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Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 3 Wochen
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Bernd Schlueter

Saubere Fahrstromerzeugung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 02.10.2017 03:52

Ihr habt sicher alle bemerkt, dass alle meine Bemühungen dahin gehen, die Verbrennungsmotoren möglichst weitgehend aus den Fahrzeugen zu verbannen und stationär aufzustellen. Nur so ist es möglich, die Entgiftung der Abgase zu optimieren, was vor allem in der Stromerzeugungsindustrie immer noch fast überhaupt nicht geschieht. Unser Elektroautostrom ist immer noch eine äußerst schmutzige Brühe.
Das gilt natürlich nicht für die mit der Lupe nur schwer Auffindbaren unter uns, die bei Sonnenschein ihr Elektroauto immer zu Hause lassen und brav an der heimischen Solarstation laden und bei schlechtem Wetter überhaupt nicht fahren, also nur nachts nach sonnenreichen Tagen.
Kurz, wir fahren praktisch ausschließlich mit dem bundesdeutschen Strommix. Die Verwendung der Abwärme ist da so gut wie ein Fremdwort. Die Städte, ganz vorne Flensburg und danach auch Düsseldorf haben sich da zukunftsweisend besonders hervorgetan.

Also, nach wie vor wird unser Strom hauptsächlich in Verbrennungsmotoren erzeugt und die Schadstoffe entstehen alle auf die gleiche Weise unter Gesetzmäßigkeiten, die in erster Linie vom Lambda-Wert bestimmt werden.

Unverbrannte Wasserstoffe (CO und HC) kann man immer beseitigen, durch Lufteinspritzung vor einem großzügig bemessenen Katalysator. Das wird nur selten gemacht.




Ihr seht in dem Diagramm, dass bei nur geringem Kraftstoffüberschuss von 2% bis 4% die NOx-Erzeugung praktisch ganz verschwindet, ad blue ist dann überflüssig und für die CO- und HC-Entfernung gilt das oben Gesagte.

Ich frage mich, warum der ganze teure Aufwand in unseren Fahrzeugen, wenn mit nur 2% bis 4% Mehrverbrauch dieser ganze Riesenaufwand vermieden und die Entgiftung perfektioniert werden kann.
Bei allen Stromerzeugungsanlagen, sowohl bei Gas und Dampfturbinen liegen die gleichen physikalischen und chemischen Gesetze zugrunde und werden teilweise auch angewandt, so zunehmend in Gasturbinen, wo zunächst "fett" verbrannt wird und anschließend mit Sekundärlufteinblasung die dann notwendig entstehenden Kohlenwasserstoff (HC) und CO vollständig verbrannt werden. In Gasturbinen (Flugzeugturbinen und Hochwirkungsgradkraftwerken wird dieses Verfahren längst angewandt, in Kolbenmotoren ist diese Manipulation nicht ohne Mehrverbrauch möglich, bei Dieseln ganz unmöglich, wo überhaupt nicht unter Luftmangel verbrannt werden darf.
Wir sollten endlich kritischer hinter die Steckdose schauen und die realen NOx-Werte und giftigen Staub-und vor allem auch Schwefelemissionen an unseren Kraftwerksschornsteinen messen, nicht nur das auf dem Papier.

Ich verspreche Euch: das Elektroauto ist der Weg in eine saubere Zukunft, auch mit halbiertem CO2- Aussutoß.
Aber nicht so, wie es zur Zeit läuft.
Wir haben eine neue Regierung und die erlässt neue Gesetze. Ran ans Werk!

Im Übrigen: ist unser Fahrstrom sauber, ist auch der gesamte übrige Strom sauber.

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