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elweb Stammtisch
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10
Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, schachtelhalm, Berlingo-98, Emil, wolfgang dwuzet

100 Jahre sind ja schon ein schönes Alter

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 13.08.2017 20:40

In 28 Jahren ist es bei mir so weit und da wollte ich mich schon mal nach einem geeigneten Seniorenmobil umsehen. Denn bei einigen meiner Bekannten ist es schon früher so weit und da die alle noch zu zweit durchs Leben brausen, sollte es ein Zweisitzer sein, mit dem man die Einkäufe und Arzt- und Enkelkinderbesuche mit gemächlicher Geschwindigkeit absolvieren kann.
Twizzy ist zu kalt im Winter, obwohl ein Onkel schon ausgiebige Isetta-Erfahrung hat.
Krückstockhalterung ist Pflicht und mir fällt nur der I-Miev ein, weil ich den gut finde. Man kann den doch auch langsam fahren? Schukosteckdose am festen Standplatz ist vorhanden.
Gefragt wurde schon nach etwas, was nur 45 oder 25 kann, aber das halte ich für abwegig, weil man doch auch langsam fahren kann.
Sagt mal was dazu! Die Kewetts sind doch sicher antiquiert oder wie seht Ihr das?
Was gibts da noch? In Frankreich war doch noch so etwas, Ligier, oder wie die heißen?
Viel gesprochen wird doch über die Altersbeschränkung für den Führerschein, muss es dann nicht eine Geschwindigkeitsbegrenzung tun?

Antworten:

Seniorenmobil? Fertig kaufen. Ich meine den Classic, nicht den eRod.

Vielleicht mit Gepäck- oder Campinganhänger, für die Marokko-Tour.

Ansonsten: Kewet heißt jetzt Buddy, kommt aus Norwegen, ist wohl nicht mehr neu lieferbar. War ein schönes Fahrzeug für ältere Fahrer wegen bequemen Einstieg. Seine Zeit ist wohl vorbei, schwierig mit Ersatzteilen und Service. Mußt alles selber machen. Na ja, Jürgen in Hirschaid hat immer mal wieder einen da.
ATW Ligier: vergiss es. Gibts schon lange nicht mehr elektrisch. Hab ich 1993/94 gefahren. 5 Sätze Bleiakkus in zwei Jahren. Das viele Aus- und Einbauen war lästig. Einer war kürzlich angeboten. Und die kleinen mit Verbrennungsmotor willst Du noch niemandem zumuten... Echt grausam.
Smart electric ist beliebt wegen hohem Einstieg. Unser ältestes Mitglied (85) im Solarmobil Verein Erlangen fährt ihn, erst Verbrenner und jetzt seit einigen Jahren elektrisch.

von Berlingo-98 - am 13.08.2017 21:37
i-MiEV kann ganz gut langsam fahren.

Oberhalb 20 km/H mit dem Gas, unterhalb mit der Bremse (elektrisch, er bremst nicht wirlich, aber das Bremslicht geht an).

von schachtelhalm - am 14.08.2017 07:07
Ja, ein richtiges Auto sollte es schon sein, mit bequemem Einstieg, muss nur nicht so viel Reichweite haben und darf langsamer sein. Am besten erkennbar von hinten, dass man keinen Rennfahrer vor sich hat. Meine Holländer erkennen mich inzwischen an den Blümchen an meinem Auto und haben geschnallt, dass bei mir bei Tempo 94 Ende ist. Inzwischen erlebe ich auch schon, dass sich keiner aufregt, wenn ich mich ohne Warnblinkanlage mit leerem Akku die letzten 8km bei Tempo 78 nach Hause schleppe. (Überholverbot aus unerfindlichen Gründen für LKWs).
Gibt es nicht die Möglichkeit, sich ein Schild 80km/h oder so etwas hinten dran zu binden?
Also für jenseits von 100-Jährige gibts es ja schon eine Reihe flotte Dinger, aber aktuell geht es noch um "richtige" Autos, die keine Höchstleistungen mehr hinlegen müssen und von den anderen Verkehrsteilnehmern akzeptiert werden. Mein Onkel möchte jedenfalls nicht mehr zu seiner ehemaligen Isetta zurück, sondern sich vom Mercedes trennen.
Mein Saxo hat leider einen tiefen Einstieg, ansonsten war er sehr angetan von der elektrischen Fahrerei. 12km ist die größte Entfernung zum Schukostecker bei den Enkelkindern, die vorkommt, einen sehr steilen, langen Berg muss die Kiste dabei auch schaffen können, den ich allerdings auch mit dem unelektrischen 21-Gang-Fahrrad schaffe. Ich bin immer noch ganz außer Puste...
Ja, der Smart hat einen sehr großen Einstieg, der C-Zero bzw die Stinkmorschel auch?
Die Kinder haben auch schon Interesse angemeldet. I-Miev als Zweitwagen auch für die statt dem SUV?

Natürlich kann es auch etwas Gebrauchtes sein.

von Bernd Schlueter - am 14.08.2017 09:44
Der i-MiEV ist beinahe ein SUV. Die Tür ist gross, die Sitze sind höher. Von der Seite gesehen kann er mit den VW Tiguan mithalten. Von vorne und hinten ist es aber nicht zu übersehen, dass er da durchpasst, wo die anderen hängen bleiben.

Wenn es mit dem Gegenverkehr eng wird, per Taste die Spiegel einklappen, dann hat man die Lacher auf seiner Seite.

von schachtelhalm - am 14.08.2017 22:05
hallo bernd,
schilder mit jeglicher tempovorgabe gibts in der bucht kannste 80 oder sonstwas drannpappen...
alternativmobil wäre vieleicht auch
[www.trivelo-cars.de]
hat heizung und geht 45km/h soweit ich bisher gehört habe 85km weit

von wolfgang dwuzet - am 15.08.2017 04:20
Also, ich konnte meinen Onkel nicht dafür erwärmen, mit einem I-Miev das hundertjährige Jubiläum zu überschreiten. Er möchte den übrigen Verkehrsteilnehmern nicht zur Last fallen und notfalls auch den Bürgersteig benutzen können, ehe er als Hindernis allzu arg auffällt und die Elektromobilität in Verruf bringt. Also, hintereinander will er mit dem E-chen sitzen, das ist sein treues Gesponst, mit dem er schon vor über 60 Jahren auf seiner Lambretta und einer der ersten Isettas die gesamte Republik durchkreuzte.
Also, auch das Twizzy mit seinen teuren Batterien ist für die drei km zum Einkaufen und zum Arzt nicht das geeignete und wer den Russlandfeldzug überlebte, dem machen auch ein paar Regentropfen nichts aus.
Also, auf solch ein Gefährt fiel seine Wahl und es wäre schön, wenn jemand dazu etwas sagen könnte:

Eko Engel

Bin ja skeptisch , aber hätte wahrscheinlich passende Nicads aus einem Airbus dafür, wenn die Bleibatterien ihren Dienst verweigern. Abraten?

von Bernd Schlueter - am 04.09.2017 11:37
Zitat
Bernd Schlueter
Bin ja skeptisch , aber hätte wahrscheinlich passende Nicads aus einem Airbus dafür, wenn die Bleibatterien ihren Dienst verweigern. Abraten?


Schöner Zweisitzer, und ich hoffe, er fährt einigermaßen stabil. Wenn Du die NiCd gescheit integrieren kann, also mechanisch und elektrisch, sind die den meiner Meinung nach viel zu kleinen Blei Akkus überlegen. Mußt schauen, wie die Ladetechnik anzupassen ist. Aber erstmal mit Blei die Fahr- und Anwendererfahrungen sammeln, ob den alten Leuten das Fahrzeug wirklich gefällt.
Und wenn Du die NiCd billig bekommst, ist es keine Frage. Dann tausche aus. Du bastelst ja gerne...

von Berlingo-98 - am 04.09.2017 15:44
Warum hat er bei dem geringen Aufpreis nicht gleich die Lithium Variante genommen?

von Emil - am 05.09.2017 04:40
Aber klar, den Einsitzer gibt es ja schon mit Lithium und damit auch der 503er.
Aber nachdem ich von den Erfahrungen mit dem I-Miev erzählt habe und man nicht immer so schöne Sommer wie diesen erwarten kann, bleibt es jetzt doch beim Mercedes-Oldtimer von 1990, der, wir haben darunter geschaut, keinen einzigen Rostflecken hat. Nur der Auspuff ist bei dem 201er jetzt erst durch. Ja , es ist noch der erste. Wäre ja eine Blamage, wenn das Dreirad vor dem Mercedes wegrosten würde...
Aber nicht traurig sein, dafür sind jetzt die Kinder wild entschlossen, zukünftig elektrisch zu fahren, und dann kann man ja auch gelegentlich tauschen. Es sind noch mehr Bekannte, die ich für den I-Miev und seine Abarten als Zweitauto überzeugen konnte.
Die Elektro-Lambretta hat jedenfalls die Diskussion erfolgreich angestoßen und ganz aus der Welt ist das Elektrospielzeug noch nicht. Leider sind alle Vertretungen in Österreich und im südlicheren Deutschland.
Also, werbewirksam sind die Aufkleber auf meiner Kiste noch immer und ich werde laufend wegen meiner Erfahrungen befragt. Meine Batterieprobleme erwähne ich nicht, die gehören mit unseres farbigen-Vielkanal-Kurvenzeichners eh bald der Vergangenheit an.

von Bernd Schlueter - am 05.09.2017 07:13
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