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elweb Stammtisch
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, schachtelhalm

Edison gegen Westinghouse

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 12.06.2016 17:31

Die zwei beschimpften sich mit unfairen Mitteln und die Verwirrung darüber hält bis heute an.
Strom ist gefährlich .
Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber hätte meine Vorstellungen über die Vorsichtsmaßnahmen, die ich treffen würde.
Die wären: Um Energie zu sparen und einem alternativen Netz den Weg zu öffnen, würde ich Gleichstrom bevorzugen.
Die Spannung würde ich aus verschiedenen Gründen für den Endverbraucher niedrig halten:
1.elektrische Direktheizung könnte man so zurückdrängen, der unnötige stärkste Verbraucher
2. Die Berührsicherheit ist mit niedrigerer Spannung größer
3.Ausschalten über Halbleiter ist einfacher, ebenso ist die Spannungswandelung einfacher

Nachteile: Loslassen stromführender Leitungen ist erschwert, dagegen würde ich kurze Unterbrechungen im Stromfluss vorsehen, vielleicht alle 0,5 Sekunden für 0.1 Sekunde, die dann im Gerät auf andere Weise überbrückt werden müssen, sofern sie stören.
Lichtbögen reißen dann sicher ab.
Schalter müssen trotzdem mit Halbleitern ergänzt werden, wenn sie sehr klein sind und größere Leistungen schalten sollen.

In besonders gefährlichen Bereichen würde man potentialfrei arbeiten, mit einer besonders einfach durchführbaren Fehlerstomdetektion und Sicherheitsausschaltung. Dies bedarf allerdings eines Spannungswandlers.

Mit Phasenkorrektur, Stromgeräuschen und unnötigen Verlusten hätte man nicht mehr zu tun.
Drehstromleitungen sind weiter verwendbar, für nun mehr getrennte Stromkreise, auch symmetrisch zur Mittenspannung, wie in den USA, für höhere Leistungen.
Die US-Nema-Norm ist auf Edison zurückzuführen.
Traditionsgemäß deshalb auch verpolungssicher.
Ich würde das amerikanische System auch bei uns einführen.
Unsere Ladeinfrastruktur würde davon profitieren.

Ein fünfpoliges Drehstromkabel könnte für Gleichstrom genutzt werden, mit vielen Variationen:

Erde
Nulleiter
+Netzspannung
-Netzspannung
Netzspannung mit zeitlichen Unterbrechungen, um Loslassen stromführender Leitungen zu ermöglichen...nicht für alle Geräte.

Erde
Nulleiter
Netzspannung
potentialfrei+
potentialfrei-

Erde
doppelt Netzspannug+
doppelt Netzspannung-

Bei Neubauten weitestgehend Trennung der Stromarten, Meist nur zweiadrig.

Bemerkung: LED-Beleuchtung läuft meist mit Stromstabilisierung und Spannungswandlung, da stören die Sicherheits-Austastlücken nicht. Auch Motoren nehmen diese meist nicht krumm auch unsere Fahrzeuge nicht.

Antworten:

Passt alles, aber ...

Es gibt viel Bedarf für unterschiedliche Spannungen. Alleine für mein Ladeklo brauche ich 3,3 Volt für die Thermometer und manche Arduinos. 3 mal 1,2 Volt NiMH ?

Ohne die 5 Volt geht nix, 4 mal 1,2 Volt NiMH.

12 Volt muss unbedingt sein. Freie Auswahl, viele Wege kommen auf 12 Volt.

Warum sind alle Pedelecs 36 Volt? Manche Powertools auch, deswegen denke ich über einen Benzinkannister voll Pedelec Batterien nach. 144 Volt sind ein guter Einstieg, ab da könnte das Ladegerät vom i-MiEV funktionieren, das eingebaute.

48 Volt scheint nicht mehr so populär zu sein. Aber im Motorrad finde ich plötzlich 60 Volt. 72 Volt kommt auch irgendwo vor.

An der Tankstelle, ich musste neulich mal wieder hin, auf der Rückfahrt mit einem Leihwagen. Welchen Schlauch nehmen wir denn heute? Da hängen 4 verschiedene Schläuche an einer einzigen Säule, hinterm Haus noch ein Gastank für Erdgas, ums Eck einer für LPG und Wasserstoff soll vielleicht ... also 7 verschiedene Sorten, bei der Verbrenner Innung.

Von 48 Volt gibt es kleine Umspannwerke, auf 400 Volt Drehstrom Europa oder 480 Volt Drehstrom Welt.

Nach oben, LKW laufen mit 800 Volt. Ich denke in der Wohnung bekommen wir 400 Volt und in den meisten Autos auch. Nur Mut, ohne Erde ist 800 Volt ganz harmlos.

von schachtelhalm - am 13.06.2016 10:45
Alle Spannungswandler arbeiten mit Gleichspannung. Da spielt es gar keine Rolle, von welcher Spannung man ausgeht. Wandler passen sich da an. In jeder besseren LED ist heute ein kompletter Wandler mit Stromstabilisierung. Dazu noch der völlig überflüssige Vollweggleichrichter. Vor nicht langer Zeit gab es für die Leistungsversorgung nur 50 Hz-Transformatoren. Diese Zeit ist vorbei.
Wechselstrom ist völlig überflüssig geworden. Es genügt alleine Gleichstrom, der, auch gepulst sein darf, um Ausschalten lichtbogenfrei zu machen. Nein, die beiden Kontrahenten hatten damals nicht die Möglichkeiten wie wir.
Ein meiner Meinung nach völlig unwichtiger Nachteil: In den Niederlanden kann man wegen des hochstromigen Gleichstrom-Bahnnetzes keine feinmagnetischen Messungen machen.

von Bernd Schlueter - am 13.06.2016 14:43
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