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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Joe-Hotzi, inoculator, Manfred aus ObB, R.M

Wer kennt KIVA - wer macht schon mit?

Startbeitrag von Joe-Hotzi am 02.05.2017 12:22

Auch wenn es nicht direkt mit E-Mobilität zusammenhängt, schätze ich aus der Erfahrung die meisten E-Fahrer als "nachhaltig interessiert" ein. Dazu passt als Aufhänger der "Hilferuf" im PV-Forum zum Projekt mit Solargefrierschrank.

Ich selbst bin auch erst über diesen Strang zu KIVA gestoßen und finde das Projekt zur Hilfe durch Selbsthilfe als die beste mir bisher bekannte Möglichkeit, nachhaltig und direkt zu helfen.
Ich würde mich freuen, wenn sich viele aus dem Forum mit KIVA beschäftigen würden und der Eine oder Andere evtl. bei dieses oder andere Projekte unterstützt. 25$ (oder mehrfaches) sind für die meisten hier wohl keine echte Herausforderung und ich kann bestätigen, dass es Spass macht und Befriedigung verschafft, wenn die Projekte umgesetzt sind und das Geld (für neue Projekte) wieder zurückfließt.

Da man seine Unterstützung selbst vergibt, kann jeder entscheiden, ob er bspw. genmanipuliertes Saatgut in Kenia tatsächlich fördern will ... Die rein solaren Projekte sind wie hier sehr gut durchdacht und werden mit kompetenten Partnern (hier TECNOSOL vor Ort) umgesetzt.
Ich würde mich über viel Resonanz freuen - beim verlinkten Projekt fehlen aktuell noch 1.775$ zur Vergabe - oder der Antrag verfällt in 28h ...

Ach ja, ich habe mich dem Team Klimalotsen angeschlossen. Aber das ist weder Bedingung, noch mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

Antworten:

Schade, ein wenig Resonanz hatte ich mir doch erhofft. Consepción hat das Geld für den Solarkühlschrank noch zusammenbekommen, das Projekt wird realisiert und bringt vor Ort eine deutliche Verbesserung. Direkte Hilfe, eigentlich ohne jeden Einsatz (bis auf ein geringes Ausfallrisiko und Währungsgebühren bei der Einzahlung).
Das Geld ist ja nur verliehen und Zinsen auf Guthaben gibt es derzeit eh kaum. Man kann sich sein Geld ja jederzeit nach Auslaufen /Rückzahlung des Darlehens zurückzahlen lassen. Ich lasse die Darlehensrückläufe allerdings bei KIVA gutschreiben und kann so mit dem gleichen Geld mehrmals Gutes tun, in dem ich es wieder für ein neues Projekt zur Verfügung stelle - dann vollkommen gebührenfrei.

Dass hier gar niemand reagiert, erstaunt /verwundert mich schon. Nicht einmal eine Meinung ... :eek:

von Joe-Hotzi - am 04.05.2017 08:16
Zitat
Joe-Hotzi
Nicht einmal eine Meinung ... :eek:



Doch, nur keine zum Reinschreiben :o

von Manfred aus ObB - am 04.05.2017 09:22
Zitat
Manfred aus ObB
Zitat
Joe-Hotzi
Nicht einmal eine Meinung ... :eek:


Doch, nur keine zum Reinschreiben :o


Na, "Manfred und Selbstzensur" passt eigentlich gar nicht in mein Weltbild. Wo Du doch sonst so großzügig bist, Deine Meinung kundzutun und kräftig auszuteilen. ;)

Aber es mag jeder halten wie er will. Ich finde die Microkredite von KIVA eine tolle Sache und es muss /kann ja nicht jeder wie "Der Sonnenflüsterer" Erhard Renz Geld fasten. Ich habe nur einen Bruchteil verliehen, werde aber nach und nach nicht nur die Rückläufe reinvestieren, sondern auch aufstocken. Es verschafft ein gutes Gefühl, wenn die selbst ausgesuchten Projekte realisiert werden können und man im Kleinen etwas vor Ort bewirkt.

von Joe-Hotzi - am 04.05.2017 13:34
Zitat
Joe-Hotzi

/kann ja nicht jeder wie "Der Sonnenflüsterer" Erhard Renz


Da hätt ich noch eine Link, den Bericht der Enquetekommission kann ich nicht Reinstellen,
dazu ist die Schwarte mit über 500 Seiten ( also arabische und römische Zahlen zusammen ) zu Dick

[www.guido-vandenberg.de]

für den seine Sammlung, weil da ist das letzte mal Anfang 2015 was gesammelt worden, oder wars :confused:

Zitat
Sonnenflüsterer 2.9.2014
Umverteilung von unten (Hartz IV) nach oben???


na des war des vorletzte, dabei ist des mit dem Umverteilen auch heut noch Aktuell ein Link vom 1.2.2017

[www.euwid-wasser.de]

von Manfred aus ObB - am 04.05.2017 14:15
Toll Manfred, dass Du etwas schreibst und den Strang "belebst".
Nur erschließt sich mir der Zusammenhang zu KIVA nicht wirklich ... :rolleyes:

von Joe-Hotzi - am 04.05.2017 16:27
Hallo

Am besten so wie man es schon immer macht in heisen Gegenden. Gestell aus Holz oder Metall, Filz drüber und Wasser drauf tropfen lassen.

Erfahrung sagt dass alles was besser ist Neid hervor ruft und schnell zerstört wird.

Gruß

Roman

von R.M - am 04.05.2017 17:50
Mal völlig wertfrei und kommentarlos eingestellt:

[www.cgdev.org]

von inoculator - am 05.05.2017 08:59
Zitat
inoculator
Mal völlig wertfrei und kommentarlos eingestellt:

[www.cgdev.org]


:rolleyes:


In wie weit Carsten ist Dein verlinkter Link zu Lesen :confused:

A. Normal ?
B. Im Asterixmodus
C. Ja mei ebas Schwund gibt's immer
egal ob Geld oder sonstige Beiträge :o

von Manfred aus ObB - am 05.05.2017 10:32
Naja, ich habe ja "wertfrei" geschrieben.

Es wird etwas suggeriert, was so nicht richtig ist, auch wenn die Wirkung durchaus vorhanden ist.

Ich drösel das mal auf:

Pocahontas braucht einen Kühlschrank und geht zur lokalen Bank um einen Kredit zu erfragen.
Diesen Kredit bekommt sie auch -alles ist gut.

Die Bank (Risikoträger) geht nun her und stellt über die MicroFunding Plattform KevinAlleinZuHaus einen Demand ein mit der Geschichte zu dem Kühlschrank.

Die Microfunder geben nun der Bank das Geld, welches sie an Pocahontas gezahlt hat und übernehmen das Kreditrisiko.

Mehr lese ich aus dem Blogeintrag rein ohne in den "verschwörungstheoretischen" Modus zu schalten nicht raus.

von inoculator - am 05.05.2017 11:32
Zitat
inoculator
Naja, ich habe ja "wertfrei" geschrieben.

..........................

Mehr lese ich aus dem Blogeintrag rein ohne in den "verschwörungstheoretischen" Modus zu schalten nicht raus.


Ach, also nett nur den Absatz mit Ying und Yang nur so ganz Normal :eek:

von Manfred aus ObB - am 05.05.2017 12:15
Danke, dass sich hier doch noch etwas zum Thema tut und "inoculator" auch den selbst verlinkten Beitrag etwas relativiert.

Nein, ich bin nie davon ausgegangen, dass KIVA idealistisch arbeitet oder alles ideal ist und ideal funktioniert. Aber ich habe halt bisher nichts besseres gefunden, um mich zu engagieren (Wenn ich von der Namaste Nepal GmbH an unserem Gymnasium absehe, welches in Gati direkt unterstützt /fördert).

Was sind denn so die Kritikpunkte:
Keine direkte Unterstützung bei KIVA - teilweise wohl richtig aber für mich kein Problem! Mir ist es völlig egal, ob Carolina die 125$ nun direkt von meinem Geld, oder vorab von einem Vermittler erhält und ich diesen "refinanziere". Fakt ist, dass Sie und ihre Famile kein oder deutlich weniger Kerosin /Petroleum für die Beleuchtung verbrauchen und sich die Solarlampe eigentlich von selbst bezahlt ...

Sicher zählt "die Geschichte" bei der Vorstellung in KIVA und nicht zufällig wird oft die Frau fotografiert obwohl es eher um eine (sicher männlich dominierte) technische Investition für den Haushalt geht - na und?!?

Ja, Kreditsicherheit wird teilweise von den Vermittlern getragen - richtig, aber kein wirkliches Problem. Dafür kassieren diese ja die Zinsen. Eher ist es sogar ein Hebel, um "wilde" Kreditvergaben zu vermeiden, denn dann büsst der Verleiher ein und wird bei KIVA auch zurückgestuft.

Die genannte Alternative "Babyloan" als Refinanzierungsplattform und nicht als Direktfinanzierungssystem ist für mich in Deutschland leider nicht erreichbar? Im Übrigen ist auch bei KIVA die "Sammeldauer" für das Projekt begrenzt, um eben keine großen Zeitverluste von Antrag zur Realisierung zu haben.

Ich bin mir sogar völlig bewusst, dass es vorrangig nicht die Ärmsten der Armen sind, denen auf KIVA "geholfen" wird - denn diese haben keinerlei Kreditwürdigkeit und wohl auch nur selten ein Konzept. Auch verdienen (sicher ganz ordentlich) die Kreditvermittler vor Ort, während ich zinslos verleihe.

Sehr aufschlussreich fand ich den Bericht in der Zeit-online zu einem nachrecherchiertem KIVA-Projekt:
"Mein gutes Geld - Was bringen Mikrokredite? Reiner Luyken leiht einer Wirtin in Sierra Leone 250 Dollar und beobachtet ein Jahr lang, was mit seinem Darlehen geschieht."

Letztlich steht auch in dem verlinkten englischen Beitrag:
Zitat

In der Tat sind Kivas P2P-Verbindungen solider als die der Kindersponsoren von vor 15Jahren. Es ist anzunehmen, dass die Leute auf den Bildern wirklich Mikrokredite bekommen. Nicholas Kristof von der Zeitung Tribune verfolgte einen seiner Schuldner, einen Kabuler Bäcker, mit wenig Schwierigkeiten. Der Bäcker war von der Begegnung überrascht, weil er noch nie von Kristof gehört hatte. Für seinen Teil könnte Kristof überrascht sein, zu erfahren, dass die meisten Kiva-Darlehen, die er finanziert hat, ausgezahlt wurden, bevor er sie auf Kiva sah.
...
Carol Adelman hat unter anderem argumentiert, dass die private Philanthropie in vieler Hinsicht der staatlichen Hilfe überlegen sei, weil sie flexibler sei und einem Markttest unterworfen sei. Aber wir sehen hier, dass wir alle, als private Philanthropen, auch unsere Irrationalitäten haben. Die private Hilfe kann daher nicht vollständig eine öffentliche Beihilfe ersetzen.

Zweifellos ist es aber am Besten, überhaupt etwas zu tun,
während sich private und öffentliche Hilfsprojekte bemühen, sich weiter zu verbessern.


Auch mit seinen kleinen Mängeln ist KIVA für mich viel, viel besser, als sich nicht zu engagieren /gar nichts zu tun und daher mache ich es im Rahmen meiner Möglichkeiten und freue mich über Resonanz.

von Joe-Hotzi - am 05.05.2017 12:19
naja... ich ziehe mal einen Resume Absatz heraus:
"...
As I have discussed in connection with the interest rates on loans, the test of disclosure is whether people get the message. Technically, you see on Kiva's site that most loans are disbursed before they are funded. But the How Kiva Works page creates the opposite impression, and my casual survey of Kiva users reveals widespread misunderstanding. In the wake of the Tribune scandal, sponsorship organizations adopted standards on disclosure, among other things, in order to "preserve and protect the trust of sponsors and other donors by ensuring the accuracy and transparency of each [child sponsorhip organization]’s approach to child sponsorship and the manner in which its sponsorship funds are used." In this respect, Kiva is violating its stated ideal of transparency and ignoring a lesson from its family history.
..."

von inoculator - am 05.05.2017 12:19
Hmm....
Ich kann nicht sagen, ob KIVA gut, schlecht oder wirkungsvoll oder sinnlos ist.
Selbst der Artikel in "der Zeit" läßt diese Frage schlussendlich offen.

Aber um ehrlich zu sein, ich muss nicht in die weite Welt hinaus schauen, um wirksam zu helfen.

Die KiTa vor meiner Haustüre brauchte neue Spielgeräte.
Meine €50,- sind dort hineingeflossen.

Vielleicht keine so "wichtige" Sache, wie für das Geld einem Bauern in Turkmenistan zu helfen, seinen Sohn auf die Uni zu schicken, aber Hilfe für unsere Kinder und unsere Zukunft, die angekommen ist. Ganz zinslos und ohne Zwischenhändler......

Gruss
Carsten

von inoculator - am 05.05.2017 12:46
nein, an dieser Stelle hält doppelt nicht besser ...
Daher gelöscht.

von Joe-Hotzi - am 05.05.2017 14:38
Zitat
inoculator
Aber um ehrlich zu sein, ich muss nicht in die weite Welt hinaus schauen, um wirksam zu helfen.
...


Hallo Carsten,
ich gebe Dir da durchaus Recht, dass es auch bei uns viel zu helfen gibt. Leider gibt es auch viele Leute, die sich sozial überhaupt (noch ) nicht engagieren. Da versuche ich gern einmal etwas wachzurütteln - auch mit dem Risiko des Unverständnisses.

Neben der Namaste Nepal S-GmbH, wo sich auch schon mein großer Sohn stark engagiert, bin ich mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden noch in einigen "Fördervereinen", ohne die heute kaum eine Schule oder Kindertagesstätte über die Runden kommt. Dabei bin ich keinesfalls ein Großverdiener - noch nicht einmal ein "Gutverdiener".
Diese ausgegebenen Gelder sind ja in Deutschland sogar "steuerlich absetzbar". Das ist schon sinnvoll - lukrativ aber vor allem eben, wenn man hohe Steuern /Steuersätz zu zahlen hat. Betrifft mich also weniger. Wer mehr hat, könnte /sollte aber auch mehr geben ...

Das mit dem "Absetzen" geht bei KIVA gar nicht. Aber dafür ist KIVA eben auch keine "Spende" (einmalig und dann weg), sondern mehr ein "Geld parken mit mehrfachem Nutzen" - nämlich Hilfe zur nachhaltigen Selbsthilfe in den Ländern mit den von Dir selbst gewählten Projekten. Nein, ich werde kein "effizientes Hybridsaatgut" mit meinem Geld fördern, auch wenn da oft als Alibi eine kleine Solarlampe dranhängt (viele Projekte in Kenia). Genau diese persönliche Einflussmöglichkeit schätze ich und würde mich halt freuen, wenn mehr Menschen diese Möglichkeiten bieten /nutzen. Eigentlich kostet es (fast) nichts, hilft anderen Menschen und schafft durchaus eine gewisse Befriedigung - es macht auch noch immer wieder irgendwie Spaß!

Es gibt nichts Gutes - ausser man tut es!

von Joe-Hotzi - am 05.05.2017 14:43
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