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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Twiker76, Manfred aus ObB, inoculator, Ralf Wagner, Claus., Alfons Heck, R, Dr. Mabuse, Norbert Kern

Geldquelle

Startbeitrag von Twiker76 am 06.03.2015 12:51

Hallo Zusammen,

schon allein die Überschrift sollte einige "klicks" bewirken ich bin mal gespannt, wie viele Zugriffe auf dieses Thema kommen...seid doch alle gleich...

Zur Sache: Ich habe in einer Ladepause bei der P & C in Wolpertshausen etwas Zeit und machte einen Spaziergang: Mit ner Warnweste und einer großen Stofftasche ging ich ca. 500 m an dem Feldweg auf der einen Seite bis zum Autobahnzubringer und auf der anderen wieder zurück.
Dabei sammelte ich grob den Müll und meistens die leeren Aludosen und Kunststoffflaschen zusammen. Zeitaufwand ca. 40 min. Nach dem Winter kommt da schon was zusammen...

Nun dürft ihr schätzen was ich an Kohle beim Supermarkt am Pfandautomat bekommen habe, hier brauchte ich ca. noch mal 20 min mit Anfahrt...

Zeitangabe um zu überprüfen ob der "gesetzliche Mindestlohn" von 8,50 Euro in D eingehalten wurde...

Nur so viel: Ich verstehe nicht das die Leute so schwer finanziell über die Runden kommen wenn doch das Geld auf der Straße liegt ??? Und Einzelfälle sind das nicht und auch die Ausländer sind nicht schuld... !

sg

Marcus

Antworten:

Was meinst Du, warum sich andere Leute davon ein Wohnmobil kaufen können:
[www.amazon.de]

Und jetzt verdient er auch noch Geld mit dem Buch darüber......tztztz... ;-)

von inoculator - am 06.03.2015 13:09
Zitat
Marcus Maier

Nur so viel: Ich verstehe nicht das die Leute so schwer finanziell über die Runden kommen wenn doch das Geld auf der Straße liegt ??? ....


Wie Du schreibst scheint das Problem das bücken zu sein, aber wir leben ja in einer Hightechzeit,
da kann man was erfinden


Bildquelle: [www.pfandring.de]

Ich staune immer mehr über die Innovationen in unsrer globalisierten Gesellschaft und wie das unserer Kultur
gut tut sich zu verkommenen, zwar nicht unbedingt bei so alten Dackeln wie mir, aber bei den ganz jungen modernen sicher

[www.zeit.de]

von Manfred aus ObB - am 06.03.2015 14:07
und was ist mit der Schätzung ?
Also 20 Euro waren es nicht wie bei dem Herrn, das müsste er dann 24 h lang 30 tage machen...
mache ich das auf jedem Festival (was nicht mehr so leicht geht weil die Betreiber das nicht gerne sehen) kann ich mir das schon vorstellen... aber an einer vielbefahrenen Straße ? Nach einem Winter ? Und das war nur der Autobahnzubringer ohne Auf und Abfahrt und ohne Autobahn, da sammeln die Autobahnmeistereien...
Immer das gemekere viele arm und dann das Geld zum Fester raus !
Das ist auch der Grund warum sich E-Mobil nicht rechnen. Oder es ist das geklappere von Pfandflaschen und Dosen die müssten doch aus dem E Mobil besonders rausgeworfen werden ?

sg

von Twiker76 - am 06.03.2015 14:16
Ok, schätzen wir mal.

Du sprichst von Dosen und Flaschen und erwähnst den "gesetzlichen Mindestlohn" von €8,50.

Außerdem sprichst Du von einer großen Stofftasche.
25Cent bringen bei uns die Flaschen/Dosen am Automaten.

Das wären dann 34 Flaschen/Dosen um auf den "Mindestlohn" zukommen.

34 Flaschen bekomme ich nicht in die größte Stofftasche, die in meiner Schublade liegt -und die ist sehr groß.

Es fehlt also die Information, daß Du zwischendurch am Fahrzeug abgeladen hast und mit leerer Tasche weiter gemacht hast.

Ich schätze mal, daß Du so um die 10 Euro "erwirtschaftet" hast.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 06.03.2015 14:47
Zitat
Marcus Maier
Hallo Zusammen,

schon allein die Überschrift sollte einige "klicks" bewirken ich bin mal gespannt, wie viele Zugriffe auf dieses Thema kommen...seid doch alle gleich...

sg

Marcus


Die gleiche Überschrift wie "Mail von meinem Chef".

von Dr. Mabuse - am 06.03.2015 15:28
Da hätte er sich nur 40 mal bücken müssen. Setzen wir dafür mal 10s an, dann bleiben 40mal 50s~30min. Gemessenen Schrittes sind das ca. 2km. Rückweg schneller bleiben ca. 1,2 abgesuchte Kilometer. Ich glaube nicht, das er mehrfach laufenmusste. DEr Löwenanteil waren vermutlich Dosen. Alle zehn meter Beute gemacht tippe ich jetzt mal auf ans obere Ende auf 30€ aus 120 platgetretenen Dosen. :-)

von R - am 06.03.2015 15:38
nanana so au wieder net nett.

Erst mal wie gleiche Überschrift ?
Den check ich net

also so einfach ist es auch leider nicht, ist ja kein Festival...

Es waren 6,73 Euro.

sg

Marcus

von Twiker76 - am 07.03.2015 11:52

Re: Geldquelle Erweiterung

später nimmt dann die Ladestation die Dosen direkt an und gibt pro Stück ein kWh Flügelstrom.........:cheers:

von Norbert Kern - am 07.03.2015 13:53
Es gibt denke ich genügend Leute die sich auf diese Weise ihr Geld verdienen (müssen) unabhängig von dem das Marcus dass als Experiment gemacht hat. In Stuttgart gibt es viele Flaschensammler. In Freiburg ist mir einer mit einem riesigen Fahrradanhänger voll PET Flaschen begegnet. Wenn ich Menschen so sehe überlege ich mir was in deren Leben passiert ist, dass sie jetzt da sind wo sie jetzt sind.

Ralf

von Ralf Wagner - am 07.03.2015 18:56
Zitat
Ralf Wagner

In Stuttgart gibt es viele Flaschensammler. In Freiburg ist mir einer mit einem riesigen Fahrradanhänger
voll PET Flaschen begegnet. Wenn ich Menschen so sehe überlege ich mir was in deren Leben passiert ist,
dass sie jetzt da sind wo sie jetzt sind.



Ist bei mir etwas anders, ich denke was läuft in einer Kultur ( weil betrifft nicht nur Deutschland ) die sich
einbildet allen anderen Kulturen zu empfehlen, sie nachzuahmen ( falls des mit dem empfehlen nicht klappt, auch mal mit Blei )
und dann ist es je höher man pekonjär steigt usus seinen Dreck ( welcher ja ein durchaus wertvoller Rohstoff,
siehe Sero-System in der DDR ) in die Landschaft zu schmeisen, im schlimmsten Fall noch mit der Arroganz
das ein arme Sau davon was hat, wenn die ihren Arsch hoch kriegt den wegzuräumen :mad:

Noch ein Gedanke am Rande, warum kosten diese Scheiß Kaffee to Go Becher nicht 1 € Pfand :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 07.03.2015 19:12
Alles nur Erziehung, ist schon länger her....
Bei uns in der Wohnanlage lagen weggeworfene Pfandflaschen rum, meine Kinder habe ich das Pfandsystem erklärt. Sie sammelten alle Flaschen ein und wandelten diese im nächsten Supermarkt gegen Geld und Süßigkeiten um. Die anderen Kinder haben das mitbekommen. Seit dem liegen keine Pfandflaschen mehr rum.
Bin oft im Ausland unterwegs. Man merkt sofort wo es kein Pfandsystem gibt.

von Claus. - am 07.03.2015 20:12
Das Recycling wird zukünftig einen viel höheren Stellenwert bekommen. Das Ziel ist, Dinge so zu bauen, dass sie möglichst vollständig in den Stoffkreislauf zurück geführt werden können. Die DDR hatte da wohl schon aus der Not heraus ein ganz gutes System.

Wir befassen uns beruflich mit dem Thema Cradle to Cradle (C2C), auf Deutsch Kreislaufwirtschaft in der Baubranche. Es wird jetzt darauf geachtet dass sich Stoffe wieder trennen lassen und verwerten lassen. Das Thema ist noch dünn aber es kommen langsam Produkte zum Thema.

Ralf

von Ralf Wagner - am 08.03.2015 00:56
Zitat
Ralf Wagner

Die DDR hatte da wohl schon aus der Not heraus ein ganz gutes System.


Es bedarf dringend eines Nachhaltigkeitssprachausschußes mit dann nachfolgenden entsprechend Planstellen,
also sowas wie einen Gendersprachführer, damit dann Gender gerecht nicht von Feuerwehrmänner ( Männer sterben eh aus,
daraus wir eine Konsumgruppe für herbere Kosmetikrehen ) bekämpften den Brand ( des ist eh Zweideudigt, nach Köstrizer klingt )
geschrieben wird, sondern Einsatzkräfte der Feurwehr waren vor Ort.

Die Not der DDR wäre mit einer anderen Wirtschaftspolitik durchaus eine weit nachhaltigerssystem gewesen
als das auf reine Verschwendung und Ausbeutung ( das ist es nämlich wenn man den Kind den echten Namen gibt
und es nicht Globalsierung und wir müßen das so machen, sonst können wir nicht weiterverschwenden ) aufgebaute
Vorbild des Amerikän way of Life, was nichts anders als Kanonenboot Politik.


Zitat
Ralf Wagner

Wir befassen uns beruflich mit dem Thema Cradle to Cradle (C2C), auf Deutsch Kreislaufwirtschaft in der
Baubranche. Es wird jetzt darauf geachtet dass sich Stoffe wieder trennen lassen und verwerten lassen. Das Thema ist noch dünn aber es kommen langsam Produkte zum Thema.


Etwas weiter gefaßt und weil wir ja so modern sind und ( sieht man schon an der Coffie und Go Kultur )
auf Englisch Urban Mining

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/35/URBANE_MINEN.jpg)
Bildquelle: [de.wikipedia.org]

Des ist mal wieder sehr vereinfacht akademisch gesehen, denn einige Sorten, nur als Beispiel Altholz,
aus Rückbausortimenten ( das ist politisch korrekter bezeichnet, als ordinär Bauschutt :mad: )
und Paletten ( bis auf die welche für die Eurolore verwandt ) laufen zum großteil in die gleiche Trennlinie,
um den gewachsen nachhaltigen Rohstoff Holz, von den längfristigen zu nutzenden zu trennen
[attachment 1205 GlasundNE2014.png]

( sollte ein Bild da sein, so sind das im Moderattemperaturverfahren abgetrennte Sekundärrohstofe
( in dem Fall Glas und NEmetalle die zwar leicht geschmolzen aber nicht verschmolzen und so Sortenrein vorliegen ))
Das Geld liegt also nicht nur auf der Straße, allerdings ist das Thema heikel, den viel in der staatlichdominierten
Entsorgungswirtschaft ( der Schlüter Bernd hat ja öfters über Kölner Klüngel dort geschrieben ) wollen keine
dezentrale Technik die Abfallgebühren senkt und die Sekundärrohstoffquote anhebt, nich das man noch
was Arbeiten müßt fürs Geld :-(

von Manfred aus ObB - am 08.03.2015 10:25
Zitat
Ralf Wagner
Das Recycling wird zukünftig einen viel höheren Stellenwert bekommen...Es wird jetzt darauf geachtet dass sich Stoffe wieder trennen lassen und verwerten lassen.

...auch der Amtsschimmel macht mit. Seit diesem Jahr muß ich einen Herkunftsnachweis ausfüllen wenn ich als Handwerker meinen sortenreinen Bauschutt anliefere. Das Ding ist in der Praxis gar nicht korrekt ausfüllbar. Wenn ich eine Tonne Bauschutt von ca 5-20 Wohnungen anliefere und alles explizit aufführen wollte...


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 08.03.2015 15:07
Zitat
Alfons Heck
Wenn ich eine Tonne Bauschutt von ca 5-20 Wohnungen anliefere und alles explizit aufführen wollte...


Ich verstehe Deinen Einwand, da des Auflisten nur rechtfertigen soll warum die Tonne soviel kost,
nur gilt auch da je mehr ich zusammenmisch umso mehr muß ma hinterher aussortieren, grad bei de
Elektricker ist aber die hohe Schule des Wiederverwertens gefordert, bsonders bei alte Kabel wo in
der Isolierung einiges an Chemie steckt, auf daß es am End möglichst Sortenreine Rohstoffe gibt.

Nur so mal als Leseanregung [wiki.zimt.uni-siegen.de]

Es ist halt schon Mistig ( aber bei einen guten System kein Hinderungsgrund
[attachment 1206 Werkoderko.png]
wie man sieht sind Steine durchaus Durchlaufposten bei einer thermischen Trennung )
wenn nur de Ziegel von Schlitzen drin, auf 1,5 m Kupferkabel welches da eigentlich nicht hin sollte.

Dagegen alte Rigipsplatten, gar noch von Früher auf Holzlatten montiert und Heraklitisollierung
des läßt sich schon trenne, allerdings derzeit noch nicht der Zement aus dem Heraklit [www.heraklith.de]
herausarbeiten, aber de Jungen sollen ja in Zukunft auch a Arbeit haben und nicht nur

[www.youtube.com]

von Manfred aus ObB - am 08.03.2015 19:35

Re: Geldquelle - versiegt bald

gestern waren wieder 1,75 Euro an Dosen auf der annähernd gleichen Strecke rumgelegen.

Das hat sich mit dem Gesetz zu Mehrweg bald erledigt, aber der Müll und die "dummen Laid" bleiben...

von Twiker76 - am 21.03.2015 08:24
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