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elweb Stammtisch
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7
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Manfred aus ObB

Warum ist 1kWh Wärme teurer als 1kWh Strom?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 17.05.2016 18:13

Paradox, aber es ist so:
Manche von uns erzeugen Strom, auf dem teuren Solardach oder im teuren Blockheizkraftwer.
3 bis 4 Cent bekommen sie für die kWh, denn sie müssen an einen Abnehmer verkaufen, sie haben keine andere Wahl.

Verschwenden sie diesen teuer produzierten Strom, indem sie ihn in Wärme verbraten, hat er plötzlich einen höheren Wert, nämlich 5 bis 7 Cent, das, was die kWh Gas kostet.
Folglich produzieren alle BHKW-Betreiber Strom und vernichten ihn gleich wieder. Ein wirkliches Verbrechen. Die Kosten zahlen alle nicht industriellen Stromverbraucher , mit der Umlage, die ja auch in unseren Tankkosten enthalten ist.
Danaidenfass und Sisiphusarbeit, habe ich mal im Lateinunterricht gelernt.
Aufbauen und wieder in Kriegen zerstören, andere bezahlen lassen. Das ist uns schon mit den Kinderschuhen mit auf die Welt gegeben.

Wie ist so etwas möglich?
Der Grund ist einfach: Einen Ofen darf jeder betreiben. Außer Schornsteinfegergebühren kassiert niemand. Der Brennstoff ist im Wesentlichen unversteuert. Jeder kann in den Wald gehen und sammeln. Gaswärme ist teurer, aber trotzdem erschwinglich: 5 bis 7 Cent, bei Nichtnutzung der Wasserkondensation 6 bis 8 Cent. In diesem Preisrahmen liegt auch der Bezug von Fremdwärme, aus einem Fernwärmenetz, gespeist von beliebigen Wärmequellen, Kraftwerk oder Atomreaktor. Am besten natürlich ohne Stromgewinnung, denn Wärme ist ja mit den 5 bis 8 Cent viel wertvoller als Strom.

Diese paradoxen Verhältnisse gibt es nur, weil wir nicht frei Strom erzeugen und verkaufen dürfen.
Einen Ofen betreiben kann jeder. Da herrscht ein freier Markt.
Beim Strom nicht.

Das ist der ganze Unterschied.
Man kann es auch anders ausdrücken. Das darf ich nicht.


Eine andere Konsequenz:
Kernkraftwerkbetreiber bekommen für die kWh Strom 2 Cent.
Würden sie nur die Wärme verkaufen, wären die Kraftwerke viel billiger, sicherer und besser zu regeln. Dazu würden sie bei glechem Kernbrennstoffverbrauch mehr als drei mal so viel Heizenegie liefern. Die Betreiber bekämen statt 2 Cent die kWh 15 und mehr Cent für die erzeugte Heizwärme. Nein, die Wärme bliebe steuer- und umlagenfrei.

Da läuft doch etwas schief?
Wer kann mir erklären, was? Ich darf es nicht.

Noch eine Anmerkung:
Die Idee, Kernkraftwerke nur zur Gebäudeheizung zu verwenden, habe ich schon lange. Insbesondere, wenn wir Tausende weit sicherere Heizkernkraftwerke mit unseren Wasserstofffahrzeugen aus dem Boden stampfen können, sollten wir umdenken.
Auch daran denken, dass wir Tür und Tor für die heimliche Atomwaffenproduktion öffnen.

Auf jeden Fall sollten wir uns Gedanken machen. Ich persönlich bin gegen die Wasserstofftechnik.

Antworten:

Damit wir alle wissen, was auf uns zukommt

Wenn weiterhin private Kleinkraftwerksbetreiber nur 3 Cent für den Strom, aber 5 bis 8 Cent für die Kilowattstunde Wärme bekommen, können wir uns alle ausmalen, was auf uns zukommt.
Energie wird dann nicht mehr gespart. BHKWs kommen dann aus der Mode und wir machen mehr Gewinn, wenn wir überflüssigen Strom nicht einspeisen, sondern zur Wassererhitzung und andere Wärmezwecke verwenden. Oder, wir elektrolytisieren Wasser für eine Brennstoffzelle, die wir zusätzlich in unser Auto bauen.
Die dann sehr kleinen Miniatomkraftwerken werden dann noch einmal ein ganzes Stück billiger , sicher und kleiner als die englischen Modelle, weil unsere Elektroautos bald Schwerwasser im Überfluss erzeugen.
Der wesentliche Engpass für den Bau von Atombomben war für kleine Staaten das teure Schwerwasser, das nicht ohne Zustimmung der Wiener Atombehörde weiterverkauft werden durfte.
Ich hatte auch im Spiegel meine Erkenntnis kundgetan, die ich auf der Hannovermesse gewonnen hatte. Prompt hat man dort recherchiert.

Vielleicht passt das aber besser in ein Wasserstoffforum, denn Atomenergie wollen wir doch eigentlich hier nicht???
Also, Augen zu, nichts hören, nichts sehen und nichts reden. Dann ist es auch nicht mehr für uns existent.

Zunächst wird wohl der Wasserstoff durch unsere Solardächer, Windgeneratoren und BHKWs erzeugt, bis dies von der wiedererwachenden Kernenergie abgelöst wird.

Wie sagte noch Jürgen Trittin immer und immer wieder?

"Strom muss teurer werden".

Das hat er voll geschafft. Wenn wir ihn uns nicht mehr leisten können, entsteht eben ein großer Überschuss mit rekordmäßig niedrigen Erzeugerpreisen, der zur Wasserelektrolyse verschwendet wird, auf unsere Kosten.

EEG - gut gedacht - nur nicht weit genug.
Manfred hat schon immer davor gewarnt.
Energiesparen? Denkste!

Anmerkung: Diese Mikroatomreaktoren sind vorteilhaft thermisch und homogen, sprich, sie sind eigensicher und können blitzschnell hochgefahren und abgestellt werden, ohne Explosionsgefahr.
Die englischen Modelle sind noch viel zu groß, aufwendig und teuer! Sie können nicht einfach abgestellt werden. Aber Wärme kann man schließlich gut speichern. Strom von unseren Solardächern nur in unseren Batterien, wenn Ihr bei gutem Wetter zuhause bleibt.

von Bernd Schlueter - am 21.05.2016 13:49
Zitat
Bernd Schlueter
Damit wir alle wissen, was auf uns zukommt




Bildquelle Bernds Link ebenda, oiso der [www.spiegel.de]

Des ist Praktisch für Leit wie den Erfinder in Zurück in die Zukunft, a bißerl was Radioaktives liegt dann immer irgendwo im Garten :hot:

Was ist jetzt eigentlich Sache 300 MW Leistung ( im Bildtext ) oder nur 125 MW ( rechts unt im Bild )
oder Wärmeleistung 300 MW und 125 MW elektrisch, Presse halt :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 21.05.2016 15:14
Das Solardach ist nur sinnvoll, wenn frau die Möglichkeit hat, immer, wenn die Sonne scheint, zu Hause zu bleiben und zu laden. Ich behaupte, das ist bei keiner von uns der Fall. Sonst wird die Solarenergie doch meist eingespeist und damit sinnlos verprasst und wir sind fürs Laden auf die heimische Braunkohle oder die slovakische, belgische und französische Kernenergie angewiesen, wie bisher auch. Im Endeffekt ziehen wir über die Umlagen dann nur unseren Mitbürgern sinnlos das Geld aus der Tasche.
Die Größe der atomaren Hausheizungsanlage? Sehr kompakt, so bei 1m³ Volumen, ca 100Liter Schwerwasser, unter 0,5kg Spaltstoff Uran 235.
Es reichen für 6000 Euro Natururan und Anreicherungsarbeit, Schwerwasser fast kostenlos (Umrüstung unserer Elektroautos auf Wasserstoffbatteriebetrieb vorausgesetzt) und ein ausreichend dimensioniertes Wärmeverteilungsnetz..Von 600 Millionen Euro redet da niemand. und niefrau.
Wenn ich einen Mindestabbrand von 0,2kg voraussetze, der für 20 Jahre reichen soll, sind das 4 Millionen kWh in 20 Jahren bzw. 100.000Stunden, also eine Mindestreaktordurchschnittsrleistung von 40 kW. Nicht 125 MW! Also, 8 Einfamilienhäuser sollten schon angeschlossen sein oder ein größerer Wohnblock.Bei dem genannten Brennstoffpreis darf sich dann wohl niemand beschweren., der dürfte pro Jahr und Haus bei unter 50 Euro liegen, abgesehen davon, dass wir unsern Saudis dann noch meistbietend das erbrütete und heißbegehrte Plutonium verkaufen können.

Nicht, dass jefrau von Euch meint, dass ich so etwas anstrebe, aber jede von Euch sollte sich klar machen, wie weit sich Atomenergie von Euren heutigen "grünen" Preisvorstellungen entfernt hat. Ich bin mir nicht sicher, dass sich alle Ausländerinnen so atomar enthaltsam gebärden werden, wie ich Euch Ausgeburten von atomarer Tugend einschätze.

Wie gesagt, es lohnt nicht mehr, Strom zu erzeugen, den Ihr nur in geringer Menge über Eure Grundstücksgrenze schaffen oder selbst verbrauchen könnt.

Bei Wärme sieht das anders aus. Da herrschen noch paradiesische Zustände, auch, wenn das Klima dabei zu Iblis, zum Teufel, geht.

von Bernd Schlueter - am 21.05.2016 21:16

Schutz gegen die Proliferation von Atomtechnik

Ist die Kerntechnik einmal angelaufen, ist es sehr viel einfacher, an die benötigten Materialien zu kommen. Dazu genügt schon die Initialisierung durch den Ersatz unserer Batterien durch Brennstoffzellen.Das Schwerwasser entsteht dann nicht etwa in unseren Fahrzeugen, sondern an zentraler Stelle, als Rückstand bei der Wasserelektrolyse.

Einen Reaktor kann man schon mit ca einem halben Kilo angereichertem Uran und ca 35 Liter normalem Wasser bauen. Das angereicherte Uran ist dabei noch ein Hemmnis, nicht jeder hat Zugriff auf Ultrazentrifugen oder das angereicherte Material.

Kleinstreaktoren

Ich sehe die auf uns zukommende atomare Gefahr als Folge der Energiewirtschaftsbestrebungen, die das dezentrale Netz verhindern sollen, indem elektrische Energie nicht gerecht bezahlt wird und nicht frei gehandelt werden darf. Notgedrungen wird dies zur Wasserelektrolyse und den Einbau von Wasserstoffbatterien in unsere Autos führen, mit allen weiteren Folgen. Ich hoffe, diese nun hinreichend dargestellt zu haben. Wir sollten das EEG überdenken, falls wir diese Folgen nicht wünschen. Es sollte uns nicht schwer fallen, zumal das Ausland sich gegen die europaweite Einführung des deutschen EEGs sträubt.

Im Übrigen ist es denkbar, dass wir kleine, relativ sichere Reaktoren bauen können, die fast nur Plutonium als Brennstoff verwenden. Voraussetzung ist der homogene Typ mit einer möglichst tiefen Temperatur des Moderators Leicht- oder Schwerwasser, also für reine Heizzwecke ohne Elektrizitätserzeugung. Ich habe auch dagegen meine Bedenken.

von Bernd Schlueter - am 22.05.2016 06:52

Schutz gegen die Proliferation von Atomtechnik

Ist die Kerntechnik einmal angelaufen, ist es sehr viel einfacher, an die benötigten Materialien zu kommen. Dazu genügt schon die Initialisierung durch den Ersatz unserer Batterien durch Brennstoffzellen.Das Schwerwasser entsteht dann nicht etwa in unseren Fahrzeugen, sondern an zentraler Stelle, als Rückstand bei der Wasserelektrolyse.

Einen Reaktor kann man schon mit ca einem halben Kilo angereichertem Uran und ca 35 Liter normalem Wasser bauen. Das angereicherte Uran ist dabei noch ein Hemmnis, nicht jeder hat Zugriff auf Ultrazentrifugen oder das angereicherte Material.

Kleinstreaktoren

Ich sehe die auf uns zukommende atomare Gefahr als Folge der Energiewirtschaftsbestrebungen, die das dezentrale Netz verhindern sollen, indem elektrische Energie nicht gerecht bezahlt wird und nicht frei gehandelt werden darf. Notgedrungen wird dies zur Wasserelektrolyse und den Einbau von Wasserstoffbatterien in unsere Autos führen, mit allen weiteren Folgen. Ich hoffe, diese nun hinreichend dargestellt zu haben. Wir sollten das EEG überdenken, falls wir diese Folgen nicht wünschen. Es sollte uns nicht schwer fallen, zumal das Ausland sich gegen die europaweite Einführung des deutschen EEGs sträubt.

Im Übrigen ist es denkbar, dass wir kleine, relativ sichere Reaktoren bauen können, die fast nur Plutonium als Brennstoff verwenden. Voraussetzung ist der homogene Typ mit einer möglichst tiefen Temperatur des Moderators Leicht- oder Schwerwasser, also für reine Heizzwecke ohne Elektrizitätserzeugung. Ich habe auch dagegen meine Bedenken.

Was kaum eine von uns weiß

von Bernd Schlueter - am 22.05.2016 07:17

Re: Schutz gegen die Proliferation von Atomtechnik

Zitat
Bernd Schlueter


Was kaum eine von uns weiß


Bernds Link verweist auf eine Forschungsreaktor an der Uni Ulm, die Kopfzeile dort in dem Artikel in der Zeit* vom Februar 2008
( * das Wort Zeit gilt hier für die temporäre Einordnung wie auch für den Namen der Zeitung )

Wie funktioniert ein Atomkraftwerk? Das können Studenten in Ulm an einem der letzten Unterrichtsreaktoren lernen

Von wegen letzten, in Dresden z.B. wurde der alte, der so die Leut vor Ort, alte Sowjettechnik in der Tradition von
„Von der Sowjetunion lernen heißt siechen lernen.“
stand dort noch im Container neben der damals noch sehr finstern Halle ( vor der ersten großen Flut in Dresden ( also Schröder Gummistiefel ) )
der Tehrmodynamiker, der AKR-1
Heut ist dort der

Bildquelle mit Daten dazu: [tu-dresden.de]

Du siehst seit dem 22. März 2005 kein Vergleich zum AKR-1 welcher am 1978 vom Adam und Eva
ähhh Adom und Honecker eingeweiht

Bildquelle: [tu-dresden.de]

Also so kleine Reaktoren stehen auch noch heut in vielen bewohnten Gebieten ohne das die Berufsdemonstranten
es wissen, haben auch keine Zeit für den momentan müßen die alle in die Lausitz ist als Kernkrafttechnisch
rein von der Demo saure Gurkenzeit

Noch ein Link von einen Physiker zum Reaktor in Dresden
[scienceblogs.de]

in welchen es um die Endlagermengen geht die dort entstehen ( also bei 2 Watt elektrischer Leistung )

"verbrennt der AKR-2 ca. 2g U235 in 3000 Jahren."

Noch eine Liste wo so Vorgartenreaktoren stehen

[de.wikipedia.org]

Die Liste ist wenn man die dort mit dem Bild vergleicht natürlich nicht Vollständig in diesem Sinne



Mehr Infos zum Bild und Tagung unter: [www.energetische-biomassenutzung.de]

von Manfred aus ObB - am 22.05.2016 09:15
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