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Bernd Schlueter, Hotzi-47, p.hase, Andreas106, R.M, Twiker76, Manfred aus ObB, rostefix

Der größte Fehler bei der Einführung der Elektromobilität

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 27.07.2016 05:45

Anfangs gab es nur Schukostecker. Die sind fast alle wegegeschmolzen. Schlechtes Material und noch schlimmer: Falsche Konstruktion. Was uns da heute angeboten wird, hat noch nie 16 Ampere widerstehen können. Lauter Luftsicken, nur damit keine Wärme abfließen kann. Dabei wäre es so einfach, diese voll auszugießen. Auch das gibt es. Aber: denkste!
Die schlimmsten Schukostecker sind die voll ausggegossenen. Warum? Niemand kann hineinsehen und den Murks entdecken:
Darin ist nämlich nie das kabel verschraubt, sonderrn immer nur lose hineingesteckt und liderlich verklemmt, meist nämlich gar nicht!
Macht Euch die Mühe und schneidet den Mist nach dem Verschmoren auf!
Chinesische, nein oft auch deutsche Wertarbeit!

Ich habe jetzt Stecker entdeckt, bei denen man die zweite Gummischutzhülle einfach weglassen kann. Da liegen die Kontakte sichtbar, also ziemlichj ungeschützt. Da hat man wenigstens die entscheidende Stelle im Blick und der Luftzutritt erlaubt auch einen Dauerstrom von 16 Ampere.
Bei meiner Saharatour stelle ich noch einen Ventilator davor. In der Sahara befindet sich übrigens an jeder Palme eine Schukosteckdose. Wenn sie nicht von den Kamelen abgenagt ist.

Antworten:

Der zweite Fehler kommt sogleich

Der zweite Fehler kommt gleich hinterher: statt sich auf eine einzige, einheitliche Zugangsmöglichkeit ans europäische Netz festzulegen, verhindert eine unglaubliche Steckervielfalt die Reise ins entferntere Ausland. Wenn es wenigstens teilweise isolierte Bananenstecker gäbe...nein man muss als Nichtelektriker alles auseinanderschrauben und entdeckt dann in der letzten französischen Scheune, dass der Nullleiter am Drehstromstecker fehlte und alle Netzgeräte durchgebrannt sind..
Schön die Apps einzelner Anbieter, die im Internet anzeigen, welche Ladepunkte gerade frei sind und besser noch warnen, dass man mit irrsinnigen Parkgebühren, Schließungszeiten und völlig überhöhten Strompreisen von bis zu 10 Euro die kWh gelinkt wird.
Wo? viele Säulen haben einen frei vom Anbieter gewählten Minutenpreis und wenn ich dann mit meinem zukünftigen PSA Partner vorbeikomme und feststelle, dass ich meine 20 kWh in 8,5 Stunden laden muss? Dann kann ich womöglich an der Schranke mein Auto nicht mehr einlösen, weil ich pleite bin.
Kurz, ehrlich, wie ich bin, gebe ich meine Empfehlung für die Anschaffung eines Elektroautos frühestens für das übernächste Jahrzehnt ab. Freilich, nicht ohne auch auf die positiven Seiten des elektrischen Fahrens hinzuweisen...

Worauf ich aber immer hinweise, ist, das nächste Auto auf Elektromobilität vorzubereiten: mit einem automatischen elektrischen Getriebe, ganz ohne Schaltgetriebe. Aber das gibt es nur bei Schiffen, Zügen und ganz großen Minenfahrzeugen. Ja , auch beim Militär. In Deutschland fast gar nicht.
So etwas ganz normales "hybrid" zu nennen, ist Blödsinn, das ist etwas ganz und gar nicht Exotisches und erlaubt, falls doch irgendwo möglich, auch rein elektrisches Fahren. Aber diese Schublade existiert in Deutschland nicht.
Auch, was Toyota in seinem Prius verzapft hat, ist nicht das, was ich mir für die Zukunft vorstelle, obwohl es gut funktioniert und die Vorteile elektrischen Fahrens sichtbar macht.

Der alte Werner von Siemens hätte mit seinem Elan (nicht Erdogan) längst ganz Deutschland umgekrempelt.
Obwohl, Erdogan hat die Anforderungen elektrischen Fahrens besser erkannt. Wir sollten uns an ihm, wenn auch nicht in jeder Hinsicht, ein Beispiel nehmen.

von Bernd Schlueter - am 27.07.2016 06:50
Bernd als des Emobil modern wurde :rp: gab es noch garkeine Schukostecker



Ein Bild von Anno 1909 ( des war noch versorgt von einem Gleichstromkraftwerk ums Eck )



des ist von Anno 1906 die Firmenflotte der Gleichstromgesellschaft

und hier noch ein Bild aus den ELWEB News von 1913 eine 1000 Meilen Eautofahrt mit nur 10 Pinkelpausen



Bildquelle: [www.spiegel.de]

ach ja und noch ein Bild von Oma Duck als sie noch Jung



und nein das ist nicht Roland der Erste Co-Admin des Elwebs in frühen Jahren



sondern ein Herr: Charles Alexander Escoffery, erklärt hier am 9. August 1960 die Funktionsweise der Solarzellentafel auf dem Dach
des Baker Electric der 1912 zum erstenmal Gleichstromgeladen.

Das mit den Solarzellen auf den Dach war aber, und ist es noch immer, nur eine Demostory für willige Journalisten

von Manfred aus ObB - am 27.07.2016 07:26
Zitat
Bernd Schlueter
...Schukostecker. Die sind fast alle wegegeschmolzen. Schlechtes Material und noch schlimmer: Falsche Konstruktion. Was uns da heute angeboten wird, hat noch nie 16 Ampere widerstehen können. .....In der Sahara befindet sich übrigens an jeder Palme eine Schukosteckdose. ....


Hallo BaK,
haste was übersehen? Bei der jetzigen Einführung der Elektromobilität hat man Schukoladen (Homeladen, Notladen) aus Schmor-Gründen auf 10 A begrenzt. Wo ist jetzt der größte Fehler?
Dass Du trotzdem auf Teufel komm raus am Basteln bist und konsequenterweise nur das billigste Gelumpe einsetzt? Und Dich dann auch noch in aller Öffentlichkeit darüber beklagst?

Deine Kritiken und Geschimpfe in allen Ehren, ich kanns kaum noch ertragen. Bitte suche nach Lösungen. Waren wir nicht auf der letzten eCarTec bei Bals, wir zwei zusammen, und haben wir da nicht gescheites Zeugs gesehen? Mußt ja keinen Mist kaufen, hast doch die Freiheit, gute Qualität zu kaufen.

Und warum kann ich meine AX und Berlingos seit 14 Jahren recht problemlos mit Schukosteckern laden? Na ja, nachdem mir eine Dose weggeschmort war und ich es dann richtig gemacht habe. Es geht, wenn man weiss, wies geht, und man hat nie Zeit es gleich richtig zu machen. Aber immer Zeit, es nochmal zu machen. Die immer gültige Antwort, oft zitiert: Man kann, wenn man kann.

Ich gehe davon aus, Du kannst, also mach es und schreib über die guten und funktionierenden Lösungen. Besorg Dir anständige Schukostecker, nimm 2,5 qmm Kabel und Adernendhülsen, alles oft empfohlen und Du weißt das auch. Bei korrodierten Kontakten sprühe es ein. Und prüfe die Erwärmung mit der Hand - oder kauf gleich die Bals Dosen mit integriertem Wärmesensor. Ja ja, sowas solls geben.

Oder stell am besten gleich auf CEEblau um. Aber nicht die lumpigen Baumarktstecker nehmen mit Messingkontakten. Kauf gleich anständige Ware von Sirox mit vernickelten Kontakten. Kosten unwesentlich mehr und machen lange keinen Ärger. Hab mir nach langer I(gittigitt)Net-Suche grade einige gekauft, CEE blau und CEE rot. Noch nicht gefunden habe ich CEEblau Wandsteckdosen mit vernickelten Kontakten, die stellt offenbar niemand her. Wär schön, wenn der MoB einen link dafür finden könnte, wo er doch der link-Profi ist. Aber etwas neuer bitte als aus den Siemens Gründerjahren, und die Dosen am besten noch erhältlich. Also nix aus dem deutschen Museum in München.

Die meisten Schuko-Stecker haben übrigens vernickelte Kontakte und sind daher gar nicht mal so schlecht. Schließ 2,5qmm Kabel mit sauberen Adernendhülsen an, dann gibts kaum Erwärmung oder Ärger. Die nächste Stufe: Gute Schuko-Dosen, gut angeschlossen. Zuhause kannst Du sowas installieren. Unterwegs die fremden Dosen immer mal auf Erwärmung prüfen. Handauflegen sollte funktionieren, ersatzweise tuts auch ein kleines IR-Thermometer.

Warnung: Im Baumarkt fand ich kürzlich Legrand Stecker mit Messingkontakten. Nicht kaufen, nicht einsetzen. Ärger ist zu erwarten.

Also nochmal: Nicht schimpfen auf CE-Gelumpe (Chinese Export). Anständiges Zeugs kaufen, anständig anschließen und dann uns, also die E-Fahrer, auf gute Lösungen hinweisen. Wär mir persönlich lieber als auf Nepal Probleme oder Sahara-Palmen hinzuweisen. Wenn letztere über Schuko nur den guten Solarstrom anbieten, würde ich sogar meinen Hotzi dort aufladen. Wenn ich denn mal hinkomme damit. Über einen Schuko-CEEblau Adapter.
Oder gleich induktiv. Ich warte noch immer auf Deine Lösungen. Seit vielen Jahren.

Gruss, RaR
Bin dabei, mir für alle meine historischen E-Fahrzeuge Ladekabel mit CEE-Blau Steckern zu machen. Nicht nur wegen besseren Kontakten und besserer Stromfestigkeit, sondern auch wegen der zusätzlichen Lademöglichkeiten: Campingplätze, Wohnmobil-Stellplätze. Die meisten Park & Charge Stationen haben auch noch die CEEblau Dose drin, und die ist vielfach noch frei, also wenn schon der erste an Schuko hängt.

von Hotzi-47 - am 27.07.2016 11:05

Mennekes setzt den Fehler fort

Die all round Lösung ist für mich immer noch der Schukostecker mit Gebläse. Das Gebläse kann sehr klein sein, Hauptsache, die heiße Luft wird abtransportiert und die Oberflächenveredlung der Stifte und Kontaktfedern oxydieren nicht weg. Dann kann ich es auch wagen, den halb auseinandergefallenen Schuko in der saharakaffeedemostation zu strapazieren, denn auf die Idee, die Aufnahmeleistung der Lader reduzierbar zu machen, ist noch kaum ein Hersteller außer Sagem gekommen. Nein, ich lade gerne am Bestimmungsort, und da finde ich in 99% der Fälle Schuko und nicht CEE blau, auf den ich leider umgestellt habe statt auf den vernünftigen Schuko mit dann CEE-Adapter, den ich überaus selten benutzen könnte.
Aber die Leistungumstellerei mit dem Lexia ist auch mit Risiken verbunden. Selbst den Programmierkünsten der französischen Exorcetherstellern misstraue ich, die mit keinem Schaltplan herausrücken.
Also, wie ich es sehe, hat noch keiner von euch je ein Gebläse vor das Schukogestecke gestellt, sonst würdet Ihr anders reden. das ist mein Beitrag zur Verhunderttausendfachung der Anzahl der Ladestationen in Deutschland.
Kaffeedemo dauert bei mir im allgemeinen länger als vier Stunden und da ist immer mehr als die Auffüllung des Stromverbrauchs für die Anfahrt drin. Das gilt für den Saxo genau wie für den Tesla, denn die sind im Stromverbrauch ziemlich gleich.
Bei Aldi gilt übrigens allgemein, dass die Schukos nur für Fahrräder sind, die wissen, warum, obwohl sie mit 16 Ampere abgesichert sind, aber alle Steckdosen gemeinsam. Auf die Idee mit dem Ventilator ist da auch noch niemand gekommen und Mennekens sträubt sich partout, den Schuko salonfähig zu machen. Dabei liefern sie meist das wegschmelzende Gelump.

Vernickelt, das wusste ich noch nicht. Von Doduko weiß ich, dass die Herstellung der Kontaktflächenoberfläche ein ziemlich komplexer Vorgang ist. Kaum Materialverbrauch, aber hocheffektiv. Ja, meine Wegwerfkontaktschukos stammten alle aus dem Baumarkt, Messing. Aber auch die von Mareshall und Mennekes sind weggeschmolzen. Ein Blick auf die Mennekes-Schukos an vielen Düsseldorfer Säulen genügt. Hohe Preise, aber keinerlei Anstalten, die Säulen haltbar zu machen. Dabei wäre das so einfach. Nichts kann man so effektiv anpusten wie Schukodosen vom Inneren aus. Da liegen Kontaktfahnen und Stifte im Luftstrom.

Gestern habe ich einen in und vor den Kriegen elektrisch zusammengeschusterten Bauernhof elektrisch entkabelmüllt. Aberteuerlich, was man damals alles so hergestellt hat. Ölpapierisolation, Alukabel und teuerste Bleihüllen, säuberlich gefalzt und sicherlich extrem teuer, waren da üblich.
Ja, es gab damals offensichtlich noch keine brauchbaren Kunststoffe. Schalter, Lampenfassungen und Steckdosen keramisch, nur die haben bis heute durchgehalten. Vernickelt, wie ich jetzt von RaR weiß. Dabei hat Nickel eine denkbar schlechte elektrische Leitfähigkeit, was aber offensichtlich weniger eine Rolle spielt als die Verhinderung von Oxydation.
Widerstandsdrähte enthalten besonders viel Nickel, 44% (Konstantan) und nehmen kein Lötzinn an. Eine miserable Kontaktoberfläche, aber funktionieren jahrzehntelang als Drahtpotis. Vom üblichen Radiokratzen abgesehen.
Heute verwendet man einen Mikroprozessor mit einer Million Halbleitern und mit aufwendigem Programm. 50 Cent statt 3,95 Euro heute für ein kratzendes Drahtpoti aus dem feuchten Lagerkeller. Eigentlich grotesk.

von Bernd Schlueter - am 28.07.2016 07:26

Re: Mennekes setzt welchen Fehler fort??

Hallo BaK,
Nur mal so nebenbei zu den von Dir erwähnten kratzenden Drahtpotis? Kennst Du noch die gute alte Firma Preh? Radiobastlern aus dem vergangenen Jahrtausend noch bestens bekannt. Preh in Neustadt/Saale stellt heute u.a. ein Batteriemanagement für den BMW i3 her. Die Firma gehört seit vielen Jahren den Chinesen. Ich kann nur hoffen, dass das Qualitätsmanagement noch deutsch ist.

Irgendwie und irgendwas scheint Dir entgangen zu sein:
Zum E-Auto Laden laut heutigen Standards: Die modernen E-Autos haben Ladegeräte, die flexibel die Ladeleistung runterregeln können (müssen), und zwar vorgegeben vom Ladekabel (Was leider die Franzosen über die Marechal-Verbindung nicht können). Die heutigen Home- oder Notladekabel mit Schukostecker und ICCB (In Circuit Control Box) geben dem Fahrzeug-Ladegerät die Info, auf 10A Strom vom Netz zu begrenzen. Nicht nur Du, auch die Industrie hat gemerkt, dass die Schuko-Verbindung die 10A auf Dauer besser hält und es bei 16A zu warm wird. Jedenfalls seit einiger Zeit. Anfangs hat man auch 14 oder 16A Ladekabel den Autos mitgegeben. Die sind mittlerweile gesucht und heiß begehrt, vor allem, wenn man per Taste hin und herschalten kann von 10 auf 14 oder 16A. iMiEV und Ampera Fahrer wissen, was ich meine. Eine schicke Lösung kommt aus Schweden, da kann man an Tasten im Stecker den max. Ladestrom wählen, und das Ampera-Ladegerät z.B. kann mit diesen Vorgaben auch was anfangen.

Aber das Problem ist zweistufig:
Erste Stufe: ein guter Stecker.
Das kann die Industrie freilich an die Ladekabel anbauen, ordentliche Kontakte, gute Anschlüsse, 2,5 qmm Kabel, würde die 16A mitmachen. So hat man anfangs die Ladekabel auch gemacht, und auf dem Markt gibt es von kleinen Anbietern noch sowas noch heute (manches mal nur auf direkte Nachfrage, nicht so allgemein angeboten). Die üblichen Verdächtigen sind hier wohl bekannt, ich kann auf Namensnennungen verzichten. Ach so, Ladekabel für heutige E-Autos haben entweder Typ2 oder Typ1 Verbindungen am Auto. Die alten Franzosen haben noch Marechal-Verbindert, was aber auch gut ist und andere Vorteile hat. Übrigens kannst Du auch nur an dieser Seite des Problems Deine Lösungen ansetzen, d.h. gescheites Material kaufen und gut und sicher verbinden.

Zweite Stufe: eine gute Dose bzw. Hausanschluss. Und da liegt das Problem. Da hat die Autoindustrie keinen Einfluss. Denn der Anwender - und auch Du - mußt den Stecker in die Dose stecken, die Du irgendwo vorfindest. Zu Hause und bei Deiner eigenen Ladevorrichtung hast Du sicher schon gute Qualtität verbaut und keine Erwärmungsprobleme mehr. Aber unterwegs und woanders, wie auf dem von Dir erwähnten Bauernhof? Manchmal wirklich bitter, was man da vorfindet. Da ist die Begrenzung auf 10A besser und sicherer oder einfach nötig. Übrigens Italien und Schweiz: Da sind 10A Absicherung der Steckdosen durchaus üblich.

Also nur Mut bei der Suche, eine einfache Umschaltmöglichkeit von 10 auf 16A und zurück für unsere Sagem Boxen zu suchen und zu finden. Bin an der Lösung interessiert für die Zeit, da meine Berlingos mal wieder fahren. Zur Zeit steht alles und wartet auf Reparatur. Nur der AX fährt gut im Kurzstreckeneinsatz beim Schwiegersohn. Da muss ich mal einen Adapter von Typ2 auf Schuko bzw. gleich Marechal bauen. In Nürnberg gibts öffentlich fast nur noch Typ2 Dosen. Selbige Lösung wäre auch für Dich interessant, kannst für unter 200 Euro Materialkosten auch selber machen. Ich denke, Du kennst die Wege und Mittel mittlerweile alle, ich verzichte da auf die links zu den üblichen Anbietern.

Ach noch was: Wenn Du tatsächlich einen Schuko Stecker mit Belüftung bauen willst: Ich halte das für ein interessantes Projekt und könnte mich hinreissen lassen, sowas auch mal zu probieren. Ich denke da an 3D Druck eines kleinen angepassten Gehäuseteils mit 40x40 mm Lüfter. Wäre was für die Zeit, da ich es mal gelernt habe, eine Konstruktion und Druckdatei für sowas zu machen. Eine Frage zu Deinen Praxiserfahrungen: Welche Temperaturen hast Du an Deinen Steckern mit Deinem kleinen IR-Thermometer schon gemessen?

Und hast Du bereits das handelsübliche CEEblau Suchgerät? Was es gibt, kann man doch nutzen, gibts im freien Handel mit Android System plus Lemnet-classic, oder für gängige Navis als POI Dateien, ganz und gar kostenlos. Wer hats erfunden? Wieder ein Ralf, nicht der Bäcker oder Wagner, diesmal der Zimmermann.

Gruss, RaR
[Schimpfen auf die schlimme Industrie bringt mich nicht weiter. Dich etwa? Ich suche nach Lösungen, wie z.B. ordentliche Stecker mit vernickelten Kontakten, 2,5 qmm Kabel und hochflexibel, und wenns sein muss auch zwangsbelüftete Stecker. /size]

von Hotzi-47 - am 28.07.2016 09:23
Habe auch den Eindruck das seit Jahren immer nur viel geredet und geschrieben wird und nix passiert...

Irgendwo las ich mal was von Radnabenmotoren die schlecht oder nicht bezahlbar seien...

Ich fahre nun seit Monaten einen alten EVT (nun wieder den roten den ich auf der Waldmühle vor zig Jahren huckepackt dabei hatte) mit DC Kohlenbürsten...und diesen tollen 28650 Li Zellen die bis jetzt alles mitmachen, mittlerweile sind mehr als 21000 km auf der Uhr...
Das, wenn man nachfragt, sicherlich nen gebrauchten EVT (der auch schon Solarmobilmeister war oder als verbesserte Variante mit Drehstrommotor schon mal die 1700 km mit meinen mehr als 100 kg durch die Schweizer Alpen fuhr) sicherlich für um die 1 k Euro zu haben ist. Ich meine es gibt noch genug EVT mit toten Blei Akkus die es sicher wieder tun wenn man denen mal neue verpasst, dürfte bekannt sein.

Schwer sollte es also nicht sein in der Sommerzeit mit leichten E Rollern unterwegs zu sein. Und es gibt ja noch E-Bikes die zähle ich auch zur E-Mobilität...

Damit stellt sich die Frage warum es immer noch viele Arbeitnehmer gibt die sich bei dieser Witterung in ein 2 Tonnen Auto setzen 10 km fahren und die Klimaanlage voll aufdrehen damit nicht verschwitzt anzukommen...oder das andere Extrem mit so nem "fahrenden Lagerfeuer" (Fichtenmopet) oder die vielen Gartengeräte die in dieser Zeit mit den scheiß Dieseln zum Feinstaub und Ozonbelastung beitragen ?

Könnte es sein das der Mensch einer der größten Fehler ist ? Bös gemeint: "Versehentlich wurde die Nachgeburt großgezogen und der Rest verworfen"

sg

von Twiker76 - am 28.07.2016 09:39
Nu gut... mit was ist, vorallem was genormt und verbreitet ist (Schuko, Typ2) muss / kann man leben.

Viel blöder find' ich, das der Strom an öffentlichen Ladesäulen fast beliebig teuer ist. Zeittarife vertragen sich einfach nicht mit leistungsschwachen Ladern.

Fast genauso blöd find ich Fahrzeuge mit zwangs-Leasingakkus - wer kauft sich nen Gebrauchtwagen, wenn man den Akku dann zum Neuwagen-Preis leasen muss? Wegwerfdenken...

Was auch schön wäre, wenns ne Pflicht für die Hersteller gäbe, Software/Schaltpläne offen zu legen / mitzuliefern. Siehe Renaults aus den 2000ern welche fast irreparabel sind ohne fast unbeschaffbares Insiderwissen...

von rostefix - am 28.07.2016 17:09
Zitat
rostefix
Nu gut... mit was ist, vorallem was genormt und verbreitet ist (Schuko, Typ2) muss / kann man leben.

Mein Reden: Man kann... wenn man kann. Also einigermaßen Bescheid weiss, was man tut. Gilt besonders für Schuko, denn man kann überlasten und unter Last Stecker ziehen. Daher wollte man für E-Autos davon weg und entwickelte Typ2, das gilt als anwenderfreundlich. Man kann nicht unter Last ziehen, man sollte eigentlich nicht mehr falsch anschließen können oder überlasten. Ist also für den Massenmarkt gemacht, für Leute, die nicht lange nachdenken und einfach machen ohne was zu wissen.

Zitat
rostefix
Viel blöder find' ich, das der Strom an öffentlichen Ladesäulen fast beliebig teuer ist. Zeittarife vertragen sich einfach nicht mit leistungsschwachen Ladern.

Oh Rostefix, Du sprichst hier wirklich eines der Hauptprobleme (oder Fehler) bei der Einführung der Elektromobilität an. Zeittarife gehen gar nicht, denn in der Nachlade- und Ausgleichsladung geht so wenig Leistung rüber, dass es echt teuer wird. Oder man achtet sehr genau auf die Zeit und schaltet gezielt nach der Hauptladephase ab. Und trotzdem: diese Tarife verhindern, dass Fahrzeuge einfach zu lange geparkt werden ohne Ladung. Eine wirklich vernünftige Lösung mit einem Mischtarif fürs Parken und für den Strom kenne ich auch noch nicht. Schaun wir mal, wie es weitergeht. Das ebenso schlimme Übel ist die Barriere in Form von Zugangskontrollen durch Karten, SMS oder sonstwelche dummen Tricks zur Sicherung einer Kundenbindung. Laden von Strom muss so einfach sein wie Benzin tanken: Hinfahren und Laden, Zahlen bar oder mit Karten (Bank oder Kreditkarte). Alles andere ist überflüssig und wieder ein grosser Fehler bei der Einführung der Elektromobiliät.


Zitat
rostefix
Fast genauso blöd find ich Fahrzeuge mit zwangs-Leasingakkus - wer kauft sich nen Gebrauchtwagen, wenn man den Akku dann zum Neuwagen-Preis leasen muss? Wegwerfdenken...

Richtig bemerkt. Die Leaf-Lösung gefällt mir: Akku normal mitkaufen, oder Mieten (freigestellt). Ich würde nur kaufen. Gewerbebetriebe mögen die Miete besser finden. Soll jeder so machen, wie er es für richtig hält. Wenns den ZOE oder Twizzy auch mit Kaufakku geben würde, wärs ne Überlegung wert. Wieso nur verkauft sich der ZOE so gut? Vielleicht weil er fast der einzige ist, den man an den vielfach aufgestellten 22 kW Ladesäulen wirklich laden kann. Das kann wiederrum kaum ein anderer, ein schlimmer Fehler bei der Einführung der (deutschen) Elektromobilität.


Zitat
rostefix
Was auch schön wäre, wenns ne Pflicht für die Hersteller gäbe, Software/Schaltpläne offen zu legen / mitzuliefern. Siehe Renaults aus den 2000ern welche fast irreparabel sind ohne fast unbeschaffbares Insiderwissen...

Na ja, schön gedacht, aber die Firmen wollen wohl ihr know how nicht so ohne weiteres preisgeben wollen. Allerdings: bei den alten Franzosen wärs jetzt mal eine Massnahme, die den Firmen nicht echt wehtun würde. Aber vielleicht will man ja die alten Dinger nicht noch weiter auf der Strasse sehen. Bleiben nur die Selbsthilfegruppen durch diese Foren sowie die Kontakte nach Frankreich und Norwegen (dort sind noch viele Franzosen unterwegs). Und vielleicht noch persönliche Kontakte zu ehemaligen SAGEM Entwicklern (versuche ich gerade) und natürlich die Orginal Lexia made in France (aus China). Hab grad so was erworben; aus China gekauft und es steht drauf "made in France" und "Orginal Actia". Pardon, natürlich mit kleinem Schreibfehler laut Orginalbeschriftung: "ACTIA .... PSA X5 Evolution made in FRANCOE".
Soviel zu den Gefahren des "Offenlegens". Ich denke, Aktia hat die Geräte mal in China im Lohnauftrag bauen lassen, vor vielen Jahren... Jedenfalls haben die Chinesen sogar einen sehr gut aussehenden Aufkleber mit Peugeot und Citroen Logos und Orginal Teilenummer mitgeliefert.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 28.07.2016 20:22
Hallo

Im allgemeinen bekommt man schon die Schaltpläne für die Fahrzeuge. die Pläne für die einzelnen Module im Fahrzeug gibts natürlich nicht so einfach.

Allerdings ist der Austausch mit Teilen von anderen Fahrzeugen reicht einfach da zumindest bei den deutschen Herstellern die Software und die Diagnosegeräte recht einfach zu bekommen sind.

Gruß

Roman

von R.M - am 28.07.2016 20:41
Neben den Typ2 und Teereichungsladern sollten noch mehrere 10-Ampere-Schukos drum herum sein, mit denen man in Ruhe zu Ende laden kann. Das wirkt gleichzeitig dämpfend auf überzogene Schnellladerpreise. Die können wir auch mit unseren 50 Meter langen Verlängerungskabeln anschließen.

von Bernd Schlueter - am 29.07.2016 17:00
vermasselt hat die szene eigentlich nur der elektriker der die 16A ziegel für mitsubishi für den europäischen markt mit diesen mertens-steckern umgerüstet hat. zwei fehler: 1) keine aderendhülsen vorhanden 2) das kurze zuleitungskabel hat nur 2,0mm². aufgrund einiger wenigen abrauchungen wurde eine ganze branche umgekrempelt und leider auf 10A reduziert. in 5 jahren und nach 70000km ist mir die erste schukodose abgeraucht weil ich den schuko hab fallen lassen und ein pin angeknackst war. busch-jäger weiss mehr als jung, denn die lassen einen eine gummimembran durchstossen, damit gelüftet werden kann und kein kondensat entsteht. wir laden mit den nissans stundenlang mit 3600-3700W. ich muss aber dazu sagen daß der ziegel eben entsprechend getuned ist.

von p.hase - am 29.07.2016 20:09
Zitat
p.hase
vermasselt hat die szene eigentlich nur der elektriker der die 16A ziegel für mitsubishi für den europäischen markt mit diesen mertens-steckern umgerüstet hat. zwei fehler: 1) keine aderendhülsen vorhanden 2) das kurze zuleitungskabel hat nur 2,0mm².


Natürlich gehören vernünftige Stecker und Adernendhülsen an den ICCB. 2 qmm für eine kurze Verbindung sehe ich nicht als Problem an.

Aber alles hätte funktionieren können bei guten Steckdosen. Hier sehe ich das Hauptproblem, und wie bereits geschrieben: Weil niemand so genau weiss, was man da so vorfindet. Daher die generelle Beschränkung auf 10A. Wohl auch deshalb, weil so manche Steckdose auch in Deutschland nur mit 10A abgesichert ist.

Also auch bei gut gemachten Ladekabeln, die 16A über Schuko ziehen können, rate ich zur Vorsicht unterwegs. Nicht jede Steckdose macht das mit. CEE blau ist da schon mal besser, aber auch hier sind unterwegs immer mal wieder Dosen zu finden mit geringerer Absicherung von 10 oder 6A (vor allem auf Campingplätzen).

Und noch zwei echte Erfahrungen aus Ladeversuchen: Eine 400V 32A Dose ist recht häufig nur mit 20A abgesichert. Ich frage unterwegs daher immer nach, was die Dose wirklich kann.
Und die sogenannten Motorverlängerungen für Drehstrom sind tückisch und auch gar nicht zugelassen: Vielfach fehlt dort der N, also Mittelleiter. Braucht man für Motoren nicht unbeding. Wir wollten über sowas mit mehreren Einphasenladern laden und nix ging. Hatten seinerzeit ganz schön lange gesucht.

Ich sehe es daher nicht als Fehler an, dass man für das Laden von E-Autos den Typ2 Anschluss geschaffen hat. Erstens wird hier nie unter Last die Verbindung getrennt, zweitens ist die Kupplung normalerweise spannungslos, und dann soll über die Datenpins auch eine Überlastung sicher verhindert werden. Alles in allem etwas sicherer als herkömmliche Haushalts- oder Industriestecker. Eigentlich alles gut, wenn nur die Typ2 Stecker nicht so gräßlich überteuert wären. Diese Überteuerung von Komponenten ist ein grosser Fehler bei der Einführung der Elektromobilität, um beim Thema zu bleiben.

Gruss, RaR

von Hotzi-47 - am 01.08.2016 09:55
Zitat
p.hase
vermasselt hat die szene eigentlich nur der elektriker der die 16A ziegel für mitsubishi für den europäischen markt mit diesen mertens-steckern umgerüstet hat. zwei fehler: 1) keine aderendhülsen vorhanden 2) das kurze zuleitungskabel hat nur 2,0mm².


Bei 1) gebe ich dir recht, 2) sehe ich bei der kurzen Verbindung nicht als Problem.

Bei meinem Stecker gab es aber tatsächlich drei Fehler!

1) fehlende Adernendhülsen
2) Nulleiter beim Abmanteln bis auf die Litze durchtrennt
3) Schutzleiter zu kurz

Dabei lernt jeder Elektriker: Der Schutzleiter geht als letztes von Bord. Jetzt hat die Industrie schon Stecker entwickelt, bei denen automatisch der Schutzleiter als letzter Leiter den Stecker beim Kabelziehen verlassen würde. Doch das störte die Konfektionierer nicht. Die haben einfach den grün/gelben kürzer abgeschnitten. :-(

von Andreas106 - am 02.08.2016 07:53
das 30cm kurze 2,0mm² wird bei 16A heiss. meine 1,5m tuning-zuleitung (die dann auch den zug vom stecker nimmt weil der ziegel nicht an der säule baumelt) mit 2,5mm² erwärmt sich gar NICHT.

von p.hase - am 02.08.2016 09:18
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