Sicherer Schalter gesucht für Waldmühlenladegerät

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 22.06.2013 16:22

Keiner Traut sich heran an die Verdrahlung der 400 Volt-Bleiakkus der Waldmühle. ich bin auch zurückhaltend, obwohl ich schon einmal von einer Spannungsversechsfachungskaskade mit lauter 100µF-Kondensatoren eine so schrecklich von 1500 volt gefummt bekam, dass ich offensichtlich das bewusstsein verloren hatte und mich friedlich schlafend , mit der einen Hand die Kondensatorbatterie fest umklammern, wiederfand, der Zeigefinger der rechten Hand zeigt noch eine tiefe Brandspur.
Kurz, respektlos ist meine einstellung zu 400 Volt Gleichspannung, hinter denen notfalls 1000 ampere sitzen, nicht.
Zu folgendem Vorgehen habe ich mich überredet, bereit zu sein: Die USV-Kiste hat einen Lichtbogen-den Garaus-machen-fähigen schalter, der reicht mir nicht. Der Batterischrank hat vier Etagen, wenn ich mich richtig erinnere. das Ding wiegt beladen , ohne meine Leiche , 700kg. Mit 775.
Mich zieht es aber nicht hinein, deshalb dachte ich, ganz nach Art meiner Säxin, an mindestens vier Sicherungen, in jeder Etage eine, außen, wie bei meiner Französin. In U-Form, so, dass ein Funke von 400 Volt und einigen hundert Ampere selbst durch das Magnetfeld verlöscht, an jeder. Auf jeden Fall ist die kiste zu, wenn ich die Sicherungen setze, sonst traue ich mich nicht heran. 100 Volt gleichstrom, da bin ich schon eher bereit, den Schraubschlüssel zu schwingen.

Ihr seid doch alle kleine und große Elektriker! sagt mir doch mal was dazu!

Also, ich stelle mir das so vor, dass, wenn ich die Sicherungen setze, der Hauptschalter in der USV aus ist und gar nicht passiert. Fliesst aus irgendeinem Grund doch Strom oder gar ein Lichtbogenkurzschluss, ja , was dann. Ich will es vorher wissen, was ich auf meiner Grabinschrift stehen haben möchte. Ich schalte das unter Strom stehende Ding jedenfalls nicht wieder aus, außer , dass ich den eingebauten Schneider-Mittelspannungsschalter fernbediene, falls er dann funktioniert.

Darf übrigens keiner dran, außer ich, den Schlüssel werfe ich in die Pfinz.

Daniel, sei kein Frosch, sag mal was.


Ich verspreche dann auch, ein sehr genaues Regelgerät für die Klappermühlenfrequenz zu bauen, das Schneider-Monstrum akzeptiert nur 3% Frequenzabweichung, sonst schaltet es auf reinen Batteriebetrieb.
Ganz einfach alles, dachte ich. Denkste, alles mit Mikroprozessortechnik verknotet, von der in Deutschland niemand einen Schaltplan hat.
Das niedliche 3kW-Gerät von Wotan hat übrigens die gleichen Macken, die jeder USV zueigen sind.

Das Mühlenteil kann theoretisch jedenfalls alles, was wir uns nur wünschen.
Notfalls lassen wir damit die Fischtreppe rückwärts laufen.

Antworten:

Hallo Bernd,

ich kenne die Akkuanlage der Waldmühle nicht, aber ich kann Dir soviel verraten, daß es schon ein wenig Sicherheitsausrüstung bedarf, um offizell an sowas arbeiten zu dürfen -eine davon ist eine Handfeste Ausbildung, die Arbeiten an Anlagen bis 1000V erlaubt -ich glaube, sowas darf ich ich mein eigen nennen.

Es muss sichergestellt sein, daß zum Zeitpunkt der Arbeiten, an keiner Stelle Spannungen über 63VDC gegen irgendeinen anderen Punkt anliegen.

Es gilt auch hier die recht einfache Regel:

1. Freischalten
2. Vor Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit prüfen
4. Erden und Kurzschließen (PS_2: NEIN... Nicht die Akkus!!!!)
5. Benachbarte Spannungsführende Teile abdecken.

Als Werkzeuge gibt es spezielle Isolierte oder ganz Keramische -kostet natürlich.

Ansonsten siehts Du MICH niemals in einer solchen Anlage arbeiten.

Gruss

Carsten
PS: Wäre nett, wenn man Dich in solchen Situationen auch nicht sehen würde. Bist zwar manchmal ein Quatschkopf, aber ich würde Dich hier schon vermissen.

von inoculator - am 22.06.2013 17:33
Ich glaube, die Wahnsinnigen von Schneider haben überhaupt keine Unterteilung der Akkukette vorgesehen. lauter 40Ah-Akkus. fast so schlimm wie meine Nicads. Aber 63 Volt helfen da auch nicht viel, bei der Stromstärke. schließlich muss man mit einem Schraubenschlüssel hantieren.
wenn der im wesentlichen aus Isoliermaterial ist, müsste es gehen. Also, 6mal unterteilen, dann bin ich bei 63 Volt, den Rest total abdecken...
Morgen gehe ich wieder an meine Kiste. Darf nur der Carsten dran...

Sorgen macht mir auch die von mir konzipierte Wasserradregelung. Genau 50 Hz muss der Generator haben.
Ich wollte eine Halbwelle quarzgenau messen und daraufhin entscheiden, ob in der nächsten Halbwelle Überschussenergie gezogen wird (Nullpunktsschalter).
Jetzt weiß ich aber nicht, wie der Generator darauf reagiert. Ob der nicht doch Schwingungen macht, die über mehrere Halbwellen gehen. Mein Vorversuch ergab jedenfalls längere Impulspakete, mit Glühlampenflackern. Die Schaltung war allerdings mit unzureichenden Mitteln aufgebaut. die Schneideranlage würden die geringen Spannungseinbrüche nicht stören, die verlangt im wesentlichen konstante Frequenz, sonst lädt die nicht mal. Wotan fragen.

Ansonsten...getrennter Tachogenerator, oder ob das Bundeswehrteil sogar einen eingebaut hat??
Sonst baue ich einen dran, nach Cityel-Prinzip, an der Riemenscheibe.

Wenn ich das richtig sehe, müssen wir die Schneider doch in aller Form umstricken und umprogrammieren lassen, damit sie fest als Frequenzwandler arbeitet, unbesehen vom Eingang, der dann immer lädt. Die Anlage kann das nämlich. Normalerweise ist die Stunde des einzufliegenden Schneiders teurer als das Jahressalär der Waldmühle...

von Bernd Schlueter - am 22.06.2013 20:43
Hmmm......

wenn ich das so höre...... ich weiß nicht....?!?!

Was liefert der Generator? AC oder DC?

Warum nicht den Generator direkt in die Akkus pumpen lassen -nur einen MPP Wandler dazwischen, so wie bei den Solarzellen (vom Prinzip her).

Dann aus den Akkus Per Wechselrichter das Netz speisen.

Vorteil: Die Drehzahl des Mühlenrades ist egal und der Fernseher läuft nicht mehr zu langsam.

;-)

Gruss

Carsten

von inoculator - am 24.06.2013 06:27
Könnt Ihr Éuch noch an die Musikband erinnern ?
Die haben eine 750 VA USV bekommen dann lief die Musik konstant und alles war gut außer evtl. der Gesang ? Aber fand ich jetzt net so schlecht...
Wieviel Leistung brauchts denn ?
Evtl. hat Michael schon was zum stabilisieren zwischengeschaltet ???

Bis dann

Marcus

von Twiker76 - am 25.06.2013 16:22
Alles softwärmäßig verdongelt. Die Scheider USV lässt nur einen sehr engen Frequenz-und Spannungsrahmen zu, in der jetzigen Einstellung. Der Generator liefert 400 Volt Drehstrom. 50Hz, 150Hz, wenn das Mühlrad durchgeht. Nichts für brave Schneider. die sind darauf nicht programmiert. Ja, wenn ich den Akku getrennt geregelt laden dürfte, wäre alles in der guten Botterrahm. Aber Scheider mögen das nicht. Jedenfalls nicht in der jetzigen Einstellung der verdongelten Saftware.

Das ist die crux, Carsten.

Hah, der Marcus darf das, der MUSS das!

von Bernd Schlueter - am 30.06.2013 06:01
Wie wäre es, die USV zu vehökern und dafür was Passendes zu kaufen?

Gruss

Carsten

von inoculator - am 01.07.2013 05:50
Die ist passend. Die Alternative wäre eine Deicherhöhung auf 4 km Länge und eine entsprechende Wehrregelung.
Nicht passend ist die Angst vor der hohen Spannung.
Auch davor, dass wir ohne Plan etwas nicht richtig anschließen.
Sonst passt das Ding genau.
Die Mühlendrehzahl muss vor der USV auf +/-3% genau geregelt werden, sodass 50Hz anstehen. Dann macht die Schneidersche alles, was man von einer Französin erwarten kann.
Das ist die Crux. Hobelt der Michael mit 6kW und da kommen nur 1,5 kW Wasser, kann man nicht einmal mehr die 1,5kW nutzen, weil die Schneidersche in der jetzigen Servereinstellung trennt und voll auf Batteriebetrieb geht.
Wie man auf beliebigen Eingang umprogrammiert, liegt in französischen Schließfächern, genau wie die Sagembox. Da muss man erst eine Unze Gold einwerfen, ehe sich der Schlüssel drehen lässt. Das Ding kann dann auch das: beliebiger Eingang direkt als Ladeunterstützung der Batterien, aus den Batterien wird dann gleichzeitig der 40kW Drehstromwandler gespeist.

In der jetzigen Programmierung schaltet sich das Ding aus, schon, wenn unplausibel geladen wird. Sprich, mit Hilfslader direkt aus der Pfinz. Das würde aber ideal passen, weil dann die Generatorfrequenz auf ca. 40 Hz abfällt, über Vollweggleichrichtung, das Wasserrad wird dann gespenstig leise und klatscht nicht mehr verlustbringend auf die Wasseroberfläche bei 20 bis 30% mehr Wirkungsgrad. Ich finde die Klatschregelung doof. Haben wir alles schon getestet, vor 2 Jahren. Wenn das Ding durchgeht, hat es gut die doppelte Drehzahl.

von Bernd Schlueter - am 01.07.2013 10:02
Also, Bernd,

entweder es passt, oder es passt nicht.
So Wie Du es beschreibst, passt es ja nicht.

Also entweder legst Du ne Unze Gold für den Dongle auf den Tisch oder Du gibst Ruhe.

Ansonsten: Scheiß was auf die Vollspeisung durch das Mühlrad und leg das Teil über einen kleinen Regler direkt auf die Akkus per Gleichspannung -dafür musste natürlich auch ne Unze Gold in die Waage schmeißen.

Also: Gold oder Ruhe.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 01.07.2013 10:25
Ja, so läuft das Ding direkt an. Stimmt Du hast recht. Die 34(?) 40Ah-12 Volt Akkus können 2 1/2 Stunden 6kW. müsste eigentlich reichen.
Dann würde man ganz gezielt vorher die Mühle von der ganzen Stromversorgung trennen.

Doof ist, dann nimmt das Mühlrad nach dem Abschalten immer wieder fahrt auf, die Schneidersche schaltet ein und gleich wieder aus. Sprich, wird mehr aus den Batterien entnommen, als das Mühlrad liefert, sollte man die Mühlfrequenz freiwillig herabregeln, damit die Schneidersche nich auf dumme Gedanken kommt und wieder einschaltet. Die Mühle kocht dann in der Zwischenzeit schonmal nen Kaffee und bereitet das Badewasser, lädt Pöjos und so.

von Bernd Schlueter - am 01.07.2013 17:26
Hallo

Das Ding hat noch einen kleinen Muck
Wenn die lädt, dann will sie gleich 4-6 kw!
Die müßten auch nach unten reglbar sein.

Michael

von Mühlen-Kiste - am 01.07.2013 21:00
Kommt überhaupt nicht in die Tüte.Es wird gegessen, was die Pfinz auf den Tisch stellt.
Zur Not gaukeln wir der Schneider was vor, der Akku sei voll, es würden 50Hz am Eingangsteil anliegen und sonstige Späße.

von Bernd Schlueter - am 01.07.2013 21:31
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