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elweb Stammtisch
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Erster Beitrag:
vor 10 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Elektromobilität nicht beenden

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 04.10.2016 14:58

Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass es immer mehr Solardächer gibt und es noch viel mehr werden sollten, dass wir uns mit den Windenergieerzeugern zusammentun sollten, Klappermühlenbetreiber natürlich nicht ausgenommen und alle Naslang eine Elektrotankstelle errichten und mit einer etwas größeren Capstonegasturbine ausrüsten sollten, so, dass wir das ganze Jahr über Strom, mehr als genug, haben.
Diese Turbinen ruhig etwas größer, zweistufig bauen, mit großem Regeneratorwärmetauscher, wie längst in den USA erfolgreich erprobt, dort mit 40% Wirkungsgrad, ich bin auch mit etwas über 35% zufrieden. Nur dann sparen wir wirklich Energie ein, gut die Hälfte und die ganze Welt wird es uns gleichtun und wir müssen auch kein böses Wort über Minister Gabriel mehr fallen lassen, denn dann sind wir autark. Ja, außer den paar Stromleitungen für unser Gleichstromnetz benötigen wir dann auch Rohrverbindungen von Haus zu Haus, um auch die gesamte anfallende Wärme nutzen zu können.

Von den Dieselmotoren bin ich abgekommen, das verbrennende Öl stinkt und es wurde uns vorgeflunkert, dass keine NOxe entstehen, was nicht wahr ist. Also, gar keine ölgeschmierten Kolben mehr. Turbinen sind sehr saubere Gesellen mit voller Nutzung der Abwärme, leise und langlebig. Klar, mit voller Brennwertnutzung.

Abstand der Tankstellen: maximal 500 Meter, also maximal 250 Meter Weg, in den Städten und Dörfern. Ach was rede ich, die meisten von uns haben dann den Anschluss auch zu Hause, auf dem Lande alle. Das die Ladung auch induktiv funktioniert, dafür sorge ich dann schon.
Der Trecker? Klar auch der läuft autark über das Feld, Tag und Nacht, etwas langsamer als der Tesla und hält an, wenn da ein LKW quersteht. Michaels Hühner werden elektisch gehütet und und und.

Ja, elektrisch, wie denn sonst?

Brennans elektrische Einschienenbahn

Antworten:

Elektroautos werden normalerweise langsam und sparsam gefahren und verbrauchen dann ungefähr im Durchschnitt 15kWh auf 100km. Dem entspricht ein CO2-Ausstoß von 75 Gramm/km im durchschnittlichen deutschen Energiemix. Die radioaktiven Abfälle nicht berücksichtigt. In manchen Gegenden Deutschlands, so in Krefeld, steht nur Kohlenstrom zur Verfügung, hier rechne ich mit einem CO2-Ausstoß von 165 Gramm/km. Unter diesen Bedingungen kann man nur vom Gebrauch von Elektroautos abraten. Insbesondere, wenn man dann noch mit 160km/h durch die Gegend brettern will.
Die Hälfte meiner Fahrten geht allerdings nach Düsseldorf. Die Stadt ist nicht weit entfernt und ich tanke dort bevorzugt, nicht nur, weil das Tanken dort zur Zeit noch kostenlos ist:

Die Stadtwerke betreiben dort das modernste (Superlativ!) Heizkraftwerk, gasbetrieben, GUD , Hochwirkungsgrad. Sprich, dort ist mein CO2-Ausstoß pro km, allerdings nur unter den günstigsten Bedingungen, nämlich im Winter, ca 35 g/km.

Das Gleiche gilt für jedes bessere BHKW, das in der elektrischen Ausbeute zwar deutlich besser, aber in der Abwärmenutzung noch bis zu zweimal besser ist. Ein solcher freundlicher BHKW-Betreiber gibt mir hier in Krefeld seinen Strom, nur bin ich zu faul, die zweimal 3 km dafür zu Fuß zu gehen. Er ist außerdem Teetrinker.

Solardächer darf ich hier in Krefeld nicht benutzen, das ist einfach so. Das beabsichtigte Heizkraftwerk in Ürdingen ist von der Stadtverwaltung auf die lange Bank geschoben worden. Im Ruhrgebiet verleiden die RWE den Elektroautofahrern mit ihren hohen Tankpreisen zusätzlich jeden Spaß an der Freude.

Verbunden mit wenig CO2-Ausstoß ist immer auch die gleichzeitige Reduktion aller anderen Schadstoffe. Für die Umwelt wäre , mit anderen Worten, die CO2-Steuer eine gerechte Steuer.

Also, es kommt sehr darauf an, in welcher Gegend man sich bewegt, und, wer ein Solardach besitzt, dass er auch tatsächlich zeitgleich mit der Sonnenstrahlung sein Auto lädt. Denn die Elektrizitätswerke sind ausschließlich auf ihren Gewinn aus und verschieben jeden alternativ erzeugten Strom aufs Abstellgleis, insbesondere in das Aluminiumwerk in Neuss.

Wir können das alles ändern. Leider bin ich immer noch (fast) der Einzige hier, der sich dazu Gedanken macht und die Energiepolitik zu kritisieren, ist bei manchen von uns regelrecht verpönt.

Ansonsten sind die Weichen für die Elektromobilität längst gestellt. Die Eisenbahn ist endlich weitgehend elektrifiziert und bei Schiffen und Flugzeugen fängt man auch schon an. Das manche Rentner mit Überschallgeschwindigkeit auf ihren Drahteseln vorbeibrettern, ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden und ich arbeite daran, Thegray zu überzeugen, dass elektrische Bewegungshilfen mit Beschleunigungssensoren keinen Selbstmord bedeuten.

Aber jede Behinderung der elektrischen Fortbewegung durch Steuern und Umlagen sollte möglichst bald beendet werden.
Das ist leichter gesagt, als getan. Denn es gibt ein ganz, ganz schlimmes Hindernis:
Strom kann auch zur Energieverschwendung, zum Heizen, zum direkten Heizen ohne sparsame Wärmepumpe, verwendet werden. Das ist eine ganz furchtbare Sache, denn Strom sieht man nicht und kann leicht heimlich zu einem solchen Zweck missbraucht werden. Das geht natürlich nicht und strikteste Verbote müssten her, damit dies nicht geschieht.
Ich fordere nichts anderes, als einen elektrischen Polizeistaat, der elektrisches Direktheizen und ähnliche Energieverschwendung (wie Aluminiumherstellung in Deutschland) verbietet.
Die Zukunft wird, dann, bis auf die Bullen, die überall herumlaufen, ein Paradies.

von Bernd Schlueter - am 05.10.2016 06:01
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