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Bernd Schlueter, Hotzi-47, Manfred aus ObB, hallootto, Emil, el El, Bernd Schlüter

Ladespur

Startbeitrag von Bernd Schlüter am 04.06.2016 05:22

Es gäbe eine Reihe logistische Vorteile, wenn man eine Fahrspur neben der Autobahn mit einer "Oberleitung" versehen würde.
Vor allem der Lastwagenverkehr könnte für die Ladezeit auf der gesonderten Fahrspur autonom verlaufen, während der Fahrer die vorgeschriebene Ruhepause einhält.

Wo der Platz dafür nicht ausreicht, verläuft die Ladespur auf der äußersten Spur der vorhandenen Autobahn, ohne Ruhepause für den Fahrer.

Hier einer der entsprechenden Zeitungsartikel

Ob etwas Entsprechendes für PKWs sinnvoll ist, ist zweifelhaft. Der Fortschritt in der Batterietechnik mit gekühlten Hochstrom-Ladessteckern könnte dieses überflüssig machen.
Für LKWs wäre die Ladeoberleitung hingegen sehr vorteilhaft. Den Ausbau beginnen würde man eine halbe Fahrstunde vor den Städten, damit die Städte rein mit der Batterieladung durchfahren werden können. Eine Kompatibilität mit vorhandenen Obusstrecken wäre anzustreben, alleine schon für die Probephase.

Da der Verschleiß der Oberleitungssysteme nicht unbeträchtlich ist, sollte man, um die Kosten überschaubarer zu halten, die Oberleitungstrassen nur stückweise vorsehen, sodass es zum Wiederaufladen der Batterien genügt.

Sehr viel größer als bei Elektro-PKW müssen die Batterien nicht sein, denn der E-Antrieb benötigt im oberleitungslosen Stadtverkehr weit weniger Energie als auf der Autobahn. Für einen 32-Tonner sollte ein Energiebedarf von 40kWh auf 100km im Stadtverkehr ausreichen.

Lachen Sie nicht! In jedem Fall sollte ein Ladegerät mit einem Schukostecker dem LKW im Notfall genügend Energie verschaffen, um die nächste vernünftige Lademöglichkeit zu erreichen.
Mit einer Stunde 3kW-Ladung kommt man schon einige km weit.
In 9 Stunden Zwangsruhepause kommt da schon einiges zusammen und es kostet auch nicht viel, rote CEE-Stecker zugänglich zu machen.

Antworten:

Bernd in Schweden haben die scheinbar Deinen Beitrag gelesen
und anders als so mancher Leser hier Erstgenomen und so ist Heut in
den Weiten des WWW zu Lesen


Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt nördlich von Stockholm
wird für die nächsten zwei Jahre das Siemens-Oberleitungssystem getestet.

In der Bildquelle: [www.faz.net]

steht dazu mehr, aber nicht viel mehr als bei Dir :o


So als Leseprobe über ein anders Siemensprojekt in den FAZ-Text:

Zitat
Rüdiger Köhn
Anders als in Schweden, können die Lastwagen – ebenso mit einem Hybridmotor ausgestattet – auf zwei Fahrspuren nicht nur mit Strom fahren, sondern ihn in Akkus aufladen, um nach Trennung von der Oberleitung elektrisch weiterzufahren. Dieses Projekt hat sich jedoch um ein Jahr verspätet. 2017 sollen erste Ergebnisse vorliegen.


von Manfred aus ObB - am 22.06.2016 19:55
Klingt sehr gut! Doch wie versort man diese Leitungen? Sicher in Segmenten. Und wie dick müssen die Leitungen sein, die sagen wir mal, auf einer Strecke von 10 km Strom für 50 LKW abgeben können? 2km ist kein Hexenwerk.

von el El - am 23.06.2016 01:03
Zitat
el El

2km ist kein Hexenwerk.


Für mehr müßen wohle erst die Neuen Atomkraftwerke her,
Roland wird zwar meinen, das paßt Nicht zu Bernds Beitrag,
vor allen wo doch in dem Fall garkeine Ladestecker :o

Aber es begibt sich in der Welt und nicht in den weiten des Alls
folgendes wobei man Lese und die meisten dürften Staunen :eek:

Zitat
17. Juni 2016 | 15.58 Uhr
Die Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen hat sich mit den
atomfreundlichen bürgerlichen Oppositionsparteien darauf geeinigt, langfristig am Atomstrom festzuhalten.
Bis zu zehn alte Reaktoren sollen schrittweise durch neue ersetzt werden, was einem Ausbau der Atomkraft gleichkommt.
Die machte 2014 rund 38 Prozent der Stromversorgung Schwedens aus. "Schweden braucht ein solides Stromnetz,
das von einer hohen Versorgungssicherheit, geringer Umweltbelastung und konkurrenzfähigen Preisen
gekennzeichnet ist", heißt es in der Erklärung.


Das ist Natürlich Blödsinn weil das bekommt man mit dezentraler Technik besser und auch Sozial Nachhaltiger
aber das laßen wir Hier sonst muß Roland wieder eine Basta-Erklärung abgeben, der Text ist aus folgenden Artikel
[www.rp-online.de]

Als einziges Herkunftsland für Sichere Atomkraftwerke gilt wohl nun nur noch Österreich :cheers:

von Manfred aus ObB - am 23.06.2016 05:45
Nicht neben der Spur, oder verladen oder so, sondern verfolge die Spur zurück auf dem: Zeitstrahl Elektromobilität

"Wenn ich mal Muße und Geld habe, will ich mir eine elektro-magnetische Droschke bauen, die mich gewiss nicht im Dreck sitzen lässt." Schon 1847 träumte Werner von Siemens von einem elektrisch betriebenen Fahrzeug made in Berlin.

Wer hats erfunden: 29. April 1882 (kein Scherz): die erste O-Bus Versuchsstrecke in Berlin (Siemens). Zwar nur 540 m in Berlin Halensee, aber lieber klein anfangen..

Folge also dem Zeistrahl, ist sehr interessant.
Nach den Ermahnungen von MaOB sollten wir beim Thema bleiben, also "Bus" oder "Lastwagen" oder "Oberleitung". Oder doch auch bei Siemens? Die Stromversorgung im Kern oder solar sollte wir in einem anderen Thread durchdiskutieren, nicht immer alles vermischen und vom hundertsten zum tausendsten kommen..
Auch die Verteilung auf O-Bus Strecken ist zwar interessant, aber nicht wirklich mein Thema, weil ich nichts dazu weiss, obwohl ich viele Jahre in der Netzleittechnik geschafft hatte. Ich denke aber mal, dass es da ausreichende Erfahrungen gibt, denn O-Bus Strecken gibts ja noch recht viele auf dieser Erde. Noch in Betrieb, oder Erfahrungen von früheren Strecken.

Hier eine ordentlich Zusammenstellung der Bus-Projekte: Publikation NOW-Projektübersicht

Zurück in die Gegenwart: Busse in 6 Minuten laden: Na ja, Nachladen für ein paar km Reichweite

Siemens: erster öffentlicher E-Highway Oktober 2014 in Kalifornien: Antriebe-e-highway

Siemens: Stromabnehmer-Monitoring für den e-Highway, Januar 2015

Und hier die Übersicht über viele Siemens-Projekte, auch Flieger und Schiffe: Elektromobilität: Dossier

Und nochwas: Ich war früher mal bei Siemens, ist aber lange her. Von 1980 bis 1997.

Gruss, Roland
Hallo Manfred, gratuliere zum Hellsehen. Weisst immer schon vorher, was ich meine und tue. Gut so, Hellsehen ist besser als Schwarzsehen. Basta. ... und ich schicke Dir gerne mal 15 oder 20 "Bastas" zur eigenen Wiederverwendung. Auch zum Einsetzen, falls ich es mal vergessen habe. Bin ja älter als Du, da vergesse ich schon mal was..
Vorab schon mal zwei speziell für Dich: Basta. Basta. Melde Dich, wenn Du mehr brauchst..

von Hotzi-47 - am 23.06.2016 09:34
Zitat
EMobile plus solar


Siemens: erster öffentlicher E-Highway Oktober 2014 in Kalifornien: Antriebe-e-highway


Roland mir deucht Du hast die letzten Jahre wo nicht Hier :o zuviel getwittert
Des mit Kalifornien ( das ist da wo grad den Elon etwas die Felle davonschwimmen )
war schon in meinen ersten Beitrag hier gestanden, aber halt ohne Basta.

So mehr später der Beton läuft gerade in den Keller ( damit des Hochwasser draußen bleibt
und so mit diesen dort Basta ist ;-) )

von Manfred aus ObB - am 23.06.2016 12:20
Zitat
Manfred aus ObB
Des mit Kalifornien war schon in meinen ersten Beitrag hier gestanden.....


Ja danke für den Hinweis und dass Du es wegen der Wichtigkeit jetzt das dritte mal hier veröffentlicht hast. Das mußte ja wirklich sein. Und ich bitte um Enschuldigung, dass ich jetzt nicht alle Deine alten Beiträge durchgesucht hatte, um festzustellen, was Du schon getwittert oder sostwie hier veröffentlicht hast. Du weißt, wegen der Fülle würde das schwer werden..

Was ist Twitter? Ist das dieser Dienst, der mich ständig nervt, dort beizutreten. Ist im Spamfilter einsortiert. Will ich nicht, mag ich nicht. Basta.

Kalifornien? Ach ja, da war ich mal, und gestern war mein Freund Eugen von dort mal wieder hier zu Besuch. Wir haben über EVs und Tesla geschwätzt, und dann sind wir etwas im Hotzi spazierengefahren, er war ganz begeistert. Kannte den Wagen noch von seiner Zeit in der Uni, als er ihn dort mal bewerten mußte. Und wenn er weider zurück ist in Kalifornien fährt er vielleicht mal zu dem Siemens-LKW-Oberleitungs-Highway und berichtet drüber.

Gruss, Roland
Gratulation an Manfred, zwei "Bastas" verbraucht. Ich schicke keine neuen, verwende bitte meine alten wieder.

von Hotzi-47 - am 23.06.2016 15:27
Zitat
EMobile plus solar

Gratulation an Manfred, zwei "Bastas" verbraucht. Ich schicke keine neuen, verwende bitte meine alten wieder.


Ahhh

jetzt wird mir das mit den Kalifornien und Oberleitung klar, es liegt nicht am meinen Beiträgen,
weil Deinen vorletzten Beitrag stand noch:

Zitat
EMobile plus solar


Vorab schon mal zwei speziell für Dich: Basta. Basta. Melde Dich, wenn Du mehr brauchst..


Du vergißt auch was Du geschrieben, na ja ich werd versuchen in Zukunft darauf Rücksicht zu nehmen :o

Übrings Deine Zweitbesetzung ( als Du mich hier so Schnöde im Stich gelassen mußt ich mit 4of4
im Loremoforum Kloppen, Er war Stolz drauf das Unser Kloppethrade die meisten Klicks hatte )
hat hier mal was zu O-Busen geschrieben, ist aber schon einige Zeit aus

[67183441.foren.mysnip.de]

Da gings um OBuse Kontra Akkubuse Du kanst ja mal Beurteilen ob Er Dich würdig vertretten, beim Kloppen
mit mir, also mir war das Orginal eigentlich Lieber, aber ich brauchte halt keine Rücksicht nehmen
auf das Er was Vergessen hatte, so gesehen sehen wir es Positiv das Du nicht Nachtragend bist :hot:

von Manfred aus ObB - am 23.06.2016 17:04
Bei ihren 90km/h verbrauchen LKWs in der Ebene herzlich wenig Strom. Energie wird insbesondere am Berg und zum Beschleunigen benötigt. Ein 60Tonnen - LKW-Zug benötigt für die Beschleunigung auf 90km/h ca 6kWh und zum Klettern auf einen 6%-Berg bei 90km/h ca 1000kW Antriebsleistung.
An diesen Stellen ist eine Oberleitung nützlich, um die erforderliche Batteriegröße einschränken zu können. Im Stau beschränkt man sich ohnehin auf niedrige Höchstgeschwindigkeiten und es wird effektiv rekuperiert. Die Allrad-betriebenen Züge besitzen wegen ihrer Größe wirkungsgradstarke und relativ kleine Motoren. Im hügeligen Gelände reichen alleine die mit Oberleitung ausgerüsteten Steigungen, um genügend Energie für die gesamte Fahrstrecke nachzuladen.
Entsprechend niedrig dürfte der Verschleiß der Schleifer sein.
Hier besteht aber immer noch das Risiko, dass es manche Fahrer nicht so genau mit der Wartung der Schleiferbeläge nehmen und Oberleitungen beschädigen.
Deshalb gleich eine neue Überlegung, nämlich induktives Laden, berührungslos über die Oberleitung:

von Bernd Schlueter - am 03.07.2016 05:06

Induktives Laden über die Oberleitung?

Die zwei Oberleitungsdrähte bilden eine Spule mit einer Windung, die bei 50kHz hinreichend wenig Induktivität besitzt, um zu viel Energie in den darunterliegenden Raum zu schicken, um Menschen zu gefährden. Um dennoch genügend Energie aus ihnen beziehen zu können, würde man eine offene, rechteckige Resonanzspule von ca 2 Meter Breite und bis zu 5 Metern Länge im ausreichenden Abstand anordnen. Die Oberleitungen hoch genug, um Raum für eine kleinere Kompensationsspule auf dem ferritabgeschirmten Wagendach zu schaffen. So würden auch mitreisende seltene, magnetfeldempfindsame Schmetterlingsarten mit Herzschrittmachern geschont, die dem Resonanzsystem nahe kommen.
Die einzelnen Abschnitte der Oberleitungen werden, da sie ja relativ hochfrequent erregt werden , potentialgetrennt von der Erde angeordnet, sodass herunterhängende Teile bei Unfällen nicht gefährlich werden können.
Ein Megawatt Ladeleistung wären dabei schon wünschenswert.

Andererseits könnten die induktionslosen Schleifsysteme noch mehr Energie übertragen, sind billiger und dauerhafter, weil nur ca 2 bis 5% der Streckenlänge mit Oberleitungen bestückt werden müssten. En wesentlicher Punkt dabei ist auch, dass Vereisungen wegen der höhen Leistungsdichte und der, im Gegensatz zur Bahn, weit höheren Verkehrsdichte, nicht auftreten.
An Steigungen würde man die Geschwindigkeit bis auf 36km/h hinab beschränken, um Leitungen und Leistung einzusparen, was die Durchschnittsgeschwindigkeit der LKWs nur marginal beeinflussen würde. Rastplätze erhalten selbstverständlich ebenfalls Oberleitungen zum Nachladen mit geringer Leistung.

Die energiesparende Hyperloopverschickung von Gütern könnte allerdings zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für den LKW-Verkehr werden. Dort benötigt man nicht einmal Stromzuführungen während des Fluges.

von Bernd Schlueter - am 03.07.2016 05:46
Oberleitung mit 50 kHz?
Super Antenne. Da wird sicher ein wenig oder auch mehr einfach so abgestrahlt. Wohin?
Wo bleibt die Energie? Ich sollte wohl mal einen Physiker fragen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 03.07.2016 12:27
Da wird herzlich wenig abgestrahlt. 50kHz entsprechen einer Wellenlänge von 6000km. Den Fahrdrahtabschnitt würde ich auf wenige hundert Meter beschränken und nebeneinanderliegende Oberleitungsabschnitte löschen sich gegenseitig aus. Im Nahbereich kommen schon beträchtliche Feldstärken zusammen, In die Resonanzspule darf sich niemand setzen. Bei den Induktionsschleifen in der Straßendecke ist das nicht anders, mit dem Unterschied, dass da jemand direkt drüberlaufen könnte, zudem mit Schuhen mit Stahleinlagen oder Nägeln.
Es soll sogar Leute geben, die auf Induktionsherden mit 50kHz kochen. Ich sogar bevorzugt.

Trotzdem, es gibt Leute, die lieber in den Graben fahren, als eine sich über die Straße verirrende Wasserader im falschen Winkel zu kreuzen, und auch auf die müssen wir Rücksicht nehmen. Die kaufen auch keine Induktionsmatten, die sie unter das Auto schieben. Trotzdem, der direkte Kontakt zum Gleichstromdraht hat viel für sich und mit einer sorgfältigen Qualitätskontrolle kann man mit einem einzigen Schleiferbelag weit über eine Million km zurücklegen, ehe er erneuert wird. Das kostet nicht viel, allenfalls wenige Hundert Euro.

Auch, wenn es nur wenige mWatt sind, die abgestrahlt werden, Längstwellenempfänger orten solch eine Oberleitung noch in einigen km Entfernung. Die auftretenden Feldstärken im Längstwellenbereich können sich aber überhaupt nicht damit messen, was ein einziger Blitz zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre anrichtet. Die empfängt man noch in tausenden km Entfernung. Außerdem senden sie nicht in einem zugelassenen Frequenzbereich. Auch akustisch sollte das Getöse verboten werden. Wir senden nur auf einer festen, zugelassenen Frequenz.

Die älteren Siemens-Straßenbahnen der Uerdinger Duewag-Werke wurden endlich aus dem Verkehr gezogen. Deren Thyristoren waren eine Pest für Krefeld. Die hörte man sogar im Telefonhörer.

von Bernd Schlueter - am 03.07.2016 13:07

Re: Ladespur - und nicht alles glauben.

Zitat
Bernd Schlueter
Da wird herzlich wenig abgestrahlt. 50kHz entsprechen einer Wellenlänge von 6000km.


Dicht daneben ist auch vorbei. Na ja, Faktor 1000.
50 kHz entsprechen einer Wellenlänge von 6000 m! Nicht km!
Da strahlt dann doch was herrlich ab. Nicht herzlich wenig, sondern herrlich viel.

Die 6000 km gelten für 50 Hz. Ich hatte immer die magische Antennenlänge von Lambda/halbe und 3000 km in Erinnerung. Unser großer Netzverbund strahlt damit schon ganz schön heftig in den Raum ab. Aber das ist eine andere Geschichte.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 06.07.2016 19:07
Hier gibts die kabellose Aufladung für LKWs.

von Emil - am 07.07.2016 05:17
So werden auch Fußgänger mit genagelten oder Arbeitsschuhen mit Stahlkappe nicht geröstet. Vom Kostenaufwand gesehen muss solch eine aus einer Million geschalteten Einzelspulen bestehende Strecke von 1000 km nicht teuer sein, zumal man die "Spule" nur aus zwei bis 5 Windungen bestehenden Litzen bestehen lassen würde. Der Kupferpreis für Litzen liegt unter 10 Euro/kg. Die Halbleiter dazu sind auch nicht teurer. 200kW, das ist schon etwas. Unter dem Fahrzeug kann man sehr gut abschirmen.

6km Wellenlänge. Trotzdem, die Abstrahlung ist minimal und nicht störend, weil nur eine feste Frequenz. Die Abstrahlun geht mit der dritten Potenz des Verhältnisses Leiterabstand zu halber Wellenlänge ein. Sprich, bei einem Leiterabstand von einem Meter 4 mal 10 hoch minus 11.
Eisenbahnen und Straßenbahnen sind da mit ihren 5 Metern Leiterabstand und größeren Drahtlängen ganz ungleich störender. zudem senden sie in einem Riesenfrequenzbereich.
Blitze sind eh strengstens verboten und selbst Nordlichter verbreiten ungefiltert ihren Schrecken über die gesamte Datenkommunikation.
Oberwellenfilter sind allerdings Pflicht. Nur Sinusstrom ist zulässig. Das ist aber kein Problem.

Wenn es so weitergeht mit der Verkürzung der Ladezeiten, sehe ich allerdings keine Notwendigkeit mehr für die Verlegung der Induktionsschleifen in der Straßendecke oder am Himmel. Dann ist die Ladung im Stand mit eingesteckter Primärspule geeigneter. Dann beträgt die praktisch verlustfreie Energieübertagung ein -zigfaches der Erfordernisse. Für stark befahrene Hafenausfahrten könnte sie dann immer noch interessant sein.

von Bernd Schlueter - am 07.07.2016 08:20
Hallo Bernd,
an solchen Systemen mit Spulen in der Fahrbarn arbeiten und forschen bereits eine Reihe von Leuten. Hier ein paar links dazu:

70 km/h schneller LKW während der Fahrt kabellos aufgeladen (elektroniknet.de, 1.7.2016)

Wenn die Straße das Elektroauto mit Strom versorgt (Wirtschaftswoche, 25.11.1015)

Grossbritannien testet Autobahnen mit Ladefunktion (Golem.de, August 2015)

Briten vor Tests von E-Auto Ladung bei der Fahrt (Die Welt.de, 16.8.2015)

Dieser Flitzer tankt Strom im Fahren (Fraunhofer, 22.5.2015)

Lizenz zum Gelddrucken (Schorr-Power.net, 2015)

Verbesserte Technik zum Laden von Elektroautos während der Fahrt (ingenieur.de, 20.11.2013)

Magnetische Induktion oder magnetische Resonanz (all-electronics.de, 21.3.2013)


Und noch ein Beitrag im Ironiemodus:
Genialer Trick: Mann lädt sein Elektroauto einfach über den Zigarettenanzünder auf (der-postillon, Dez. 2015)

Fast Ironiemodus, aber gelebte Reallität:
Nachladen unterwegs mit freier Energie (eigener Bericht aus dem Archiv...)

Genug Futter? Viel Spass beim Lesen, Grüsse von Roland

Nachtrag: Hallo Bernd, Du schriebst: "Wenn es so weitergeht mit der Verkürzung der Ladezeiten, sehe ich allerdings keine Notwendigkeit mehr für die Verlegung der Induktionsschleifen in der Straßendecke oder am Himmel" Ich möchte hinzufügen: Wenn es so weitergeht mit der Batterietechnik und den höheren Reichweiten der E-Fahrzeuge, wird es ebenfalls keine Notwendigkeit mehr für Induktionsschleifen in der Strassendecke geben. Gilt für PKWs. LKWs und Busse könnten das wohl noch eine Weile brauchen. Oder schienengebunden gleich als Strassenbahn oder so.

von Hotzi-47 - am 07.07.2016 10:02
Die Ladespur mit dicht an dicht liegenden Ladespulen ist durchaus sinnvoll. Gleich, wie langsam man diese durchfährt, das Gezerre an undurchdringlichen Wäldern von Ladesäulenstrippen entfällt, der Gänsemarsch sorgt für einen reibungslosen Ablauf, der bei 10km/h auch die teslamobile Steuerung , diesmal ohne Gefahr, erlaubt. Sprich, der Fahrer darf eine halbe Stunde Harry Potter schauen oder schlicht pennen.
Wenn es auch in Düsseldorf weit und breit keine Teereichung a la Chademo gibt, würde ich dabei auf die freundlichen Japanerinnen, die mir während der Ladekür Kaffee reichen, nicht verzichten wollen.
Einen nationalen Aufstand braucht man nicht daraus zu machen, ein einziges induktives Spulenpaar zu testen, reicht. 6,8 MW wird man nicht gerade übertragen können, wenn der Abstand zu der einfachen Leiterschleife in der Straßendecke überbrückt werden soll. Aber immerhin ehrhöht sich der von den Leiterschleifen übertragene Energiewert durch Resonanzkreise um die Wurzel von deren Güte, die durchaus weit über 400 liegen kann. Ich hatte hier schon einige Rechnungen dazu angestellt.

Es gibt noch Erd- und Flüssiggas, die man selbst in Fahrzeugen außerhalb der Städte umweltschonender verbrennen kann, als es die schicksten Braunkohlenkraftwerke je vermögen können. Deshalb bevorzuge ich nach wie vor das Hybridmodell mit rein elektrischer Fahrt in den Ballungsräumen und seriellem Gas-Hybridantrieb über Land.

Die elektrodynamischen Gesetze für die induktive Energieübertragung sind bekannt, für einen großflächigen Einsatz ist es viel zu früh.
zuerst einmal muss der Strom umweltfreundlicher erzeugt werden und da sind Herr Gabriel und unsere Regierung im Rückwärtsgang. Nein, bisher ist die Umweltbilanz unserer Stromversorgung alles andere als besser als ein hybrider Gasantrieb in unseren Fahrzeugen selbst.
Wir sollten (noch) das induktive Laden nicht überbewerten. Es ist möglich, diese Erkenntnis sollte vorerst reichen und stationäre induktive Lader sind ebenfalls schon jetzt angebracht.

Vielleicht bekommen wir ja irgendwann eine Regierung, die die Energiewende nicht nur hinausposaunt, sondern auch angeht.

Für mich steht die Entwicklung eines rein elektrischen Getriebes, ohne Zahnräder, obenan.
Ein Hypoid-Kegellradpaar am Differential, das ist alles, was ich zugestehe.
Nein, die Motoren sind noch nicht ausgereift, eher schon die Generatoren, die eh nur im engen Drehzahlbereich laufen müssen.
Die Gasmotoren? Toyota hat mit dem nach Atkinson benannten Motor einen überzeugenden Anfang gemacht und da steckt immer noch Verbesserungspotential drin. Er arbeitet nach dem Miller-Prinzip. Das Heizaggregat von Honda ist ein echter Atkinson und wäre bei seinem Preis von unter 4000 Dollar eine echte Verbesserung für die Umweltbilanz unserer Elektroautos.
Aber nicht zu den Bedingungen, die Bundesregierung und Vaillant untereinander ausgeheckt haben.

Ich nenne es Korruption, Missbrauch des guten Willens der Bevölkerung und des Volksvermögens.

Nein, die elektrische Abkassiererei und Kontrolle der Bevölkerung gefällt mir ganz und gar nicht.
Da wird uns vorgegaukelt, wir zahlten für die Umwelt, und das Gegenteil ist der Fall.
Noch gehört die Steckdose mir, aber wie lange noch?

Es ist schön, von anderen Zeiten zu träumen, aber noch ist die Zeit der induktiven Ladestrecken nicht gekommen. Erst müssen wir ausdrücklich unseren solaren Ladestrom abgabenfrei in unsere Elektroautos stecken dürfen und unser Haus mit abgabenfreier doppelter Nutzung heizen dürfen. Dann kommt die Energiewende von selbst und das alternative Stromnetz wächst. Dann lohnt es sich auch, ernsthaft induktive Ladestrecken in Angriff zu nehmen.
Technisch gibt es da keine unüberwindbaren Hürden.

von Bernd Schlueter - am 07.07.2016 17:38
Nachdem das autonome , rechnergesteuerte Fahren salonfähig geworden ist, dürfte auch die Ladespur nicht mehr lange auf sich warten lassen. Eine separate Ladespur neben der Autobahn würde nur schwerpunktmäßig verbaut, nimmt extrem wenig Platz ein und entlastet den Verkehrsstrom enorm, weil durch die automatische Steuerung nur wenige Zentimeter Abstand der Fahrzeuge erforderlich sind. Man könnte sozusagen lange Lastwagenzüge aus Einzelfahrzeugen im cm-Abstand fahren lassen. Außerhalb der Staustrecken fahren diese wieder normal, vom Fahrer gesteuert.
Die Neuentwicklungen von MAN und Vossloh-Kiepe werden mit zu der Umsetzung beitragen.
Nicht nur am Bierausschank des elweb-Forums.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2016 08:12
Viel interessanter finde ich die Entwicklung bei ABB zu der Schnellladung von Elektrobussen in wenigen Sekunden. Dies sollte dann an den Rastplätzen und bei den Speditionen für LKW angeboten werden.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 18.07.2016 08:20
Dann müssten die LKWs aber alle 20km anhalten. Ich dachte die Ladespur auch zur Anrechnung auf die Ruhezeiten. Der Bau dürfte relativ billig sein, die Stromabnehmersysteme sehr einfach. Die Einheitsgeschwindigkeit wird an die Ruhezeit und an die Verfügung an Ladespuren angepasst. Zwischen 20 und 70km/h (rein elektrisch). Ein besonderer Vorteil wäre auch, dass die Früchte aus Spanien und der Türkei nicht mehr so stark vergiftet werden müssten, weil die Transporte weit schneller verliefen. Mit wachsender Sicherheit des autonomen Transports könnten die Europaachsen auch 2000km lang und länger werden. Falls Hyperloop nicht alles irgendwann in die Tasche steckt.
Heute darf ein LKW nur 720km pro Tag zurücklegen, wenn ein Fahrer zur Verfügung steht. Der zweite Fahrer bringt nur Kosten, kaum Vorteil, weil das Fahrzeug für die Ruhezeit stehen muss. Das könnte man bei stoßfreiem, elektrischem Betrieb ändern.
Spanisches Obst steht heute vor Gift und wird zu Schleuderpreisen verscherbelt. Die Bahn? Noch unzuverlässiger. Bei 60km/h elektrischen 15 Stunden Pause pro Tag könnte ein Fahrer 1620 km pro Tag zurücklegen.
Bahntransporte wären sinnvoller, aber es sprechen defacto-Monopole dagegen, neben gesetzlichen.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2016 11:44
Hallo Bernd,

ich denke nicht an die Schnellladung in 15sec, sondern an die Ladung mit 600Kw.
Was verbraucht ein aktueller Truck auf 100Km. Habe mal was von 35L gehört. Wenn der Wirkungsgrad ähnlich schlecht wie beim PKW ist, dann sollte man mit 150Kw pro 100Km auskommen. Also könnte man bei 600Kw Ladeleistung in nur einer Stunde für 400Km aufladen. Was passt denn an Akkus in einen LKW?

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 18.07.2016 13:50
Kann man berechnen: 1-1,5% ist der Rollwiderstand. Bei 50 Tonnen LKWmasse und 90km/h Geschwindigkeit gehen 125 bis 190 kW nur für den Rollwiderstand drauf, ca 50kW für den Luftwiderstand bei 7,5m² Frontfläche, macht 195 bis 270kWh insgesamt auf 100km. Macht bei 8kg/kWh für 100km Reichweite 1,5 bis 2,2 Tonnen Batteriemasse. mehr würde ich nicht vorsehen, denn nicht überall gibt es dann Ladespuren, nur an den europäischen Magistralen. Im 50km-Abstand. Dann aber bitte fulle Pulle, klar, viel mehr als 600kW vertragen die Batterien nicht.
Aber am 6% steilen Berg kommen nochmal 1000kW hinzu, damit der Schwerlastzug auch mit vollen 90 km/h die Geislinger Steige und die Alpenpässe hochzieht.
Vorausrechnend fahren sollte man dann schon, denn irgendwann geht es wieder herunter, und dann muss die rekuperierte Energie in die nicht leeren Akkus passen. Ein 1000 Meter hoher Alpenpass speichert im Fahrzeug eine potentielle Energie von 140kWh, von denen 100kWh in die nicht vollgeladene Batterie passen sollten.
Im deutschen Mittelgebirge würden sehr wenige, kurze Ladespurstrecken reichen, um rein elektrisch den LKWtransport zu bewältigen. Man könnte sich sogar auf unter eine Tonne Batterie beschränken und an Verbrennermotorleistung könnte man ebenso sparen. Statt über 600kW reichen dann auch 250, um auch ohne Ladespur weltweit rein mit Verbrenner zu kommen. Der Wirkungsgrad solcher Dieselgeneratoren liegt nicht weit unter 50%.
Nirgendwo ist dieser hybride Antrieb so vorteilhaft wie beim Schwerlastverkehr. Nur im Flachland würde man noch vom Verbrennergeneraor Gebrauch machen. Die Verbrennermotoren könnten auf Effektivität gezüchtet werden und würden viel weniger Zeit laufen. Wartungsintervalle werden größer, die Motoren noch leichter. Was aber auch ginge, ein LKW würde noch 100 Meter PKWs hinter sich herziehen und aufladen. Die Oberleitung gibts her: Ein Schwerlaster und 20 PKWs die Geislinger Steige hoch würden glatt 3 Megawatt Leistung aus der Oberleitung saugen.

Zu altmodisch? Mit verschränkter Quantentechnik lassen sich die Fahrzeuge auch gleich über den Berg beamen. Sogar unter Verzicht auf Straße, Tunnel und Tunneleffekt. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden aufgehoben. Die Begrenztheit der Lichtgeschwindigkeit sollte fürs Erste genügen.

von Bernd Schlueter - am 24.07.2016 09:45
Zitat
Bernd Schlueter
Kann man berechnen: 1-1,5% ist der Rollwiderstand. Bei 50 Tonnen LKWmasse und 90km/h Geschwindigkeit gehen 125 bis 190 kW nur für den Rollwiderstand drauf, ca 50kW für den Luftwiderstand bei 7,5m² Frontfläche, macht 195 bis 270kWh insgesamt auf 100km.


LKWs haben ein maximales Gewicht von 40 Tonnen und eine Frontfläche von 10 qm.

Zitat

Aber am 6% steilen Berg kommen nochmal 1000kW hinzu, damit der Schwerlastzug auch mit vollen 90 km/h die Geislinger Steige und die Alpenpässe hochzieht.


Warum sollte er? Heute reichen für die meisten LkWs locker 300 kW. Bei nur 100 kWh Batterie würde diese mit 10C belastet.

Zitat

Zu altmodisch? Mit verschränkter Quantentechnik lassen sich die Fahrzeuge auch gleich über den Berg beamen. Sogar unter Verzicht auf Straße, Tunnel und Tunneleffekt. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden aufgehoben. Die Begrenztheit der Lichtgeschwindigkeit sollte fürs Erste genügen.


Der Hyperloop für den Transport würde erst mal reichen. :rolleyes:

von Emil - am 24.07.2016 15:13
Zitat
Emil


Warum sollte er? Heute reichen für die meisten LkWs locker 300 kW.


Heutige LKW haben aber auch ein Getriebe, nur die Jünger von Elons reiner Leere
schreien dann das geht nicht, wenn das so ginge hätts Elon längst gemacht ;-)

10 m² sind 2,5 m Breit 4 m Hoch das ist die aber danv ein extrem tief gelegter LKW
der ist wohl dann vom Masterplan Manta 2.0

von Manfred aus ObB - am 24.07.2016 17:26
Ich habe mal eine Art Mittelwert zwischen Eurolastzug von 60 Tonnen und den in Deutschland üblichen 40 Tonnen angenommen.
Ich meine auch, 4 Meter Höhe ist die Ausnahme. Dabei besteht schon zu oft die Gefahr, dass der Aufbau abgehobelt wird. Klar, nach dem Hobeln ist der Luftwiderstand geringer geworden.

von Bernd Schlueter - am 24.07.2016 21:32
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