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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Emil, Norbert Kern

Betonkugel treibt das El an

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 05.03.2017 12:44

Erste Versuche, die Betonkugel hinten dran zu hängen, sind zwar gescheitert, aber, was eine ordentlice Elektroautofahrerin ist, gibt nicht einfach auf. Vor allem nicht, wenn sie in Nähe des Bodensees oder im Ruhrgebiet wohnt.
Mal rechnen
Also, 200 Meter Tiefe mal 20 Tonnen Wasser, macht 40 kWh Speicherfähigkeit. reicht für ein relativ großes Solardach.
Im Ruhrgebiet, mit über 1000 Meter Tiefe 200kWh, im Marianengraben vor Japan über 2000kWh.
Wer nur einen Swimmingpool besitzt, dem rate ich ab.
Nebenbei kann der Ball als Anker für schwimmende Windturbinen dienen.

Antworten:

.... erste Versuche am El sind gescheitert.... das lieg am Schlick, im Bodensee mussten sie auch erst großes Gerät holen bis sie aus dem Schlick war...

von Norbert Kern - am 06.03.2017 11:27
Weitaus preiswerter ist es, oben offene Betonspeicherbecken auf Hochebenen zu errichten, wie beim Köppchenwerk bei Herdecke/Ruhr oder in Vianden an der deutsch/luxemburgischen Grenze. Aber auch diese wären zu teuer, um Solar- und Windstrom zwischenzulagern, sie dienen im Wesentlichen dazu,sehr kurzfristige Bedarfsspitzen abzufangen.
Diese Aufgabe könnten die eingebauten Stromspeicher in unseren Elektroautos mit Bravour übernehmen, wenn die Lader erst einmal bidirektional oder zumindest regelbar ausgeführt würden.

Würde man die Bergwerksschächte und Strebe im Ruhrgebiet ausbetonieren und als Wasserspeicher ausführen, könnte mit weit weniger Kosten eine große Energiezwischenlagerstätte erschlossen werden und zudem gegen Bergschäden vorgesorgt werden.
Unsere größten Energiespeicher befinden sich in Salzkavernen in Niedersachsen, die ebenfalls als Energiespeicher dienen, indem sie mit Pressluft gefüllt werden. Diese treibt dann wieder, nach Erhitzung auf über 1000 Grad Celsius, Gasturbinen an.

Themen dieser Art werden regelmäßig aus dem Forum zur Infrastruktur vertrieben und werden nach hier, in den Stammtisch verbannt, wenn sie nicht ganz unter den Biertisch fallen.

Für die Feststellung des Ist-Zustandes wird Geld ausgegebenen, wie man die Missstände beheben kann, da herrscht eher Schweigen. Sicherlich gehört auch eine Diskussion darüber dazu, wie die Bevölkerung Norwegens die Einbetonierung der Fjells ansehen würde. Unsere Elektroautos könnten die Nachteile vermeiden.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2017 04:56
Zitat
Bernd Schlueter
Diese Aufgabe könnten die eingebauten Stromspeicher in unseren Elektroautos mit Bravour übernehmen, wenn die Lader erst einmal bidirektional oder zumindest regelbar ausgeführt würden.


Die E-Autos dann zu laden wenn die Sonne scheint sehe ich ja noch ein. Aber in der Rückspeisung des Stroms sehe ich keinen rechten Sinn.

Erstens möchte ich in einem Elektroauto für den primären Einsatz jederzeit genügend Reichweite haben. Wenn man aber Solarstrom zwischenspeichern möchte dann muss ein Teil des Akkus für diese Energie reserviert werden, d.h. ich müsste einen größeren Akku kaufen als ich eigentlich brauche.

Zweitens sind die Akkuzellen in Fahrzeugen nicht unbedingt auf eine hohe Zyklenzahl optimiert (siehe Tesla). Tägliche Zyklen durch die Zwischenspeicherung von Netzenergie würden die Lebensdauer der Zellen verkürzen und so den Wert des Fahrzeugs mindern.

Insgesamt scheint es mir kostengünstiger und effizienter zu sein in jedem Ortsnetz einen oder mehrere dedizierte Akkuspeicher zu installieren (siehe Tesla Anlagen), anstatt die Speicher kleinteilig auf alle Fahrzeuge zu verteilen. Wenn dann lösen solche Speicher sowie nur das Problem der täglichen und wöchentlichen Schwankungen. Für saisonale Speicherung braucht man bei den riesigen Energiemengen was anderes.

Statt den Betonspeicherbecken mit geringer Kapazität an Land, die auch nur für den Spitzenbedarf geeignet sind, muss man für die saisonale Speicherung irgendwie viel größer denken.

Power2Gas ist wegen des sehr schlechten Wirkungsgrads und der Notwendigkeit solche Anlagen für den wirtschaftlichen Betrieb dauerhaft laufen zu lassen, nicht so der Hit. Auch die Betonkugeln sind eher ein Kurzzeitspeicher als ein saisonaler Speicher. Der Lageenergiespeicher ist zwar ein bestechendes Konzept, aber wird wohl so schnell keine Wirklichkeit werden.

Wenn man was mit Wasser machen möchte wäre es an sehr tiefen Stellen nahe der Küste, wie z.B. südlich vor Norwegen, möglich einen riesigen Staudamm vor die Küste zu bauen und dann den Teil zwischen Land und Staudamm bei Produktionsüberschuss leer zu pumpen und dann das Wasser über Turbinen wieder zurück fließen zu lassen. Diese Idee erinnert etwas an Atlantropa, allerdings hat man ein künstliches Reservoir das nur zur Speicherung von Energie verwendet wird. Aber das wäre natürlich ein Großprojekt das auch wieder entsprechende Widerstände hervorrufen würde.

Die saisonale Speicherung von Energie ist und bleibt ein schwieriges Thema.

von Emil - am 12.03.2017 09:04
Ich behaupte, die ist überhaupt nicht möglich, ohne größere Erdbeben auszulösen.
Aber für einige Stunden im Jahr sehr wohl möglich.Nicht für alle Fahrer, aber für 90% von diesen.
Ein starker Sturm über mehrere Tage würde allerdings die Speicherfähigkeit aller Elektrofahrzeuge übersteigen, auch, wenn der Strom dann kostenlos wäre.
Krankenhäuser und Ähnliches? Die Notstromaggeregate können einfach ersetzt werden.
Das Zauberwort heißt "bidirektionaler Synchronwandler mit einem Wirkungsgrad jenseits von 95%. Zur Zeit noch nicht auf dem freien Markt als Serienprodukt erhältlich.
Nein, nicht für Induktionslader geeignet, obwohl auch möglich.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2017 12:15
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