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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, R.M

Knotenbahnhöfe für die Zukunft

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 09.10.2017 14:08

Stuttgart ist gerade umgebaut. Anstatt die Möglichkeit zum zeitgleichen Umsteigen voll zu nutzen, verzichtete man auf viel Geld und Frieden mit der Bevölkerung, um das zeitgleiche Umsteigen zu verhindern. Im Sackbahnhof kommen alle Züge für einige Zeit zu Stehen und sie sind trotzdem raumsparend und bieten den Vorteil, dass es gleich auf der anderen Seite des Kopfes Mit elektrischen Straßenbahnen, Bussen oder auch Elektroautos und -Fahrrädern weitergehen kann.
In der Schweiz funktioniert das bereits sehr gut, allerdings hauptsächlich beim Bus- und Straßenbahnverkehr, wo dann auch Zeit zum Aufladen von Elektrobussen ist.

In Deutschland ist allerdings nicht daran zu denken, denn zeitgleiches Umsteigen funktioniert nur beim zeitigen Zusammentreffen.

Früher war es üblich, die Zusteigemöglichkeiten durch regelmäßig an- und abgehängte Kurswagen enorm zu erweitern. Heute haben wir mit der Elektromobilität die Möglichkeit, diese Flexibilität durch in beide Richtungen fahrende Zuge und Wagen enorm zu erweitern. Aber nichts tut sich. Die noch bestehenden Linien mit Kurswagen werden nach und nach eingestellt.
Die Elektrofahrzeugantriebe genügen vollauf zum Antrieb von Kurswagen samt den Batterien. Aber die Elektrobegeisterung ist eben nicht mehr die von vergangenen Zeiten.
Da fehlt einfach der röhrende Auspuff.

Sehr viel Zeit geht bei der elektrischen Bahn durch das Verpassen von Anschlüssen verloren. Da kann man sich auch gleich im Stau auf der Autobahn oder an der Ladesäule anstellen.

Antworten:

Hallo Bernd

Du warst wohl noch nie in Stuttgart. kein vernüftiges Nahverkehrssystem, dreckige Stadt, schlechte Luft und nicht mal eine vernünftige Flughafenanbindung. Also ich möchte da nicht wohnen, ist nur was für Masochisten.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.10.2017 18:24
Doch, oft. Meist, weil wir hindurch mussten zu Tageszeiten und bei Wettern , die wir uns nicht aussuchen konnten, als wir noch in Bad Wildbad wohnten. Allein die Anreise war schon eine Qual und ich wunderte mich auch über die schlechten Anbindungen, und dachte, dass eine Bahn, quer durch eine Stadt, keine Idealösung ist. Vieles ist der geographischen Lage,anzulasten , aber die Verkehr- und Stadtplaner haben das Ihre ebenfalls dazu beigetragen. Nein, ich war immer froh, wenn wir wieder zu Hause waren. Wir kannten aber auch die schönen Stellen der Umgebung und besuchten diese dann auch möglichst oft.
Ja, ich machte mir dort stets Gedanken, wie man dort alles entmolochieren konnte.
Ich hätte den Bahnhof außerhalb des Talkessels gelassen und von dort mit elektrischen Lösungen entflochten. Kopfbahnhöfe sind nur noch akzeptierbar, wenn den Zügen gleich ist, ob sie nach dem Besuch wieder rückwärts fahren. Da fehlt es den Bahnbetreibern an Phantasie. Ja, da fehlt ein ordentliches , ganzheitliches Verkehrsprojekt, damit der Stadtkern auch umfahren werden kann.
Die Nachkriegsträume für kleinere , hindernisfreie , elektrische Bahnideen sind offensichtlich alle ausgeträumt. Da war man früher idenreicher, auch mit den Standseilbahnen. In der Schweiz hat man auch geologische Probleme und ist erfindungsreicher. Also, wird am Chaos weitergestrickt.
Basel und Hinterland habe ich bezüglich des öffentlichen Verkehrs in guter Erinnerung.
Mit den neuen Batterieentwicklungen tut sich da auch ein weites Feld auf, was dann auch auf Stuttgart übertragen werden könnte. Aber über das Geld verfügten ja die herkömmlichen Betreiber und bei den von Politikern besetzten Posten zählt eher Macht statt Ideenreichtum.

von Bernd Schlueter - am 10.10.2017 04:15

Züge raus aus den Städten

Eisenbahnlinien, die quer durch die Stadt fahren, zerschneiden die Städte in zwei Teile, zwischen denen man immerzu vor geschlossenen Schranken steht und wenn man vorher keinen Stau hatte, hat man nun einen. Park&Ride&Charge-Parkplätze sollten möglichst weit außerhalb liegen, um den Stauverkehr weit aus dem Zentrum herauszuhalten. Das ganze Stadtgebiet sollte miteinander durch staufreie Linien und Knotenstellen erschlossen werden, wie es in manchen schweizerischen Städten (wie das Gebiet um Basel) bereits verwirklicht ist. Staufrei, weil nur dann Anschlüsse zufriedenstellend eingehalten werden können. Alle Bahnmitarbeiter sind natürlich vorher zu entlassen. Zur Erschließung des Stadtgebietes benötigt man dann eh leichtere elektrische Busse mit geringer Taktzeit, die genügend Ladezeit an den Knotenpunkten erhalten. Die FDP hatte in Köln einst so etwas vor (50er und 60er Jahre). Von diesen Plänen hat nur das Ausland profitiert. So gibt es nur dort noch kreuzungsfreie Einschienen- oder Allwegbahnen.
Was an den Knotenpunkten fehlt, sind kleine , robuste und billige Elektrofahrzeuge, die möglichst wandalismusfest und deshalb mit Holz- oder Kunststoffsitzen versehen sind. Nur so kann carsharing mit unseren Mitmenschen funktionieren, die dann ihre , falls noch vorhandenen , Privatfahrzeuge außerhalb der Zentren stehen lassen.
Jedenfalls, so geht es nicht weiter, dass carsharing-Unternehmen mit viel Geld gegründet werden, um kurze Zeit später ihren Betrieb wieder einzustellen. Auch Erdogan-Dolmushe würden uns ohne die heutige Parkplatznot blitzschnell an den Zielort für wenige Cent bringen können.
Aber bei den Wasserköpfen von Vorständen der Verkehrsunternehmen mit den monatlich 100.000de messenden Gehältern ist das alles nicht zu machen.
Vielleicht im zukünftigen Cataluna, das allerdings bisher nur in Träumen existiert...
Franco hatte in Valencia in seinen letzten Jahren einen Großversuch durchgeführt, leider, als es noch keine Elektrobusse gab. Die ganze Stadt war damals von beißendem blauen Qualm erfüllt.
Heute könnten wir, aber ich sehe nur Hindernisse und Unvermögen.

von Bernd Schlueter - am 11.10.2017 07:28
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