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elweb Stammtisch
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Erster Beitrag:
vor 9 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Norbert Kern

Atomkraft für 1 Schweizer Franken

Startbeitrag von Norbert Kern am 13.11.2016 05:32

[www.srf.ch]

kommt, wir legen zusammen da sind es nur wenige Rappen für jeden von uns ..........oder doch mehr ? wird bei uns auch so kommen und am Ende bleibt es am Bund somit an uns hängen

Antworten:

Ich mache gerne mit. Da sie unrentabel laufen, kann die Stillegung nur ein Gewinngeschäft sein. Verdienen wollen am Abriss nur die Abrissgesellschaften. Das Geld sparen wir dann auch. Denn Kernkraftwerke sind sehr kompakt und eine sichere Aufbewahrungsstätte für die radioaktiven Strukturmaterialien für Jahrtausende. Efeubewachsen stört ein stillgelegter Atommeiler niemanden.
Bei der KWU hatte ich mich damals beworben, die Gösgen baute.
Wir sollten ein Beispiel geben und demonstrieren, dass sich eine Stillegung auch lohnen kann.
Es ist völlig unverantwortlich, wie heute ein teurer Abriss funktioniert:
Günter Wallraff hat demonstriert, unter welchen menschenverachtenden Bedingungen atomare Abrissunternehemen arbeiten. Das können wir niemandem zumuten, es ist schierer wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Unsinn. Der leicht radioaktiv gewordene Zement und vor allem der relativ hochradioaktive Stahl werden eingeschmolzen und in unseren Häusern und Kinderwagen weiterverwendet. Da gehören diese Stoffe nicht hin, auch nicht auf die Deponien. Sie müssen wenigstens einige 1000 Jahre in den Kraftwerksgebäuden sicher verbleiben.
Gefreut hat mich die Experimentierfreudigkeit der Schweizer Bevölkerung, die ihre Zustimmung gab, als das mit Rissen durchzogene Kernkraftwerk Mühleberg mit Wäscheklammern gekittet wurde, dass man sich aber nicht zierte, solch eine Erlaubnis wieder zurückzuziehen.
Man beschäftigt sich wenigstens in der Öffentlichkeit fachgerecht mit den Problemen.
In der Schweiz würde ich ohne Weiteres einem "Einmotten" der Kraftwerke vertrauen, ohne zu befürchten, dass eine Regierung später gegen die Interessen der Bevölkerung verstößt und die KKWs ungefragt wieder in Betrieb nimmt.
An den ersten, ausgewachsenen, Gau in der Schweiz, Lucens 1969 erinnern wir uns alle gerne und für immer. Da wissen wir, womit wir es bei der Kernenergie und vor allem den Personen in der Bereibergesellschaften zu tun haben. Windscale-Sellafield in England hatte zwar noch stärkere radioaktive Auswirkungen, war aber nicht einmal ein Gau. Auch auf Leichtsinn und Blödheit zurückzuführen (hier Wigner-Energie), nicht grundsätzlich anders als in Fukushima.
In Kriegen und bei Kernkraftwerken hört das Verantwortungsbewusstsein gegenüber uns Menschen auf. Das ändern wir. Wer macht mit und spendet das erste Räppili?

von Bernd Schlueter - am 13.11.2016 06:47
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