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Erster Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Berlingo-98, Bernd Schlueter, Emil, wolfgang dwuzet

Die Gefährlichkeit verschiedener Stromarten und Stromstärken

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.11.2017 04:13

Ich bitte, jeden einmal die wichtigen Artikel zu lesen,die in Vergessenheit geraten sind, aber inzwischen im Internet wieder aufgetaucht sind:

Wikipedia-Artikel

Leider ist die vor über 120 Jahren entstandene Diskussion über die Schädlichkeit elektrischen Stroms zum Erliegen gekommen.
Stromunfälle, obwohl überaus häufig, werden fast nicht mehr wahrgenommen, die Erkenntnisse aus der damaligen Zeit werden nicht mehr beachtet, das gegebene , 230 Volt und sinusförmiger Wechselstrom sozusagen als gottgegeben angenommen. Obwohl Batterien mit ihren Einzelzellspannungen meilenweit von den gefährlichen Spannungshöhen entfernt sind, ist man, mt ganz wenigen Ausnahmen, bestrebt, die Fahrzeugbatteriespannungen auf die bei der großflächigen Verteilung üblichen 230 bzw. 400 Volt auszuweiten und bedenkenlos 50 Hz zu verwenden, die jede Potentialatrennung und empfindliche, für den menschlichen Körper unschädliche Fehlerstromschutzschaltung unmöglich machen.

Der Grund liegt darin, dass ein sinusförmig verlaufender Strom auf elektronischem Weg nur schwer und mit hohen Nachteilen zu erzeugen ist, und, wenn er nur mit einer Periodizität von nur 50Hz immens schwere Transformatoren benötigt, die man immer einfach weglässt, sofern es um die in der Elektromobilität üblichen Leistungen geht.

Gerade aber um Reinhaltung der überaus 50Hz-Wechselstrom-Sinusform wird heute ein erbitterter Aufstand gemacht, obwohl sie viel besser ganz vermieden werden sollte.
Es scheint, dass die Sicherheitsexperten den Wald vor lauter 50 Hz-Bäumen nicht mehr erkennen.

50 Hz sind heute schlicht und einfach überflüssig.

Was den schwerwiegensten Nachteil von Gleichstrom angeht, dass kleine mechansche Schalter nicht mehr funktionieren, ist seit Einführung der Halbleitertechnik gegenstandslos geworden. Was immer funktioniert, sind die überaus einfachen Schmelzsicherungen, mit dotiertem Porzellanmehl zur Funkenlöschung.

Weil damals, vor 120 Jahren entstanden, noch immer falsche, aus privatem, wirtschaftlichen Interesse entstandene Falschbehauptungen in voller Durchschlagkraft existieren, wagt fast niemand mehr, überhaupt über den Unsinn des 50Hz-Wechselstroms nachzudenken.

Mit großer Überraschung stelle ich aber fest, dass man bei den neuen elektrischen Postautos aus Aachen den Mut hatte, hohe Spannungen zu verbannen und dass man mit Gleichstrom lädt.
Mir scheint, dass an der technischen Hochschule noch Leute existieren, die noch über technische und physiologische Grundlagen nachdenken und nicht einfach widerspruchslos das Existierende nachbeten, was von den gesetzgebenden Energiepäpsten vorgeschrieben wird. Nein, 50 Hz und möglichst hohe Spannungen sind heute nicht mehr gottgegeben.

Machen wir dem Spuk und Falschbehauptungen ein Ende!

Machen wir uns ein Bild, auch von den vielen , immer noch existierenden, Falschmeinungen und nutzen wir das Internet, um endlich wieder den richtigen Weg zu erkennen. Im Übrigen war ich ursprünglich auch auf dem falschen Weg.

Ich habe hier in google: "Gefährlichkeit Gleichstrom" eingegeben und fand umfangreiches Material.

Antworten:

Gleichstrom im Mittelspannungsnetz

Endlich DC - Bernd wirds freuen:

Siemens bringt Gleichstromübertragungssystem für die Mittelspannung auf den Markt

Aus der Siemens Pressemitteilung:
Erlangen, 04. Oktober 2017

- Effiziente Stromübertragung im Leistungsbereich von 30 bis 150 Megawatt
- Steuert, optimiert und regelt als Gleichstromübertragungsstrecke Lastflüsse in Wechselstrom-Mittelspannungsnetzen
- Basiert auf Hochspannungs-Gleichstromübertragungstechnik von Siemens

Mit MVDC PLUS (Medium Voltage Direct Current Power Link Universal System) bringt Siemens ein neues Gleichstromübertragungssystem für den Einsatz als effiziente Übertragungsstrecke in Wechselstrom-Mittelspannungsnetzen von 30 bis 150 Kilovolt (kV) auf den Markt. Siemens hat das Übertragungssystem für Netzbetreiber entwickelt, die aufgrund der zunehmenden Einspeisung aus dezentralen und erneuerbaren Stromquellen ins Verteilnetz ihre Infrastruktur ausbauen müssen, um das Netz stabil zu halten


von Berlingo-98 - am 12.10.2017 21:12

Re: Gleichstrom im Mittelspannungsnetz

Nicht nur Siemens entwickelt schon seit langem Gleichstromnetze.
Man benötigt dafür übrigens keinerlei Normungen mehr und ist geradezu unglaublch variabel. Bei den unterirdischen Mittelspannungsnetzen entfällt endlich die dielektrische Erwärmung, die immer wieder zu Ausfällen führt.
Meine mühsamen Erfindungsversuche für 50 Hz-Batterien kann ich nun endlich einstellen. Ich fürchtete schon, dass man das 50Hz-Netz auch in unseren Elektroautos einbeuen wollte.

Selbst die Sahara rückt nun mit HGÜ näher und erschließt uns deutlich mehr und zuverlässigeren Sonnenstrom vom einzigen Atomreaktor, desssen schädliche Strahlung durch Erdmagnetfeld und Atmosphäre sicher abgehalten wird.

Unsere bisherigen 50Hz-Geräte sind zu 95% bereits auf Gleichstrom umgerüstet und freuen sich bereits darauf, wenn dieses überflüssige PFC , die sich selbst zerstörenden Elektrolytkondensatoren und die verlustreichen Gleichrichter entfallen können.
Dioden haben einen Spannungsabfall von weit über einem Volt, Mosfets einen solchen von weniger als einem Zehntel davon.

Es gibt viele Wege, sich unglücklich zu machen, nicht nur der Krieg mit Waffen und Religion. Der Wechselstromkrieg gegen uns gehört auch dazu.

Meine ehemals sündhaft teuren Stereoanlagen und Radios brummen inzwischen unerträglich. Wisst Ihr, warum? Es ist der gleiche Grund, warum auch Eure Ladegeräte gerne ihren Dienst vorzeitig quittieren und warum es nicht lohnte, den Wechselrichter in der Waldmühle zu reparieren. Diese ärgerlich störanfälligen und teurenTeile können auch in unseren Fahrzeugen zukünftig entfallen, wenn wir die Batterien nur näher an die Motoren mit integrierter Elektronik rücken. Noch "kleben" wir an "konventioneller" Bauweise.

von Bernd Schlueter - am 13.10.2017 04:58

Re: Wechsel- oder Gleichstrom

Heute bekam ich diese Schrift ins Haus, verfügbar auch im Internet:

"Wechsel- oder Gleichstrom"

Zitiert aus der Einführung:
"Doch neuerdings gewinnt die Gleichstromtechnik neue Befürworter, denn die Art
und Weise, wie wir Strom erzeugen, verteilen und verbrauchen, hat sich
grundlegend geändert. Das wird auch in der Industrie auf allen Ebenen
einschließlich der Verbindungstechnik tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen. "


von Berlingo-98 - am 24.10.2017 09:34

Re: Gleichstrom im Mittelspannungsnetz

Zitat
Bernd Schlueter
Meine ehemals sündhaft teuren Stereoanlagen und Radios brummen inzwischen unerträglich. Wisst Ihr, warum?


"Ehemals sündhaft teuer" deutet auf ein gewisses Alter hin. Noch mit Röhrentechnik etwa?
Möglicherweise sind wegen Alter und Temperatur die Elkos ausgetrocknet. Dann brummen die Anlagen unerträglich.

Allerdings wird an austrocknenden Elkos auch der Übergang zu Gleichstromtechnik nix ändern. Denn Elkos sitzen in allen möglichen Geräten drin. Nur qualitativ bessere Bauteile und konstruktiv bedingte niedrige Gerätetemperaturen verhindern eine vorzeitige Austrockungen von Bauteilen. Gilt auch für alle Elektronik in E-Autos, also Motorwechselrichter, Ladegeräte und so.

von Berlingo-98 - am 24.10.2017 14:52

Re: Wechsel- oder Gleichstrom

meine anlage aus den 90ern gibt nur die töne von sich, die sie geben soll
die lag auch im mittleren 4-stelligen preissegment

von wolfgang dwuzet - am 24.10.2017 17:32

Re: Gleichstrom im Mittelspannungsnetz

[www.youtube.com]

von Emil - am 06.11.2017 12:20
Ja, genau so sah das an meinem Saxo aus, als ich einen Elektroherd von fast 9 kW an den 120 Volt (ca 14 Ampere) meines Saxos angeschlossen hatte und den Anschlussstecker herauszog. Das waren mehr als zwei mal 5cm gleißender Lichtbogen. Trotzdem, kein Grund, auf Gleichstrom ganz verzichten zu müssen. Halbleiter tun so etwas nicht und für Notfälle gibt es Schalter mit Lichtbogenlöscheinrichtungoder einfach Schmelzsicherungen. Elektronische Geräte werden heute auf der Gleichstromseite geschaltet.

von Bernd Schlueter - am 06.11.2017 15:27
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