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elweb Stammtisch
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vor 1 Jahr, 3 Monaten
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vor 1 Jahr, 2 Monaten
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Bernd Schlueter, Hotzi-47, Stefan B., wolfgang dwuzet

Was lese ich in going electric?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 15.10.2016 07:12

Mennekes baut jetzt einen Thermosensor in die Schukos?

Ich hatte schon mehrfach bei Mennekes deswegen angerufen

Man zeigte sich damals uninteressiert, auch bezüglich einer Ventilatorkühlung der Düsseldorfer Schukosteckdosen.


Mit meinen Schukosteckern stoße ich nicht gerade auf Begeisterung. Aber machen wir uns doch einmal klar:
In Deutschland gibt es mehr als eine Milliarde Schukostecker, die kosten nichts und fressen kein Brot und sind einfach da. Wer eine bessere Idee hat reißt sie einfach ab und setzt was Besseres an die Stelle. Das hat dann bitte nichts mit Elektromobilität zu tun. Die normale Aufgabe der Schukosteckdose und deren Nachfolger ist eine andere.

Weiterhin machen wir uns bitte einmal klar, unsere Elektroautos stehen die meiste Zeit dumm in der Gegend herum und können mit geringer Leistung geladen werden, wenn ein Schukostecker in der Nähe ist. Wenn sich ein Elektroauto durchschnittlich mit 50km/h bewegt und 10.000km im Jahr zurücklegt, wird es gerade 200 von 8760Stunden, die das Jahr hat, benutzt. In den übrigen 8560 Stunden könnte es bei einer Entnahme von nur 2000 Watt aus der Schukosteckdose 17120kWh laden, ausreichend für eine Fahrstrecke von über 110.000km.
Wer mehr fährt, bitte, dafür gibt es bereits leistungsfähigere Ladesäulen und Steckutensilien.
Die müssen aber nicht von Langsamladern zugeparkt werden, für die die Schukosteckdose ausreicht.


Deshalb mein Vorschlag: Damit nicht mehr ganz so viele Schukosteckdosen abfackeln, verbessern wir die Schukosteckerkühlung oder wählen die in going electric vorgestellte Lösung!
Ich behaupte, geeignete Stecker sind bereits auf dem Markt, könnten aber mit allereinfachsten Mitteln verbessert werden.

Eine noch billigere Variante in Bezug auf Massenverbreitung könnte das anderer Stelle dargestellt Induktionsladeverfahren mit sehr geringer Leistung darstellen, für das ein Abrechnungsverfahren sehr viel teurer wäre, als es kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Antworten:

Schutzschaltung in Mercedes A-Klasse?

Ein Dreizack-Testteam mit A-Klasse erschien vor Jahren aauch an meiner Elektrotankstelle, um diverseste Ladestationen zu testen. Meine war gerade erst von unserem Elektriker montiert worden. Das Mercedes-Ladegerät zeigte Unregelmäßigkeiten an und brach nach wenigen Minuten und mehreren Neuversuchen die Ladung aus unbekannten Gründen ab.
Ich hatte nie etwas Auffälliges bemerkt. Die Zuleitung betrug allerdings über 25 Meter 1,5mm² NYM-Kabel. Das war aber nicht der Grund.
Wenige Monate später flog unregelmäßig die Sicherung heraus, nicht etwa beim Laden, sondern immer, wenn die an der gleichen Leitung angeschlossene Waschmaschine im weitere 20 Meter entfernten Nachbarhaus lief. Äußerlich war nichts zu entdecken, auch das Laden verlief problemlos (Saxo). Aber die entfernte Waschmaschine ließ offensichtlich Spannungswellen in die überlange Leitung laufen, so schloss ich daraus. Die unverdächtige Steckdose verriet nichts.
Dann ging schließlich nichts mehr, Dauerkurzschluss.
Nun blieb nichts, als auch die Schukodose genauer zu untersuchen und ich traute meinen Augen nicht: An der Wand befand sich nur noch heruntergelaufener grauer Kunststoff, die Steckdose hatte eine ausgedehnte Schmorstelle aus verkohlendem Kunststoff entwickelt und fast das ganze Gehäuse flüssig gemacht. Leider hatte ich brennbare Pappe ganz in der Nähe der Dose, die sich aber nicht entzündet hatte, die Halogene in der geschmolzenen Plastikmasse hatten das verhindert.

Dies geschah alles heimlich, still und leise, als überhaupt nichts angeschlossen war.

Es wäre ein Vorschlag von mir, eine solche Sensorschaltung allgemein in Lader einzubauen, die schadhafte Dosen detektiert. Betroffen war nur das Plastik-Steckdosenmaterial, die Kabelenden waren blitzblank und hätte ich ungekürzt weiter verwenden können.
So weit zum in Deutschland zugelassenen Plastikmaterial. Seitdem blaue CEE-Dose, was ich schon bereut habe: All diese Adapterstecker stören mich. An keiner der Stellen, die ich besuche, befand sich, außer beim BKK, je eine blaue Dose.
So, jetzt wisst Ihr, warum ich immer vom Ventilator spreche, die die Schukosteckerei kühlt und hatte fortan kein Problem mehr.
Die Dose bearbeitete ich mit Hammer und Meißel, das teilweise zersprang, weil das zäh-elastische Plastikmaterial im Schmorbereich hart geworden war, nachdem es offensichtlich längere Zeit giftige Soveso-Dämpfe entlassen hatte. Eingebettet die nur angeschmorten Kontaktfahnen mit den Klemmfedern, die an den Verbindungsstellen noch voll intakt waren.
Als Ersatzdose verwendete ich tunlichst eine geschraubte CEE-Version von Hornbach.

Trotzdem, mir ist immer noch rätselhaft, wie es zum Aufweichen der großen Menge Plastikmaterial kommen konnte, das schließlich einen unförmigen Klumpen die Wand herunterlaufen ließ. Normale Aufputz-Dose von einem namhaften Hersteller, wie ich mich erinnere. Könnte Kopp gewesen sein.
Der Elektriker kam von weit her und ich hatte den Vorfall deshalb nicht weiter verfolgt. Schließlich sind mehrere Stunden 3150 Watt nicht zulässig mit Schukodosen ohne Ventilatorkühlung (14,5 Ampere).
Ein 15 Meter langes 1,5er Nymkabel lief quer durchs Haus in den Keller, von dort zweigten die beiden Kabel ab, 10 Meter zur Ladessteckdose, 20 Meter zur Waschmaschine im Nebenhaus.
Ausgelöst hatte brav und ausschließlich die 16Ampere-Phasensicherung . Ein FI ist an diesem Kreis nicht angeschlossen.

Ihr seid doch alle kleine Elektriker, ich habe immer noch keine schlüssige Erklärung.
Klar dürfte sein, dass die schaltende Siemens-Waschmaschine Überspannungen erzeugte, die aber doch kaum mehr als 0,2mm Funkenlänge überbrücken können?

von Bernd Schlueter - am 16.10.2016 05:41

Re: Schutzschaltung in Mercedes A-Klasse?

Zitat
Bernd Schlueter
Ihr seid doch alle kleine Elektriker, ich habe immer noch keine schlüssige Erklärung.


Ist ja auch Technik und kein Stammtischthema.
Aber über verschmorte Steckdosen jetzt zum (gefühlt) 100sten Mal eine Diskussion anfangen??
An Spannungswellen durch Waschmaschinen glaube ich nicht. Kontrollier lieber die Verdrahtung, ob da alles mit Null und Schutzleiter richtig ist. Hohe Ströme an dieser Stelle können Kontakte auch zum schmoren bringen. Die Sicherung merkt nix, da geht die Phase durch.

Ich vermute also eher, dass da einer Null und Schutzleiter vertauscht hat oder anderweitig fehlerhaft verdrahtet hat. Oder der Null-Leiter einfach nur schlecht ist und daher entfernte Verbraucher den Sternpunkt verschieben. Miss doch mal, wenn alles in Betrieb ist. Ein "weicher" Nullleiter kann gescheite Probleme machen.

Kauf Dir endlich die guten Schukodosen von Bals. Die mit dem Magneten drin, damit die ICCB die Steckdose auch als belastbar erkennt, und dann gehts mit den entsprechenden Ladekabeln auch. Und Bals hatte damals auf der EcarTec klar gesagt, dass die schon bessere Kontakte drin haben, die die 16A auf Dauer auch mitmachen könnten.

Und mit Deinen Franzosen und den 3,2 kW in die Sagembox würds dann auch gehen. Bei mir jedenfalls seit Jahren ohne Probleme. Geholfen hat eine saubere Installation der Dosen, gute Schukostecker und Verdrahtung mit Adernendhülsen und später etwas Kontaktspray. Aber das alles hatten wir schon (zu) oft diskutiert.

Was soll denn Dein Hinweis auf eine goingelectric Veröffentlichung von 2013? Bin da nicht schlau draus geworden. Ist wohl irgendwie eines Deiner Lieblingsthemen. Aber wie schreibt Dragan immer: Genug ist genug.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 16.10.2016 16:39

Doch eine Reaktion?

Wenn man neue Schukosteckdosen installiert, dann nimmt man besser gleich was Besseres. Mir geht es allein um die Nutzbarkeit der vorhandenen Milliarden. Was da in der vom Elektriker montierten Dose passierte, konnte nicht mehr nachvollzugen werden. Dass da über die verschmorte Plastikoberfläche Strom fließen konnte, ist jedenfalls erstaunlich. Es war beim laden kein Problem feststellbar. Der Kurzschluss fand während der Nichtbenutzung und gleichzeitigem Berieb der Waschmaschine am anderen Ende statt. Die Untersuchung der Waschmaschine brachte kein Ergebnis, an der steckdose war lange Zeit überhaupt nichts Auffälliges zu erkennen, außer, dass sie offensichtlich die Sicherung auslöste. Wie gesagt, alle Verbindungesstellen der 1,5er Drähte mit den Kontaktfahnen waren sauber und in Ordnung. Da musste ein fehler im Plastikmaterial vorgelegen haben. Wasser an dieser Stelle oder eine andere eingerungene Flüssigkeit konnte ich ausschließen.

Ich würde tatsächlich vorschlagen, dass man zukünftig für 16 Ampere zugelassene Dosen stärker in Hinblick auf das Plastikmaterial untersucht und ausrüstet.
Nein, teure Ladesäulen sind kein Ersatz. Hier liegt ein systematischer Fehler vor, der alle Schukosteckdosen betrifft und abgestellt werden muss.

Die Düsseldorfer Schukosteckdosen in den Ladesäulen sind jedenfalls zum Teil angeschmort und einige wenige waren nicht mehr verwendbar. Original Mennekes.
Ich denke, dass die Stadt dafür bezahlte, für einen Fehler von Mennekes. Es dauerte lange, bis die Dosen ausgewechselt waren. Meine Anrufe in Arnsberg hatten damals scheinbar keine Wirkung. Anscheinend jedoch wohl doch. Dass doch reagiert wurde, war mir wegen meiner mehrjährigen Forenpause infolge der Batterieprobleme entgangen.

Übrigens steht immer noch auf allen käuflichen Schukosteckdosen "16A". Am Telefon wurde mir damals mitgeteilt, dass man überhaupt nicht daran denke, auf meinen Einwand in Bezug auf die Düsseldorfer Dose zu reagieren.
Dann muss man wohl zur Konkurremz, zu Bals, wechseln?

Woher kann man wissen, was unter "Batterie+Ladetechnik" überlebt? Dann doch gleich in die Alkoholkaschemme!

von Bernd Schlueter - am 17.10.2016 01:23

Re: Schutzschaltung in Mercedes A-Klasse?

hallo bernd,
zunächst, ICH SPRECHE AUS EIGENER ERFAHRUNG
bei einer immer wieder genutzten steckdose, KANN sich der kunststoff verformen, und verschmoren,
und wenn die schmorstelle nur ein kleinse stück abstand zwischen den kontakten läßt ist NOCH alles gut,
und dann kommt nebel, hohe luftfeuchtigkeit, oder ein insekt (wie in meinem falle)
und schon lößt sich die katastrophe ganz wie von selbst aus....
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 17.10.2016 07:00
Ich stand trotzdem vor einem Rätsel, zumal da kein größerer Zugang zum Steckdoseninneren war und auch Feuchte war an der nur selten benutzten Dose höchst unwahrscheinlich. Ich dachte eher an ein durch den Elektriker nicht bemerktes Drahtstück, dass sich dann in Wohlgefallen auflöste...
Einen Lichtbogen hatte es jedenfalls gegeben oder die neue Steckdose war doch nicht so neu...
Nachdem der offensichtlich öfter, nur beim Lauf der Waschmaschine, zündete und die Sicherung auslöste zerlegte ich die nicht elektronische Maschine mehrfach. Kein einziges Mal flog die Sicherung beim Laden. Waschmaschine und Laden liefen nie gleichzeitig.
Trotzdem, der Sensor in der A-Klasse registrierte die Störungen, ohne dass die Waschmaschine lief.
Ein Nymkabel stellt auch keine größere Induktivität dar. Woran ich auch schon dachte, dass die Verbindung zum Fundamenterder über das lange Kabel in den Keller erfolgte und so etliche hundert m² Induktionsfläche über das Haus vorhanden waren...Zusammen mit den Entstörungsinduktivitäten in der Waschmaschine kann sich da schon eine Spannung aufbauen und die Waschmaschine war auf jeden Fall der Auslöser, zusammen mit der Schwachstelle Ladedose.
Im Übrigen, um die Steckerstifte der besseren Schukostecker ist meist eine Hülle aus einem beim Schmoren stinkenden Kunsstoff angwordnet, der wohl für die halbe Stunde Zusatzkühlung bei 16 Ampere sorgt. danach ist offensichtlich der halogenhaltige Inhalt ausgedampft, das material, meist andersfarbig, wird spröde, dehnt sich aus und wird wärmeisolierend, man kann erkennen, wann das nahende Ende bevorsteht. Eine Ventilatorkühlung verhindert das zuverlässig.
Bei den Steckern achte ich auf Qualität, an der anderen Seite kann ich es nicht.
Übrigens, die billigsten Dreifachsteckdosen besitzen meist eine bessere Wärmeableitung als die Einfachdosen.

von Bernd Schlueter - am 17.10.2016 09:34
Hallo Bernd,
ehe Du noch mehr spekulierst und es noch komplizierter aussehen läßt meine erneute Bitte:

Kontrolliere die Erd- und Schutzleiter und die Nullleiter. Ich vermute sehr stark hier das Unheil bzw. die Ursachen. Evtl. sogar eine Verwechselung, und dann eine schwache Erde mit hohem Widerstand am Nullleiter. Und glaub nicht, dass es das nicht gibt. Wir hatten das vor vielen Jahren mal bei einer Veranstaltung und nennen es daher jetzt die "Geesthacht Schaltung".
Eine Weile ging alles gut, dann aber haben einige AX-Ladegeräte den Sternpunkt so gräßlich verzogen, dass andere fast 400 Volt bekamen. Da hat nix lange geschmort, da sind im Sekundentakt einige Ladegeräte hochgegangen. Damals über 12000 DM Schaden, alles an AX Ladegeräten der Wagen der HEW. Und auch ein City-El Lader war hochgegangen.

Zur Ehrenrettung des Elektrikers: Es handelte sich um eine schnell und provisorisch aufgebaute Verbindung für die Veranstaltung. Später hatten wir dann aber etwas ähnliches ebenfalls bei einer Veranstaltung. Der Fehler war aber sozusagen fest verdrahtet in einem Schaltschrank bzw. Baustromverteiler. Da wurde dann nach unseren Vorabkontrollen hektisch vom Veranstalter hektisch der Fehler gesucht.

Wie erwähnt: Das von Dir beschriebene Fehlerbild riecht förmlich nach Problemen beim Null- oder Schutzleiter. Ein erfahrener Elektriker sollte das mal genau prüfen, sonst hast Du immer wieder Ärger an dieser Stelle.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 17.10.2016 10:27
Offensichtlich hatte die Hausverwaltung auch etwas bemerkt und erneuerte im vorigen Jahr die gesamte elektrische Anlage. Jetzt stehen die Sicherungskästen im Keller und die Entfernung zur Ladesteckdose beträgt von der Sicherung nur 15 Meter, ebenso die Waschmaschine. Die A-Klasse dürfte jetzt auch zufrieden sein.

von Bernd Schlueter - am 17.10.2016 14:50

Re: Schutzschaltung in Mercedes A-Klasse?

Wer klug ist wechselt halt alle 6 Monate die Dose für 2€. die Stecker halten länger. Billiger gehts nicht. Oder einmalig auf Camping blau umbauen , dann ist Ruhe. Mit kommt kein Ventilator in die Schuko.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 06.11.2016 21:34
Das Problem ist, dass ich zu Hause mit CEE blau lade, aber bei allen meinen Zielen nur mit Schuko. Gut, ich habe einen Vetter, der hat tatsächlich einen blauen CEE in der Garage.
Nein, ich kann nicht die ganze Welt pausenlos mit neuen Dosen beglücken.
Wenn es eine Vebesserung geben kann, dann nur am Stecker.

Damit Du es weißt, ich habe Erfahrung genug:
Gekühlt werden unsere zugelassenen Schukosteckerstifte durch eine halogenhaltige Flüssigkeit mit hoher Verdampfungswärme. Die hält tatsächlich 100 Stunden durch, um die anfangs nur wenigen Milliwatt Wärme aufzufangen. Ist die in den Kunststoffschichten versteckte Flüssigkeit verdampft, steigt der Wärmewiderstand und Kunststoff un Stecksystem segnen sehr bald das Zeitliche.

Nein, das ist keine Dauerkühlung und esliegt mir fern, die in Miliarden Schukodosen einbauen zu wollen. In den hochfrequentierten Ladesäulen ja, aber Mennekes weigert sich. Die wollen Umsatz, wenn jemand nicht zum sündhaft teuren TYP 2 greifen will.

Übrigens,die dünnen Federbleche in den Schukosteckdosen leiten keine Wärme, das besorgen die masiven Stifte, nur wissen die nicht, wohin. Nur die "besseren" "Gummi"stecker haben überhaupt die wärmeaufnehmende Kunststoffeinbettung, die leider nur für Kurzbetrieb hält.
Ich gebe gerne 20 Euro für einen Schukostecker mit besserer Wärmabfuhr aus, aber fast jeden Tag neue Schukodosen zu montieren, auch, wenn ich sie geschenkt bekäme,das ist nicht realistisch.

von Bernd Schlueter - am 07.11.2016 04:04
Hallo Stefan, hallo Bernd,
gefühlte 100 Mal oder so meine Hinweise zu diesen Problemen (die ich selber mit verschmorter Schukodose erleben und lösen durfte, die Bilder dazu habe ich vor Jahren schon in den diversen Foren veröffentlicht):

Besorgt euch gescheite Schukodosen, z.B. die von Bals, siehe hier:
Produktübersicht von Bals zu Elektromobilität
Ladesets für Elektromobilität

Ach noch was: Ich habe mir CEE rot Dosen und Stecker mittlerweile mit vernickelten Kontakten besorgt. Gibts nicht im nächsten Baumarkt, und sind auch geringfügig teurer, aber nicht schlimm.
Nur CEEblau Kupplung fand ich bisher noch nicht mit vernickelten Kontakten. Na ja, geht auch so. Und CEErot 32A mit 7 Polen gibts, habs zur Erprobung auch mal besorgt. Weiss noch nicht genau, wo ich es einsetzen kann. Andere Baustelle, hat nix mit Bernd´s Problem "Schuko unterwegs" zu tun.



Ich lade meinen AX und meine Berlingos regelmäßig mit 3,2 kW Ladeleistung sowohl über Schuko als auch über CEE blau auf, sowohl zuhause als auch unterwegs. Nachdem mit die häusliche Schukodose mal gräßlich verschmort war, habe ich alle Verbindungen sorgfältig und sauber verdrahtet, die Stecker natürlich mit Adernendhülsen. Dann kontrolliere ich natürlich immer mit Handauflegen die Erwärmung. Und Wunder oh Wunder: Auch bei Schuko kann ich keine gefährliche Erwärmung mehr feststellen. Das gilt für zuhause. Mit anderen Worten: wenn alles ordentlich gemacht ist, geht auch Schuko.

Unterwegs - und da stimme ich Bernd zu - kann es deshalb Probleme geben, weil man auf die Qualität der Komponenten und Ausführungen keinen Einfluss hat. Da habe ich selbst an einer Park&Charge Ladesäule an der CEEblau Verbindung merkliche Erwärmung festgestellt. Schuko an derselben Ladesäule ging aber einwandfrei.

Für solche zweifelhaften Systeme da draussen könnte ein zwangsgekühlter Stecker schon Sinn machen. Denn nur auf den Stecker haben wir Einfluss, die Dose fern der Heimat müssen wir so hinnehmen und uns freuen, dass es unterwegs überhaupt Strom gibt. Es gibt bei den üblichen Händlern, also Pollin, Conrad und Reichelt solche kleinen Gehäuse mit Schukosteckern dran. Vorgesehen für den Einbau von kleinen Zubehörteilen wie Ladegeräten oder so. Da kann man ganz gut einen kleinen Lüfter einbauen samt Stromversorgung. Könnte man mal probieren. Auf jeden Fall könnte man damit die Erwärmung in den paar Stunden Laden deutlich vermindert. Das wäre dann die aktive Lösung.

Für die passive Lösung, also nur Temperaturüberwachung, kann man ja auch ein Mini-Thermometer an den Stecker anbauen. Mit Ablesung von außen. Wers noch eleganter haben will (Bernd z.B.), der kann ja auch einen kleinen Temperaturfühler plus Funkübertragung in den Stecker einbauben. Selbstbau mit Arduino und Übertragung per WLan (da könnte man dann noch viele andere Funktionen mit einbauen, z.B. Strom und Leistungs-/Energiemessung oder die Abschaltung zur Verhinderung der Überladephase oder so), oder ein handelsübliches Funkthermometer für 12 Euro oder so. Wenns nicht in den Stecker passt, dann ein in eine eigene ICCB (In-Circuit-Control-Box). Alles ist möglich. Wie sinnvoll, ist eine andere Frage. Jedenfalls mal wieder schöne Ideen für ausgefeilte Bastlerprojekte.

Ich komme bisher mit der Handauflegen-Technik zur Kontrolle bisher bestens klar, vor allem unterwegs. Meistens lade ich zuhause. Wenn möglich, allerdings jetzt sehr oft unterwegs, weil noch kostenlos.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 07.11.2016 09:00
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