Die verschwiegene Gefahr

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 29.03.2017 05:58

Eine in unseren Kreisen gerne verschwiegene Gefahr birgt die Elektromobilität:
die Wiederauferstehungstehung der Kernenergie.
Zwar ist der große Energiespeicher in unseren Fahrzeugen hervorragend geeignet, Schwankungen im Anfall alternativer Energie auszugleichen, aber das Gleiche gilt auch für die Kernenergie. Ihr könnt es drehen und wenden, wie Ihr wollt: zur Zeit haben noch die verantwortungslosen Monopolbetreiber das Sagen, mit den Gesetzen, der wirtschaftlichen Macht und den zur Verfügung stehenden Anlagen.
Ich bin außerdem so verwegen, zu sagen, dass die meisten von Euch weder ein Solardach oder eine klappernde Wind-oder Wassermühle besitzen und Ihr hemmungslos Atomenergie nutzt und trotzdem frech behauptet, Eure Elektronen trügen keine schwarz-gelben Markierungen und belegt das noch mit Euren Stromrechnungen.
Nein, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, und das zeitgleich. Alternative Energie landet trotzdem in der Aluminiumschleuder, da könnt Ihr Euch auf den Kopf stellen.

Nachdem wir Cernobyl und Fukushima angeblich so glimpflich überstanden haben, mit ca 50 offiziellen Toten, meiner Schätzung nach aber Millionen, wird die Zeit kommen, dass Kernenergie wieder hofffähig gemacht wird.
Also, ich sehe das so.
Dann aber bitte mit mehr Sicherheit. das ist ja ein Witz, was da als Endlager vorgesehen war. Vor allem aber hapert es bei der Reaktorsicherheit und vor allem den selbst ernannten Experten, die sich dafür zuständig fühlen.

Also, wir sollten auf der Hut sein, und, wenn die Rückkehr der Kernenergie unvermeidlich ist, uns wenigstens um die Sicherheit Sorgen machen. Ich sehe nur, dass gerade da alles abgeblockt wird und wenn eine kleine Überschwemmung eintritt, rastet der Verstand aus.

Also, machen wir uns klar: es gibt weiterhin Kernenergieanlagen und es sieht so aus, dass das so bleiben wird. Ein Endlager gibt es nicht und es gibt keine verantwortungsbewussten Kräfte, die die Reaktorsicherheit weiter voran treiben.
Wir haben uns an die Verzwanzigfachung der früher erlaubten Grenzwerte gewöhnt, und das wird so bleiben.

Wunderschöne atomare Welt

Glaubt bloß nicht den Versprechungen, die neuen Reaktoren erzeugten sehr viel weniger Radioaktivität!
Bei gleicher Wärmeleistung ist die entstehende Radioaktivität exakt die gleiche.
In schnellen Brütern (gefährlich!) wird tatsächlich ein geringer Teil davon "verbrannt". Aber die Masse davon bleibt.

Ich hoffe, jeder von uns weiß, was zu tun ist.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
Eine in unseren Kreisen gerne verschwiegene Gefahr birgt die Elektromobilität:
die Wiederauferstehungstehung der Kernenergie.


Meiner Meinung sind die Stromgestehungskosten von PV- und Windstrom bereits unterhalb von Kernenergie, Strom aus Wasserkraft sowieso.

von Solarstrom - am 29.03.2017 20:16
Rechne bitte auch die Umlagen nach EEG und KWK zu den Kosten alternativer Energie. Dann sieht die Rechnung anders aus.
Viel schwerwiegender sind jedoch die Nächte und die Stillstandszeiten der Windgeneratoren, in denen keine Macht der Welt ohne die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Uran ausreichend Energie bereitstellen kann.

Künstlich hoch gerechnet werden hingegen die sogenannten "Entsorgungskosten", die wirklich keine sind, weil im Endeffekt die atomaren Abfälle irgendwo hin gekippt werden, wo sie keinesfalls für Millionen Jahre unter Verschluss bleiben.
Beton- und Stahlcontainments von Atomkraftwerken sind so stabil gebaut, die braucht man nun wirklich nicht unter illusorisch hohen Kosten und Einsatz von Ali Wallraff-Leben in ihre Bestandteile zerlegen und an einen anderen, unsichereren Ort verbringen.
Sie sind für Jahrtausende gebaut. 19 Cent für Photovoltaikstrom, keinesfalls immer zur rechten Zeit, sind und bleiben 19 Cent.
Beachte bitte, radioaktiver Stahl wird einfach der allgemeinen Stahlproduktion untergemischt und schädigt so mit maximaler Effektivität unser Leben.
Auch statistisch ist damit die Halbwertszeit der Spaltprodukte nicht um eine Sekunde verringert worden.

Andersherum, Atomkraftwerke stehen fast immer am Meer und an Flüssen und kurze Zeit nach einem Unfall spricht kaum noch jemand über die Hinterlassenschaften.

Ich vermisse die Berichte, welche gefährlichen Spaltprdukte aus Fukushima wo verblieben sind. Wir blenden das alles nur zu gerne aus.
Ein großer Teil des Cäsium 137 aus dem explodierten RBMK ist zerfallen.
Ich vermisse die ständigen Berichte über den Zustand unserer Böden.

Wind- und Solarstrom wird zur gleichen Zeit für weit unter 4 Cent an unseren Börsen zur Aluminiumgewinnung verscherbelt.

Ich bleibe dabei: wir sind plemplem.

von Bernd Schlueter - am 30.03.2017 07:54

Re: Windräder

Stimmt es daß die Winkraftanlagen erst mit strom auf touren gebracht werden müssen daß sie später einen erzeugen können ? also zuerst Stromverbraucher sind ?

von Christian s - am 30.03.2017 12:34
Hallo Bernd,

die Kernenergie hat sich beerdigt, da mittlerweile die hohen Kosten zu Tage kommen. Die Entsorgungskosten zu demokratisieren hat nur teilweise funktioniert. Die Versorger bekommen die hohen Kosten jetzt zu spüren. Westinghouse als ein der Hersteller von KKW ist pleite. Ich sehe da keine Gefahr.

@Christian, manch Elektronik braucht erst externe Versorgung, bevor sie anlaufen kann. Bei einem normalen PV Wechselrichter ist das ähnlich, der tut nichts ohne Netz. Bei einem Offshore Windpark gab es dann die unglückliche Situation, dass die Netzanbindung nicht fertig war und ein Dieselaggregat eine Zeit lang lief um ein Netz für die WKA zu liefern.

Ralf

von Ralf Wagner - am 30.03.2017 22:21
Heutige Kernkraftwerke lassen sich so gut wie nicht in der Leistung regeln, jedenfalls nicht passend zum Strombedarf. Sie laufen Tag und Nacht durch und mögen Kunden wie uns, die Strom speichern können. Die Lösung für die Kernenergiebetreiber wäre, Neukonstruktionen zu fertigen, an die sich bisher noch niemand herangewagt hat und die eine an den Bedarf angepasste Regelung ermöglichen. Die sogenannte Xenon135-Vergiftung verhindert die Regelung heutiger Kernkraftwerke. Diese neben unglaublicher russischer Dummheit und Verantwortungslosigkeit bescherte uns Cernobyl. Alleine nur Dummheit Fukushima.
Ich persönlich sehe die Möglichkeit voll regelbarer Kernkraftwerke, aber nicht mit den heutigen verantwortungslosen Betreibern, bei denen Politiker eine große Rolle spielen.
Insbesondere ist Kernenergie unverantwortbar, weil er Allah die Kernwaffe überreicht, damit meine ich nicht Gott, sondern unverantwortbare Araber und deren Mitverschwörer.

Trotzdem, auch mit Kernenergie lässt sich Geld verdienen. wenn ich den unterschiedlichen Gestehungspreis für aus Atomenergie gewonnen Strom von sehr, sehr wenigen Cent und den für alternativen Strom bezahlten betrachte (weit über 1000% teurer), sogar sehr viel. Eine rein politische Frage. Darin sehe ich das Hauptproblem, denn Strom ist in meinen Augen die Energieform, die sich am preiswertesten über ganze Kontinente verteilen lässt, auch, wenn das Gegenteil behauptet wird.

Auf jeden Fall läuft da Vieles falsch , die Menschheit ist nicht reif für den Umgang mit der Kernenergie.

Wir kennen den Ausweg, die dem Bedarf schnell anpassbaren Heizkraftwerke, zusammen mit sommerlicher Solar- und Windenergie im Verbund mit unseren Energiespeichern (in unseren Fahrzeugen). Da tut sich aber, festzementiert durch die Gesetzgebung, nichts.
Die Kommunen von Flensburg und später Düsseldorf haben diesen Weg aber bereits beschritten.

Machen wir uns bitte klar, dass es auch in Zukunft ohne die Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht geht und arabischer Zerstörungswahn wird Desesertec verhindern.

Entgegen euphorischen Versprechungen lässt sich der Anfall radioaktiver Spaltprodukte bei der Kernspaltung nicht verhindern, mit allen Gefahren, die damit verbunden sind. Daneben die unvermeidliche Produktion von Atombombenmaterial in unerschöpflicher Menge. Fusionskraftwerke sind vermutlich noch in um Menschheiten entfernter Distanz. Zu unhandlich.

Trotzdem, alleine schon mittels Sonnenenergie und Sparsamkeit ist alles möglich. Solarzellenfertigungstechnik und China beweisen es.

Wann werden wir mit unserem Ladestromverbrauch endlich smart? Unter Ausgrenzung der Kernenergie? Denn die mag uns, wenn die fossilen Energien knapper werden.

Wenn Ihr mich fragt, wenn Ihr mit erhöhten Kosten Naturstrom einkauft,bekommt Ihr trotzdem fossile und Kernenergie geliefert. Eure Einflussmöglichkeit bezieht sich nur auf viel zu wenige Prozent und mit jedem Cent, den Ihr für alternative Energie ausgebt, fördert Ihr die Vernichtung des Stroms in den Aluminiumschmieden (noch!)

Heiseartikel unter "News"

von Bernd Schlueter - am 31.03.2017 06:15

radioaktiven Abfall

[www.wiwo.de]

soll in 5 bis 10 Jahren soweit sein...
aber ob was wird ? wer weiß das schon

von H.Hobbie - am 31.03.2017 10:41
Oh Bernd,
.... schon wieder diese nutzlose Diskussion über die Kernkraft. Auch wenn wir hier im "off-topic" sind, sollten es doch hauptsächlich um Elektromobilität gehen. Und nicht immer wieder um Deine Lieblingsthemen.

Denn wer braucht noch Kernkraft? Die wenigsten Abnehmer wollen sie (kann ich begründen, wenn gewollt), außer natürlich ein paar unverbesserliche und meist Grosskunden. Wie Ralf schon schrieb: Die Kernkraft wird an den zu hohen Kosten scheitern. In einigen Ländern hat man es gemerkt, in anderen Ländern noch nicht. Kommst spätestens nach dem nächsten schweren Unfall. Nach der Statistik alle 20 Jahre..... Die Gefahren sind allerdings bekannt, werden nicht verschwiegen, sondern leider von einigen ignoriert. Faustischer Konflikt: Seele verkaufen wegen kurzfristiger Vorteile.

Bernd: "Ich hoffe, jeder von uns weiß, was zu tun ist."
Ich habe darüber nachgedacht, was ich tun kann oder soll. Forenmäßig juckt es in den Fingern, vieles von Deinen Beiträgen einfach zu löschen. Ersatzlos streichen. Weil unnötig und ermüdend.
Privat weiß ich sowieso, was ich (für mich) tun muss, und habe vieles bereits getan:
5 kW Photovoltaik seit 2000, 22 qm Solarabsorber seit 1984 für Wasser plus 8 qm Solarkollektor für Brauchwasser-Erwärmung. Seit 1997 Anteile an einer Windkraftanlage, am 1.3.2017 verkauft. Seit einigen Tagen Stromlieferant gewechselt zu regional (ist 5 km von meinem Haus entfernt) und 100% Wasserkraft (bitte nicht die bekannten Einwände, ich weiß genau was ich tue). Außerdem viele kWh Zwischenspeicher für Elektroenergie im Haus (48Volt Akkus Blei-Gel) und in den Fahrzeugen (SAFT NiCd und Calb Li). Und Planung, ab 2020 die 5 kW solar voll auf Eigenverbrauch und Direktladung umzustellen. Und wie erwähnt: Ich tue es für mich. Daher sind mir viele der bekannten Einwände, dass es sowieso nichts nützt, vollkommen wurscht. Ich tue es für mich, ich weiß was ich tue (immerhin über 10 Jahre in der Netzleittechnik gearbeitet), und die vielen Einwände und Schlechtrechnereien einiger Spezialisten ermüden mich mittlerweile so sehr, dass ich aufgehört habe, darüber zu streiten. Denn ein echter Meinungsaustausch findet nicht statt, nur stammtischartiges Schlechtmachen anderer Positionen. Muss ich nicht haben.

Bernd: "Ich bleibe dabei: wir sind plemplem."
Ich will Dir nicht widersprechen, jedenfalls nicht hinsichtlich der Aussage zu Deiner Person. Über andere bitte urteile nicht. Ich spreche Dir insbesondere das Recht ab, so über mich zu urteilen. Ich weiß nicht, wie andere denken, aber ich für meinen Teil lehne solch pauschale Aussagen über mich ab. Und durch das "wir" fühle ich mich leider auch angesprochen.

Bernd: .... denn Strom ist in meinen Augen die Energieform, die sich am preiswertesten über ganze Kontinente verteilen lässt, auch, wenn das Gegenteil behauptet wird.
Blödsinn. Strom geht praktisch immer den Weg des gerinsten Widerstandes, weiß ich aus meinen Arbeiten am Netzmodell. Also wird Strom meist regional erzeugt und verbraucht. Von "preiswert über ganze Kontinente verteilen" kann keine Rede sein. Immerhin kostet (schon immer) die Verteilung weit mehr als die Erzeugung. So habe ich es schon vor 50 Jahren im Studium gelernt, und es hat sich nichts daran geändert.

Bernd: 19 Cent für Photovoltaikstrom, keinesfalls immer zur rechten Zeit, sind und bleiben 19 Cent.
Wo hast Du das denn her? 20 Jahre alte Zahlen oder so ähnlich. Strom aus Photovoltaik wird zu 3 Cent (jüngste Grossanlage in Abu Dhabi) oder 11 bis 12 Cent (in Deutschland) gerechnet, pro kWh. Die Frage "zur rechten Zeit" klingt rechtslastig, lasse ich nicht gelten. Photovoltiakstrom hat den Vorteil der recht guten Vorhersehbarkeit. Damit können die Versorger rechnen, und das tun sie auch. Eh Du sowas schreibst, frag doch bitte bei den Leuten nach, die das beruflich machen, also bei den Stromversorgern meine ich. Da hat sich in den letzten Jahren enorm viel geändert. Mit anderen Worten: Deine Kommentare hätten vor 10 Jahren oder so gepasst, heute nicht mehr. Und wer nachsucht, findet auch immer wieder die selben Kommentare von Dir in den elweb-Foren seit vielen Jahren.

Die Welt hat sich weiterentwickelt.
Viele Industrien sind total verschwunden und nach Asien abgewandert. Unterhaltungselektronik, Kameras, Telefone und mehr sind die Beispiele. Voice over IP wurde erst im Jahre 2000 von einem chinesischen Studenten erdacht, und jetzt verschwindet auch in Deutschland die analoge Telefontechnik komplett. 2007 oder so wurde das erste Wisch-Phone vorgestellt, mittlerweile scheint die Welt ohne smart-phones nicht mehr auszukommen. Die Chinesen kommen und übernehmen viele Kernbetriebe auch in Deutschland, siehe KUKA. Es geht immer schneller, und vor allem jetzt in der Energietechnik und in der Autotechnik. Ich selber habe 40 Jahre Photovoltaiktechnik und 31 Jahre Solar- und E-Mobiltechnik mitgemacht. Ich bin auf die nächsten 30 Jahre gespannt und ich denke, da bleibt - sinngemäß - kein Stein auf dem anderen. Lest doch nur mal die Ankündigungen der Industrie. Wenn das alles Realität wird.....

Das ist die verschwiegene Gefahr. Allerdings ist es doch weithin bekannt. Das ändert nicht daran, dass es immer wieder Furcht einflösst.

Gruss, Roland
Bei all dem: die vier grossen Stromversorger passen sich gerade an. Ob sie bleiben werden, ist fraglich. Auf jeden Fall ändert sich zur Zeit vieles bei denen.

von Berlingo-98 - am 31.03.2017 11:04

Re: radioaktiven Abfall

Zitat
H.Hobbie
[www.wiwo.de]

soll in 5 bis 10 Jahren soweit sein...
aber ob was wird ? wer weiß das schon


Hallo H.Hobbie,
schreib mal, worum es eigentlich geht. Denn ich kann die wiwo Seite nicht darstellen, mein adblocker verhindert das. Und ehe ich den wegparametriere, möchte ich schon vorher wissen, wofür und ob es lohnt...

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 31.03.2017 14:12
Zitat
Bernd Schlueter
Rechne bitte auch die Umlagen nach EEG und KWK zu den Kosten alternativer Energie. Dann sieht die Rechnung anders aus.


Zu was? Die Stromgestehungskosten sind unabhängig von irgendwelchen Umlagen oder Steuern.

Die Stromgestehungkosten von Onshore Wind und PV Großanlagen sind deutlich unterhalb von 10 Cent/kWh, die von Atomstrom deutlich überhalb von 10 Cent/kWh.

von Solarstrom - am 31.03.2017 17:04
Ohne Umlage gäbe es keinen Solarstrom. Die Umlage kostet Geld.

Dezentrale Netze kosten so gut wie kein Geld. Teuer wird es, wenn wir Strom kontinentweit verschieben müssen oder , gar wie bei Desertec, über Kontinente hinweg und gegen Terroristen Krieg führen müssen.

Ich bemängele, dass Hochspannungsleitungsmasten kaum noch gewartet werden. Neubau produziert Kosten, die von uns allen bezahlt werden müssen.

Kohle ist übrigens im Moment der Renner an den Börsen.

Kohle

Kohle

Kohle

So ist es wirklich

von Bernd Schlueter - am 01.04.2017 14:03
Die Atomenergie wurde hauptsächlich gefördert - ganz egal wie teuer sie ist - um Atomwaffen herstellen zu können.

Der Preis der Energieherstellung wurde schon immer einfach auf die Allgemeinheit umgelegt, die versteckten Kosten wurden immer verschwiegen.

Ich erinnere einfach mal an Majak und Hanford:

de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak

de.wikipedia.org/wiki/Hanford_Site

Hanford gilt als der radioaktiv am schwersten verstrahlte Ort in der westlichen Hemisphäre. Nach Vorarbeiten wird seit 2001 in Hanford die größte Dekontaminationsaktion der Welt durchgeführt, um die radioaktiven und giftigen Abfälle, die während der 50 Jahre dauernden Plutoniumproduktion für die amerikanischen Nuklearwaffen entstanden sind, sicher zu entsorgen. Dabei müssen technische, politische, gesetzliche und nicht zuletzt kulturelle Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Früher stand mal im Artikel etwas über die Sanierungskosten, muß man nun woanders gucken:
www.spektrum.de/magazin/hanford-nukleare-altlast-der-usa/823769

Zitat:
Eine ausgedehnte Wüstenregion im Südosten des Bundesstaates Wa- shington wird für die nächsten 75 Jahre Schauplatz des größten zivilen Vorhabens in der Geschichte der USA sein. Es dürfte weit mehr als 75 Milliarden Mark kosten; doch am Ende wird man kein weiteres Monument menschlichen Fortschritts bestaunen können. Nur viele Millionen Tonnen radioaktiven Abfalls von kontaminiertem Erdreich bis zu kompletten Kernreaktoren sollen dann auf der großen Hochebene lagern, vergraben in riesigen Deponien oder gebunkert in unauffälligen Bauten – möglichst ungestört über Jahrtausende.

Also 75mrd Mark - geschätzt 1997

Ah, noch schlimmer, hier die Gesamtschätzung:
Schätzwerte der Kosten aller Aufräumarbeiten liegen zwischen 330 Milliarden und mehr als 700 Billionen Mark; das Mittel übertrifft bei weitem die knapp 550 Milliarden Mark (in heutiger Kaufkraft), die in die Entwicklung und den Bau von zehntausenden amerikanischen Kernwaffen und rund tausend Bombentests investiert worden sind.

Wieviele Solaranlagen kann man mit 500 Mrd Dollar bauen?


Majak:
Während der Anfangsjahre war den Verantwortlichen eine hohe Produktion von Plutonium wichtiger als die Arbeitssicherheit. Vor allem in den Wiederaufarbeitungsanlagen (Anlage B und Anlage V), aber auch bei den Reaktoren waren zwischen 1948 und 1958 die Arbeiter hohen Strahlendosen ausgesetzt. In dieser Zeit wurden 2.089 Fälle von Strahlenkrankheit gemeldet.

Bei insgesamt 17.245 Personen überschritt die jährliche Belastung mindestens einmal 0,25 Sievert (Sv). Etwa 6.000 Arbeiter erhielten Gesamtdosen von über 1 Sv.[1] Erst nach 1958 verbesserte sich die Arbeitssicherheit schrittweise.

gruss, dragan

von omitreligion - am 14.04.2017 08:25
AKWs haben in der Regel erst mal kaum Plutonium man muss das speziell "erbrüten"
Daher dürfte die Gefährlichkeit nicht so hoch sein wie dort.
Aber trotzdem warum laufen den die AKWs immer noch ?
Wen kümmert's das sieht man nicht und wenn man krank wird dann ist es halt einfach nur Pech...

von Twiker76 - am 14.04.2017 10:34
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