Fehlerstromschutzschalter sicher genug?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 17.06.2013 07:41

Ich schlage mich mit dem Gedanken, Angelas Idee mit dem smart grid wahr zu machen.
dazu würde ich mich zunächst an die japanische Regierung wenden, da hierzuland die Weichen der Politik falsch gestellt wurden.
Der Toyota-Prius PIP hat eine Nennspannung von 202 Volt. Das passt gut an das japanische Stromnetz von 120 Volt.
Sowohl sinusförmige L Einspeisung sind Ladung wie auch Einspeisung sind dann gut möglich, vor allem, wenn auf eiine galvanische Trennung sekundär und primär verzichtet werden kann.

Da es trotzdem immer noch unenetwegte Bastler geben wird, die den Stecker in der Wandkiste zu ziehen vergessen, frage ich mich, ob Fehlerstromschutzschalter zuverlässig genug sind, das Schlimmste zu verhindern. Es gibt sie preiswert in ebay. Wenn man zwei von namhaften Firmen hintereienanderschaltet, sollte doch ausreichend Sicherheit bestehen. Soweit ich weiß und an meiner Kiste messe, sind die Stromkreise gut von der Karosserie getrennt.

20kW Regelleistung sollten dann pro zuhause geparktem Fahrzeug zur Verfügung stehen, ohne die Lebensdauer der Batterie zu beinträchtigen. Auch für den eigenen Haushalt reicht dann die tägliche Speicherfähigkeit.
Die meisten Fahrzeuge nutzen ihre Zyklenfestigkeit während der kalendarischen Lebensdauer nicht aus. Als Entladungstiefe stelle ich mir 30% vor.

Kosten für eine Lade-Einspeisebox: in Japan unter 200 Euro, bei uns vielleicht das Doppelte, sofern im Ausland entwickelt. Bei uns flösse das Geld in die falschen Kanäle.

Antworten:

Wenn es auf eine Million Auslösungen einen Toten gibt, kann mancher schon gut damit leben.
Um den Elektroautofahrerfriedhof nicht zu sehr ausufern zu lassen, wüsste ich gerne Genaueres zur Zuverlässigkeit. Opfer müssen erbracht werden, dann aber bitte in berechenbaren Grenzen.
So rein militärisch gedacht, sind wir doch keine Starfighterpiloten.

von Bernd Schlueter - am 19.06.2013 04:41
Das Thema RCD ist bei den Elektrofahrzeug mit HF Lader eh etwas neuland. Zuhause hat man meist nur RCD´s des Typs A- Also für Sinusförmige (Fehler, ohne Gleichspannungsanteil!) Ströme. Für zuverlässigen Schutz beim Betrieb von z.b.: Frequenzumrichtern, speziell 3 Phasig , ( Da sind unsere HF Ladegeräte denke ich in der selben Liga?) ist der Typ B ( allstromsensitiv ) oder B+ ( Pulsieren bis 20Khz oder Glattefehlerströme ) vorgeschrieben! Siehe hierzu die BGI 608.
Wenn der Richtige RCD ausgewählt wurde, ist der Schutz schon ganz zuverlässig. Für den Personenschutz ist ein max. Auslösestrom von 30mA zugelassen. Alles drüber ist Brandschutz :-)
Die richtige Auswahl der Sicherung ist natürlich auch Notwendig, denn nur die schütz vor Kurschluss und Überlast. Als letzte Lösung die am Sichersten aber auch sehr aufwendig ist, käme dann die Schutztrennung mit Isolationsüberwachung in Frage...Wäre auch ein möglichkeit :-)
Gruß

von Mike-Colenta - am 24.06.2013 14:25
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