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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
inoculator, Richard, omitreligion, Bernd Schlueter, el El, Bernd Rische

Umfrage: Warum Mitglied in einem E-Mobil-Verein

Startbeitrag von Bernd Rische am 30.03.2016 22:15

Hallöchen,

da ich in mehreren E-Mobil-Vereine mit den unterschiedlichsten Aufgabengebieten die unter Neu-Mitgliedermangel leiden tätig bin, würde ich gerne mal ein Umfrage starten.
Ich würde mich freuen wenn Ihr mal schreiben würdet unter welchen Vorraussetzungen ihr euch vorstellen könntet in ein E-Mobil-Verein einzutreten oder zu unterstützen.
Was erwartet ihr von einem Verein bzw. was soll er bieten? :confused:
Sind es z.B. die geselligen Vereinsabende, Unterstützung bei Basteleien am Fahrzeug und Zubehör oder organisierte gemeinsame Ausfahrten.... :cheers:

Antworten:

Bin schon in diversen säkularen Vereinen (Humanistische Union, Giordano-Bruno-Stiftung, Humanistischer Verband Deutschlands) Mitglied. Daher bleibt für das Engagement in einem E-Mobilverein nicht wirklich viel Aufmerksamkeit übrig.

Daher ist das Fahren von E-Autos und die vielen Gespräche auf der Straße mit Interessierten mein Beitrag zur Energiewende.

Die vielen Gespräche kommen dadurch zustande dass ich E-Autos fahre denen man ihren Exotenstatus auch ansieht wie z.B.:

Twike (Rosenthal, Hessen)
Volta Camionette (SEER France)
Tazzari Zero (Imola Italien)

Ein Bekannter von mir fährt einen Peugeot 106 E-Variante und fällt damit garnicht auf.

Mir ist es als Twike-Fahrer schon passiert dass mir jemand über Kilometer mit dem PKW gefolgt ist nur um mich zu fragen was das für ein Gefährt sei.

Beim Tazzari verfallen die Leute regelmässig in spontane Begeisterung wegen des knuffigen Designs und sprechen mich auf Parkplätzen bei Supermärkten am häufigsten darauf an.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 31.03.2016 06:11
Hi Bernd.
Gute Fragestellung!!

Ein Verein hat nach meinem Verständnis die Aufgabe, ein gemeinsames Interesse der Mitglieder zu fördern und zu fordern.
Für die E-Mobilität muss man aktuell -glaube ich; in zwei Kategorien teilen:

1. die Nostalgiker (da gehöre ich zu)
Hier liegt das Interesse mehr in der Geschichte über die Entstehung der E-Fahrzeuge und deren aktiver Erhalt.
Damit muss ein Verein dieses auch aktiv stützen können. Da kommt man dann schnell mal in den Besitz einer Werkstatt, mit Drehbank, Oberkopffräse und Co.
Natürlich wären die Mitgliedsbeiträge da auch angemessen, so daß dieser "Maschinenpark" auch unterhalten werden kann.

2. Die "Ich-Setz-mich-rein-und-fahre" Mobilisten.
Die wohl "moderneren Menschen, die sich einen Tesla oder einen i8 leisten und einfach an dem elektrischen Fahren Spaß haben und die Zukunft darin sehen.
Meistens sehr engagierte Menschen, wenn es um Fortentwicklung und politische Dinge geht.
Weniger "Ich erhalte das Alte" als mehr die "Ich will das neuste IPhone haben" Menschen.
Soll nicht negativ bewerten. Ist nur um die Intentionen und Lebenslagen besser darzustellen.
Hier sind die Anforderungen mehr im Bereich "Politische Lobbyarbeit"; Kongress; Treffen; zur Schaustellen etc....

Die Problematik aus meiner persönlichen Sicht, ist die Verstreutheit der Fahrer in "meiner Kathegorie". Da lohnt es sich kaum, einem Verein in Aachen oder Dortmund beizutreten. Der müsste schon im Umkreis von 10 bis 15km ansässig sein, um halt auch mal -wie ganz aktuell heute Morgen; eine Welle aufschweißen und abdrehen zu können -sozusagen zwischen Frühstück und Arbeit ;-)

Tja.. keine Ahnung, ob Dich das weiterbringt... just my2Cents.

Gruss
Carsten

von inoculator - am 31.03.2016 12:00
Ich heiße nicht Meier und meine, Ralfs Forum ist einfach ideal für Vereinsmeierei, da kann man sich ziemlich offen austauschen. Da ich aufgegeben habe, eine Elektronikfirma aufzumachen, unterstütze ich auch alles, was mit open source zu tun hat. Das heißt, wer nicht gerade vom Geld der anderen Elektroautofahrer leben muss, kann seine Erkenntnisse und Ratschläge ohne Gewinnabsicht kundtun. Denn eine Absicht verfolgen wir alle: wir wollen die Welt verändern und wieder lebenswert machen. Ich habe die meiste Zeit inmitten des unerträglchen Kölner Verkehrslärms gelebt und weiß, wie ich mir eine schönere Welt vorstelle. Ich weiß, damit stehe ich nicht alleine und in Köln hat es sehr gute Ansätze gegeben, die fast alle nicht verwirklicht wurden. Haben wir erst einmal wieder eine gute Elektroindustrie, können wir das alles nachholen. Die wichtigste Errungenschaft sind die Alkalibatterien mit Lithium und Natrium.
Wir stehen für einen immer größer werdenden Kreis offen. Nein, wir brauchen keine Loge. Offene Stammtische genügen.
Nicht schlecht wäre eine Verbindung nach China, um auf die dortige Produktion von Elektroautos Einfluss nehmen zu können. Zwar Konkurrenz, aber wichtiger ist, dass die Welt, und vor allem China, weiter kommen. Japaner sind Vereinsmeier, die geben nichts nach außen, wie ich aus meinen Programmiererfahrungen weiß.

von Bernd Schlueter - am 31.03.2016 12:08
Jetzt muss ich Deinem viel beschworenen "Wir" doch einmal offen widersprechen. Ich kenne mehrere auch Forums- stammtischaktive Elektrofahrer, die die Sache mehr aus Faszination für Neues und Elektrische Dinge im Allgemeinen Betreiben. Einer wird sogar ausgesprochen fuchtig, wenn er wegen seiner beiden Elektros in die Öko und Weltverbessererecke gesteckt wird. Selber wandele ich wohl auch auf eher auf der Grenze zwischen diesen zwei Welten, als dass ich ausschließlich am ökologischen Aspekt interessiert wäre. Das Wir besteht wohl doch eher in einer kleineren Schnittmenge, als postuliert. Und da sind wir bei dem Punkt, warum ich Vereinen fern bleibe und warum ich mich hier zu einem Kommentar gedrängt fühlte. In den Vereinen, in denen ich war, gab es immer ein paar Leute, die Ihre (natürlich einzig richtige) Sicht der Dinge unter dem Deckmantel der Vereinsarbeit öffentlich und Lautstark verbreitet haben. Die rufen "Wir wollen.." und meinen "Ich will...". Das möchte ich nicht. Dann doch lieber wie Bei Otto: Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister, bitte formulieren Sie die nächste Kriegserklärung doch wie Folgt. Anstatt "Deutschland erklärt Ihnen den Krieg" schreiben Sie bitte, "Deutschland außer Richard erklärt...".
Deshalb bleibe ich lieber beim ungebundenen offenen Austausch.

ein dreifach Hoch auf Gemeinsamkeiten UND Unterschiede

von Richard - am 31.03.2016 14:30
Also Emobilisten in natura sehen, sowas fände ich schon nett. Aber halt nur mit Fahrzeugen bis naja, BJ 2000 oder so. Da hab ich im weiteren Umkreis den Christian. Hab aber offen gesagt keine Lust zB mit Teslafahrern zu quatschen, bis auf einen Zweizeiler kommt da kein erbauliches Gespräch raus. Das sind andere Welten mit gänzlich anderer Vision als meiner von der Emobilität.

von el El - am 31.03.2016 16:25
Bezogen auf das "wir" : !_FULLACK_!

Bezogen auf die "Wir" sagen, "ich" meinen: !_FULLACK_!

Bezogen auf "Ungebunden und offen":
Muss ich denn, wenn ich einem Verein angehöre nicht mehr offen sein?
Muss ich mich als "gebunden" bezeichnen, nur weil ich einem Verein angehöre?

Ich glaube, daß sich das nicht gegenseitig ausschließt.

Vereine können eine große Kraft haben, wenn die Mitglieder sich gegenseitig treu bleiben und eben keiner das "ich" zu einem "wir" macht.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 01.04.2016 09:04
Vereine sprechen im Namen ihrer Mitglider. Ein großer Automobilclub spricht nicht mehr in meinem Namen. Ein paar andere Lobbyisten inzwischen auch nicht mehr. Die drohen jetzt alle nur noch mit n-1 angeblich gleichgesinnten Mitgliedern.

von Richard - am 01.04.2016 09:53
Das ist dann ja ein legitimes Mittel, einem Verein nicht anzugehören.

Aktuell bin ich in keinem Verein.
Es gibt niemanden, der das Recht hat, für mich zu sprechen -mit Ausnahme meiner Ehefrau in bestimmten Fällen.

Und selbst wenn ich in einem Verein wäre, so hätte dieser immer noch nicht zwingend das Recht, in meinem Namen zu sprechen [PUNKT].
Sollte er dieses machen, ohne mit mir Rücksprache genommen zu haben... -> siehe erster Satz ;-)

von inoculator - am 01.04.2016 10:00
Wenn es um die Entwicklung und Reparatur von Elektrofahrzeugen geht, dafür wäre ich schon zu begeistern. So, wenn man dazu eine eigene Werkstatt unterhalten würde. Solche Leute gibt es hier im Forum, aber die haben sich nur zum Teil zusammengetan.
Im Münsterland gibt es so einen Verein, der ist mir (noch) eine Idee zu weit.

von Bernd Schlueter - am 01.04.2016 14:00
ja, eine Werkstatt von privat für privat wäre toll

gruß, Dragan

von omitreligion - am 12.04.2016 05:48
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