Waldstraßenbahnfahrt von Waldmühle zu Waldmühle

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 29.10.2013 10:57

In Kremenholl war die Hölle los, als sich die bergische Kaffeegruppe zur einzigen Waldstraßenbahnfahrt in Deutschland entschloss. Älter als die dort stehenden Eichen, nahm sie mit Leichtigkeit die im bergischen Land sprichwörtlichen Berge. Ganz sanft und leise. Nur das Ruckeln der Geradzahnräder war ein wenig zu spüren, die sich wohl noch nicht ganz entschlossen hatten, ob sie lieber Epizykloid- oder Evolventenverzahnung wählen sollten.
Die Museumsbahner haben wohl ihre Gründe, warum sie ihren alten Vehikeln immer noch anhängen.Ich selbst bin wohl noch vor einem guten halben Jahrhundert genau mit dieser Bahn der Duewag in Düsseldorf gefahren und da konnte man, wenn nicht gerade die Magnetklotzbremse gezogen wurde, ohne sich festzuhalten, in Ruhe die Fahrt genießen.
Ganz anders die neuen Ungetüme aus der einst Düsseldorfer, heute Krefelder Fabrik. Da wollen die Fahrerinnen zeigen, wer Herr oder Dame der Straße ist und treten das Pedal, was das Zeug hergibt. Pech gehabt, wer da keinen Sitzplatz findet. Zu 90% fließt dabei Sand auf die Schienen, denn ein echter Nürburgringfahrer fühlt sich nur dann in seinem Element, wenn die Räder nicht durchrutschen.
Ich wette, wenn es die alten Straßenbahnen noch gäbe, die meisten Fahrgäste würden diese vorziehen, um nicht völlig verspannt von den Verbiegungsanspannungen des Körpers froh zu sein, wenigstens sonst noch heil dem Achterbahngerät entkommen zu sein.

Die Düsseldorfer Straßenbahnfahrer sollten wirklich mal gezwungen werden, eine Fahrt stehend zu verbringen.

Wer von Euch zuhause noch so ein Teil herumstehen hat, das wäre sicherlich auch etwas für die Waldmühle. Die steht zwar nicht mehr im Wald, aber man könnte dann dorthin fahren.

In der Hammermühle konnten wir dann auch die Industrialisierunggeschichte nachverfolgen, ganz ähnlich, wie in der Waldmühle. da ernährte ein einziges Gebäude noch eine Vielzahl von Gewerken. Unter anderem auch die Verhüttung von Erzbrocken. Die Waldmühle ist nun auch um die Flachsseilerei reicher geworden. Der alte Benz-Dreizylinder harrt noch der Wiedererweckung. In der Hammermühle hat der Einzylinder nur eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Lediglich eine kleine Undichtigkeit gilt es, zu beseitigen. Also, ans Werk, Peter, Du wohnst in der richtigen Stadt. Die im Hammerwerk noch funktionierende Dampfmaschine, allerdings pressluftbetrieben, könnte zeigen, wie wir auch den alten Waldmühlenbenz wieder anwerfen können.
Das Hammerwerk hat auch Stromanschluss und kann zwischen allen Energiearten umschalten, auch den Strom selbst erzeugen.

Nur den Horst, den stört das alles nicht, der bleibt bei der altmodischsten aller Betriebsarten.

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/Misthaufen.jpg/800px-Misthaufen.jpg)

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
Nur den Horst, den stört das alles nicht, der bleibt bei der altmodischsten aller Betriebsarten.

Nun,
nicht nur, wie die E-Mobilisten wissen; aber gerne immer wieder.
Immerhin hat dieses Fortbewegungsmittel Sensoren, von denen die Fahrzeuge des 21sten Jahrhunderts noch träumen.
Vermeidung von Kollisionen, Kommunikation der Einheiten untereinander, integrierte Navigation und Einparkhilfe durch 3D-Lenkung funktionieren bereits seit Jahrhunderten.
Auch der Betrieb mit erneuerbaren Energieen ist vorbildlich. Nur ganz ohne Emissionen, geht es, wie das Bild zeigt, auch hier nicht.
Aber immerhin ist das wenigstens biologisch abbaubar.

Horst

von hk12 - am 29.10.2013 12:37
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