Den Verbrennermotor zu Hause lassen

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 05.09.2017 17:48

Nach den finanziellen Verlusten, die viele unserer grünen Freunde erlitten haben, weil sie etwas für die Umwelt tun wollten, steigen jetzt die meisten BHKW-Betreiber nach Ablauf der Förderung aus. Die BHKWs werden wie sauer Brot angeboten. Es gibt nach zwanzig Jahren keine Förderung mehr und die 2,5 Cent Vergütung pro kWh decken nicht einmal die Hälfte des Gaspreises, die die Erzeugung einer kWh Strom verzehrt.

Für uns aber trotzdem interessant. Bei einer Mindesthaltbarkeit von 40.000 Stunden, bis zu 150.000 Stunden, reicht es, wenn solch ein Ding nur noch 2000 Stunden durchhält. Dann habt Ihr Euer Auto 20 Jahre lang sehr preisgünstig geladen, gut für ca 100.000km elektrische Fahrt. Zeitgleich versorgt Ihr noch Euren Haushalt mit Strom und, in der Heizsaison, fallen zusätzlich pro drei Stunden Ladung fast 40 kWh Wärme für das Haus an, einschließlich Warmwasser von 80 Grad.
5,5 kW elektrische Leistung hat so ein Senertec Dachs, ursprünglich aus dem Hause Gunter Sachs. Gleichzeitig gehen 12,5 kW Wärme ins Heizwasser. Ja, ein 1000l-Wasserspeicher sollte auch dazu gehören. Einmal laden, erzeugt Badewasser für eine ganze Woche, vor allem im Sommer.
Für Elektrofahrradfahrer gibt es noch etwas Kleineres: Vaillant Ecopower, 1 kW Leistung, teuer, störanfällig.



Nicht anmelden, ohne Umlagenförderung. Die meisten wissen noch gar nicht, was sie mit dem Verkauf des guten Stücks verschenken. Denn, wenn es 2.000 Stunden läuft, hat es Strom im Wert von ca 3000 Euro erzeugt minus ca 700Euro zusätzliche Gaskosten für die Erzeugung des Stroms. Es lohnt sich aber nur während der Heizsaison, und, wenn 5,5kW Strom im Haushalt verbraucht werden.
Bei einer mittleren Lebensdauer von 40.000 Stunden ist der Strom in Eurem Fahrzeug also ca 60.000 Euro wert. Das werdet Ihr in Eurem Leben nie benötigen und es ließe sich ein großer Elektroautopark damit betreiben.Das Gas, das für die Heizung verschluckt wird, ist allerdings um ein Mehrfaches teurer. Wenn kein Wärmebedarf besteht, macht Ihr ein Verlustgeschäft, also im Sommer. Dann bitte Strom aus der Steckdose!

Die noch immer vorhandene Gesetzgebung bezüglich alternativer Energie und Energiewende ist eine regelrechte Katastrophe, schlimmer als 1935, als Deutschland die Energiemonopole umsichtig für die Kriegsversorgung beschenkte.

Irgendwann werden es alle kapieren, dass es keinen Sinn mach, über Hunderttausende km immer solch einen anfälligen Diesel oder Benziner mit sich herumzuschleppen. Der gehört standfest, für das ganze Leben, in die Garage, in eine Verließ im Garten oder Keller.

Vergesst bitte, unter der gegenwärtigen Gesetzgebung, den Neukauf eines solchen Teils.

Für die Waldmühle wäre das Teil fast ideal, aber da gibt es Vorurteile und, soviel ich weiß, keinen Gasanschluss. Funktioniert aber auch mit LPG und gibt es auch als relativ sauberen Diesel. Verbrauch: unter 2m³ Erdgas oder 2 Liter Heizöl pro Stunde.

Viel sinnvoller ist es jedoch, in den Zeiten geringer Wasserführung Strom per 106er oder Partner heranzukarren und in beide Richtungen die Energie zu verschieben. Dieser Kurzkoppler kann dann auch beliebige Fahrzeuge untereinander laden. Also, für einen elektrischen Notdienst.
Steuerlich herrscht noch ein Chaos und man hört die widersprüchlichsten Dinge zu dem Thema.

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