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elweb Stammtisch
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
zepol, Hotzi-47, Bernd Schlueter, cschmelle, Manfred aus ObB, Twiker76, Matthias1705

Schwedische Erfindung

Startbeitrag von Matthias1705 am 19.04.2016 10:59

Fortbewegung für Minimalistenl.

[m.spiegel.de]

Antworten:

gibt es vom Prinzip her schon lange, siehe:
www.velomobilforum.de
Grüße
cschmelle

von cschmelle - am 20.04.2016 13:56
Nicht wirklich, den das Teil hat vier Räder und will eher autoartig sein. So ein wenig ein Low Level Twike. Ich finde das interessant, allerdings glaub ich nicht dass der kleine Akku die 70 kg plus Fahrer sonderlich weit transportiert. Und der kleine chinesische Motor ist schon von günstige Pedelecs bekannt.

von zepol - am 23.04.2016 22:40
Nicht wirklich, den das Teil hat vier Räder und will eher autoartig sein. So ein wenig ein Low Level Twike. Ich finde das interessant, allerdings glaub ich nicht dass der kleine Akku die 70 kg plus Fahrer sonderlich weit transportiert. Und der kleine chinesische Motor ist schon von günstige Pedelecs bekannt.
Aber doch eine schöne Idee, wenn das mal in Serie gehen sollte würde ich es gerne probefahren.

von zepol - am 23.04.2016 22:43
Ich halte den Ausbau eines Fahrrad- und Leichtfahrzeugnetzes für unumgänglich, wollen wir den wahnsinnigen Verkehr von den Straßen verbannen. Nur solche kleinen Fahrzeuge kann man gut in speziell dafür eingerichtete Züge verladen und für diese findet man genug Parkraum in Städten, dieim Innern für Verbrenner gesperrt sind. In Düsseldorf kann ich mit einem Fahrrad überhaupt nicht mehr auf die Straße wagen. Die Überlebenszeit auf der Straße beträgt heute nur einen kleinen Bruchteil der durchschnittlichen Lebenszeit eines Menschen. Es sind alles andere als wenige Stadtbewohner, die alleine mit solchen Fahrzeugen ausreichend mobil wären, ergänzt durch einen preiswerten öffentlichen Fernverkehr. Zudem gäbe es Millionen Arbeitsplätze für Dienstleistungen im lizenzfreien Transportwesen.
Massive Unterstützung bekämen wir aus China, das massenhaft solche Fahrzeuge für unter 1000 Euro liefern könnte. Bei einer Geschwindigkeit von 36km/h sind selbst große Städte in einer halben Stunde durchquert. Einspurige, 2,5 Meter schmale Leichtbaubrücken beseitigen die Staus in Kreuzungsbereichen.
Diesen Winter bin ich fast ausschließlich mit einer 60Watt- Sitzheizung gefahren, was sich als ausgesprochen ausreichend erwies. Preis: 14,50 Euro pro Sitzauflage plus 2 stufigem Wahlschalter.
In Härnösand, 400km nördlich von Stockholm, habe ich 1964 eine solche Zukunftsstadt kennen gelernt, in der alle möglichen Transportwege einschließlich automatisch bewegter Container eingeplant waren.
Mangels geeigneter, frostsicherer Batterien setzten sich diese nicht durch, auch, weil Tiere die Transportwege mitten durch die Häuser nutzten.
Leider sind solche zukunftweisenden Projekte ganz zum Erliegen gekommen. Die Straßen sind zum Jagdgebiet auf Menschen geworden mit einer denkbar schlechten und gesundheitsschädlichen Atemluft und einem Sinfoniekonzert von PS-Protzen, das nicht nur den Unwillen türkischer Präsidenten erregt. In der Türkei handelt man bereits, indem Elektromobilität breit gefördert wird.
Der Energieverbrauch solcher leichter, langsamer Fahrzeuge ist überhaupt nicht der Rede wert und man könnte sie kostenlos an jeder Laterne aufladen. Beim Umbau auf LEDs wird dort ohnehin eine überaus hohe elektrische Leistung frei, die man bei einer Ausgangsspannung bis zu 48 Volt und bis 10 Ampere konstantem Gleichstrom für die Versorgung des Leichtverkehrs kostenlos zur Verfügung stellen könnte. Kein Ladegerät ist mehr im Fahrzeug erforderlich! Im Übrigen würde ein einziges Sonnenpaneel auf dem Dach effektiv zur Energieversorgung beitragen.
Die Karosserie ist mit Sicherheit noch sehr verbesserungsfähig, wenn die Absatzzahlen erst einmal steigen.

von Bernd Schlueter - am 24.04.2016 02:56
Leider reicht ein Sonnenpanel auch für so ein Fahrzeug nicht aus.
Aber es ist schon erstaunlich wie viel man mit reiner Muskelkraft erreichen kann, (bezüglich Leistung und Reichweite) ohne das man dazu durchtrainiert sein muss.

von cschmelle - am 25.04.2016 07:53
Die Idee fand ich so gut dass ich das Projekt bei Indiegogo unterstützt habe. Wenn 50.000 zusammen kommen soll es das Teil als Kit in Serie geben. Knappe 46.000 hat er schon.

von zepol - am 02.05.2016 23:17
Oh, das wäre eine Idee, 50 Euro für die Verwirklichung zu spenden!
Wie wäre es, wer macht mit?

Einfach bei google "Podride" eingeben!

Podride


Crowdfunding


Technische Daten usw

Mikael Kjellman braucht in Schweden natürlich den Tretantrieb, um nicht auszukühlen. Den könnte man natürlich auch weglassen und stattdessen ein Kohlefaserheizkissen für 15 Euro mit 60/30 Watt Heizleistung auf das Sitzkissen legen. Da habe ich allerbeste Erfahrungen im Saxo mit gemacht. Die Kondensation auf den Scheiben muss man dann noch mit einem Fön beseitigen.
Mit einer 1kW-Batterie kommt man dann 100km weit.
Das heißt, mit Krefelder Braunkohlenstrom, 11 Gramm CO2 pro km. Wenn man in die Pedale tritt, sicherlich viel mehr. Bei 20% Muskelwirkungsgrad dürfte ich wohl das Gleiche ausatmen. Ernähre ich mich dabei noch von Rindfleisch, kommen noch Unmassen Lachgas und Methan hinzu mit einer viel höheren Klimaschädlichkeit. Warum? Die Viecher setzen die aufgenommenen Kohlenwasserstoffe nur zu ca 1/15 in Fleisch um und erzeugen zusätzlich die schlimmeren Treibhausgase.
Also, wer die Umwelt liebt, schiebt sein Podride oder Twike oder ernährt sich rein vegetarisch.

Rindfleischesser dürften im Podride in der Klimaschädlichkeit gleich mit meinem Diesel liegen, im Twike sehr viel schlimmer. Darum: wenn Fleisch, dann grundsätzlich Schweinefleisch (Futterverhältnis 7), Hühner liegen bei 5, Fische schon in der Nähe von 3. Allerdings alles rein regenerativ.

In meinen Diesel passt das Podride nur wegen der Höhe nicht (Überschlagbügel).

Mikael, wir kommen!

von Bernd Schlueter - am 03.05.2016 06:48
Velomobile hats echt schon viel gegeben,
angefangen hatte nach dem 2. Weltkrieg ganz privat Herr Fend in Regensburg mit einem ganz ähnlichen Motor- und Tretmobil. Da er bei Messerschmidt gearbeitet hatte, wurde dann der Messerschmidt Kabinenroller draus. Habe vor Jahren es so mal in einem Vortrag von ihm gehört.

Dann das HALF (Hallesches Leichtmobil), solar und Muskelkraft, als Zwei- und Viersitzer. Ist sogar auf vielen Solarmobil Rennen seinerzeit mitgefahren, also in Erlangen, Dortmund und so.

Dann das Alleweder, es gibt noch ein paar davon, wir haben im Verein in Erlangen noch eines ohne E-Antrieb rumhängen (tatsächlich an der Wand!). Aber jetzt wird dieses hier angeboten..

Oder Kollege Lohrmann aus Freiburg: Elektro-Leichtmobil.

Auch dieser hier war mal bei einer unserer Erlanger Touren dabei: 4-Seasons-Velo. Hier findet man auch links zu vielen ähnlichen Leichtmobil Projekten. Ein Spielwiese für Bastler, Konstrukteure, Schulen und Hochschulen und weitere Lernwillige und Experimentierfreudige.

.. und Schäffler in Herzogenaurach hat kürzlich ein recht schickes Bio-Hybrid Elektro Leichtmobil vorgestellt, also solar-elektrisch und getreten.

Mit anderen Worten: Sowas liegt sozusagen in der Luft. Viele basteln daran. Schaun wir mal. Kann so schwer nicht sein. Mit zwei Motoren hinten, einer rechts und einer links, z.B. die Bionix oder die von Go-Swissdrive. Könnten auch in den CityEl passen.

Nachtrag: hab ganz vergessen, den 1.st Light Electric Vehicle Summit in Barcelona am 20. und 21.9.2016 zu erwähnen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 03.05.2016 08:39
Die geeignete Kleidung für die offene Bauweise ist natürlich die Badehose. Wird man nass, hält man an, wringt die Hose aus und setzt mit unverminderter Freude die Fahrt fort.

von Bernd Schlueter - am 04.05.2016 22:35
Hallo Bernd,
gelten Deine Vorschläge für alle offenen Fahrzeuge, also auch für den Citroen Mehari, der die Tage ausgeliefert wird, und auch für die alten historischen Fahrzeuge, z.B. den Hotzenblitz? Na ja, so leicht sind die nicht wirklich, dass sie als LEM durchgehen.

Oder ist es gewichtsabhängig? Bis 400 kg Fahrzeuggewicht nur in kurzen Hosen zu fahren? Oh oh, dann wirds lustig im CityEl und TWIKE? Und wie sind die Kleidervorschriften für Damen?

Und ab 125 kg Fahrergewicht überhaupt nicht mehr zugelassen? Würde Sinn machen fürs Ultra-Leichtmobil. Wie ist das eigentlich bei Fahrrädern? Gibts da ähnliche Regelungen?

Und ab 70 Lebensjahren darf im Jogging Anzug gefahren werden. Oder im Golf-Outfit, z.B. auf den Elektroleichtfahrzeugen auf den Golfplätzen. Ca. 60.000 in Deutschland, doppelt so viel wie Elektroautos auf den Strassen.

Fragen über Fragen. Da hast Du was begonnen. Echt Stammtisch.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 05.05.2016 10:20
was soll das ? Twike schieben ? Wenn ich so wie heute mit 600 Wp Inselanlage Twike über Nacht kostenlos vollade ?

Da braucht es keine "schwedische Erfindung" gibt es schon. Und wenn ich wie schon geschrieben habe Twike um die 5 k erhältich sind warum so ne Mühe ?

Was denkt ihr denn was kost so ein Leichtfahrzeug ?

von Twiker76 - am 05.05.2016 21:30
ein neues Velomobil welches komplett aus Carbon ist und um die 24kg wiegt, kostet neu ca. 8k€, da ist dann aber kein Motor drin.
Günstige welche nicht aus CFK sind und schwerer aber mit Motor und Zulassung (45 Km/h) sind geringfügig günstiger.

von cschmelle - am 06.05.2016 06:34
Zitat
Twiker76
Wenn ich so wie heute mit 600 Wp Inselanlage Twike über Nacht kostenlos vollade ?


Welchen Turbinetyp hast Du an Deiner Wasserkraft :confused:

von Manfred aus ObB - am 06.05.2016 07:01
Zitat
Twiker76
Twike schieben ? Wenn ich so wie heute mit 600 Wp Inselanlage Twike über Nacht kostenlos vollade ?


Wo steht irgendwas von Schiebung? Habe ich jetzt gar nicht gefunden.

Und meine 5 kWp Anlage hat nachts noch niemals irgendwas geladen, weder Akkubohrmaschine noch Rasenmäher noch E-Fahrzeuge. Hast Du Zwischenspeicher?
Oder wie sieht die Anlage aus? Die Bezeichnung Wp wird üblicherweise für Photovoltaikanlagen benutzt. Wo kommt bei Dir nachts die Energie her? Was habe ich nicht verstanden?

Gruss, Roland
Wobei ein TWIKE zwar ein LEM ist, aber doch eher ein Auto als ein ultraleichtes Velomobil. Die sind in vieler Hinsicht eine andere Klasse unterhalb des TWIKE.

von Hotzi-47 - am 06.05.2016 09:37
Jetzt kann er loslegen, der Schwede. Die 50.000 hat er zusammen, jetzt ist zu hoffen, dass er den versprochenen Bausatz in Serie kriegt. Ich wäre interessiert, allerdings wird es schwer die angepeilten 2000 Euro hinzukriegen. Das Podride hat zwei Akkus, die zwar eher zur Billigvariante aus Schweden gehören, allerdings pro Stück bei mindestens 250 € liegen dürften.

Ich find an dem Projekt interessant, dass diese Idee doch was Neues ist. Absolut kein Velomobile, weil mehr auf Komfort und Autoartigkeit ausgelegt. Auch kein Twike, weil viel einfacher, langsamer, dafür aber hoffentlich günstiger.
Die Möglichkeit, die beiden Akkus rauszunehmen und irgendwo drinnen aufzuladen macht das Podride für die Stadt interessant.

Ich hoffe, das es das Teil wirklich für einen erträglichen Preis zu erstehen gibt. Dann krieg ich meine 22 € plus 2,5 % beim möglichen Kauf angerechnet. Und das passt sogar noch neben mein CityEL in die Garage.

von zepol - am 10.05.2016 19:48
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