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elweb Stammtisch
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Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten
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Bernd Schlueter, Berlingo-98, omitreligion, el El

Solare Mobilität

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 08.04.2017 10:54

Wir Elektroautofahrer sind die Einzigen, für die sich die solare Energiegewinnung finanziell lohnen kann, vor allem auch dann, wenn wir auf jede Förderung durch das EEG verzichten. Das auch nur, wenn wir tagsüber solar tanken können.
Die Bundesregierung bestraft uns dann dafür, dass wir an der Grenze die Zollgebühren für die chinesischen Solarzellen bezahlen müssen. Eigentlich ein Skandal.
Praktisch alle unsere Elektroautos können den solaren Ertrag eines Tages speichern, es fällt Gleichstrom an und wir können mit gutem Wirkungsgrad diesen Gleichstrom, auch ohne MMP-Tracker in unsere Fahrzeuge laden, neben anderen Verwendungsmöglichkeiten mittels Wechselrichtern.

Was ich vermisse, eine möglichst ausführliche Beratung aller, die ein solches Solardach aufstellen können, durch die vielen Solarenergienutzer und BSM-Mitglieder unter uns.
Wir sollten unbedingt aufklären über Quellen für günstige und qualitativ hinreichende Solarzellen und auch für gebrauchte, in ihrer Leistungsfähigkeit unterschiedlich gewordene, sehe ich sehr gute Möglichkeiten.

Noch war ich zu bequem dazu, aber ich würde Euch allen gerne versprechen, dass ich dann für die überaus billigen MPP-tracker sorge, die die günstigen Wandler aus China steuern. Die meiste Arbeit dürfte es für mich sein, günstige Kombinationen der Geräte zu finden, die möglichst nicht teurer als 70 Cent pro Watt plus leider ca 20 Cent Zollstrafe wird.

Das heißt, im deutschen Durchschnitt, mit ausschließlich neuen Teilen, 1000kWh Jahresernte für gerade einmal 700 Euro plus 200 Euro Strafzoll durch unseren Wendestaat für eine 1kW-Anlage. Auch, wenn man nicht alles verwerten kann, ist das eine Verzinsung von 10%, wenn man nur die Hälfte nutzt. Den Überschuss schießen wir einfach in den Himmel, denn die Monopolgesetze verbieten uns die Belieferung des Nachbarn. Nachts , wenn keiner zuschaut, bekommt Ihr von mir aber dafür eine Sondererlaubnis!
Mein Konzept für ein Solardach in unmittelbarer Nähe zum Elektroauto: Alle 12-Volt-Solarmodule parallelgeschaltet, das kann ein wildes Sammelsurium sein. Alle werden durch eine einzige 12 Volt-Batterie, gleich welcher Art, oder gebraucht, gepuffert und ein MPP-gesteuerter Wandler lädt das Elektroauto, ein zweiter mit Konstantspannung, stellt 230 Volt 50Hz zur Verfügung.

Ist das Dach weiter entfernt, müssen wir mit der Solarspannung natürlich höher als 12 Volt gehen, um nicht zu viel in Kupfer investieren zu müssen.

Natürlich benötige ich dazu Eure Mithilfe und für die Solarzeitschrift muss ich auch einen Artikel schreiben. Einige Werkstätten haben wir ja schon, in Bochum sicherlich zwei, die ihre Tore nicht vor uns verschließen werden, In Dortmund ganz sicher und in Düsseldorf kann ich sicherlich auch jemanden überreden.

Warum nur 12 Volt? Damit dürfen auch Nicht-Elektrikermeister spielen, nur die Spannungswandler für 230 Volt kaufen wir mit "China-Export" Zeichen aus China und deutschen angeblichen Herstellern. Tatsächlich kommen meist auch die aus China.

Wegen einer anderen Sache fliege ich vielleicht dorthin. Auch etwas Elektrisches.

Nur ich darf nicht, in dieser kohleabhängigen, elektroautofahrerunfreundlichen Stadt meine Solaranlage aufstellen.
Ich spreche von Krefeld, nicht etwa von Düsseldorf.


Eine Aufgabe für unseren BSM:
Bitte einmal im Wirtschaftsministerium um einen Erlass des Solarzellenzolls bitten. Schließlich sind wir doppelt förderungswürdig, dreifach, wenn wir sogar auf die EEG-Umlage verzichten. Dafür bestraft werden? Politikerlogik.

Antworten:

Heute abend, 14.4. 19.00 ist im "Das Labor"
das übliche Treffen angesetzt. Heute geht es um "Solare Mobilität".
Könnte manche von uns interessieren.
Nur, wer sich vor Hackern fürchtet, sollte einen großen Bogen darum machen.

von Bernd Schlueter - am 14.04.2017 05:24
Hallo,

ich habe einige 250 Watt Solarmodule geschenkt bekommen und suche nun jemanden der mir seinen alten Solar-Wechselrichter überlässt.

Oder weiß jemand wo man die sehr günstig bekommt? Aus ausrangierten Anlagen.

Er soll nur für eine Inselanlage genutzt werden, kommt also nicht ans Netz.

Damit könnte ich dann meine Elektroautos dann über den üblichen Weg - Ladegerät des Elektroautos laden.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 14.04.2017 07:54
@ Dragen: Welche DC Spannung? Welche Leistung?

von el El - am 14.04.2017 10:21
Zitat
omitreligion
..... ich habe einige 250 Watt Solarmodule geschenkt bekommen ...
.....Damit könnte ich dann meine Elektroautos dann über den üblichen Weg - Ladegerät des Elektroautos laden.


Wieviele 250 Watt Solarmodule genau, also wie hoch ist die Gesamtsolarleistung?
Mit welcher Mpp Spannung könnte man arbeiten, also wie ist die Einzel-MPP Spannung der Solarmodule?
Und zum Schluss noch die Frage: Was nimmt Dein Ladegerät aus dem Netz auf? Also was muss der Solarwechselrichter liefern?

Oder überlegst Du auch, direkt zu laden, von den Solarmodulen direkt über geeignete Regler in die Akkus Deiner Fahrzeuge? Dann mit welchen Spannungen, also Nenn- und Ladeschlussspannungen?

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 14.04.2017 15:24
Nachdem ich meinen Prozess gegen einen verbrecherischen Zahnarzt haushoch verloren habe, habe ich jetzt wieder Zeit für meine eigentlichen Aufgaben.
Eine, die mir am Herzen liegt, ist die , ausrangierte Solarmodule, die zu ungleich geworden sind, wieder nutzbar zu machen.
Dazu habe ich folgende grundliegende Ideen:

Die Module benötigen je einen MPP-Tracker mit Wandler von gutem Wirkungsgrad und, das ist auch besonders wichtig, einem geringen Preis.
Das zu verwirklichen, sehe ich nur darin, diese Wandler ohne Trafo, nur mit Drosseln zu betreiben Deshalb würde ich bei 12-VoltModulen zunächst nur auf eine Zwischenspannung von vielleicht 24 Volt +/- zu gehen.

Ein zweiter Wandler mit Trafo und von hohem Wirkungsgrad transformiert dann auf die geforderte Hochspannung.
Kleiner Vorteil: Feuerwehrleute weigern sich nicht mehr, zu löschen und ein Blitzschlag zerstört nicht mehr so viele Module. Es schlagen eh oft nur die Dioden durch, und , ganz wichtig, Ihr dürft selbst Hand anlegen.
Das dürfen sonst nur lizensierte Handwerker.

Den MPP-Tracker lasst mal meine Sorge sein. Dafür habe ich eine Lösung und ich arbeite nicht alleine daran. Ich analog, Michal digital (Klar, wie immer, Attiny85, delphimäßig).

Ja, die gebrauchten und für die Entsorgung bestimmten Solarmule tauchen jetzt überall auf. Der Entsorgung gilt es, Einhalt zu gebieten. Wir hätten eine große Lagerhalle , in der wir sie sammeln und weiterverwenden könnten...

Gestern, auf dem Treffen für solare Mobilität in Bochum wurde das Thema auch angesprochen. Irgendwann ist das Labor auch für mich wieder regelmäßig elektrisch erreichbar und ich bin nicht der Einzige, der solche Gedanken hegt...
Also, Dragan, melde Dich!

von Bernd Schlueter - am 15.04.2017 06:17
Zitat
omitreligion
Damit könnte ich dann meine Elektroautos dann über den üblichen Weg - Ladegerät des Elektroautos laden.


Hallo Dragan,
nochmal die Frage: Welche E-Autos möchtest Du laden, und welche Anschlussleistungen haben Deine Ladegeräte für die Autos Volta V1 Camionette und/oder Tazzari Zero SE2010 ??

Danach richtet sich die Größe des benötigen Solarwechselrichters.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 15.04.2017 08:09
Hallo,

ich habe etwa 20 Solarmodule mit 250 Watt pro Modul bekommen. Die Spannung liegt bei 30 Volt, aber ich werde die technischen Daten mal abschreiben und hier posten.

Die Module haben Glasbruch, sie liefern bei Sonneneinstrahlung aber die angegebene Spannung. Sie brauchen eine extra Glassscheibe um geschützt zu werden.

Ich werde sie nicht aufs Dach setzen sondern flach an ein Haus auf die Süd-Ost-Seite.
Sie bekommen eine allseitig auf Übermaß zugeschnittene hochwertige Plexiglasscheibe vorgesetzt und werden von oben mit einer Alu-Kante die keinen Schatten wirft gegen Regen geschützt.

Also wenn ein Modul 150 Watt abgibt wird es gut sein.
Werde sie wohl einzeln mit Sicherungen absichern.
Sinnvoll wäre es wahrscheinlich die benötigte Anzahl an Modulen nur parallel zu schalten, freilich hängt das vom Solar-Wechselrichter ab.

Marke, Leistung und Spannung des Wechselrichters dürfte egal sein, weil es anpassen werde.

Der Tazzari hat ein Ladegerät welches 1700 Watt aus dem Netz zieht.

Der Volta zieht 2.200 Watt aus dem Netz, aber der Volta fährt zur Zeit nicht, weil etwas kaputt gegangen ist bei der Elektrik, was weiß ich noch nicht. Vielleicht die Steuerung.

Ansonten versuche ich mal eine gebrauchte Split-Klimaanlage zu besorgen und installieren zu lassen die sozusagen mit der Sonne "kostenlos" heizt. Auch die soll nur laufen wenn eben die Sonne da ist.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 17.04.2017 22:00
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