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Bernd Schlueter, Twiker76, EVplus, Manfred aus ObB, Hotzi-47, el El, omitreligion, R.M

KWK Wochenende Dachs

Startbeitrag von Twiker76 am 21.03.2016 11:11

Hallo Zusammen,

gestern war ich bei dem KWK Wochenende in der Nähe. Durfte auch die Mia mit Strom vom Dachs kostenlos aufladen. Vielen Dank dafür.

1. Es gibt Neuerungen im Bereich Gesetz: Beispielsweise gibt es den Bonus nicht mehr über die Zeit (bisher 10 Jahre) sondern über die Betriebsstunden jetzt 60 000.

2. InnoGen Mit Erdgas Brennstoffzelle steht kurz vor der Markteinführung und eignet sich spez. für Einfamilienhäuser.

3. Neue Kfw Fördermöglichkeiten.

Unsere Gastherme (Brennwerttechnik:rolleyes:) ist schon 17 Jahre alt. Gas wird immer teuerer. E-Mobil und E-Fahrrad stehen im Hof...
Ich bin gerade dran und hole mir Angebote ein.

Erfahrungen ? Andere Hersteller ?

Ihr wisst das ist das 3. Standbein der "Erneuerbaren" als sogenannte Grundlast. Und immer daran denken: Global und lokal handeln...

Antworten:

Hallo,

meine Frage: gibt es denn mittlerweile erschwingliche BHKW für unter 10.000 Euro?

Ich hatte in 2009 meine Ölheizung erneuert und wollte damals nicht die sehr teueren BHKWs kaufen, die waren alle über 20.000 Euro Anschaffungspreis.

Wenn man sein Haus als energetisch als Inselanlage konzipiert, hat man irgendwelche Auflagen? Oder kann man dann einbauen an solar und BHKW wonach einem ist?

Überschüssiger Strom wenn der Hausakku voll ist wird einfach verheizt, z.B. im Betrieb von Wärmepumpen oder dergleichen. Hätte keine Lust mich vom Gesetzgeber gängeln zu lassen mit knebelnden Auflagen.


Gruß, Dragan

von omitreligion - am 21.03.2016 17:38
Dragan, das ist ja eigentlich mein Hauptthema, seit ich mich gegen die Kernenergie entschieden hatte.
Also, für das Thema bin ich immer zu haben. Das Wärmepumpengeschäft hat mir die Energielobby kaputt gemacht. Aber zusammen mit KWK ist das immer noch ein Thema. Du erinnerst Dich, dass ich immer ein herausnehmbares Stromaggregat mit 15 kW Leistung ins Elektroauto stellen will, wenn es mal weiter gehen soll. Sonst steht es in der Garage und heizt das Haus mit.
Lohnt sich unter deutscher Gesetzgebung nicht. Twiker kennt sich da aus und kann uns wahrscheinlich vom Bochumer Treffen berichten. Nächstes mal bin ich, wenn mich mein Saxo nicht wieder verlässt, dabei. Wir sind dann mehrere Elektrofahrer dort.
Gebrauchte BHKWs gibt es zum erschwinglichen Preis. Sofern sie noch einige Zeit durchhalten, kann man damit im Sommer Wasser erwärmen und das Elektroauto betanken. Ich habe schon mit einem Freund zusammen einen "Universalregler" gebaut, programmierbar, mit dem wir die Lader von Elektroautos in der Ladeleistung regeln können, sodass wir überschüssigen BHKW-Strom in der Autobatterie versenken können. Das war mit Sicherheit auch Thema beim Bochumer Treffen, an dem vermutlich Twiker teilnahm. Schade, ich konnte nicht teilnehmen, musste zum Seebegräbnis in Den Haag. Kein Cityel, sondern eine Urne, obwohl es standesgemäß für einen echten Cityelfahrer wäre. Die Pharaonen nahmen schließlich auch ihr Lieblingskamel mit in die Unterwelt.

von Bernd Schlueter - am 21.03.2016 20:14
Zitat
Twiker76

Unsere Gastherme (Brennwerttechnik:rolleyes:) ist schon 17 Jahre alt....


Das ist ja auch Teil des Problems: Schon 17 Jahre. 17 Jahre ist doch kein Alter, wenn man bedenkt, wie viel so eine Heizungsanlage kostet! Doch das wird offenbar einfach so akzeptiert! Das Zeug muß länger halten. Ich hab eine selbstgebaute Wärmepumpe, die hat bewegliche Teile, steht unter hohem Druck. Wenn die mal nach 10 Jahren verreckt hat sie sich 5x abbezahlt und keinerlei Wartungskosten verursacht. Hält sie noch länger? Klasse, bin für jedes Jahr dankbar! Aber was verbrennendes? Die Dinger sind zu kompliziert aufgebaut, brauchen ständig Service, wehe man ist da nachlässig. Zahlt sich das auf Dauer aus? Rechnet sich das? Hab hier auch noch einen Allesbrennerkessel stehen, der ist nun 42 Jahre alt. Wenn ich genug Holz beisammen hab, dann läuft er, und wenn er vorher 3 Jahre lang nur gestanden ist. Schön ist er nicht mehr, doch ein neuer wär auch nicht besser - und würde kaum mehr so lange halten.

Wie lange läuft ein Dachs und was muß in dieser Zeit alles dran gemacht werden? Wie oft steckt man den Kaufpreis in Form von Wartungskosten in 20 Jahren da rein? Aus den Autos wollen wir ihn raus haben, aber ins Haus stellen wir uns den Verbrenner dann doch? mMn besser Solarthermie, Photovoltaik, da ist nicht viel dran, was hin werden kann.

von el El - am 22.03.2016 04:14
Der Unterschied warum im Haus und nicht im Auto ist der Wirkungsgrad.

Aber das neue ist eben jetzt die Brennstoffzelle als InoGenDachs der kurz vor der Einführung nach Feldversuchen steht...soll wohl deutlich unter 20000 kosten aber unter 10000 ?

In Japan sollen ca.100 000 Dachs an den Wohnhäusern hängen...

Klar ist das Gas Brenngerät unter 6000 zu haben sind...

Klar ist die mehr als 3 fache Investition...Die Frage ist woher kommt das ?
Erinnert mich an die E-Mobile und deren Diskussionen...

Ist es nicht Zeit damit zu beginnen ?

Wer weiß was über die Finanzierungsmöglichkeiten (KWK Bonus und Kfw Förderung)

Ich denke man muss vorsorgen... Man kann seine "Altersvorsorge" oder besser in die Zukunft eben in viele Dinge investieren...wenn ich dann höre das eine private Altersvorsorge kaum noch Zinsen abwirft und am Ende hohe abzügen und Steuern drohen sucht man doch nach alternativen...

Selberbauen ?
Dazu habe ich nicht die Zeit... und vermutlich auch trotzdem nicht das Geld...zumindest nicht auf einmal...

sg
Bei

von Twiker76 - am 22.03.2016 07:20
Ich meine, wir sollten noch nicht beginnen. Wenn die Regierung nicht will, dann nutzen auch deren leere Versprechungen nichts.
Von Oscar Perdok erfuhr ich gerade, dass das Bochumer Treffen mehr im geschlossenen Kreis stattfand. Nichts von wegen open source, wie wir es beabsichtigten. Es geht ums Geldverdienen. Jeder behält seine Geheimnisse für sich.
In solch einem Kreis ist jemand, der die Ideen hat und laut weitererzählt, nicht willkommen.

Trotzdem, wenn man seinen Verbrennermotor zu Hause stehen lässt, mit Gas betreibt , das Haus heizt und das Auto lädt, ist das eine höchst sinnvolle Sache. Auf Förderung sollten wir verzichten, das ist der falsche Weg. Die BHKWs, deren Förderung nach 10 Jahren abgelaufen ist, kommen preislich in einen Bereich, in dem es beginnt, interessant zu werden.

von Bernd Schlueter - am 22.03.2016 11:00
Offensichtlich sind die BHKWs in Japan schon günstiger oder werden vom Staat gefordert...
Bei uns sollen es 33 000 Dachs Hausbesitzer sein...
Geht in Richtung 2017 bis man die Brennstoffzelle InoGen bekommt...

von Twiker76 - am 22.03.2016 12:42
Ein halbwegs gut isoliertes EFH kommt nach meiner Ansicht auf zu geringe Betriebsstunden p.a.

Punkte die man bei der Brennstoffzelle auch bedenken sollte sind :

Wartungskosten
das Erdgas muss gereinigt werden ( Entfernung des H2S ) und entsprechende Kosten für das Wechseln des Filters.
Derzeit noch geringe Zyklenfestigkeit ( hoch/ runterfahren der Brennstoffzellen )

Im Sommer/ Übergangszeit kann man die Wärmeenergie gar nicht sinnvoll verbrauchen, es sei denn man hat Sondersituationen mit extrem hohem Wärmebedarf.
Geringe Energieausbeute / Wirkungsgrad . Verhältnis qbm Erdgas und daraus gewonnene Wärmemenge zur ewonnenen elektrische Energiemenge. 1qbm Ergas = ca. 10kWh daraus werden in einer Erdgas-Brennstoffzelle ca. 2,3 kWh elektrische Energie und ca. 6,6 kWh Wärmeenergie gewonnen. Der Rest " verpufft ". Wohingegen eine Brennwerttherme die vollen 10kWh Wärmenergie aus einem qbm Erdgas herausholt.

Da muss man aufpassen , dass man sich nicht mit Milchmädchenrechnungen die kWk mittels Erdas-Brennstoffzelle allzu schön rechnet.

Auch kann man den mit einer 1kW el. Leistung produzierten Strom in einem EFH kaum sinnvoll selbst verbrauchen. Auch die Ladung eines Elektroautos ( Tesla/ ZOE/ Smart ) ist mit nur 230V/6A recht verlustbehaftet.

Es sei denn man investiert in einen weiteren Akkuspeicher mit ca. 10- 20kWh Kapazität.
Wobei die "Transferkosten" und Verluste pro kWh elektrischer Energie auch berücksichtigt werden müssen.

Würden wir in einem Land mit instablilem Netz leben oder noch höheren Kosten für elektrische Energie haben, würde sich die ganze Sache natürlich günstiger für den Einsatz einer Brennstoffzelle darstellen.

Aber da ist man evtl. mit einer PV Anlage wirtschaftlicher dran.

von EVplus - am 25.03.2016 18:11
Wenn man einen preiswerten, gebrauchten Fahrzeugmotor auf Gas umbaut und damit nur sein Elektrofahrzeug lädt, rentiert sich dieses schon. wenn man 10.000km jährlich fährt, entspricht das einer Laufzeit von ca 300 Stunden, wenn es sich um einen Dachs handelt. Der Dachs hält viel länger und ein Motor aus einem Verbrenner hat mehr Leistung und muss vielleicht nur 100 Stunden laufen.
Gleichzeitig wird das Haus voll mit Wärme versorgt.
Hausgeräte damit zu betreiben, lohnt sich nur selten.
Gut passt im Sommer, wenn nicht geheizt wird, eine Solaranlage.
Nein, das ganze Gedöns mit KWK-Gesetz lohnt nicht, auf Förderungen sollten wir mit Rücksicht auf unsere Mitmenschen verzichten. Die zahlen sonst die Rechnung.

von Bernd Schlueter - am 25.03.2016 18:33
Wenn ich im Jahr 10.000km elektrisch fahre benötige ich dazu etwa 2000 kWh elektrischer Energie. ( 20kWh pro 100 km ) 2000 kWH bei Naturstrom kosten derzeit 535 Euro.

Lohnt sich dafür der Aufwand eine KWK zu installieren und zu betreiben ? Zwei Abgassysteme = 2 × Schornsteinfegerprüfkosten, wenn dann noch den Aufwand für die zusätzliche Steuererklärung dazurechne muss ich eine ganze Menge Geld mitbringen.

Ich kann das zwar als " Hobby" betreiben, aber dann ist es vielleicht besser die jährliche Fahrleistung mit dem EV noch weiter zu reduzieren und z.B. das ( muskelbetriebene ) Fahrrad zu benutzen.

von EVplus - am 25.03.2016 18:47
Hallo

Welche Steuererklärung, alles was ich inzwischen dazu baue wird nicht mehr eingespeist, lieber wird mit dem Überschuss Wasser oder die Umwelt geheizt.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.03.2016 21:52
Das Argument mit den zu geringen Betriebsstunden gilt nicht mehr für die Brennstoffzellenversion
Die kann modular auf 250 W elektrische Leistung runtergeregelt werden, dann hat man noch eine "Abwärme" von unter 2 KW
Selbst in einem guten Mehrfamilienhaus (6 Whg, 1 Friseur) liegt der Wärmebedarf bei ca. 100 m³ und Gemeinschaftsstrom (inkl. Heizungspumpen) bei 900 Kwh pro Jahr.
Die Mieter dürfen wohl den Strom eines BHKWs rechtlich nicht verbrauchen...

von Twiker76 - am 26.03.2016 11:28
Zitat
Twiker76
Das Argument mit den zu geringen Betriebsstunden gilt nicht mehr für die Brennstoffzellenversion
Die kann modular auf 250 W elektrische Leistung runtergeregelt werden, dann hat man noch eine "Abwärme" von unter 2 KW ...


Naj , wenn Du meinst...... habe so ein "Dingens" mit 0, 5 bis 1kW el. Leistung im Heizungsraum stehen mit vier Wärmemengenzählern an allen wichtigen Punkten... der erzeugte Strom wird wegen diverser Gegebenheiten ( leider ) volleingespeist.

Hier mal ein screenshot meines Stromverbrauchs von gestern ( ohne die Brennstoffzellenerzeugung) mit Ladung des PHEV.....wobei der Grossteil des Ruhestromverbrauchs von dem ganzen Internet-und Netzwerkgedöns stammt.

Der Ruhestromverbrauch ist die blaue Linie am unteren Bildrand und beträgt derzeit 82W. Der grosse graue Block ist die Ladung des PHEV mit 2, 7 kWh. Da bräuchte ich auch bei 250W einen elektrischen Pufferspeicher. Und nur um etwas Warmwasser zu erzeugen den 800L Wasserpufferspeicher zu betreiben ( auf Temperatur zu halten ).... na ja.....

[attachment 1784 Screenshot_2016-03-25-19-27-55.png]

von EVplus - am 26.03.2016 13:25
Zitat
Twiker76
9
Das Argument mit den zu geringen Betriebsstunden gilt nicht mehr für die Brennstoffzellenversion


Das ist ja aus der Steinzeit der Elektroversorgung, also so ein angebliches Argument,
was wohl so aus der Zeit Weltkraftkonferenz in Berlin Anno 1930
[dingler.culture.hu-berlin.de]

Da gab's noch Grundlaststrom, der ist heut rein von der Kostendeckung Mausdreckdaud

Derzeit kost Grundlaststrom unter 3 ¢ die kWh und man ist bemüht Grundlastkraftwerke durch
KWK zu ersetzen, ein Beispiel dazu gibts derzeit in Kiel 20 Motoren a 9,5 Dingsda na was wars Genau MW
also ein Kraftwerk von 190 MW elektrisch Leistung in 5% Schritten modulierbar
[w3.windmesse.de]
Kiel deshalb da stehen genug Windräder in der Landschaft, bläst Wind stehen die Jenbacher geht Sturm wird
sogar Strom zum heizen der Fernwärme verwendet, stehen die Windräder sind die 920 Flextra
in 5 Minuten am Netz ( ist etwas lang, aber halt Stand der Technik ) das ist KWK mit Zukunft, weil fast
50% elektrischer Wirkungsgrad alles andere ist einfach von Vorgestern auch wenn Brennstoffzelle
draufsteht, da Kaufmännisch besonders weil der ICHWILLHABEN Zuschlag drauf.

Aus den Weiten des WWW [www.eti-brandenburg.de]
[attachment 1788 BHKWOschatzEnEV.png]

Die blaue Linie ist in Etwa das Dachs-Brennstoffzellenalibi, nur das des Dachsding nur 700 Watt
bringt also von Spitzenbedarfsabdeckung wie in diesen Bild


( wobei die Stelle hinterm Komma eine seeeeehr hohe Regelfähigkeit verlangt )

garnicht die Absicht, da der Kunde kein Gerät zur Wirtschaftlichkeit bekommt, sondern fürs Ego, das ist eben den Meisten besonders viel Wert :rolleyes:

Das Dachs(aus Japan)gerät im Bild


Bildquelle:[www.bhkw-infozentrum.de]

Also zu klein zum Strom machen und um Wärme zu liefern auch, geht alles nur wenn sich wie im richtigen
Leben, die ohne den großen Auftritt ich bin der neue Superstar ( angeblich bezüglich des Wirkungsgrades )
sich um den profanen Rest Kümmern, man kann ja als Superstar nicht alles machen, es genügt doch wenn man für die Kosten sorgt :mad:

Dazu noch was von Prof. Oschatz ( erstes Bild grüne Linie die Brennstoffzelle mit 56% el. Wirkungsgrad und total
daneben was die Regelfähigkeit betrifft ) mit etlichen Details zu den Thema ( von wegen Modulierbar )

[www.bluegen.de]

Da ist auf Seite 9 eine
Tabelle 3:Mittlerer elektrischer η el und thermischer η th Wirkungsgrad der BlueGen
Brennstoffzelle über die Nutzungsdauer in Abhängigkeit der Rücklauftemperatur


Schaut man sich die Tabelle an ist die Brennstoffzelle im Nachtgrundlastbereich, mehr als Grottenschlecht
und das nicht nur Elektrisch sondern sogar noch Thermisch, aber die Zukunft ist eben Hightech als
Glaubensrichtung oder es gibt noch etliches zu tun, besonders politische Fehlvorgaben zu Korrigieren :-(

Ob dies allein den etlichen Irrglauben beseitigen kann :confused: so einfach sicher nicht, ein steiniger Weg
liegt da noch vor den Beteiligen und die Steine sind deutlich größer als Gallensteine.

von Manfred aus ObB - am 28.03.2016 10:59
Wie geschrieben, ich bin am Angebot einholen...

Man soll laut Hersteller bis nächstes Jahr warten...

Klar ist eine Entschwefelung mit drin...Wartungsintervall derzeit laut Aussage Hersteller 3 Jahre...
Langzeitservicevertrag 10 Jahre obligatorisch...

Das mit dem Wirkungsgrad und der Ausnutzung von Brennstoffzelle ggü Erdgasverbrennung versteh ich net...
Man nutzt die Brennstoffzelle um Strom zu erzeugen und der "Abfall" ist Wärme...
Ich denke auch das die Abgastemp. und damit die Abgasverluste bei einer Brennstoffzelle geringer ausfallen... Sonst würde ja kein Kunststoffrohr in den Kamin eingezogen werden können...

Das nächste: Der Pufferspeicher von 800 Liter ist klar zu groß für die Brennstoffzelle.
Ich denke für ein Einfamilienhaus ist die Brennstoffzelle gut weil bisher gab es eben nur den Stirling und der hat 1 KW ele. und ich denke um die 6 KW thermisch...und in der Regel sind die Speicher dann bei 300 Liter...
damit komme ich rechnerisch auf eine Auslastung von 70-80 %.

Die erzeugte Wärmeleistung kann selbst für ein Mehrfamilienhaus (6 Whg und 1 Friseur) zu groß sein wenn man folgende Annahme hat: Jahresstromverbrauch (Allgemeinstrom inkl. Heizungspumpen) 900 - 1000 KWh (es scheint steuerlich/ rechtliche Gründe zu geben den Strom nicht an die Mieter verkaufen zu können) Wärmebedarf ca. 100 m³ davon ist mit fast der Hälfte der Friseur beteiligt.
Also in einem kernsanierten Mehrfamilienhaus von 2001 lohnt sich nicht mal der kleinste Stirling !!!
Aber mit ner Brennstoffzelle ? Vielleicht ?
ich denke wir warten bis 2017 dann wird alles besser... dann kommt auch der Tesla 3 für unter 40 k Euro usw.
oder eben wie immer nur blablabla...

von Twiker76 - am 28.03.2016 11:07
Zitat
Twiker76

Man nutzt die Brennstoffzelle um Strom zu erzeugen und der "Abfall" ist Wärme...


Wenn man zur Falschen Zeit Strom macht, macht es keinen Sinn Strom zu machen


Zitat
Twiker76
Ich denke auch das die Abgastemp. und damit die Abgasverluste bei einer Brennstoffzelle geringer ausfallen... Sonst würde ja kein Kunststoffrohr in den Kamin eingezogen werden können...


Dies mag zwar schlüßig Klingen ist aber Falsch ( sieh letzter Link, letzter Beitrag ) die Auskopplung
von Wärme hat nix mit den Abgasleitungen zu tuen, da die Wärmetauscher ja vor den Abluftleitungen

Eine niedrige Nutzungstemperatur ( jenseits der Nutzbaren Wärem zur Stromerzeugung rund 250° )
hat nur zur Folge das herkömmliche Heizsysteme nicht Nutzbar und Wärme da von geringen Energieinhalt
nur Teuer zu Speichern, ein Temperatur von 90° zu Speichern macht mehr Sinn als 45°

Zitat
Twiker76
damit komme ich rechnerisch auf eine Auslastung von 70-80 %.


Und auf welche Kosten inklusive Brennstoffzelle :confused:

( und natürlich darf man den Mietern Strom verkaufen, nur ob die den dann auch Bezahlen,
kann dann schnell die Galle überlaufen laßen ( als Vermieter darfst Du nicht den Strom absperren
wie als Ewerk ) [www.bhkw-infothek.de] nur es ist mit der EEG-Umlage ( ja das leidige EEG ) ein mords gedöns, wenn nicht eine nun 40 jährige Altanlage )

Es geht Zukünftig, gerade teuren Stromeinkauf zu vermeiden und wenn Strom billig ( oder von der
PV ) Eigenverbrauch der KWK ( Pumpen, Warmhaltung und anderes Gedöns ) zu vermeiden, wenn
man den geförderten Solarstromspeicher dann Ganzjährig nutzen kann um so Besser bezüglich Kosten
und dem CO2 Fußabdruck, weil dann ein Akkuspeicher diesen Wert mehr als Halbiert :eek:

von Manfred aus ObB - am 28.03.2016 11:41
Man kann wahlweise einen 100PS-Diesel im Auto spazierenfahren oder einen 5,5kW-GasMotor in der Garage stehen haben. Bei großer Stückzahl kostet der Gasmotor vielleicht 1000 Euro, viel weniger als der 100PS-Diesel im Porsche und hält ewig. Wenn er läuft und das Elektroauto ernährt, wärmt er noch mit 12,5kW das Haus.Hat noch ein paar weitere Vorteile. Kostet keine Steuer und der Schornsteinfeger hat nichts zu tun. Die Nachbarn kommenim Winter auch gerne zum Tanken, aus Idealismus, und weil der Strom billiger ist.
Nein, das rechnet sich so schon.

von Bernd Schlueter - am 28.03.2016 22:36
Zitat
Twiker76
Unsere Gastherme (Brennwerttechnik:rolleyes:) ist schon 17 Jahre alt. Gas wird immer teuerer. E-Mobil und E-Fahrrad stehen im Hof...... und "(6 Whg und 1 Friseur) ..Jahresstromverbrauch (Allgemeinstrom inkl. Heizungspumpen) 900 - 1000 KWh"


Hallo Twiker76,

17 Jahre jung:
Habe gerade auch versucht, Angebote einzuholen (Scherz) für die Reparatur meiner Wärmepumpe. Ist zwar nur für Warmwasser, mit 300l Speicher, läuft aber das ganze Jahr, weil das Warmwassersystem von der Hausheizung entkoppelt ist. Grund: Ich kühle einen Vorratsraum und daraus mein Warmwasser. Kurz: das hat sich bewährt bis auf eines: Nach 33 Jahren etwas kaputt, nämlich der Lüfter. Eigentliches Kälteaggregat läuft noch super, über Zeitschaltuhr nur Nachts. Reparatur/Erneuerung des Lüfters hat der Klempner, der das Gerät 1983 installiert hatte, abgelehnt, denn die Fa. Blomberg gibt es nicht mehr, daher auch keine Ersatzteile. Na ja, als Mechaniker und E-Ing. kann ich mir helfen, das Ding läuft schon wieder mit kleinen externen Lüftern außen am Gitter aufgehängt.
Also nur Mut mit Deinen 17 Jahre alte Geräten. Könnte noch gut sein für weitere 17 Jahre.
Ähnlich wie ein Teil meiner Solarmodule, die nach 30 Jahren noch Nennwerte brachten bei Strom und Spannung. Nachgemessen! (Motorola Module Baujahr 1979 oder 1980, vorne Glas, im Edelstahlrahmen).

Frage: .. zu 6 Wohnungen und 900 bis 1000 kWh Allgemeinstrom inkl. Heizungspumpen: Stimmt das? Ich hätte eher 9.000 bis 10.000 kWh p.a. geschätzt, und das wäre bei 6 Wohnungen schon wenig. Oder meintest Du 1.000 kWh pro Wohnung? Oder wie ist Dein so niedrig angegebener Wert zu erklären? Allgmeinstrom für was alles?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 29.03.2016 08:27
Die Wärmepumpe passt nicht mehr so gut, wenn man ein BHKW besitzt. Das erzeugt Wärme im hohen Temperaturbereich, da kommt eine Wärmepumpe gar nicht dran, außer, die nimmt den ganzen Strom des BHKW auf. So etwas habe ich hier und möchte ich installieren. Die Autoladung kann das,mit Zusatzladern. Die ganzen Auflagen, die man bei einer staatlichen Förderung bekommt, muss man nicht erfüllen. Ist halt ein Notstromaggregat, ohne jede Förderung und Umlage. Läuft ja auch nur selten, spart aber viel Energie, auch geldlich, ein.
Laufzeit: dreimal so lang, wie man Elektroauto fährt (Dachsgröße).

von Bernd Schlueter - am 29.03.2016 12:46
Zitat
Bernd Schlueter
.... ohne jede Förderung und Umlage. ........


Das sind die Träume einer alten entschwunden Freiheit weil ja angeblich dies eine Demokratie :rolleyes:

Die Realität in diesem Land wo die Geschäftsmodelle blühen

[www.zeit.de]

Leseprobe daraus:

Zitat
Fritz Vorholz
Bürgernähe! In der Debatte um die Energiewende ist das eine beliebte Forderung.
Auch Sigmar Gabriel, der Vizekanzler und SPD-Vorsitzende macht sich dafür stark. Als Bundeswirtschaftsminister ist er für das Vorhaben politisch verantwortlich. Die Energiewende sei ein "Gemeinschaftsprojekt", lässt er auf der Website seines Ministeriums verkünden. Von einer "neuen Dialogkultur" ist da die Rede. Die Bürger forderten zunehmend Information und Beteiligung in ihrem "unmittelbaren Lebensumfeld".

Oft genug ist das ein frommer Wunsch – und geht es nach Gabriel, dann wird das vorerst auch so bleiben.

Das unmittelbare Lebensumfeld aller Bürger sind Städte und Gemeinden. Wollen die aber nach der Devise "Energiewende vor Ort" mitmischen und beispielsweise selbst die örtlichen Strom- oder Gasnetze betreiben, dann landen sie inzwischen fast regelmäßig vor Gericht. Das Bundeskartellamt, die Rechtsprechung und eine 2011 unter der Regie von Gabriels Amtsvorgänger Philipp Rösler (FDP) erfolgte Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes haben ihnen das beschert. Der Deutsche Städtetag und andere kommunale Spitzenverbände sehen dadurch das im Grundgesetz garantierte Recht auf kommunale Selbstverwaltung ausgehöhlt.


Das Ministerium unter Gabriel will den Smart Meter, als den Gläseren Bürger unter dem Vorwand
alles für die Energiewende, Pustekuchen für die Energiewende braucht man keinen Smart Meter
( der macht weder Strom noch spart er welchen ) sondern effiziente dezentrale Zellen aber die will
keiner der Geschäftemacher und so wird das Nix mit der KWK

[kwkkommt.de][blogList][showUid]=18&tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2016&tx_t3blog_pi1[blogList][month]=01&tx_t3blog_pi1[blogList][day]=25&cHash=dc08c488319d8f43afd25e0c4e2e227e
( Link geht nicht automatisch, wenn Interesse ganze Zeile Kopieren und selber in einsetzen zum aufrufen der Seite
Leider noch Komplizierter die ersten beiden [ eckigen Klammern ] entfernen )


von Manfred aus ObB - am 30.03.2016 06:31

Ich möchte unseren alten Hjalmar Schacht wieder haben

Beim Hjalmar-Teufel wusste man, wo man dran war. Auf den Beelzebuben fallen aber noch zu viele herein, weil sie annehmen, dass er doch ihr Erzengel ist. Früher erkannte man den Teufel am erhobenen Arm und wusste dann wenigstens noch, wo der Feind steht. Wir blechen immer mehr für die gelogene Energiewende, und was passiert? Es wird immer mehr CO2 ausgestoßen und Elektronen in falsche Kleider gesteckt. 3 Cent kostet jetzt nur noch die Kilowattstunde. Die Differenz zu 26,5 Cent stecken die Freunde des Erzengels und unser Staat ein. Die 66 Cent/W Zollgrenze für Solarzellen würgen die alternative Energie ab. Bei uns machen die Solarzellenfabriken dicht und in China erst recht. Das könnte man anders regeln. 100 Watt Solarzellen könnten 35 Euro kosten, an Rohstoff besteht keinerlei Mangel. Ein Jahr hat 1500 Sonnenstunden plus Zeiten mit diffusem Licht. Also erntet die 35Euro teure Solarzelle im Jahr ca. 200kWh. Könnten wir diese ohne die 23,5 Cent/kWh Geldraub über das Netz verteilen, wären diese 53 Euro wert. Der Strompreis würde sehr stark sinken, auf 10 Cent bei Sonnenschein. Völlig schadstofflos und ohne jede Subvention. Dazu zu 100% dezentral. Wie kann man angesichts dieses Energieparadieses noch diese Politik betreiben?
Übrigens, die Sonnenscheindauer steigt ganz erheblich, solange wir die Kohlenkraftwerke abstellen und elektrisch fahren.

von Bernd Schlueter - am 30.03.2016 18:17
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