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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Integrieren

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.03.2017 09:07

Elektroautos stecken voll von Digitaltechnik, die einersets einen immensen Störnebel erzeugt, andererseits sehr empfindlich mit sporadischen Ausfällen reagiert. Bei den Vebrennern werden viele der sporadischen Ausfälle einfach ignoriert, die ebenfalls meist auf Digitaltechnik zurückzuführen sind.
Inzwischen sind wir, nach negativen Erfahrungen, auf langsame Logik umgestiegen: mit sehr hohen Integrierzeiten, die beim BMS auch mehrere Sekunden betragen können.

Zwei Methoden:
1.)Aufintegieren über Widerstände im Megaohmbereich und 0,1µF Vielschichtkondensator (kosten fast nichts), nur die zusätzlichen Lötstellen und Bohrungen.
2.)Numerisches Aufintegrieren der fehlerbehafteten Einzelmessungen

Ergebnis: Beides ist gleichwertig, Löten und Umbestellen bereitet mehr Arbeit als Umprogrammieren.
Das Durchlaufen der daisy chain meiner 20 Nicads benötigt an die 10 Sekunden, natürlich beliebig variierbar.
Oszillographieren fällt damit flach, aber es gibt so viele Hilfsmittel im Netz, die den Verzicht darauf voll kompensieren. Es geht dabei vor allem um farbige Darstellungen auf dem Bildschirm.

Antworten:

Trotz aller Integrierei sind einige unserer im Wesentlichen nur aus einem Atmel , LEDs, Widerständen und 0,1µF bestehenden Schaltungen näherungsempfindlich. Ich kann es mir nur so vorstellen, dass Hochfrequenzschwingungen entstehen. Peinlich ist dabei, auch, wenn wir uns mit einer hochohmigen Oszillographenmessspitze nähern, plötzlich halbieren sicheinige Messwerte. Wir stehen vor einem Rätsel. Hersteller von Mikroprozessoren pflegen keine Vierpolwerte anzugeben. Theoretisch dürften solche Schwingungen gar nicht erst entstehen können.

von Bernd Schlueter - am 04.03.2017 04:43

1974 mein erstes Verfahren zur Mittelwertbildung

Damals arbeitete ich in der chemischen Verfahrenstechnik und verwandte den 4004 von Intel, um für extrem sporadisch fallende Flüssigkeitstropfen in einer Destillationsanlage einen genauen Energiebedarfsmittelwert zu ermitteln. Dabei benötigt ich Integrierzeiten von bis zu 5 Stunden, im Extremfall, um ein hinreichendes Gleichgewicht der Regelkette zu erreichen. Mit allen möglichen weiteren sporadischen Eingriffen in die Regelkette. Das hätte man später mit "fuzzy-Regler" benannt. Dazu baute ich bewusste Störungen ein, die dann nach Stunden irgendwann in einem stabilen Betrieb endeten.
Dazu benötigte ich extrem lange Integrierzeiten, die nur über einen Mikroprozessor zu erreichen waren. Damals baute ich die Integratoren zunächst mit TTL-Zählern, dann mit dem Mikroprozessor auf.
Ich denke, mit solcher Mittelwertbildung wird heute noch viel zu wenig gearbeitet, die eigentlich ganz einfach ist: es werden zunächst alle Ereignisse auf einen vielstelligen Zähler zusammenaddiert und anschließend die vordersten Digits weggelassen.
Sporadische Störungen, wie sie in meinem Saxo auftreten, lassen sich damit wirkungsvoll in ihrer Auswirkung bekämpfen. Nachteil sind die langen Messzeiten, die aber in der Chemie problemlos zu ertragen waren. Die Anlagen arbeiteten kontinuierlich über Tage bis Jahre. Für die Elektromobilität gibt es heute ganz unvergleichlich schnellere Prozessoren.

von Bernd Schlueter - am 05.03.2017 09:11
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