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BerndSchlueter

Unterkritisches Kohlekraftwerk mit ganz gewaltig höherem Wirkungsgrad

Startbeitrag von BerndSchlueter am 06.02.2016 00:06

Diese Ente, die in die Welt gesetzt wurde, dass es der Firma Siemens gelungen sei, durch bloße Anwendung eines Druckes von 350 bar, der oberhalb des kritischen Druckes von Wasser bei 226bar liegt, sorgt nur dafür , dass sich mein Tischlein wieder von selbst deckt und meine alter Esel aus meinen Siemens-Aktien wieder Golddukaten hervoreiert.Jedenfalls ist die Aktie deswegen wieder kolossal gestiegen.
Beträgt der tatsächliche Wirkungsgradgewinn durch die teure Druckerhöhung nur weniger als 1%, behauptet die Lügenpresse, es wäre ein Sprung von 36 auf 47% bzw. sogar auf über 50%, alles Schall und Rauch.
Wenn man den Wirkungsgrad gewaltig erhöhen will, geht das ganz allein durch die Verwendung temperaturfesterer Materialien, und dazu benötigt man keinen höheren Druck, sondern teurere Materialien, die nicht mit 3 Cent pro kWh Stromgestehungskosten finanzierbar sind. Den Druck würde man dazu sogar absenken. Mit den kritischen Parametern von Wasser hat das nun alles überhaupt nichts zu tun, nur mit Temperaturunterschieden, wie es der Franzose Carnot uns längst gelehrt hat.
Nein, es kommt einzig auf die Überhitzungstemperatur an, und die beträgt heute 700 und nur in wenigen kurzfristigen Demonstrationen zur Täuschung der Öffentlichkeit 800° bzw 1100 Kelvin.
Verwendet man keramische Faserwerkstoffe, steigt die Verdichtungstemperatur gleich auf 1400°C, bei niedrigerem Druck. Mit Wasserdampf, ohne zweiatomiges Gasturbine vor der Dampfturbine. Der Kohlenkraftwerkswirkungsgrad klettert dann auf 60%. Die letzten Vorkriegskraftwerke mit 36% Wirkungsgrad sind dann endgültig tot.

Patent der DLR

Nein, die Mehrkosten lassen sich nicht mit 3 Cent pro kWh decken.

Ändert die Bundesregierung jedochj ihre verlogene Energiepolitik und besteuert statt den Strom die Brennstoffe und verteilt auch die Umlagen auf diese, steigen die Gestehungspreise auf das mindestens Dreifache an und es ist mehr als genug Anreiz für den wirtschaftlichen Einsatz dieser hochwertigeren und weniger druckfesten Werkstoffe. Auch die Kohlekraftwerksturbinen enthalten dann die gekühlten Titan-Einkristallturbinenkränze, die im Airbus und bei Boeing ihren Dienst verrichten und die Welt wird auch mit Kohlekraftwerken sauberer.

So, das musste unbedingt mal gesagt werden. Der Hersteller? Die KWU, bei denen ich mich auch einmal beworben hatte, in Mülheim-Ruhr. Damals Mitbesitz von AEG, heute Alles Siemens.
Diese Aktienmanipulation ist überflüssig, wenn die Bundesregierung endlich mitspielt.
Obwohl die Grünen damals die unvernünftige Energiepolitik propagiert haben, sie sind heute unsere einzige Hoffnung, dass die Bundesregierung endlich den Weg zurück antritt. Damit wird der Strom auch wieder billiger für uns und ganz gewaltig sauberer.
Das Verbot von Nachtstromheizungen bleibt bestehen, das einzige Vernünftige, dass wir Grünen damals durchgesetzt hatten.

Antworten:

Was viele nicht wissen:
Großkraftwerke leiden unter einem Problem in unserer Welt, das auch dazu führt, dass Elefanten nicht fliegen können:
Große Dampfturbinenanlagen haben immer einen Engpass am Ausgang der letzten Stufe der Niederdruckturbine: Hier stellt sich immer genau Schallgeschwindigkeit ein mit einem enormen Druckanstige und einer zerstörerischen Schallmauer, die auch die Düsenschaufeln trifft und diese zerfrisst. Wir Besucher des Großkraftwerks Eschweiler unter leitung von Stefan Nagel konnten das bewundern:
Fünf Jahrzehnte verzichtete der Betreiber auf die Reparatur, weil sich die 10% Wirkungsgradverlust gegenüber einem Stiilstand für etliche Wochen nicht lohnte: Braunkohle kostet schließlich nichts und kann ungestraft in beliebigen Mengen verschwendet werden.
Inzwischen sind die Schaufeln erneuert. Trotzdem kein Hochwirkungsgradkraftwerk.
Die Schallmauer sorgt weiterhin für einen Gegendruck am Niederdruckausgang von rund einem bar, was das Druckgefälle gegenüber dem sogenannten "kritischen Druck" der ganz unkritisch ist, um den faktor 10 reduziert:
Kleinere Kraftwerke haben dadurch einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Hier kann man unterhalb der Schallgrenze am Turbinenaustritt bleiben und der Kondesationsdruck von deutlich unter 0,1 bar kann voll ausgenutzt werden.
Der Kompressionsgewinn durch das Anheben des Druckes der Speisewasserpumpe auf 350 bar beträgt nur 1,55 gegenüber dem der Verringerung der Kraftwerksgröße von bis zu 30.

Wenn die Bundesregierung es dereinst einmal ernst meint mit der Energiewende, werden die jetzigen Dampfturbinen auf 1/10 Größe ausgelegt, ohne Überschreiten der Schallgrenze, mit Überhitzung auf 1400 Grad und gleichzeitig Nutzung der Abwärme zur Hausbeheizung, statt der Alibifunktion in Treib"häusern". Der CO2-Ausstoß geht dann auf die Hälfte zurück und mein Saxo stößt pro km nur noch 70 Gramm CO2 statt jetzt noch 165 Gramm aus. Klar, mit Brennwertnutzung und ausgiebiger Nasswäsche, ohne Staub, SO2 und NOx, letzteres muss dann allerdings mit Ammoniakbeimischung im Abgas beseitigt werden (SCR=selektive katalytische Reduzierung von NOx).
Kraftwerksbetreiber hüten ihre Monopolrechte und rühren möglichst nichts an. Meint Herr Gabriel und meint, sich mit konservativem Gehabe bei diesen beliebt zu machen.
Etliche meiner Verbindungsbrüder leiten das RWE und sind solchen Fragen gegenüber sehr aufgeschlossen. Aber niemand wagt, diese anzusprechen. Sie sind bestens unterrichtet, was im Argen liegt. Man kann mit ihnen reden, auch, wenn sie der CDU nahestehen.
Ja, das ist Politik, und Deutsche fürchten sich immer noch vor den vermeintlich Mächtigen.

von BerndSchlueter - am 06.02.2016 08:20
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