
inzwischen 110 mal um die Welt gefahren sein, ist halt ein bisserl größer :o

[sg.siemens.com]

Nett ist die Kupplung Seite 45 welche den Diesel von Emotor und Schraube trennt.

In den Fall wird der Diesel aber nicht Elektrisch über die Kupplung gestartet ;-)

So ganz so einfach wie das hinschreibst ist die Sache nicht, man sollte wissen handelt es
sich bei den Schifferl um einen Verdränger wie in der PDF halt geringfügig kleiner, oder
um einen Gleiter ( Zwischending wär noch Katamaran ) das würd die Drehzahl Auswahl etwas beeinflußen

Auch sollte klar sein ob gewöhnliche Schraube oder was moderneres wie bei der Herzogstand
( die sich gerad wie ich auf ein Hochwasser vorbereitet )


Bildquelle: [www.motorschiffahrt-kochelsee.de]

( die Herzogstand wird natürlich während der Liegezeit nur mit sauber Wasserkraftstrom versorgt )

dort sieht das in etwa so aus


Bildquelle und Beschreibung: [www.schottel.de]

Tja und genau da fängt es eben an interessant zu werden welcher Schifstyp, den für einen Gleiter ist das nichts


Bildquelle: [www.schottel.de]

Wie man sieht ist da der Emotor bereits integriert und der Antrieb von Haus aus Seriell aufgebaut.
Fehlt nur ein Akku und schon kann man ohne Geräusch fahren, obwohl Gasmotoren wo der Kolben nicht
nur so zu Gaudi hin und her geht sondern einmal als Compoundzylinder und dann eben als
Vakuummotor ( Gartenbahner kennen sowas eventuell [www.youtube.com] )
auch ohne Auspuff ein ähnliches Geräuschniveau wie ein Emotor

Um das ganze zu vereinfachen sollte einfach Klargestellt werden, ist das ganze ein
Umbau eines vorhandenen Schiffes oder eben eh ein Neubau.

von Manfred aus ObB - am 01.06.2013 11:38
Hallo Ralf

Der Roland Gaber hat immer noch diverse Siemens Antriebe und Inverter, siehe www.solarwave.de
Ansonsten hat der Eddy Hustinx auch verschiedene Siemens Antriebe und Inverter. [www.hec-drives.nl]

Viele Grüße Daniel

von Dr. Mabuse - am 01.06.2013 18:16
Hi Zusammen,
das wird ein Verdrängerboot ca 13 to für Kanäle / Flüsse oder auch mal Küstennah. Marschgeschwindigkeit soll 10 km/h sein, max 15 km/h. Mit Roland Gaber habe ich schon Kontakt aufgenommen, die Sachen von Eddy schaue ich an.

@Manfred, ein Gas oder Benzinmotor auf dem Boot ist scheinbar nicht so einfach. Der Motorraum muss mit Ex-Lüftern vorgelüftet werden erst dann darf man starten.

Ich tüftele jetzt mal an zwei Varianten, einmal ein parallel Hyrid und einmal ein Serieller Hybrid. Letztlicht hängt es von den Fahrtzeiten und Lademöglichkeiten ab was günstiger wird, sozusagen Prius oder Ampera...

Ralf

von Ralf Wagner - am 01.06.2013 18:46
Zitat
Ralf Wagner
@Manfred, ein Gas oder Benzinmotor auf dem Boot ist scheinbar nicht so einfach. Der Motorraum muss mit Ex-Lüftern vorgelüftet werden erst dann darf man starten.


Das ist eben aus Sicht dieser Vorschriften, es gibt aber eben andere auch noch das fängt beim Tanken an
( hier kann je nach Region es aber auch etwas einfacher sein, wenn zum Beispiel an einen Fluß
viele Schiffe tanken, rechnet sich das leichter als an einen See für ein einzelnes Schiff, das
nur ein paarmal im Jahr tankt, die Aufsichtsbehörde aber sich an den Richtlinien eines
Containerhafens orientieren ( Wenn 1000 Schiffe im Jahr tanken ist die Kostenstruktur halt anders ))
und hört eben bei den Abgaswerten auf, eventuell kommt halt doch auch die Veränderung
von oben nach unten, selbiges berichtet der Spiegel darüber

[www.spiegel.de]

die Grünen fordern natürlich wieder was dazu

[www.gruenemitte.com]

Klar gibts Studien und viele visonäre Ansichten dazu


Bildquelle: [www.epochtimes.de]

liest man(n) es durch rollen sich teilweise die Fußnägel, was hat eine Haifischhaut mit Alegenbewuchs zu tun :rolleyes:
die kann richtig gemacht Reibung reduzieren ( falsch gemacht das Gegenteil ) hat aber nur
insofern mit Anstrich einsparen zu tun, als das eine Haifischhaut mit Bootslack gestrichen keine
mehr ist, na ja die Logikkette mag die Generation verstehen die sowas mit einen Daumen hoch bewerten kann :o

Zitat
Ralf Wagner
einmal ein parallel Hyrid und einmal ein Serieller Hybrid. Letztlicht hängt es von den Fahrtzeiten und Lademöglichkeiten ab was günstiger wird, sozusagen Prius oder Ampera...


Ich bin vor 35 Jahren mal die alte Herzogstand ( die gerade seit Jahren mal wieder mit Wasser
in Berührung kommt, nicht das Sie zu Wasser gelassen wird, aber das Wasser steigt ihr entgegen )
gefahren, weil die elektrische Schaltung des Getriebes Kaputt, war aber Hochsaison, die
damalige Eignerin verzweifelt. Hab ich halt ausgeholfen in dem ich den Stellservo abgeschraubt
die Motorhaube geöffnet und den Stellhebel mit dem Fuß geschallten. Geht mit Gefühl bei
einen Schiff mit Gefühl ganz gut, den meist sind das keine Reibkupplungen wie beim Auto
( deshalb im ersten Beitrag der Hinweis auf die Kupplung ) sondern Klauenkupplungen
die halt im Stillstand geschallten werden.

[sg.siemens.com]
Seite 43

Ein Kupplung zwischen Schraube und Emaschine ein Kupplung zwischen Emaschine und Kolbenmaschine

Im Stillstand und wenn Strom benötigt ist die Kupplung zur Schraube offen, bei reiner Efahrt
die zum Diesel. Am einfachsten wäre es ja, aber da hast Du etwas Hemmungen, die
nimmst die Pläne des Typs VII, na ja hier ein Handbuch in Englisch vielleicht kann das
die Hemmschwelle etwas senken [www.uboatarchive.net] Seite 139

Für den Junkerskompressor auf Seite 144 gabs noch ein extra Handbuch ;-)

Der Typ XXI wär mehr gefragt wen es den doch ein Serieller Hybrid werden soll

von Manfred aus ObB - am 02.06.2013 09:51
Die geeigneten Motoren gibt es nicht von der Stange, aber es gibt Firmen, die bauen die gerne nach Maß, um dazuzulernen. Mit einem im Westerwald habe ich telefoniert. Die Arbeitszeit bliebe da teilweise unbezahlt.

Allerdings gibt es Unterwassermotoren. Die sind eigentlich ideal, die Spulen und das Eisen werden direkt über das Gehäuse gekühlt.

von Bernd Schlueter - am 04.06.2013 15:14
Zitat
Bernd Schlueter

Allerdings gibt es Unterwassermotoren. Die sind eigentlich ideal, die Spulen und das Eisen werden direkt über das Gehäuse gekühlt.


Sowas ist aber nich Billig



Bild und Emotorenquelle: [www.ramme.de]

Der Hersteller schreibt dazu:

Zitat
Ramme
Zum Beispiel wurde in enger Zusammenarbeit mit einem unserer Partner ein neuartiges Antriebssystem auf Basis eines Strahlruders entwickelt. Die Propellerflügel werden dabei an die Innenflächen der Hohlwelle des permanent erregten Synchronmotors 0montiert. Dadurch ergibt sich eine sehr kompakte und sehr gut integrierbare Konstruktion, die zudem sehr unempfindlich gegen Seewasser und Verunreinigungen sowie robust, gut zugänglich und sehr geräuscharm ist.
Im Zuge dieser Entwicklung wurde ein Isoliersystem konzipiert, das den Seewasserbedingungen gerecht wird. Die entwickelte Motorenreihe ist im Leistungsbereich von 5 bis 1.500 kW verfügbar.


Als Sonderausstattung wenn man viel in stärker fließenden Gewässer Liegeplätze ansteuert
liefert das Strahlruder sogar Strom

von Manfred aus ObB - am 04.06.2013 18:47
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