Noch eine Konkurrenz für den Elektroantrieb

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 27.12.2016 08:55

Bentley Bentaiyga nennt VW seine neue Nobel-SUV-Karosse, mit fettem Dieselmotor mit 320 kW Leistung.
Nichts Besonderes? Leider ja: relativ geringer Verbrauch von gelogenen 7,9 Liter bei seinen 2,4 Tonnen. Aber das Wichtigste: VW hat aus dem Abgasskandal gelernt und stattet die Kiste als erstes Personenfahrzeug mit einer Agent-Blue-Verfütterungsanlage aus. Die passt dann auch in manchen zurückzukaufenden Stinker.
Vorteil: volle Kompression mit hohem Wirkungsgrad bei gewaltiger NOx-Produktion.
Aber: die gelangt nicht nach außen. Die wird vom blauen Pipi vollständig entfernt.
210 Gramm CO2 pro km. Also, wie ein Berlingo in Krefeld.
Solch einen agentblue-Motor wünschte ich mir zur Heizung des Hauses und zum Tanken von einigen Hundert Elektroautos. Die ca 400kW Abwärme heizen gerne 40 Häuser. Eigentlich sehr dumm, damit durch die Gegend zu fahren. Als entgifteter Erdgasmotor zur umweltfreundlichen Stromerzeugung viel besser geeignet.
Wann kommt das dezentrale smart grid?Angela Merkel statt Gabriel als Bundeskanzlerin?

Sonst könnte das Bentley-Diesel-SUV Standardauto der Bundesregierung werden.
Die Düsseldorfer Grünen parken ihre Porsches und Bentleys schon weit weg vom Rathaus und kommen die letzten 500 Meter mit dem Fahrrad. Sie hatten einfach im Umfragebogen Selbiges angekreuzt. Das der Bogen Grundlage für den Tiefgaragenbau wurde, spüren sie immer noch jeden Tag. Nur zwei waren ehrlich.
Immerhin hat sich die Stadt nicht lumpen lassen und versah die Fahrradständer mit einem goldenen Bügel.
Also, liebe Elweber, passt auf beim Ausfüllen der pausenlosen Umfragen hier im Forum!

Antworten:

Hier der Spiegel-Artikel

Wenn die Batterien nur billiger wären!

Da ist er endlich, der elektrisch angetriebene Verdichter!
Wer will da noch mit Atomstrom fahren?

von Bernd Schlueter - am 27.12.2016 09:18

Eine Lehre vom Bentayga für das Elektroauto

Erst einmal das link, das ich offensichtlich vergessen habe.

Was können wir vom fetten Bentley lernen?

Die Masse benötigen wir, um die 1000km Reichweite zu überschreiten.
Aber das Triebwerk, das ist viel zu groß. Ich will einmal großzügig sein und ihm einen 40kW- Verbrenner-Generator zugestehen. Den kann man dann immer noch in der hintersten Ecke verstauen und trotzdem dauerhaft mit 150km/h unterwegs sein, mit kleinen Spurts von 300km/h, wenn es die Verkehrsage erlaubt.

Nur, dieses Dieseltriebwerk muss ähnlich leise und umweltschonend sein wie das des Bentley-Diesels. Agent Blue, klar. Der Lärm ist schon ein Problem, die Erschütterungsarmut kaum.

Wie soll das gehen?

Ein Weg, einen Verbrenner erschütterungsfrei zun machen, sind viele Zylinder, mindestens zwei.
Das wäre ein Boxer, wie bei der Ente, mit Ausgleichswellen, oder viel besser, zwei gegenläufige Einzylindermotoren mit Hubräumen wie beim Bentley, nämlich 4 Liter geteilt durch 12 oder 325cm³, pro Zylinder. Dann bekommen wir auch den niedrig
en Verbrauch hin und der Motor ist absolut erschütterungsfrei. Manfred kennt sich da aus.

12 Zylinder, das entspricht einer sehr hohen Grundfrequenz der Auspuffgeräusche, bei 3000 Touren 300 Hertz, die lassen sich sehr gut im Dämpfer bekämpfen. Bei meinem 2-Zylinder ist das schwieriger, deshalb bekommt das Auspuffsystem Resonanzdämpfer, die ungleich kleiner ausfallen können, bei höherer Effektivität. Für nur zwei konstante Drehzahlen . Den Rest leistet ja der Elektroantrieb, der ruhig üppig ausfallen darf. Nicht fehlen darf der auf Wirkungsgrad getrimmte Turbo, der mit einem Generator versehen, zusätzliche 5% Wirkungsgrad herausholt.
Dann sind wir bei über 50%.
Mein nächstes Auto?
Klar, VW Bentley plug in.
Vielleicht doch ein wenig kleiner, denn mir reicht es auch, wenn ich in einer Viertelstunde 200km tanken kann, mit einer Batterie von nur 1/2 Tonne Masse.
Da das dezentrale Netz dann auch ausgebaut ist und Minister Gabriel auf der EON-Insel in der Südsee seinen Gelüsten nachgeht, können wir uns dann auch 100km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn erlauben.
Klar, keine Sonne, kein Wind und Sommer (kein Heizbedarf), dann nur mit unserem bisherigen Schneckentempo.

Ich schätze mal, nur 5% des heutigen Kraftstoffbedarfs sind dann erforderlich und den kann man rein aus Sonnenenergie herstellen. Nicht mit Solarzellen und Wasserstoff, das wäre Verschwendung, sondern durch Pflanzen.

von Bernd Schlueter - am 30.12.2016 05:56
Wir verbrennen so viel fossile Energie in einem Jahr (Andere schreiben von einem Tag) wie in einer Million Jahre entstanden sind...
Selbst die Herstellung von Kraftstoff aus Pflanzen scheint da zu langsam...

Zu schwer, zu schnell und zu groß und

mir zu dumm.

von Twiker76 - am 31.12.2016 16:27
Nein, ich möchte doch nur ein Sechstel des Triewerks des Bentayga, aber flüsterleise und sauber. Nicht so eine Knatterkiste wie im BMW I3. Dann kann auch die Batterie sparsamer ausfallen und überhaupt, das ganze Auto, ein wenig kleiner. Aber 5% Treibstoff nachwachsend herstellen, das wäre bestimmt möglich. Ein bisschen mehr Aufwand könnte man dann für die Herstellung auch treiben. Bisher entstehen bei der Umesterung noch Schadstoffe. Lasse den Kraftstoff dann 3 Euro pro Kilo kosten, in der Summe macht das bei dem geringen Verbrauch sehr wenig aus und jeder ist bestrebt, möglichst alles elektrisch zurückzulegen.
Die anderen 10 Zylinder des Bentayga werkeln mit Erdgas in der Garage und halbieren auf einen Schlag den Energieverbrauch der Republik.

von Bernd Schlueter - am 31.12.2016 19:02
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