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elweb Stammtisch
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5
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Hotzi-47

EEG und Strombesteuerung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 21.07.2016 11:17

Strom ist die am leichtesten und am billigsten zu verteilende Energieart. Auch, wenn seit einigen Jahren das Gegenteil behauptet wird. Ein Segen für die Menschheit, sollte man meinen. Nein, ist es nicht, denn Staat und befreundete Unternehmen kassieren, was sie nur können, von den Energieverbrauchern, ohne Gegenleistung. Nein, sie behindern sogar den technischen Fortschritt, indem Monopole jede Weiterentwicklung behindern.
Max. 7,69 kw darf eine Solaranlage an Nennleistung (das ist die nie erreichbare Bruttoleistung) haben, damit der Staat auf die Erhebung von Steuern und Umlagen verzichtet. dann dürfen aber auch keinen Förderungen in Anspruch genommen werden.Sind es mehr, schlägt der Staat voll zu und verlangt außerdem den Einbau von teuren Messeinrichtungen.
Diese Bestimmungen können sich laufend ändern, aber auf Altanlagen besteht Bestandschutz, auch für die Besteuerung.

Wer nicht unter die sogenannte "Bagatellregelung" fällt, zahlt auch für Strom, den er gar nicht nutzt.
So ist es unter Blockheizkraftwerksbetreibern üblich, dass man mit der Anlage Haus und Wasser erwärmt, den dabei erzeugten Strom aber gar nicht nutzen kann. Dann wird der teuer erzeugte Strom auch gleich wieder vernichtet, indem man ihn in Heizwärme zurückverwandelt. Aber man erhält für den kurz nur auftauchenden Strom ja die Förderung nach KWK-Gesetz (entspricht dem EEG). Das man für diesen Strom 24 Cent an Staat abgibt und Umlagen in Anspruch nimmt, merken viele nicht einmal. dann vernichtet man eben den teuer erzeugten Strom, indem man ihn in ohmschen Direktheizungen in Wärme zurückverwandelt, mit dem bekannten Verlust an Exergie.
Solch ein die Volkswirtschaft schädigender Unsinn wird aber gefördert und praktisch vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Die Rechnung sieht dann so aus: Für die kWh erzeugten Strom hat man theoretisch 6 Cent, praktisch aber mehr als das Doppelte an Gasmehrverbrauch, 18 bis 24 Cent kassiert der Staat und es bleiben an Nutzen 6 bis 8 Cent Wert an Wärmeenergie übrig.

Nutze ich die Wärme jedoch direkt, sprich, mit Solarkollektoren, ist nicht nur die Ausbeute ungleich höher, es fallen auch keinerlei Steuern und Umlagen an.

Der Unterschied beim Abkassieren ist nur der, dass auf dem Weg vom Dach in das Stromvernichtungsgerät für ein paar Mikrosekunden die Energie elektrisch fließt. Die ist aber böse und muss versteuert und mit Umlage belegt werden.

Ganz sicher keine Steuer bezahlen muss man, wenn man die Energie aus einem BHKW nicht elektrisch, sondern über einen Treibriemen überträgt. das ist ein steuerfreies mechanisches Getriebe. Tritt irgendwo Strom auf, wie in einem elektrischen Getriebe, wiehert dar Amtsschimmel und kassiert. Ungeklärt ist noch, ob das auch gilt, wenn BHKW, Solaranlage und Stromverbraucher untrennbar in einem hermetisch geschlossenen Gehäuse untergebracht sind. Ob man dann auch die Anlage auseinanderreißen, mit Messeinrichtungen versehen und den Staat kassieren lassen muss?

Nein, so hatte sich Nicola Tesla das nicht vorgestellt. Elektrizität, pfui Teufel, Atom, Donner und Blitz, eigentlich sollte sie verboten werden. Drum prüfe, wer sie nutzen will.

Nein, die Sonne ist nichr mehr kostenlos. Sie wird versteuert.

Die teuerste Energieart

Antworten:

Da ich manchmal kompliziert und schwer verständlich schreibe, hier noch einmal das, was ich zu kritisieren habe:

Es wird mit unseren Milliarden herumgeworfen, um wenige Prozent unserer Energieerzeugung auf eine alternative umzustellen. Dann wird aber diese teuer bezahlte, umweltfreundlich erzeugte Energie durch steuer- und umlagentechnische Tricks entwertet und für 3 Cent die kWh an Aluminiumhütten und ins Ausland verhökert, manchmal sogar zum "negativen" Preis.

Müssen wir uns das alles gefallen lassen?

Ich persönlich wäre bereit, diesen Strom zum vollen Preis für mein Elektroauto zu nutzen.
Warum ist es immer noch verboten, dafür ein eigenes Netz aufzubauen? Nur aus bürokratischen Gründen? Ich stimme nicht allem zu, was uns aufgetischt wird.

Bisher würde ich , selbst, wenn ich nur die Globalstrahlung nutzte, überversorgt sein, wenn ich bei meinen vielen Nachbarn mit Solardach tanken dürfte. So wird deren unwirtschaftlich teuer erzeugter Solarstrom zum größten Teil weggeworfen.
Bauen wir Barikaden vor Solarstraßen, wo jedes Dach eine Solaranlage bekommt und wo jeder gegen volle Bezahlung am Gleichstrom-Solarnetz tanken kann! Solarstraßen, damit sich die Anfahrt auch lohnt und in einer halben Stunde das Fahrzeug aufgeladen ist!
Ihr werdet es kaum glauben, aber ein bestimmtes Monopolgesetz verhindert das noch immer.

von Bernd Schlueter - am 03.08.2016 07:11
Zitat
Bernd Schlueter
Da ich manchmal kompliziert und schwer verständlich schreibe, hier noch einmal das, was ich zu kritisieren habe:
Müssen wir uns das alles gefallen lassen?


[ironiemodus EIN]
Hier noch einmal das, was ich zu kritisieren habe, nämlich dass Du manchmal kompliziert und schwer verständlich schreibt.
Müssen wir uns das gefallen lassen?
[ironiemodus AUS]

Zum Thema Energie und Besteuerung und Subventionen hier ein Zitat von Musk-EL:
"Tesla founder and CEO: 'Fossil fuels are already getting a massive subsidy if you believe in global warming."

Also: Strom wird zu hoch besteuert, Fossil Fuel wird subventioniert? Ja ja, da ist Deine Frage schon berechtigt: Müssen wir uns das gefallen lassen?

Was tun? Hier im Forum nur anprangern nützt nix. Auf uns hört doch keiner.

Gruss, Roland
Demo per Welttour elektrisch? Schade, ist oft gelaufen, mit E-Autos, Solartaxi, Solarschiff und jetzt auch mit dem Flieger. Und Raphael ist gerade wieder unterwegs, in 80 Tagen um die Welt. Na ja, wenns was nützt?

von Hotzi-47 - am 06.08.2016 12:24
Ich hoffe ja doch, dass manch eine mitliest, die die Versteuerung von Strom statt der von Brennstoffen zu verantworten hat. Würde man die Steuer auf die Brennstoffe, auch die zur Stromerzeugung, versteuern, würde niemand auf die Idee kommen, Strom billiger zu verkaufen als der normale Sterbliche zum Kauf des Brennstoffs zur Erzeugung der gleichen Wärmemenge bezahlen muss.Es ist aber tatsächlich so, dass der Betreiber eines Gasheizkraftwerkes ca 6 Cnt pro kWh Wärme aus Gas bezahlen muss, obwohl er für den Strom nur 3 Cent Erlös erhält.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass es für einen Blockheizkraftwerksbetreiber sinnvoller ist, den Strom per Heizwiderstand zurück in Wärme zu verwandeln, alsihn ins Netz einzuspeisen. Ist zwar nicht inm Sinne aller Erfinder, aber es ist eine traurige Tatsache, dass unser Staat solch einen Unsinn herausfordert. Viel einfacher wäre es doch, Geldscheine zu verbrennen, das macht zumindest weniger Umweltprobleme.
Der für drei Cent ins Netz eingespeiste Strom, so brüstet sich die Energieindustrie, wird dann, weil nutzlos, ins Ausland mit Gewalt,sprich gegen Bezahlung statt Erlös, verkauft, oder für Aluminiumerzeugung verschwendet.
Nein, an diesen Strom kommen wir nicht, denn nur der dem Ausland aufgedrückte oder in der Aluminiumerzeugung verwandte Strom wird nicht versteuert.
Selbst verbrauchter Strom unterliegt der Versteuerung. An der bisherigen 10kW-Bagatellgrenze wird bereits gefeilt.Paradox, für den geförderten Strom muss man auch die Förderumlage bezahlen und auch dann, wenn nach 20 Jahren die Förderung beendet ist.

von Bernd Schlueter - am 06.08.2016 16:21

Bäckerei Schüren in Hilden und Strombesteuerung

Wehe dem, der kostenlose Sonnenenergie nutzt. Die ist nämlich nicht mehr kostenlos. Der Fiskus kassiert die Sonnensteuer und die volle Umlage.
Der Bäcker Schüren in Hilden hat den Vorteil, dass die Anlage vor dem Stichtag der Besteuerung errichtet wurde, als die Sonne noch nicht besteuert wurde.
So darf er weiterhin den Strom an seine Kunden kostenlos abgeben, für die Anlage besteht Bestandschutz.
Dieser Bestandschutz gilt nicht mehr für die neu erichtete Chademo-Tankstelle, hier ist inzwischen der Stichtag eingetreten, bei der unsere Bundestagsabgeordneten beschlossen haben, die Sonne zu besteuern. Bäcker Schüren kassiert seitdem für eine chademo-Ladung pauschal 4 Euro, um wenigstens einen Teil der Sonnensteuer bezahlt zu bekommen.
Sehr lästig so etwas, was unsere Abgeordneten uns da eingebrockt haben. So muss Bäcker Schüren noch sauber trennen zwischen kostenlosem und versteuerten und mit Umlage belegtem Sonnenstrom.

Ich finde, es sollte der Bundesregierung verboten werden, für alternative Energie noch Werbung zu machen und zu behaupten, man wolle die Energiewende.
Inzwischen verstehe ich langsam die Engländer, die aus dem Bund mit den Deutschen austreten wollen...
Demnächst schafft die Bundesregierung auch noch die Chemtrails ab, damit sie ungebremst die Solardächersteuer absahnen kann...:-)

von Bernd Schlueter - am 16.08.2016 07:32
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