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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Emil, thegray, Stefan de L

Ladeverhalten | Interview Berlin | 50€ Amazon Gutschein

Startbeitrag von Stefan de L am 01.03.2017 09:35

Hi,

Wir sind eine in Berlin ansässige Innovationsagentur.
Momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema e-Mobilität.
Im Speziellen analysieren wir das Ladeverhalten von eFahrzeug Nutzern.

Wir sind auf der Suche nach eFahrzeug Besitzern im Raum Berlin, die uns von ihren Erfahrungen an Ladesäulen berichten.

Gerne würden wir dich persönlich treffen, um ein Interview durchzuführen und dir beim Laden über die Schulter zu schauen.

Im Gegenzug erhältst du einen 50€ Amazon Gutschein.
Wenn du interessiert bist, schreib uns einfach:
whileyoucharge@iconmobile.com

Beste Grüße,
Stefan

Antworten:

Sehr viel sinnvoller wäre es, wenn Ihr uns nicht nur beim Atom- und Kohlestromladen nicht nur über die Schulter sehen würdet, sondern wenn Ihr uns mit der Tatsache konfrontieren würdet, dass nicht zeitgleiches Laden von Solar- und Windstrom kein solcher ist, sondern zu fast 100% aus Atom- und Kohlekraftwerken stammt.Bei Verschwendung nahezu der gesamten Abwärme.

50 Euro für das bloße Zusehen beim Sündenfall. Was treibt unsere Regierung da eigentlich?

von Bernd Schlueter - am 11.03.2017 03:49
Ach Bernd kann­s‍te nicht wenig­s‍tens Neuankömmlinge mit deinen Ergüssen verschonen.
OT (Ist den schon wieder .... ach ja und 4€DVM vs. µC Berndsche-Spannungsschlagmichtotüberwachung schon fertig; alles Perfekt am laufen; man hat doch mit den Po­s‍tings die Leute angefixt - das man schon wieder/noch Zeit findet für solche Po­s‍tings jetzt)

Die können das doch noch garnicht richtig werten - und das was sie dann evtl. annehmen nehmen, das für voll. Wohl möglich verallgemeinern die das auf die Mehrheit der Forenmitglieder.....:rolleyes:

ps. Mal von dem Thema abgesehen : Marktuntersuchung ; Wissenschaftler begleitete Fragenkataloge ; Thinktanks; Studienarbeiten usw.
An denen wir Teilnehmen selten ein Ergebnis/Resonanz zurückkommt!

von thegray - am 11.03.2017 14:28
Ja, das lässt sich auch verständlicher für Anfänger erklären:
Die Sonne scheint nicht immer genau dann, wenn Strom benötigt wird. Das Gleiche gilt für den Wind. Dann bleibt nur die Wahl, die Energienutzung einzustellen, bis auf die geringen Stroimmengen, die in Batterien und sonstigen Stromspeichern zwischengespeichert werden können. Auch, wenn diese Energiemengen nur einen sehr geringen Anteil am Gesamtenergieumsatz ausmachen, erzeugen sie sehr hohe Verluste. Nur mit sehr hohem finanziellem Einsatz kann man beispielsweise Wasser aus den Fjorden Norwegens auf die bis zu 2km höher gelegenen Fjells, den Hochebenen , pumpen und bei Bedarf mit Wasserturbinen einen Teil der Energie wieder zurückgewinnen. Einen großen Teil des finanziellen Aufwands machen dabei auch die erforderlichen Hochspannungsleitungen von Deutschland nach Norwegen und wieder zurück aus.
Stromspeicher sind eine sehr teure und verlustreiche Angelegenheit und sollten möglichst vermieden werden.

Zur Zeit bietet die konventionelle Stromerzeugungsindustrie noch kaum Anreiz, Strom dann zu verbrauchen, wenn er in großer Menge angeboten wird. Der Strompreis ist praktisch immer gleich und jeder tankt sein Elektrofahrzeug dann, wenn es ihm gerade passt.
Einen sehr großen Anteil an dieser schädlichen Strompreiskonstanz haben die konstanten Steuern und Umlagen auf den Strompreis.

An dieser wichtigen Stelle wird, wenigstens sichtbar, überhaupt nicht geforscht und Überlegungen dazu werden sogar in Elektroautokreisen nicht gerne gesehen, wenn ich Deinen Beitrag richtig verstehe.
Lieber stellt man alles nur positiv da und schweigt über die Stellen, an denen Verbesserungsbedarf besteht.


Meine Meinung: ohne eine ordentliche Diskussion dieser Misswirtschaft werden wir keine Verbesserung erreichen, obwohl gerade unsere Elektroautoabtterien nicht auf feste Ladezeiten festgelegt sind.

Nein, nicht das heutige Ladeverhalten ist entscheidend, sondern allein der Anfall der Energie und Überlegungen, wie man das Ladeverhalten mit aktiven Maßnahmen anpassen kann.

Ich bemühe mich , genau dieses aufzuzeigen und eine gründliche Steuer- und Umlagenreform neben einer passenden neuen Gesetzgebung anzustoßen.
Das Ziel heißt "smart grid". So wurde es jedenfalls von unserer Kanzlerin benannt. Es arbeitet mit sehr unterschiedlichen Strompreisen und einem von Monopolen befreiten, freien Strommarkt. Unsere Stromgesetzgebung beruht zum großen Teil noch auf der von 1935, als man einen großen Krieg vorbereitete und als es nur darum ging, Redundanz in der Versorgung nach Bombenangriffen zu schaffen.
Heute sollte es mehr um Umweltschutz und Schonung der Resourcen gehen.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2017 04:27
Zitat
Bernd Schlueter
... obwohl gerade unsere Elektroautoabtterien nicht auf feste Ladezeiten festgelegt sind.


Die Elektroautobatterien müssen dann ausreichend voll sein wenn der Nutzer des Fahrzeuges dieses nutzen möchte. Was nützt es wenn ich ein Elektroauto haben und ich es nicht dann nutzen kann wenn ich es will sondern nur dann wenn Strom im Überfluss vorhanden ist und es vom Netz geladen wurde.

Zitat

Nein, nicht das heutige Ladeverhalten ist entscheidend, sondern allein der Anfall der Energie und Überlegungen, wie man das Ladeverhalten mit aktiven Maßnahmen anpassen kann.


Die aktiven Maßnahmen sehen dann wohl so aus dass das Auto über die Nacht vom Netz leer gesaugt wurde und man dann am Morgen dann nicht in die Arbeit fahren kann. Sollte dann ein Stromanschluss am Arbeitsplatz vorhanden sein wird es voll geladen, es ist dann aber leer wenn man es Abends Zuhause wieder ans Netz anschließt. Es ist dann kein Strom mehr vorhanden um die abendliche Spitze abzudecken.

Irgendwie passt V2G nicht wirklich zur typischen Nutzung eines Elektroautos.

Warum nicht gleich dedizierte Speicher aufstellen die jederzeit dann wenn das Netz sie braucht auch zur Verfügung stehen?

von Emil - am 12.03.2017 09:15
Ich kann mein Ladeverhalten sehr an den Energieanfall anpassen.Mein Fahrzeug steht von 8760 Stunden des Jahres 8660 Stunden nur herum. Bei mir ist dann immer eine Steckdose in der Nähe.
Natürlich muss man im smart grid voll und ganz bestimmen, wann geladen wird. Ehe man dann Energie aus dem Fahrzeug abzapfen lässt, muss man das auch gebührend vergütet bekommen.
Die Leistungsfähigkeit unserer Akkus ist da hervorragend geeignet. Ich behaupte, viele Akkus sterben den kalendarischen Tod und könnten fast kostenlos als Energiereserve für das Netz verwendet werden..
Bei 3 Cent Gestehingspreis für eine kWh Strom lohnt sich kein zusätzlicher Akku zur regelmäßigen Speicherung. Die Zeiten des Spitzenbedarfs für nur wenige Stunden im Jahr werden hingegen so hoch bezahlt, dass sich die Nutzung der Akkus, natürlich nur, wenn entsprechend vergütet, lohnt. Eine Ladepause erfüllt allerdingsimmer dengleichen Zweck und belastet den Akku nicht.
Es hat keinen Sinn, die Leuchtkraft der Sonne und die des Windes an unsere nur zufälligen Ladegewohnheiten anzupassen. Bei einer Auswahlfreiheit von über 90% der Zeit fällt uns die Anpassung leichter als den Gestirnen.
Nein, ich bin nicht für die bloße Beobachtung, wie wir zufällig laden, sondern für eine Anpassung unserer Gewohnheiten, wie wir es auch mit unseren Essgewohnheiten am Nahrungsangebot tun.
Vermutlich wäre sogar der Stromausfall von Fukushima nicht so folgenschwer gewesen.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2017 12:06
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