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vor 2 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Twiker76

Pfingsten Großdemonstration gegen Kohleverstromung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 15.05.2016 03:34

Viele Zeitungen unterdrücken diese Nachrichten

Proteste in Garzweiler und Welzow

Bürgerproteste gegen die, die uns krank machen

Wir spüren es alle: Der Strompreis hat sich in nicht einmal 20 Jahren verdreifacht, obwohl der Erzeugungspreis gesunken ist. Hingegen erhalten die Kraftwerksbetreiber die Braunkohle und Steinkohle abgabenfrei.
Kein Wunder, dass Kraftwerksbetreiber daran interessiert sind, alte, kohleverschwendende Kraftwerke weiter zu betreiben und freiwillig niemand Anstalten macht, CO2 einzusparen.Mit viel Tamtam wird ab und zu die Neuerrichtung eines moderneren Kraftwerks in den Himmel gehoben. An der unveränderten Tatsache, dass mit Braunkohlenverbrennung in Deutschland Aluminium-Schnelzflusselektrolyse betrieben wird, hat das nichts geändert.

Ein Maulkorb verbietet mir, die Schuldigen zu nennen. Ich stelle nur fest, dass wir fast alle der Überzeugung sind, norwegischen Wasserstrom zu tanken, obwohl in Deutschland noch keine einziges norwegisches Elektron das Land betreten hat.

Wer uns belügt, nenne ich nicht. Wir müssen es wohl selbst sein?

Ich stelle nur fest, Die kWh Strom wird uns für über 25 Cent verkauft, obwohl infolge der kostenfrei zur Verfügung stehenden Braunkohle der Erzeugungspreis nur wenig über 3 Cent liegt.

So kann die Energiewende nicht funktionieren. Unter diesen Bedingungen ist alleine Enegieverschwendung wirtschaftlich.
Dabei sollten wir längst bemerkt haben, dass immer mehr Menschen das zu heiß gewordene Afrika verlassen und zu uns strömen. Die Zusammenhänge sollen bei uns nicht bemerkt werden, jedenfalls soll nicht öffentlich darüber diskutiert werden. Protestiert jemand dagegen, wir dieses Jahr über Pfingsten, dagegen, hagelt es Festnahmen, wie bei der Demonsraion und hier im Forum Abmahnungen.

Ich behaupte, wenn wir einen Erzeugungspreis von 3,5 Cent annehmen und diesen verdoppeln, den Aufschlag aber voll für den Aufbau eines dezentralen Netzes mit nicht zu kleinen Heizkraftwerken von etwa 25kW bis 300kW verwenden, können wir in kürzester Zeit auf Braunkohlenverbrennung verzichten oder durch Kohletrocknung den CO2-Ausstoß bei der Braunkohleverbrennung deutlich unter den bei der Steinkohleverbrennung drücken.
Braunkohle hat, vorgetrocknet einen höheren Heizwert als Steinkohle und ganz deutlich weniger CO2-Emission.

In den dezentralen Heizkraftwerken kommen wir aber ausschließlich mit der Verbrennung von umweltfreundlicherem Erdgas aus.

Wir Elektroautofahrer sind bereit, aktiv solch ein dezentrales und energiesparendes Netz durch unser Ladeverhalten zu unterstützen und den Menschen in Afrika das Schicksal der Auswanderung zu ersparen.

Antworten:

Re: Pfingsten Großdemonstrationen gegen Kohleverstromung

Da nur wenige Zeitungen von den Demonstrationen gegen das engelhafte Energiewirtschaftsmanagement berichten, muss man schon suchen, ehe man etwas von den Hintergründen erfährt:

Vattenfall verkauft nach Tschechien

Da die Energie heute so billig wie noch nie ist, wurde der Verkauf eingefädelt, auch, um Arbeitsplätze zu erhalten. Schweden hat sich eigentlich den Klimazielen verschrieben, samt der Vattenfall-Konzernspitze. Eine führende Gruppierung in der Bundesrepublik hat andere Ziele, redet dauernd von der Energiewende, tut aber das Gegenteil.
Wir können uns schon heute ausmalen, wer das alles bezahlen soll und sollten uns auf weiter steigende Strompreise trotz fallender Erzeugungskosten einstellen. Die Buhmänner sind dann andere im Ausland. Unsere sind dann Engel, wie sie im Buche, also auf dem Papier, stehen.

Alle Umweltinteressierten der Welt schauen zur Zeit in die Lausitz. Wir erfahren zur Zeit von den meisten wirtschaftsnäheren Presseorganen nichts. Da ist Cumhuryet Gazeter in Bezug auf Courage gegenüber den Mächtigen mutig im Vergleich. Mal sehen, wann auch der Spiegel sich genötigt sieht, zu berichten.
In NRW wurde die Demonstration mit entschiedenem Polizeieinsatz aufgelöst, zahlreiche Teilnehmer festgenommen.
Ruhe ist in Deutschland die erste Bürgerpflicht und auch ich fahre in Krefeld weiterhin mit 165 Gramm CO2-Ausstoß pro km. Entschuldigung, seit ich überhaupt nicht mehr überlade, 150 Gramm.
In Düsseldorf hatten wir uns in sehr erfolgreichen Volksbefragungen für den Klimaschutz ausgesprochen, ganz ohne Demonstration und davon profitieren die Düsseldorfer gerade heute. Die Stadtwerke Düsseldorf wurden nicht mehrheitlich an RWE verkauft. Düsseldorf ist heute eine einsame Insel mitten im RWE-regierten Braunkohlenrevier. Auch der Wasserstrom ist hier verkappter Braunkohlenstrom, denn das Wasser wird mit der Energie aus Braunkohle auf die Berge gepumpt..

Die zweite Insel im Braunkohlenrevier wird wohl nicht gebaut, weil Trianel uns Verbrauchern die Stromumlage erhöhen will, um die Mehrkosten der Anlage zu finanzieren. Die nahe liegenden Recyclingbetriebe , die von Helmut Trienekens errichtet wurden, besitzen das know how und die Verbindungen, um weitere Gelder von uns Verbrauchern zu erzwingen.

Mit dem EEG haben wir uns ein schlimmes Kuckucksei ins Nest gelegt.

Da ich es für uns Elektroautofahrer überaus wichtig halte, über das Energiemanagement einer führenden Organisation in der Scharnhorststraße in Berlin informiert zu sein, möchte ich eine Textstelle aus der Presse (siehe oben) noch einmal zitieren:

"Spätestens 2022 sollen die Preise wieder steigen

Den Gewerkschaften war ferner wichtig, dass der neue Eigentümer nicht auf schnellen Profit zielt. In den ersten drei Jahren nach dem Verkauf darf keine Dividende ausgeschüttet werden und in den folgenden zwei Jahren „ist die Gewinnabschöpfung vertraglich auf eine betriebsübliche Rendite begrenzt“, teilte Vattenfall mit. Mit dem Kauf der Braunkohle setzen die Tschechen auf steigende Preise spätesten 2022, wenn hierzulande das letzte AKW vom Netz geht und der Kohlestrom immer dann gebraucht wird, wenn die Erneuerbaren nicht liefern. Umwelt- und Klimaschützer kritisierten den Verkauf. „Statt einer gut geplanten Rückführung der Braunkohleaktivitäten droht ein wirtschaftliches Ausbluten ohne ökonomische und ökologische Perspektive für die Region“, kommentierte der WWF. Ähnlich äußerte sich das Beratungsunternehmen Agora Energiewende. Das Geschäft könnte „auf den Rücken der Kohle-Kumpel in der Lausitz und der Steuerzahler in Brandenburg und Sachsen“ enden. Solchen Befürchtungen beförderte Vattenfall selbst mit dem Hinweis, dass der Milliardenkosten verursachende Ausstieg noch günstiger sei als die künftig möglichen Verluste „angesichts der prognostizierten Großhandelspreise für Strom“. Aktuell bekommen die Erzeuger für eine Megawattstunde rund 20 Euro; um Geld zu verdienen, wären aber mindestens 30 Euro erforderlich."

Also, 2 Cent kostet die kWh Braunkohlenstrom, aber wir zahlen über 25. Es ist dermaßen grotesk, was nur indirekt gewählte Vertreter mit uns machen können. 1 Cent Zulage, und die Arbeitsplätze und der CO2-Ausstoß blieben uns erhalten.


Frohe Pfingsten!

von Bernd Schlueter - am 15.05.2016 07:13
Da sieht man es mal wieder...

ich halte das von Dir, Bernd geschriebene für wahr ohne das ich jetzt groß alles rechariere...

Leider spiegelt sich das nicht auf das Wahlergebnis bei den letzten Landtagswahlen...
und leider hilft die AfD da kaum. Selbst bei den auch so Grünen läuft einiges krum.
Ich erinere an den Atomdeal zum Rückbau der AKWs...

Das große Problem: Solange Einzele sich auf kosten der Gesellschaft bereichern können und dadurch die Gesellschaft und Infrastruktur immer mehr den Bach runter gehen, wird sich daran nichts ändern.

Viel wird schnell wieder vergessen. Das unser verschwenderisches Leben bezüglich Energieverbrauch zu mehr Umweltschäden führt wissen wir aber eigentlich alle. Oder diejenigen die mal ein Hochwasser zB. an der Oder erleben mussten...

Egal heute ist Pfingstmontag und Morgen ist alles wieder beim Alten bzw. wird weiter so gehen...

von Twiker76 - am 16.05.2016 10:31
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