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Erster Beitrag:
vor 10 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten
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Bernd Schlueter, Manfred aus ObB, Hotzi-47

Exergiegewinnung=Schlüssel zur Energiewende

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 14.10.2016 22:01

Elektrische Energie wird meist als Exergie gewonnen, sprich, als reversibles Arbeitsvermögen, das aus Wärmeenergie bei unterschiedlichen Temperaturen gewonnen werden kann.
Mit Hilfe der Exergie kann man auch die Entropie eines Systems verkleinern, sprich, Wärmemengen bei niedrigerer Temperatur reversibel ind eine solche bei höherer Temperatur zurückverwandeln. So in einer Wärmepumpe.
Im Wesentlichen beruht die gesamte Technik auf der Anwendung von Elektrizität und mechanischer Energie. Eine weitere Quelle von Exergie ist der Prozess der Photosynthese. Die Strahlungsenergie der Sonne setzt chemische Reaktionen in Gang, die man als theoretisch reversible elektrische Energieumsetzung ansehen kann. Leider in den Pflanzen nur zu weniger als 4% der auf die Pflanzen treffenden Strahlung. Photozellen bringen es dabei bis auf 40% Wirkungsgrad.
Bei der Verbrennung der in Hunderten Millionen Jahren angesammelten pflanzlichen Energie kann man heute bis zu 60% in elektrische Energie verwandeln. Im Schnitt sind es aber heute nur 25 bis 30%.
Wenn die Politik es wollte, könnten wir heute in dezentralen Heizkraftwerken die gesamte elektrische Energie erzeugen, ohne die dabei anfallenden über 70% Abwärme zu vergeuden. Die Politik macht aber keinerlei Anstalten dazu.
Anstatt Exergiegewinnung steuer- und abgabenfrei zu belassen, wird sie an der Börse zu unter 3Cent pro kWh gehandelt, während der umweltverpestende Atom-und Kohlestrom in Kürze mit 30 Cent bezahlt wird. Die Differenz wird allen Verbrauchern und Erzeugern alternativer Energie aufgebürdet.
Kein Wunder, dass die Energiewende nicht eintritt, die Politik belügt uns: sie will die Energiewende in Wirklichkeit gar nicht.
Oft sind Energiekonzerne mit dem Verkauf von Wärmeträgern wie Kohle und Erdgas , ebenso, wie Strom, verbandelt und sind, wie das RWE, gar nicht daran interessiert, die Gewinnung der Exergie aus unseren Heizungen zu ermöglichen. Strom ist so teuer gemacht worden, dass sich der Einsatz von Wärmepumpen nicht mehr lohnt, die unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen zur Heizung halbieren könnten.
Wir wollen nicht, trotz allen Geredes lassen wir uns belügen. Eine Änderung ist nicht in Sicht.
Eine Folge davon ist auch die, dass unsere Elektroautos die Umwelt nur in den Städten in Form von weniger Lärm und Gestank entlasten, insgesamt aber den Schadstoffausstoß nicht verringern.

Wir schleichen mit überteuerten elektrischen Schildkröten über unsere Autobahnen, was mit Verbrennerbetrieb unter der Energiegesetzgebung von heute weitaus umweltschonender, zeitsparender und effektiver möglich wäre.
Warum wird die Exergiegewinnung nur so behindert? Sogar der solar und per Windenergie gewonnene Strom unterliegt der vollen Verteuerung und damit Erlösminderung.

Der Geheimtip, dass man den selbst gewonnenen und verbrauchten Strom gar nicht erst den Behörden meldet, ist nur so lange geheim, wie das Geheimnis nicht verraten wird.

Alles ein unzufrieden stellender Zustand.

Antworten:

Was nutzt es, wenn ich Physikerlatein schreibe und keiner verstehts?
Um es deutlicher zu machen:
Ca 7 Monate dauert bei uns die Heizsaison. In den Privathaushalten werden folgende
Energiemengen umgesetzt:

pdf Privathaushalte Bundesrepublik

Wir sehen: 20% entfallen auf den Strom, der ganze übrige Teil ist Heizenergie, im Wesentlichen für unsere Heizungen, aber auch für den Privatverkehr.

Ein durchschnittlicher PKW-Verbrennermotor hat einen Wirkungsgrad von 35%, die Abwärme ist zu 100% brennwertmäßig nutzbar. Bei voller Elektrifizierung unseres Fahrzeugparks steigt der Bedarf an Brennstoffen also noch einmal um etwa 25% an., Aber aus diesen ca 125% Brennstoffverbrauch erzeugen wir das ziemlich genau Doppelte an elektrischer Energie, Also für den jetzigen Verbrauch plus Elektrofahrzeugen viel zu viel. Das ist aber während der Heizsaison keine überflüssige Energie, sondern wir werden sie an Ort und Stelle als Ergänzung zu unseren aus den PKW-Motoren hersgestellten BHKWs mit einem Leistungsfaktor von mindestens 4, wo Erdwärme zur Verfügung steht, 5, mittels Wärmepumpen in Heizwärme umsetzen.
Der Strom ist zwar kein Abfall bei der Heizung, aber entsteht mit einem Wirkungsgrad von 90%, nicht 100%, weil in Verbrennungsmotoren nur der Heizwert in Exergie umgesetzt werden kann, die Differenz zum Brennwert steht aber voll für die Heizung zur Verfügung. Kurz, wir sind , bei gleichem Energieverbrauch überversorgt, wir schrauben unseren Energieverbrauch auf deutlich weniger als die Hälfte zurück. Ihr erkennt im Übrigen, dass zur Stromerzeugung das aktuell verbrauchte Erdgas voll und ganz ausreicht, wir können auf Strom aus Uran, Plutonium und Thorium und auf Kohle ganz verzichten. Uns steht es frei, die gesamten Kraftwerkserzeugnisse samt Kohle und Braunkohlenbriketts ins Ausland zu verschieben, was mich als Krefelder nicht gerade froh stimmen würde. Ich möchte Badeseen, keine Braunkohlegruben und Schlackehalden.

Leider haben wir Bürger nicht das Sagen in dieser Republik, sonst sähe die Welt anders aus.

Im Sommer haben wir kaum Heizbedarf, aber alles, was an alternativer Energie erzeugt wird, ist praktisch zu 100% Strom, was den Bedarf an elektrischer Energie stark entlastet, sodass unsere dezentralen BHKWs oft ruhen können. Im Übrigen können wir dann auch auf die vorhandenenh Kraftwerke zurückgreifen.
Wärme lässt sich bequem für eine Woche speichern. Strom nicht und da habe ich auch etwas gegen, samt Wasserstofftechnik. Wir haben auf jeden Fall unsere Fahrzeugbatterien im Sommer als Energiepuffer zur Verfügung zu stellen, wann immer es geht.

Meine Ideen zum smart net per Induktionslader habe ich an anderer Stelle vorgestellt. Ein äußerst preisgünstiges Verfahren, dass eine kostenlose Grundversorgung ermöglicht. Unidirektional, dafür werden alle Fahrzeuge eingebunden. Auf Entladen unserer Fahrzeugbatterien können wir dann verzichten.

Gott hat uns diese Welt zur Verfügung gestellt, warum nutzen wir sie nicht entsprechend?
Das Öl hat uns nur Unfrieden gebracht und die atomaren Gefahren sind höher, als die meisten meinen. Zeigen wir den Mullahs , Hocas und Ayatollas, was wirklich der Wille Gottes ist!


Ihr denkt vielleicht, die Industrie würde nicht unserem guten Beispiel folgen? Dann seid Ihr schief gewickelt, dort wurde schon vorbildlich gewirkt, denn dort ist die Technik zu Hause. Noch wird dort zu viel Strom zur Heizung und Aluminiumelektrolyse verschwendet, das kann man problemlos von heute auf morgen stoppen. Unsere Industrie kann das.
Syrische Leben retten, das können wir Bürger nur zu unvollkommen. Das ist ein Trauerspiel und unsere Angela erhält viel zu wenig Unterstützung von uns. Es geht um das Erhalten des Lebens von Menschen, dazu reicht der Versorgungssatz nach Harz IV, da muss sich nicht eine ganze Flüchtlingsindustrie die Taschen voll Geld stopfen und die meisten Menschen ihrem Schicksal überlassen. Ein geordnetes Lagerleben ist das, was gefordert ist. Wenn wir wollten, wäre längst wieder Frieden und es würden keine Kriege mehr um Öl und den Reichtum einiger Scheichs und Clanführer geführt.

von Bernd Schlueter - am 15.10.2016 15:39
Der Transport von Elektrizität, auch über größte Entfernungen, ist billig und stellt überhaupt kein Problem dar.
Weiß jemand, über welche Entfernungen man mit erträglichem Verlust Abfallwärme übertragen kann?

In der DDR schickte man die Abfallwärme von Hütten oft über 10km, bei einer Temperatur von 170 Grad Celsius als Dampf über meist überirdisch, liderlich gewartete Leitungen.
Zumindest die Erfahrungen damit sollten wir bewahren. Ohne diese ist keine Energiewende in Sicht.

Bei Änderung der Energiegesetzgebung wird sich in kurzer Zeit ein Exergieanteil unserer Energieresourcen von über 50% einstellen, bei kleinen Blockheizkraftwerken geringer, aber mehr als ausreichend. Wenn dann die Nutzung der Abwärme hinzukommt, ist der drohende Energiemangel der Welt aufgehoben und wir können endlich ohne jegliche Bedenken umweltfreundlich elektroautofahren.

von Bernd Schlueter - am 17.10.2016 09:48
Zitat
Bernd Schlueter
Der Transport von Elektrizität, auch über größte Entfernungen, ist billig und stellt überhaupt kein Problem dar.


Ha ha ha,

Probleme:
Was sind größere Entfernungen? Bei 3000 km Leitungslänge wirkt eine 50 Hz Leitung wie eine grosse Antenne mit ensprechenden Abstrahlverlusten. Die Energiemengen sind begrenzt, sagen wir mal so um die 500 MW pro Drehstromsystem, auch bei sehr hohen Spannungen.
Für lange Leitungen und hohe Energiemengen nimmt man seit langem HGÜ. Habe seinerzeit (also 1977) mir mal eine Grossanlage inklusive +- 550 kV Leitung samt Umrichterstationen angesehen, genauer in Songo (Cabora Bassa, Mosambique). HGÜ ist zwar seit langem bekannt und bewährt, wird aber wegen hoher Kosten nur gezielt dann eingesetzt, wenn es nötig ist. Probleme?? Nö, nichts, was Ingenieure noch nicht gelöst haben.

Billig?
Das ich nicht lache! Schon immer hat die Erzeugung nur rund 1/4 gekostet und die Lieferung über Leitungen, Schaltanlagen und Netzleittechnik inklusive Schutztechnik rund 3/4 der Kosten gemacht. Und Wunder über Wunder: nur 1/ entfällt auf Hoch und Mittelspannung, rund die Hälfte der Verteilkosten verursachte das Niederspannungsnetz, also die Verteilerebene.

Und da liegt der eigentliche Schlüssel zur Energiewende, wie auch kürzlich vom Leiter der n-ergie veröffentlich hat. Man könnte gut bzw. weitgehend auf neue Hochspannungstrassen verzichten, wenn man konsequent dezentral erzeugt und verteilt. Denn verbraucht wird sowieso dezentral. Also Energie regional nutzen, nicht über weite Strecken transportieren. Am besten fast überhaupt nicht transportieren. Neudeutsch: alles inhouse.

Am besten also alles zu Hause selber machen, eigenen Solarstrom nutzen. Wenns im Winter nötig ist, auch BHKW. Zeitlichen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage über Speicher, am besten den im Elektro-Auto mit nutzen. Also eigene Energiegewinnung (bzw. Umwandlung) und selbst verbrauchen. Nix über irgendwelche Zähler leiten, die irgendwelche Agenturen oder Behörden ablesen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 17.10.2016 18:14
Wir haben die Exergieüberschüsse während der Heizperiode, klar dann natürlich voll dezentral mit allen Vorteilen, die Du erwähnst.
Aber die Leitung für Sonnenenergie aus der Sahara rechnet sich auch , wenn man es wirtschaftlich angeht.
Mit den heutigen Europäern aber wohl kaum zu machen. Da benötigte man schon das freiere Denken, das manche Amerikaner an den Tag legen.

Vergiss die Drehstromleitung, die in Jedes Haus geht. Ein fast verlustfreier Mittelspannungswandler könnte jedes Haus versorgen. Mittelspannung hört bei 100.000 Volt auf. So hoch brauchten wir nicht mehr gehen, angesichts dezentraler Netze. Klar, Gleichspannung, im Haus mit bisher unbekannten Sicherheitskonzepten, potentialfrei, wie in unseren Autos, und Schaltpausen, zum Loslassen bei ungewollten Berührungen. 48 Volt oder eine Schapszahl, möglichst eine Zweierpotenz oder sonnst etwas teilerfreundliches, zum einfachen Rechnen.
Nein, unsere heutige Netzstruktur samt Monopolgesetzen, gehört auf den Müll. Die Hochspannungsmasten sollten wir schon stehen lassen und endlich wieder warten.
Hier in Düsseldorf habe ich bei den Erdarbeiten mal auf die roten Gleichstromkabel im Bürgersteig geworfen, die den Nahverkehr versorgen, sollten wir alle einmal tun.

Das ist nicht teuer, alles anzupassen. Wenn wir ersatzlos die drehstromleitungen aus den Bürgersteigen herausreißen, genügt der Altmetallpreis, die Umstellung zu finanzieren. Da ist viel zu viel Kupfer vergraben, auch die Trafos werden recycelt. Da wir im sogenannten Monopolkapitalismus leben, verschlimmert sich aber alles. Den gilt es, zu überwinden. Eine funktionierende Demokratie könnte ein Weg dazu sein. Aber vielleicht sind wir ja zu doof dafür. Die Berufspolitiker sind die schlechteste Lösung. Ich habe in Düsseldorf hautnah miterlebt, wie die heutigen Kriege angezettelt wurden und die Öffentlichkeit hat aber auch gar nichts davon mitbekommen. Nein, das waren nicht allein die Terroristen. Das waren hauptsächlich unsere Politiker. Mein Vertrauen auf eine bessere Zukunft verdienen diese nicht mehr. Auch nicht die Witwe Wilhelm, über die vorher die Irakgeschäfte abgewickelt wurden.

Die lustige Witwe

von Bernd Schlueter - am 18.10.2016 09:28
Zitat
EMobile plus solar


Am besten also alles zu Hause selber machen, eigenen Solarstrom nutzen.


Roland es ist jeden Klar das die Hauptlast bei den Ernteenergiearten mit hoher Fluktuation der Wind trägt
Ergo Deine Aussage, die eines alten ( über 30 Jahre ) PVlobbyisten der gern den Bedarf an Exergie eines
Hauses dahin verschieben würd, wo Er nicht gegeben, wie der Autofahrer welcher des Nachts um Zwei auf allen
Vieren ( eventuell auch noch aus andern Gründen ) unter der Laterne rumkricht und Jammert
seit bald 30 Minuten den Autoschlüßel nicht zu Finden. Ein Passant der vorbeigeht will Helfen wo
genau der Schlüssel Verloren, der Sucher Lallt zurück * da Hinten * und deutet ins Dunkel :rolleyes:
( Jede Ähnlichkeit mit 100% Erneuerbar Prediger wäre eventuell rein Zufällig ) Der Passant meint * und warum Suchen Sie dann hier :confused: *
Der Sucher * weil es da hinten Finster ist und ich nichts Seh *
Deshalb wird von endlos Solarzellen geschwärmt statt von einer Anzahl welche ökologisch und ökonomisch Sinvoll
und von Speichergrößen ( welche natürlich nur Solarstrom speichern dürfen ) die ein angeblichen Makel
des männlich Geschlechts zugeschrieben werden, das Er immer den Größten will ( so ein Theorie von Dr. Beverly Hofstadter )
entsprungen und wenn es noch Klimaschädlich wäre.

Aber wie vieles im Leben meist macht die Dosis das Gift ( Ausnahme sind Allergien da genügen Spuren davon,
aber jede Regel hat eine Ausnahme, dies bestätigen in der Regel die Regeln ) und so ist nur zu Wünschen
das die Lobbyisten welle Geschäftsmodelle im Namen des Klimaschutzes durchdrücken wollen
auch als solche erkannt werden. Leider sieht es derzeit nicht danach aus da Leute mit technischen
Detailwissen erstmal verstanden werden wollen und die meisten Wollen das garnicht :mad:
wenn der Inhalt nicht nach ihrer Meinung ;-)

von Manfred aus ObB - am 18.10.2016 16:50
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