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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
schachtelhalm, Bernd Schlueter, el El, Hotzi-47

Rost und Strom

Startbeitrag von schachtelhalm am 06.05.2016 09:27

Ahoi.

Bei den Seefahrern bin ich über ein Stromkableproblem gestolpert: Wenn ein Boot aus Blech per Kabel Strom vom Festland bekommt, dann rostet es schneller, als der Strom fliesst. Grund ist die Vorschrifft, dass es geerdet sein muss, aber im Wasser keine Erde sondern Wasser ist. Wasser und Blech gibt eine halbe Batterie, den Rest liefert das gelb/grüne Erdkabel. Elektrolyse geht schneller als Rost ...

Das selbe Problem sollte es auf Caravanstellplätzen geben: Nasser Caravan auf nasser Wiese und die gelb/grüne Schutzerde ...

Elektroauto?

Was nutzt die Isolation durch Gummireifen, wenn das Gras und die Reifen nass sind?

Was nutzt die Trennung der Fahrbatterie, wenn das Blech durchverbunden wird, durch den gelb/grünen?

Die Seefahrer schützen sich durch einen Galvanic Isolator:

[www.canalboat.co.uk]

Im Prinzip ist der Galvanic Isolator eine Diode (genauer zwei in Serie) und noch eine in Gegenrichtung. An den Dioden fallen 1,2 Volt ab. Solange kein Strom fliesst, sind die Dioden ein erheblicher Widerstand und verhindern, dass durch die geringe Spannung (in der Gegend von 0,6 Volt) ein Elektrolysestrom fliessen kann. Wenn aber in der Bordelektrik Unfug passiert, dann leiten die Dioden und der Kurzschlussstrom lässt die Sicherungen fliegen.

Bei der Beschäftigung mit OpenEVSE (auf Deutsch Ladeziegel) ist mir aufgefallen, dass die Teslas irgendwie mit den Spannungen am Pilot daneben liegen. Scheinbar haben die einen Galvanic Isolator.

Antworten:

Hab mal gehört, es soll helfen, wenn man ein Schlachtfahrzeug auf der grünen Wiese abstellt, ein Massekabel mit einem Nagel in die Erde zu rammen. Früher gabs ja auch diese offenbar leitenden Gummidinger, die an den Autos runterhingen und am Boden streiften. Obs was hilft oder eher schadet? kA.

von el El - am 06.05.2016 11:06
Eher schadet.

Metall hat eine spezifische Spannung (also je nach Metall). Man kann es in der Spannungsreihe finden. Der Stab in die Erde stellt die Verbindung her, dass Strom fliessen kann. Elektrolyse.

Wenn der Stab eine Opferanode ist (Zink?) Dann schützt er, wenn es Edelstahl ist, dann beschleunigt der das Rosten.

Opferanode wird in Heizkesseln und Booten genutzt.

Die zwei Dioden in Serie verhindern Stromfluss bis 1,2 Volt. Darüber leiten sie. Für den Bootsalltag reicht das. Die Frage ist, die zwei Dioden in die Leitung zwischen Auto und Ladeziegel, dann kommt der Pilot durcheinander. Oder zwischen Ladeziegel und Steckdose, dann muss der Ladeziegel ins Auto.

Wer keinen Ladeziegel hat, weil er noch ein richtiges Auto hat (City EL), der braucht sich keine Gedanken machen. Die 4 Dioden (zwei vorwärts, zwei rückwärts) kommen zwischen Ladegerät und Steckdose.

Apropos, die Galvanic Isolators kosten. Zwei Brückengleichrichter tun es auch. Da sind zwischen (+) und (-) genau die zwei Dioden und sogar zweimal parallel, vertragen also doppelten Strom. Die beiden Drähte für Wechselspannung nicht anschliessen.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von schachtelhalm - am 06.05.2016 20:02
Hallo Peter und Karin alias Schachtelhalm,
danke für den Hinweis. Grundsätzlich hatte ich davon gehört, bei Booten, aber nie geahnt, dass das bei Autos eine Rolle spielen würde. Allerdings war bei meinem CityEl Bj. 1990 oder dem AX Bj. 1996 bzw. den Berlingos 98 und 99 der Rost durch Element-Bildung ein Problem. Jedenfalls nicht sichtbar. Mag daran liegen, dass sie meist überdacht stehen auf meinen Hof und auch dort geladen werden. Also kaum Feuchtigkeit vom Boden.

Werde es mal mit Brückengleichrichtern versuchen, so wie Du geschrieben hast, also zwischen grün/gelb Steckdose und Anschluss im Fahrzeug. Was genau passiert im Fehlerfall? Die Spannung kann kaum über 1,5 Volt ansteigen, aber könnten mehr als 30mA Fehlerstrom fliessen und dann den FI zum Auslösen bringen? Wär aber ok, denn dann wüßte man, dass irgendwo ein Fehler ist.

Solche mir bisher unerklärlichen FI Auslöser hatte ich eigentlich nur bei Veranstaltungen beobachtet, bei denen das Fahrzeug tatsächlich auf einer feuchten Wiese stand. Möglicherweise waren da ja irgendwelche Fehlerströme über den Boden und den Schutzleiter geflossen. Mit anderen Worten: Solche "Spannungselemente" durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Metalle können real wirklich gerade bei solchen Veranstaltungen vorkommen. Da wäre dann der Dioden-Abblocker hilfreich. Aber wie meine Erfahrungen zeigen, steht ein Auto doch wenig im Wasser, ganz anders als bei Booten, die immer im Wasser sind und bei denen die Gefahr von galvanischen Elementen daher immer vorhanden ist.

Allerdings ist der Tip mit dem entkoppelten Ladegerät gerade für Camper doch sehr hilfreich. Die stehen eher oft auf feuchten Wiesen. Und der Nach- und Einbau ist simpel.

Solar-Mobil-Elektrische Grüsse, Roland

von Hotzi-47 - am 07.05.2016 15:23
Ein altes Problem, welches ich vom Amateurfunk kenne, der Funkentstörkondensator löst den Fi aus, wird eventuell gemildert.

Grundsätzlich kann der Brückengleichrichter mindestens seinen Nennstrom, kurzzeitlich auch mehr. Das liegt im Ampere Bereich. Ich würde einen Leistungsgleichrichter nehmen. Dann können auch die 16 oder 32 Ampere fliessen, welche die Sicherung auslössen.

Unser i-MiEV wird bei jedem Wetter im Freien geladen. Unterwegs laden wir meist auf Caravanstellplätzen. Ich werde auf jeden Fall aufpassen.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von schachtelhalm - am 07.05.2016 21:37
Fundamenterder sind doch oft aus Eisen. eisen gegen Eisen dürfte also nicht rosten. Oder ob der See gegen das Erdreich durch elektrische Lebewesen elektrisch aufgeladen wird? Mir kommt das alles spanisch vor.
Eisenfressende Bakterien gibt es überall. Natürlich bauen die elektrische Spannungen auf. Ich glaube, ich muss mal mit dem Millivoltmeter messen gehen. Ohne einen ordentlichen Strom sollte sich eigentlich nichts tun. Allerdings breiten sich auch die ultrafeinen elektromagnetischen Schwingungen der Elektroakupunktur durch Leiter aus. Die benachrichtigen die Bakterien, dass da ein Fremdkörper schwimmt, der beseitigt werden muss. Ursprung sind die hypersensiblen Erdstrahlgeneratoren unserer Mutter Erde...Ihr ahnt ja gar nicht, wie stark sich Schiffe und Wohnwagen auf den Schwingungszustand unserer aller Mutter auswirkt.

von Bernd Schlueter - am 09.05.2016 08:31
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