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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Peter Dambier, R.M, inoculator, Solarstrom

Elektrobleche

Startbeitrag von Solarstrom am 08.10.2013 16:56

[www.welt.de]

Zitat: "Und schließlich spielt Stahl auch für den Elektromotor eine zentrale Rolle. Moderne Elektrobleche reduzieren den Energieverlust bei hohen Drehzahlen um bis zu 30 Prozent."


Frage:
Wie werden damit die Verluste reduziert?
Geht es um die Schleppverluste bei permanent erregten Synchronmaschinen?

Antworten:

Ja, aber es ist kein Stahl, sondern ungehärtetes Weicheisen. Die Verluste sind magnetische Remanenz (Ummagnetisierungsverluste) und Wirbelströme. Bei 0,2 mm Blechdicke beißen sich die beiden, sodass es bisher nicht lohnte, die Bleche dünner zu machen, um die Wirbelströme zu verringern. Siemens hatte da einige Legierungen auf Lager, die weitere Verbesserungen versprachen.
Neodymmagnete erlaubten es, die Blechmenge zu reduzieren oder ganz wegzulassen (erster Lynch-Motor).
Ferrit hat überhaupt keine Wirbelströme, aber ist nur 20% magnetisierbar im Vergleich zu Eisen und hat auch Ummagnetisierungsverluste.
Für Neodym gibt es einen Lieferstop.
Zum Antrieb sind größere und schwerere Induktionsmotoren Spitze, für kleinere Fahrzeuge unbrauchbar, nur Verluste.
Induktionsmotoren reduzieren ihre Magnetisierung und damit die Verluste mit der Drehzahl.

von Bernd Schlueter - am 08.10.2013 19:51
Ferrit ist ein tolles Zeugs, deshalb auch Ferritantenne.

Zweckentfremdet habe ich schon allerhand mitbekommen und an den Randgebieten dann mit "Stahllitze" experimentiert. Leistung vertragen die Ferritchen überhaupt nicht, machen einen Knick in die Kennlinie und produzieren dann Oberwellen wie Hund. Auch Mischen kann Ferrit. Deshalb können Mittelwellen- und Langwellenradios Dinge hören, die überhaupt nicht da sind, bis hin zu Geistern.

Als Ersatz mit Stahldraht experimentiert. Mit der Zange gerade gebogen, eingewickel, damit die Eddies sich nicht verirren. Viel Arbeit, wenig Ergebnis - und dann der Hammer, Baustahl.

So um die 15 Stäbe, 2 Meter lang, in Blasengummi verpackt, daß sie sich nicht berühren und das Ganze in einem 2 Meter Abflußrohr aus Plastik versteckt. Mit 40 Meter 1,5 Quadrat bewickelt verhält es wie ein Lautsprecher ist aber eine "Induktionsschleife" fürs Hörgerät.

Stahl ist kein Trafoblech, aber in der Not frißt der Teufel Fliegen - es funktioniert besser als die 40 Meter Draht funktioniert hätten.

Also Stahl als Permanentmagnet geht, als Spulenkern geht es auch, die passende Legierung finden oder gleich Schaumstahl nehmen, ...

Mit Kobalt 60 und anhauchen, dann leuchtet es sogar. In Fukushima experimentieren sie, ab man dadurch die Scheinwerfer ersetzen und die Eisenverluste im Motor kompensieren kann. Wer einmal das faszinierende blaue Kobalt 60 Leuchten gesehen hat, der wird es bis an sein Lebensende nicht mehr vergessen. Meist ist es auch nicht mehr weit, bis dahin.

von Peter Dambier - am 09.10.2013 08:32
*verwirrt*

Muss ich meinen Thrige jetzt einfach mit Baustahl und Abflussrohr umwickeln?

;-)

von inoculator - am 09.10.2013 08:42
Hallo

Kobalt ist zwar bau aber das leuchten hat nur bedingt was mit Kobalt zu tun sondern ist die Tscherenkow-Strahlung, dafür muss die Strahlung nur stark genug sein.

Kobalt 60 ist der bekannteste Vertreter der in der Lage solche starke Strahlung abzugeben.

Und ich hab das Leuchten schon gesehen fein hinter 60cm Bleiglas versteckt, war vor 30 Jahren mal der große Hit um Klärschlamm zu sterilisieren.

Das Blau ist so was von fies daß man eigentlich schon gar nichts gutes dabei vermuten kann.

Klar ists aber zu spät wenn man sich dem Zeug ungeschützt nähert.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.10.2013 17:27
Doch, Nickel und Cobalt ist schon richtig. Natürlich nicht das, was im Reaktor aus dem ungefährlichen Cobalt 59 erbrütet wird. Normales Dynamoblech enthält Silizium, weil es den elektrischen Widerstand erhöht.
Siemens hat eine ganze Menge weichmagnetische Materialien auf Lager, unter anderem amorphes Eisen. Die Forschung und Entwicklung schläft seit ca 1964, seit die Telekomk statt Trafos Halbleiter einsetzt. Die Elektroautofahrer eröffnen den Markt neu.
Produziert wird inzwischen in Japan.

von Bernd Schlueter - am 09.10.2013 17:40
Hallo Carsten,

laß mal den Thrige wie er ist.

Im Auto sehe ich für meine Stahlstangen im Moment keinen Platz.

In Bernd's Piratenstromnetz mit NEMA Steckern könnte man die im Trafo benutzen oder um Strom über einen Bach oder eine Straße zu senden. Mein Traum war schon immer eine "Feritantenne" mit Resonanz auf 50 Hz unter einer Hochspannungsleitung auszuprobieren.

Naiv gesehen funktioniert Magnetismus wie Elektrizität. Bei Wechselstrom benutzen wir Litzen, weil sich der Strom sonst verirrt und in Schleifen durch den Draht torkelt, wie unter Allohol.

Das magnetische Gegenstück dazu sind die sagenhaften Elektrobleche, die hoffentlich aus Dynamoblech oder Weicheisen sind.

Baustahl ist in manchen Anwendungen besser als Luft und billiger als Dynamoblech. Es ist zumindest eine Überlegung wert, zumal es Eigenschaften von Neodym und Weicheisen vereint.

Vielleicht ist alles Unfug, samt Neodym, weil Kohlenstoff Nano Strukturen Eigenschaften an den Tag legen, wie elektrische und Magnetische Leidfähigkeit und Temperaturverträglichkeit, die alles Bekannte in den Schatten stellt.

Stellt Euch vor ein Verrückter wie Elon Musk kommt auf die Idee, die Kohlenstoff Nano Paste aus der Lithium Batterie mit dem Elektromotor zusammen zu bringen, so daß Motor und Batterie eine Synergie eingehen: Die Batterie spendiert nebenher das Magnetfeld für den Motor und der Läufer im Motor hilft den Ionen in der Batterie auf die Sprünge. Das Ganze wärmt nebenher den Innenraum und gewinnt beim Kühlen im Sommer auch noch Strom.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 09.10.2013 18:59
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