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Bernd Schlueter, Hotzi-47, el El, wolfgang dwuzet, Manfred aus ObB, Twiker76, R.M, Christian s

Steuerliche Frage

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 27.09.2016 08:08

Ich könnte in meinem Haus einen Gasmotor betreiben und mittels Treibriemen eine Wärmepumpe versorgen, die die aus dem Erdgas gewinnbare Wärme verdoppelt.
Das ist zweifellos erlaubt und steuerfrei.

Möchte ich die altbackene Transmissionstechnik in meinem Treppenhaus vermeiden und stattdessen die aus dem Erdgas gewonnene Energie elektrisch aus dem Keller oder aus der Garage an die Wärmepumpe befördern, sieht es anders aus. Gleich da, wo der Strom das kleine Blockheizkraftwerk verlässt, halten Finanzamt und Umlagenerhebungsstelle die Hand auf und erzeugen für mich unhaltbar hohe wirtschaftliche Verluste.

Auf eine kWh gewonnen Strom entfallen ca 23,5 Cent Steuern, Umlagen, Wegegebühren und Gewinn für den Gebietsmonopolisten, meist die Stadtwerke. Die Umlage wird , auf Kosten aller anderen Stromnutzer, weitgehend zurückerstattet.

Nur, weil ich den Treibriemen aufs Dach durch eine Stromleitung ersetzt habe.

Natürlich könnte ich den Strom auch nutzen, um mein Elektroauto zu laden und gleichzeitig mein Haus heizen oder gar Nachbarn versorgen. Die hätten möglicherweise einen Vorteil davon, wenn der steuer- und umlagenfrei bliebe.
Das geht natürlich nicht.
Also, zurück zur Transmission und den Treibriemen?
Wirkungsgradmäßig waren diese schon immer vorbildlich, aber doch reichlich unkomfortabel.

Eine ähnliche Problemstellung haben wir an der Waldmühle. Es gibt Bestrebungen, auch den dort gewonnenen Strom mit Umlagen und Steuern zu belasten, auch, wenn er nutzlos zur Warmwassererzeugung verballert wird.
Sollte es dazu kommen, eine steuerfreie Transmission ist vorhanden und man kann nahezu verlustfrei die Wasserenergie mittels Reibung in Wärme verwandeln, indem wir zum Beispiel den Lederriemen über den Kochtopf reiben lassen oder im Warmwasserspeicher einen Propeller laufen lassen. Einen Schleifstein dürften wir steuerfrei betreiben und mit den entstehenden Eisenspanfunken sogar Licht erzeugen...
Oh, Nicola, was machen unsere Politiker da aus Deinen Bemühungen um die Verbesserung unserer Welt?

Antworten:

Steuerlich ist das natürlich ein Kas. Ein ähnliches Problem läßt sich mit einem heizölbetriegenen umgebauten, wassergekühlten Kühlaggregat eines Anhängers vollständig vermeiden. Gas? DA müßte man bei den Amis nachschaun, dort laufen sogar die Trucks teilweise immer noch mit gasoline, die müßte man auf Gas zum Laufen bringen.

von el El - am 27.09.2016 11:19
Hallo

Halte ich für Unsinn, was das Haus nicht verlässt und auch nicht durchs Netz geht geht niemand was an, bei netzgekoppelten Anlagen siehts anders aus.

Gruß

Roman

von R.M - am 27.09.2016 17:27
Ja, so siehst Du das und so seh ich das und so ist es mWn in Österreich auch, aber nicht in D.

von el El - am 27.09.2016 19:17
wie ist es denn ?

Ich kann mich doch vom Strom abkoppeln.

zB. Inselanlage Solar...

Es gibt doch schon Firmen die das machen...

sg

von Twiker76 - am 27.09.2016 19:47
Wenn Du den Strom von der Insel aus verkaufst oder verschenkst, fangen die Probleme schon an.
Wir brauchen eine steuer- und umlagenfreie Insel für alternativen Strom. Ein zweites Netz. Strom viermal teurer als an der Börse, aber es lohnt sich. Auch finanziell. Nicht nur wegen der Umwelt.
Ich denke, wir werden das europäisch angehen, bis auch Gabriels Lobby nicht anders kann, als zuzustimmen. Damit das Geschwafel von der Energiewende nicht Geschwafel bleibt.
Unsere Elektroautos sind ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen.

von Bernd Schlueter - am 28.09.2016 09:10
Ich glaube nicht daß in D Dieselelektrische Lokomotiven einen Stromzähler brauchen

von Christian s - am 30.09.2016 10:26
Zitat
Christian s
Ich glaube nicht daß in D Dieselelektrische Lokomotiven einen Stromzähler brauchen


Psssst

Nich das die Hardcoreökos noch auf Ideen Kommen umd zu Erklären die EEG Umlage wär
garnicht so Hoch wenn auch Alle einzahlen würden, so kamm Jedenfalls der Blödsinn mit
der EEGumlage auf Eigenstromerzeugung in die Welt und nun tun die Hardcoreökos so als
wenn Sie es nicht gewesen wären, aber was solls die Welt ist wie sie ist :rolleyes:
auch wenn so nicht gut ist :o

von Manfred aus ObB - am 30.09.2016 11:42
Zitat
R.M
Hallo
Halte ich für Unsinn, was das Haus nicht verlässt und auch nicht durchs Netz geht geht niemand was an, bei netzgekoppelten Anlagen siehts anders aus.
Roman


Seh ich genauso. Was im Haus passiert, geht ein EVU nix an. Sie können es auch nicht wissen, denn ihr Wissen resultiert ja einzig und allein aus der Zählerablesung.

Und wenn ein Kollege mit seinem Auto auf meinem Grundstück steht, kann ich mit meinem Strom doch auch seinen Akku füllen. Wenn es nicht über den Zähler des EVU geht, gehts die gar nix an.
Und selbst dann, wenn ich den Strom gekauft hatte vom EVU, kann ich damit machen, was ich will.

Mit anderen Worten: man soll sich das trauen. Ich jedenfalls habe seit 2003 nach Installation meiner 11 kW Stromlademöglichkeiten auf meinen Hof, vielen E-Auto Fahrern Strom gegeben. Meinen Strom. Ohne dass ich da irgend einem EVU oder einer Behörde irgendwas melden mußte.

Wenn meine Gäste meine im Garten geernteten Äpfel oder Tomaten essen, muss ich das ja auch keiner EU-Behörde melden und für den Eigenverbrauch noch Umsatzsteuer nachzahlen oder so was Blödes (was es tatsächlich bei Firmen und Eigenverbrauch gibt). Ein wenig Freiraum im eigenen Haus und Grund muss bleiben.

Wie hatte irgendjemand bei anderem Anlass mal gesagt: Wenn nicht so wäre, wär das nicht mein Land.
Na ja, so schlimm ist es nicht.

Die steuerliche Frage kommt doch überhaupt erst dann auf, wenn man eine Stromtankstelle mit Zahlungspflicht installiert. Das rückt dann schon sehr in die Nähe einer gewerblichen Tätigkeit.
In den bekannten Selbsthilfegruppen versucht man das zu umgehen: Erstens wird die Box zu einer einfachen Steckdose erklärt, es sollte keineswegs eine Ladesäule für E-Autos sein. Und zweitens wird kein Entgeld gefordert, sondern auf freiwillige Spenden gesetzt.
Kann man ja machen. Ich würde es dann aber nicht bekannt geben. Ämter, Ermittler und Neider lesen mit.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 30.09.2016 19:54
also nun bin ich aber im zwiespalt,
denn bei mir kriegt jeder der kommt nen kaffee, mineralwasser, oder ein bier, , und wenn grad einer gebacken wurde, auch ein stückerl kuchen,
und da ich ja alle meine besucher gleich behandle,
bekommt das mobil halt auch seine verpflegung in form von ein paar kilo watt...
muß ich nun ein gastronomiegewerbe anmelden:confused::hot:

von wolfgang dwuzet - am 05.10.2016 18:16
Also, mir geht es ja um das eierlegende Wollmilch-BHKW. Das erzeugt normalerweise Wärme, nämlich Verbrennungsmotorabwärme und aus der daran angeschlossenen elektrischen Wärmepumpe. Ins Netz wird nicht eingespeist, aber bei Bedarf entnommen. Für den Eigenbedarf würde ich Strom aus der Wollmilchsau entnehmen. Wie sieht das jetzt steuerlich und umlagemäßig aus? Die Sau ist mein Privateigentum, ich würde sie nicht als eigenständiges Unternehmen anmelden, also nicht vorsteuerabzugsfähig.

von Bernd Schlueter - am 14.10.2016 12:07
Zitat
wolfgang dwuzet
bekommt das mobil halt auch seine verpflegung in form von ein paar kilo watt...
muß ich nun ein gastronomiegewerbe anmelden:confused::hot:


Nur dann, wenn Du Geld dafür verlangst.

Was Du Deinen privaten Gästen antust, ist privat. Meine ich jedenfalls. Und halte es auch so.
Selbst bei 12 Gästen in 8 Fahrzeugen und zwei Tagen alle mit Übernachtung bei mir war es privat so. Seinerzeit die Deutschland-Tour der Aachener bei mir.
Nix Gewerbe, reine Privatsache.

Also nicht fragen, nicht anmelden. Einfach so machen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 14.10.2016 15:55
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