Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, thegray, el El, R.M, Manfred aus ObB, Berlingo-98

So funktioniert die Energiewende

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.12.2017 04:09

Wir reduzieren unsere Braunkohlenförderung auf genau die 1/3. Dieses 1/3 verfeuern wir als reinen Brennstoff zur Hausheizung in dezentralen Heizwerken, also ohne jede Stromgewinnung.
Das daduch eingesparte Erdgas verfeuern wir nun in dezentralen Siemens-GUD-Kraftwerken mit über 50% Wirkungsgrad, wobei etwa zur Hälfte Strom, zur Hälfte Wärme entstehen.

Denkt bitte nach: Es ergibt sich eine bisher unbekannte Flexibilität in der Energieerzeugung und Verteilung.

Bei enormem Minderverbrauch an Kohle.
Weiterhin keine Wasserdampf- und Staubbelastung mehr im Rheinland, im Ruhrgebiet und in der Lausitz.
Die nächste Solarralley findet im Rheinland statt, dem Land , das vor 200 Jahren noch den blauesten Himmel mit der höchsten Sternwartendichte der Welt hatte.

Die nun dort aufgestellten Solardächer tun noch das Ihrige dazu.
Die Firma Gazprom ist sicherlich bereit, auch noch den Rest Kohle zumindest vorrübergehend durch Erdgas zu ersetzen.
Aber mit dem Rest Kohleverbrennung ohne Staubbelastung und Wasserdampfwolken können wir auch gut leben. Die Braunkohlenkraftwerke werden eingemottet für den nächsten Krieg.

Kernenergie? Wozu? So lange die fünfte Generation Reaktoren nicht läuft, ist Russland gerne bereit, uns auch für weitere Stilllegungen zusätzliches Erdgas zu liefern. Vielleicht wird die polnische Regierung dann auch vernünftig, damit man dieses Land nicht mehr umgehen muss. Polen hat im Übrigen die gleichen Probleme wie wir.

Kein Mensch wird dann mehr ein Wort darüber verlieren können, dass Elektroautos in manchen Teilen der Welt umweltschädlicher sind als Verbrenner. Hier in meiner Gegend ist das der Fall!!

Ganz vergessen: bis zu 20% unseres Stroms wurden bisher ins Ausland verschenkt, weil man die Braunkohlenkraftwerke nicht in ihrer Leistung drosselte.
Das hat sofort ein Ende, sobald die dezentralen Gasturbinenkraftwerke montiert sind.
Zur Aluminiumgewinnung ist unser Strom dann zu schade. Eine weitere Einsparung.
Eine weitere Einsparung betrifft die nun solar getrocknete Braunkohle, falls wir die dann überhaupt noch benötigen.

Vattenfall ist übrigens ein Konzern, mit dem man fair reden kann. Er wurde nicht fair behandelt.

Antworten:

Bernd, Du machst die Rechnung ohne das Kartell. Was vernünftig, zielführend, ressourcenschonender oder gar umweltfreundlicher ist, ist egal. Die Kartellanten wollen durchgefüfftert werden, insubversive Lösungen funktionieren nur im Kleinen.

von el El - am 01.12.2017 07:03
Aber so einfach wäre es, wenn die Lobby...

von Bernd Schlueter - am 01.12.2017 17:07
Wir brauchen auf Strom nicht zu verzichten. Seit langem schon habe ich mich mit verschiedenen Techniken befasst, Verbrennungsmotore absolut sauber zu machen.
CO2 fällt in Mengen an, so dass es unwirtschaftlich ist, dieses zu binden und der Umwelt zu entziehen. Energiesparen ist hier der einzige Weg, so, wie ich ihn oben angedeutet habe.
Auf Verbrennungsmotore müssen wir auch weiterhin nicht verzichten, wenn solarer und Windertrag zu wünschen übrig lassen. Ich hatte hier einmal dargestellt, welche wirklich geringen Mengen an Schadstoffen beim Verbrennungsvorgang entstehen, die man problemlos mit geeigneten, einfachen Verfahren in unschädlicher Form binden und sogar in wirtschaftlich nutzbare und wertvolle Stoffe verwandeln kann, so in Gips und Dünger. Die Ammoniaksynthese verschlingt einen großen Anteil an Energie in Indien, der Stickstoffdünger belastet anschließend unser Grundwasser, statt ihn zurück nach Indien und Brasileien zu transportieren und in den Futtererzeugungskreislauf zurück zu führen.
Diese effektiven Reinigungsverfahren benötigen aber einen gewissen Raum und sind nicht in Fahrzeugen installierbar. Für einen 100kW-Motor sind schon einige 100m³ Abscheideraum erforderlich, und das ist nur in mittelgroßen, dezentralen Heizkraftwerken möglich.
Das deutsche "Musterkraftwerk Niederaußem" ist verglichen mit dem, was in einem Heizkraftwerk von einem Hundertstel Größe, ohne großen Aufwand, möglich ist, eine Dreckschleuder.
Bei den geringen anfallenden Mengen an Giftstoffen in den Abgasen, ist es überhaupt kein Problem , diese mit nassen Verfahren, also mit Hilfe von Wasser, zu konzentreieren und in völlig unschädliche Substanzen umzusetzen. Ohne Wiederaufheizung der Abgase.
Auch Industrieabgase lassen sich mit den gleichen Verfahren reinigen.

Wir Elektroautofahrer haben den Weg mit diesem Ziel beschritten und sollten uns endlich klar machen, dass unsere elektrische Welt nicht am Schukostecker zu Ende ist.

Wunschdenken ist schön, aber die Hauptaufgabe wartet noch auf uns.

Ein Nahziel, ein bezahlbares, wäre es, alle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzustellen und dauerhaft, also vor allem im Stillstand, in das Stromnetz einzubinden und Solar- und Windstrom von allen Steuern und Umlagen zu befreien. Mein Ziel ist, die Fahrzeuge dauerhaft, über Schukostecker oder dem entsprechenden Ersatz an das noch zu errichtende smart grid anzuschließen und nur für die überaus kurzen Fahrzeiten die unökonomischen Schnellladesäulen benutzen zu müssen.
Ja, ich beabsichtige, in den kurzen Ladezeiten unterwegs, den Strom aus den 200 Millionen Schukosteckern an den Fahrzeugen Europas zu ziehen, wenn nicht genügend andere Quellen zur Verfügung stehen.

Mit dem oben skizzierten Ersatz der Braunkohlekraftwerke durch reine , dezentrale Braunkohlenheizwerke, ohne jede Stromerzeugung, wird unser mit GUD-Erdgasheizkraftwerken erzeugter Strom alleine schon so sauber, dass wir mit einem Schlag alle heutigen Vorgaben für die Umweltauflagen erfüllen können.
Wann tun wir den nächsten Schritt?

von Bernd Schlueter - am 06.12.2017 08:36
Gasturbinen benötigen kein Getriebe

Das "Getriebe" ist ein elektrisches.
Das elektrische Getriebe ist in Deutschland vernachlässigt worden. Heute ein schwerwiegender Nachteil der deutschen Industrie.

An die Gasturbine muss sich in jedem Fall eine Wasserdampfturbine anschließen, die ebenso ohne Getriebe arbeitet.

von Bernd Schlueter - am 06.12.2017 09:15
Bernd, mach Dir keinen schweren Kopf, all die schönen Gedanken und Ideen sind vergebens und nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Bitcoin Mining Now Consuming More Electricity Than 159 Countries Including Ireland & Most Countries In Africa

von el El - am 06.12.2017 10:34


Du wieder und ich krieg dann wieder Ärger mit Rolandszensurfinger


Bildquelle mit Text in der Sprache wo der alte Fritz meinte die ist nur für Pferdeknechte [coin-hero.de]

Aus dem Text eine Leseprobe zum Nachschätzen ist gleich wieviel Strom :o

Sehr interessant ist auch die Schätzung von Power Compare hinsichtlich der geschätzten
Einnahmen und Ausgaben für Bitcoin-Mining. Die Untersuchung geht davon aus, dass jährlich
7,2 Milliarden US-Dollar eingenommen werden. Dem gegenüber stehen Ausgaben,
vorrangig für den Strom von schätzungsweise 1,5 Milliarden US-Dollar.



Und nicht vergessen von den gesurften Geld den neuen Rodster anzahlen,
man möchte das Geld doch ethisch höherwertig Anlegen :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 06.12.2017 10:51

Kommt alles von selbet .....Re: So funktioniert die Energiewende

Es kann so einfach sein - denke ich mir manchmal ........
Man mag jetzt von der einen oder anderen Zeitung halten was man will die einen hängen eher in die Richtung die anderen eher in die andere. Genauso wie mit den "Fachleuten und Vordenkern" (ausnahmen bestätigen die Regel - die 4Roten BILDen immer nur in eine Richtung)

Hier mal die "Welt" mit etwas das meiner Gedanken-Welt eher näher kommt als die Fantastilonen Funken anderer.

[www.welt.de]

Zitat
Der Effekt: Flexible Kraftwerke, Stromspeicher und Lastmanagement führen dazu, dass die negativen Strompreise sich weitgehend erledigen. Am Schluss stellt sich, wie so oft in der Wirtschaft, ein Optimum ein.

Zitat
eher klein: Im Jahr 2017 wurde, gemessen an Strombörsenpreisen und dem inländischen Verbrauch, Strom für insgesamt 180 Millionen Euro verschenkt. Der Börsenwert des insgesamt umgesetzten Stroms beläuft sich aber auf beinahe 18 Milliarden Euro, ist also einhundertmal größer.

Zitat
Deutschland hat im Jahr 2017 für den ins Ausland exportierten Strom 3,3 Milliarden Euro erhalten, für Stromimporte wurden im gleichen Zeitraum 1,9 Milliarden Euro ausgegeben. Der Exportüberschuss betrug somit 1,4 Milliarden Euro. Die Stunden, in denen mit negativen Strompreisen ins Ausland geliefert wurde, führten zu Kosten von knapp 41 Millionen Euro –


Am Ende - Teilen Sie die Meinung des Autors?
JA
11
NEIN
91

Kommentare lese ich nirgends wo mehr - denn grade zum Thema EV PV RGE EEG und wWin.
Sieht man den Erfolg von so Medien wie die 4Roten und was da selbst nach 6Jahren Tesla Serien Produktion ; Abgas-Skandale usw ...leider nicht Gedanken-Gelöst sondern faul nach geplappert wird nur um was zu sehen und zu hören das von einem selbst.
Angefangen "Elektroautos und Batterietechnik können nicht funktionieren weil....."
Und EV sind so schmutzig weil Braunkohle .....
Und man kann Strom von Regenerativen nicht Sinnvoll verwenden oder Speichern....
Kostet so viel .......

Was für Sinnfreie Repetitionen auf unnötiges, Probleme zu schaffen wo keine sind - Tritt zwar auf verfehlte Zuwanderung Politik auch zu würden andere Sagen - Pro Nase sollen es durchschnittlich 2500 im Monat Volkswirtschaftlich sein und das sehr sehr lange .....aber was ist das schon 2500x12x1.000.000 macht p.a. 30000000000
ups
So das mal 10 Jahre rechnen (sind ja auch wieder schnell rum) -
ups im Quadrat.
und dann komme mir man noch mal mit dem Energieaufwand hier und anders wo über die Energiewende zu schwadronieren.

von thegray - am 24.01.2018 21:45

Re: Kommt alles von selbst sieh Porsche .....Re: So funktioniert die Energiewende

Zitat
thegray
Es kann so einfach sein - denke ich mir manchmal ........


Und wie in der eigenen Porsche Presse Arbeit der in den News verlinkt:
u.a.
Zitat
Intelligent deshalb, da Sie über einen Timer mit einer App genau die Ladezeiten auswählen können, in denen der Stromtarif besonders günstig ist.


Zitat
wenn unser Porsche-Fahrer es eiliger hat. Für rein elektrische Fahrzeuge kann sich der Kunde zwischen 11 kW und 22 kW entscheiden. Da wird ja mancher Energieversorger das Zittern bekommen, weil die sich schon jetzt vor der Zahnärzte-Straße fürchten. Was ist das denn? So heißt in dieser Branche eine Wohngegend, in der besonders viele Besitzer von leistungsstarken Elektrofahrzeugen wohnen. Wenn die alle gleichzeitig mit hohen Kilowatt-Zahlen ihre SUVs laden, dann geht im ganzen Viertel womöglich das Licht aus. Wir kennen diese Herausforderung – und sind selbstverständlich im Gespräch mit den Energieversorgern. Ein Elektrofahrzeug in einem Haushalt kann sehr schnell zu einer Verdopplung des Strombedarfes führen. Aus diesem Grund bieten wir ein integriertes Energiemanagement an, welches bedarfsgerecht die Energie während des Ladevorgangs im Haus regelt.

Zitat
unser Turbo-Charger über einen integrierten Speicher, mit dem sich drei vollelektrische Fahrzeuge hintereinander ohne Rückgriff auf das Stromnetz aufladen lassen. Dieser Speicher lässt sich sogar mit Solarenergie befüllen



von thegray - am 25.01.2018 22:15

Re: So einfach funktioniert die Energiewende

Gleich, wie wir es drehen, die Sonne scheint nicht immer, wenn wir gerade nicht mit dem Autofahren und laden wollen. Auf den Wind ist schon häufiger Verlass, wenn man an der Küste wohnt.
Ansonsten wird ein Großteil des Stromes weiterhin durch Verbrennung fossiler Energie gewonnen, wobei die Abwärme, die weit mehr als die elekrische Energie ausmacht, weggeworfen wird.
Nur das muss sich ändern.
So:
Strom wird zukünftig Steuer- und umlagenfrei.
Dieses Geld wird zu 100% auf die zur Stromerzeugung erforderlichen, fossilen Brennstoffe umgelegt. Also auch auf die Braunkohle.Steuer-und umlagenfrei bleibt lediglich der Anteil, der zur Hausheizung verwandt wird.
Sollt Ihr mal sehen, wie schnell die Kraftwerke in die Nähe der Städte verlagert werden, die dann sofort mit Fernwärmenetzen erschlossen werden!
Für mich ist das schon die Energiewende.
Elektrische Direktheizung gehört verboten, es geht damit gleich weiter zur Rettung des Klimas und des Planeten.
Die 200.000kWh jählicher Holzzuwachs in den ehemaligen Regenurwäldern genügen dann um mehrfach den Energiebedarf der gesamten Erde zu decken.
20 Jahre reicht alleine der bestehende Holzvorrat in den heutigen Urwäldern, die erst einmal abgeentet werden. Zeit genug, die gesamte Energieversorgung umzustellen.

Noch einmal die Zahlen zur Holzproduktion im Regennutzwald: 50 Tonnen pro Jahr und Hektar mit 4 kWh Brennwert pro kg.
Holz lässt sich auf zwei Weisen verwerten:
1. durch Verschwelung lässt sich der gesamte Brennwert für die Heizung gewinnen.
2. das Verschwelungsprodukt, Holzkohle, erlaubt hohe Verbrennungstemperaturen und sowohl industrielle Verwendung, wie auch zur effektiven Stromgewinnung. Nebenbei fallen hocheffektive Düngemittel an.

Unser heutiger Urwald wird damit zur Klimafabrik.

Manche glauben, man könne die Wasserflächen zur effektiven Energie-und Nahrungsmittelgewinnung heranziehen. Mir scheint, dass diese Möglichkeiten zur Zeit überschätzt werden. Blaualgen in großer Menge zerstören eher Leben. Trotz ausgezeichneter Effektivität. Im Wasser kippt schnell das Gleichgewicht.

von Bernd Schlueter - am 29.01.2018 12:02

Re: So einfach könnte die Energiewende werden

Oh Bernd, manche glauben, man könne die Wasserflächen zur effektiven Energie-und Nahrungsmittelgewinnung heranziehen

Save the World, und Problemstellung "Sommersonne in den Winter retten....."
und manche glauben dies:

Alphabet Wants to Fix Renewable Energy’s Storage Problem — With Salt

Alphabet Inc.’s has another idea that could save the world with salt and antifreeze and a system for storing renewable energy that would otherwise be wasted.

Mehr dazu hier

von Berlingo-98 - am 29.01.2018 15:04
1 kg Kochsalzschmelze speichern gut 0,2 kWh Latentwärme. Um 10.000kWh Wärme über eine halbe Saison zu speichern, benötigt man also einen 50 Tonnen-Speicher 800 Grad heißes Salz. Ist mir zu gefährlich, dann nehme ich doch lieber Natriumazetat, davon brauche ich gerade mal die doppelte Masse und kann völlig verlustfrei speichern. Leider zur Stromerzeugung unbrauchbar, zu wenig Temperaturdifferenz. Aber Heizung ist ja auch schon mal etwas und macht den größeren Teil des Verbrauchs eines Haushalts aus.
Ich habe mal nachgeforscht und bin auf Abschätzungen gestoßen, dass es für einen Preis von ca 1 Euro pro kg herstellbar ist,in großen Mengen natürlich. Trotzdem, 100 Tonnen sind nicht ganz billig und ich lande wieder bei den Berechnungen eines Latentwärmeparaffinspeichers, der sich zwar in 100 Jahren zinslos amortisiert, aber wenn man das Paraffin (ebenfalls 1 Euro pro kg und 0,1 KWh Latentwärme pro kg) verbrennt, erhält man 100 Jahre lang die gleiche Wärmemenge, auf ungleich einfachere Weise.
Ich bin nicht entzückt, so schön Träumereien auch sind.
Nehmen wir doch einfach den Urwald. Rein regenerativ bewirtschaftet bringt der ganz ungleich mehr und sofort.
Die Energie kommt kostenlos direkt von der Sonne und speichern lässt sie sich auch beliebig. CO2-neutral.

Ansonsten kann man Wärmepumpen tatsächlich reversibel betreiben, wenn es um wenige kW elektrische Leistung geht. Als kalten Speicher würde ich Eis nehmen, ebenfalls etwa 0,1 kWh Wärmespeichervermögen pro kg.
Auch hier gilt: für wenige Tage gut verwendbar, aber nicht für längere sonnen- und windarme Perioden, sonst werden die Speicher zu groß und zu teuer.

von Bernd Schlueter - am 30.01.2018 00:16
Hallo Bernd

Wie wärs mit einem Eisspeicher.

Einfach zu machen und preiswert.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.01.2018 21:05
Ja, genau, das ist die Lösung für unsere neue Welt. Jedenfalls ein guter Teil der Lösung:
die reversible Wärmepumpe für geringe Temperaturdifferenzen. Zwar nicht geignet als Saisonspeicher, aber zur Koordinierung von Heizwärmebedarf und Bedarf an den möglichst ebenfalls dezentralen und kurzzeitig wechselnden Bedarf an elektrischer Energie für unseren dann bald 100%ig umgestellten Verkehr wie geschaffen.
Wasser als Referenztemperaturquelle bei 0 Grad ist wie geschaffen dafür, ja , ich unterstelle der Gottheit sogar, dass dies ihre Absicht war.
Seit Jahrzehnten warte ich schon auf die Ingenieure der fernen ostasiatischen Insel, dass sie endlich mal ihr Werk einer wirkungsgradstarken Scroll-Turbine vollenden. immer nur Versprechen, bringt nichts. Immerhin fehlte bisher der Markt für solche relativ kleinen Turbinen, die bei geringen Temperaturunterschieden von wenigen Grad (10° bis 100°C) Wirkungsgrade von 90 % erreichen und sogar überschreiten.
Die arbeiten nur mit Verdampfung und Kondensation, ohne die sonst übliche Überhitzung, die einen denkbar schlechten Wärmeübergang besitzt und die Anlagen wären dauerhaft, für die Ewigkeit, wenn die Mitsubishis und wer da sonst noch dran beteiligt ist, endlich voran machen würden. Fukushima sitzt denen wohl noch zu sehr in den Knochen.

Ja, Berlingo, mit Deinem link geht mir nun doch einiges auf, das ist geeignet für das ideale Strom- und Wärmeverteilungssystem, die voll zueinander passen, denn beide müssen von Natur aus dezentral und und flexibel sein. Eis als Zwischenspeicher ist überall vorhanden, bzw. Wasser. Ist die Temperaturdifferenz höher, als für die Hausbeheizung benötigt, baut man den Differenzüberschuss in Form von elektrischer Energie für die elektrischen Fahrzeuge ab. Vielleicht gelingt es sogar , die Monopolisten zu überzeugen, dass sie gegen die Menschheit handeln, wenn sie immer noch auf der Ausschließlichkeit ihrer Verfügungsgewalt über die elektrische Energie beharren und öffnen die Netze für die freie Verschiebung elektrischer Energie?

Ich hatte die Entwicklungsbemühungen in Japan eine Zeit lang, vor Jahrzehnten, verfolgt:
das Problem war eine eigentlich geringfügige Änderung am Zusammenspiel der beiden "Schnecken" eines Scrollkompressors, für das einfach nicht genügend Bedarf bestand.
Jetzt ist er da, für die Versorgung der Elektroankstellen mit in Form von Wärme gespeicherter elektrischer Energie, im Zusammenspiel mit dem Wärmebedarf für dezentrale Wärmenetze innerhalb den menschlichen Besiedlungen. Zufällig liegen beide sogar am gleichen Ort.
Zu schade, dass Nicola Tesla sich damals seine "freie Energie", im Sinne von überall frei verfügbar, abjagen ließ. Egoistische Monopolisten gründeten daraufhin ihre Weltherrschaft, die nicht immer gute Folgen für die Menschheit hatte.

Um die Aufgabe noch einmal klar zu machen: die wirkungsgradstarken Scrollkompressoren sind fertig entwickelt und millionenfach im Einsatz. Es fehlt die Umkehrung, die Entspannungsturbine, für die bisher wenig Bedarf war. Mit einer wirkungsgradstarken Scroll-Turbine wäre mit ganz normalen Sonnenkollektoren ein elektrischer Wirkungsgrad von über 10% denkbar, der aber von Photovoltaikmoduen zwar übertroffen wird, aber beides ergänzt sich ideal.

Der Erfinder der Entspannungsturbine, Georges Claude, war ein Verehrer Hitlers und Mussolinis und man raubt ihm heute, so in google, seine Erfindung des "Claude-verfahrens" mittels Entspannungsturbine für die Luftverflüssigung, ohne die V2 und Mondlandung durch Wernher von Braun nie möglich gewesen wären. Er habe lediglich die Neonröhre erfunden, wird behauptet, stattdessen werden unbekannte amerikanische Erfinder an die Stelle des Franzosen gesetzt. Vor einem Jahr stand das bei google noch ganz anders.

Scroll- Turbinen haben den Vorteil, dass sie in einem noch viel größeren Arbeitsbereich wirtschaftlich sind, wenn sie endlich mal fertig entwickelt würden...Für die Luftverflüssigung sind sie egen der zu tiefen Temperatur allerdings unbrauchbar.

Übrigens, wenn man reinen Sauerstoff erzeugt, ist eine völlig schadstofffrei Verbrennung in Verbrennungsmotoren und Heizkesseln möglich. Wichtig auch bei der Verbrennung nachwachsender Rohstoffe.

Die Wärmepumpentechnik wurde vor allem von unseren Grünen abgewürgt, indem man den Strom maßlos verteuerte und verteufelte. Das rächt sich schon seit langem. Ohne Wärmepumpen schaffen wir die Energiewende nie, behaupte ich.

Gerade entdeckt: Der Name "Scroll-Turbine" wird von der Autoindustrie für ganz normale Turboräder missbraucht.
Was man unter den zwei ineinander laufenden Scroll-Schnecken gemeint ist, müsste eigentlich klar sein.
Dass man aus schwarz uns weiß vormacht, sind wir von der Autoindustrie aber gewohnt.
Ich stelle fest: es gibt noch keine zuverlässig laufende Scrollturbine, die übrigens niemals für Verbrennungsabgase geeignet sein kann. Irreführung auf der ganzen Linie.

von Bernd Schlueter - am 31.01.2018 08:45
Zum von Berlingo ausgegrabenen Wärmepumpenspeicher.
Das Konzept halte ich für überaus zukunftsträchtig. Alleine die Wärmepumpentechnik dürfte, nur auf die Hausheizung mit reinen Wasserspeichern angewandt, rentabel sein, ermöglicht sie doch mit einem Leistungsfaktor zwischen 5 und 15 die elektrische Begeizung ganzer Siedlungen mit wenigen km² Ausdehnung. So groß müsste eine Wärmenetz schon sein, damit sich alleine die Turbinen schon bezahlt machen, Axialturbinen, die bei sehr geringen Wasserdampfdrücken arbeiten. Wird die Gefrierwärme des Wassers bei 0°C genutzt, beträgt das Vakuum 5 Promille, also das Fünffache dessen, was in Elon Musks Hyperloop herrschen soll. In der Halle gegenüber der Halle mit dem BSM-Stand war vor ca 10 Jahren solche eine magnetgelagerte Wasserdampfturbine der schweizerieschen Firma Sulzer mit einem Wirkungsgrad von über 90% ausgestellt. Mit diesem Wirkungsgrad lässt sich Wärme beliebig zwischen großen, einfachen Wasserspeichern hin- und her-transportieren, in beiden Richtungen, unter Stromaufnahme, oder Abgabe.
Solch eine Turbine hat praktisch eine unbegrenzte Lebensdauer und bei einer durchschnittlichen Leistungszahl von 10 und 40 MW Wärmeleistung, ausreichend für die Beheizung von 4000 Häusern, genügt eine elektrische Anschlussleistung von 4 MW, was gut mit dem Strombedarf vonüber 4000 Elektroautos zusammenpasst, die aus den Wärmepumpenspeichern elektrische Energie zur Verfügung gestellt bekommen, die für ja 100.000km Fahrstrecke reichen würden.
Leider passt die Förderkurve und Druckkurve nicht gut mit der Wasserdampf/Wärmeleistungskurve überein, was normalerweise eine Vielzahl verschieden großer und teurer Turbinen erforderlich machen würde.
Passt man jedoch das Tankverhalten der Elektrofahrzeuge an den jeweiligen Strombedarf/-Überschuss an, wird das ganze System so flexibel, dass man bei vollem Wirkungsgrad mit einer einzigen Turbine im Wert von ca 100.000 Euro auskommt.
Zur Zeit werden nur einige Industrieanlagen damit beheizt, aber in Kombination mit Elektrotankstellen, die dann praktisch vor der Haustür liegen, besteht diese Kostenhürde nicht mehr. Als Wäremspeicher wird man eine Kombination von Geothermie, hier insbesondere Grundwasser, großen Wasser- und Eisspeichern, und Solarthermie wählen. Bei der Solarthermie denke ich vor allem an Solarmodule, die zusätzlich eine Wasserkühlung besitzen (per Wärmerohren) und im Sommer einen großen Teil der elektrischen Energie liefern.
Wer macht mit bei der Gründung der ersten elektrischen Energiewendestadt?


Im obigen Beitrag erwähnte ich die bisher erfolglose Entwicklung von echten Scrollturbinen durch einige japanische Firmen. Denen fehlt lediglich die Motivation.
Eine Scroll-Entspannungsturbine lässt sich fast beliebig in Wärmeleistung und Druckdifferenz steuern. Die Scrollkompressoren leisten das schon in Millionen Klimaanlagen. Wenn die Japaner endlich in die Hufe kommen, ist auch die Anpassung des Ladeverhaltens der Elektrofahrzeuge nicht mehr erforderlich.

In jedem Fall sind Wasser/Eisspeicher wesentlich billiger als die in dem obigen Projekt erwähnten Salzschmelzespeicher.

Obwohl eine Vernetzung der verschiedenen Stromnetze immer sinnvoll ist, würde man hier aber erst einmal eine Unabhängigkeit von den Monopolnetzen gewinnen, die eine fortentwicklung hin zur Energiewende und einer sauberen Umwelt lähmen.

Warum ich meine Hoffnung auf Japan setze? Wir leben in einem klassischen Land der Monopole, in dem Einiges sehr viel schwerer durchzusetzen ist.
Der Wettbewerb in Japan ist viel freier, während gerade zur Zeit bei uns die Unternehmen sich gegeseitig juristisch bekriegen. Juristen sind bekanntlich nur auf das Geld aus und besitzen keine Sachkenntnis, die käuflich ist.

Im bestehenden Stromnetz eingebunden, ist auch solch eine Wärmepumpenanlage wegen der immensen Steuern und Umlagen auf Strom unwirtschaftlich geworden.
Notfalls müsste man auf die Stromerzeugung mit Gas-Verbrennungsmotoren ausweichen, um der Versteuerung zu entgehen. Denn offiziell ist das Ganze als steuer- und umlagenfreies Heizsystem anzusehen.

Nochmal das link mit der Wärmepumpenidee

von Bernd Schlueter - am 01.02.2018 14:51
Zusammenfassung

Der wichtigste Änderung für die Energiewende ist der gegenseitige Tausch der Brennstoffe einerseits zur Stromerzeugung, andererseits zur Hausheizung:

Tausch von Gas und Kohle :

Moderne GUD-Kraftwerke haben alleine schon einen elektrischen Wirkungsgrad von weit über 50% (bis zu über 60%) und nutzen zusätzlich die verbleibende "Abfallwärme" zu über 110%, weil nicht nur der Heizwert, sondern der um 11% höhere Brennwert genutzt wird. Also, insgesamt über 110% Wirkungsgrad (auf den bisher allein genutzten Heizwert bezogen). Die heute zur Hausheizung verschwendete Gasmenge übersteigt den Gasbedarf aller GUD-Kraftwerke erheblich, wenn wir die gesamte Stromerzeugung darauf umstellen.

Unsere Kohlekraftwerke haben einen Wirkungsgrad unter 35%, und das auf den höheren, ungenutzten Brennwert bezogen. Insbesondere Die Braunkohlekraftwerke, in denen hauptsächlich Wasser verbrannt wird, verzichten ganz auf die Nutzung des weit höheren Brennwerts und auf die dringend erforderliche Nasswäsche der Abgase, um NOx , Schwefelsäure, Radioaktivität und Staub loszuwerden.
Verbrennen wir jedoch die Braunkohle für die Hausheizung, ist es nicht nur möglich, endlich den viel höheren Brennwert zu nutzen , sondern erhalten absolut saubere Abgase. Zudem ist es keinerlei Nachteil mehr, wenn wir die Braunkohle nass verbrennen.
Also, statt unter 35% Wirkungsgrad etwa 104% Wirkungsgrad, auf dem Heizwert bezogen.

Wer darüber nachdenkt, weiß, was in unserer Republik völlig falsch läuft.
Die Ära sowohl der Kohleöfen in jedem Zimmer oder in jedem Haus wäre damit ebenso zu Ende wie die der die Umwelt belastenden Braunkohlenkraftwerken. Geheizt wird mit dezentralen mittelgroßen Heizwerken mit voller Brennwertnutzung und voller Abgasreinigung. Der Vorteil der vielen kleineren Heizwerke ist auch der, dass man auf die hohen Schornsteine und Kühltürme verzichten kann.

Nicht zu vergessen: während die überdimensionalen Kessel der Braunkohlenkraftwerke Tag und Nacht durchlaufenmüssen und den Strom, der nicht genutzt werden kann, in Nachtspeicherheizungen, Autobahnbeleuchtungen, zur Aluminiumelektrolyse missbraucht wird oder ins Ausland mit Zusatzgeschenken verschoben werden muss, sind GUD-Kraftwerke voll flexibel, passen sich dem jeweiligen Stromverbrauch voll an und können innerhalb Minuten ganz agestellt werden. Die Energieverschwendung hat endlich ein Ende. Mit den dann sinkenden Gasimporten kann auch der Druck in den Pipelines gesenkt werden, die klimaschädlichen Erdgasverluste werden reduziert.

Die Kohleverbrennung wird auf ein Drittel reduziert.

Das RWE ist mit Sicherheit nicht bereit, diese bittere Pille zu schlucken. Neue Arbeitsplätze gibt es aber in den dezentraleren Heizwerknetzen genug...

von Bernd Schlueter - am 14.03.2018 07:32
Vorgestern, ich traute minen Augen nicht, musste ich einen langen Rohbraunkohlezug quer durch den Kölner Stadtwald, an der Stelle, wo Schleyer 1977 entführt wurde, vor meinem Elektroauto passieren lassen:
In Köln hat meine Zukunft schon begonnen: Ich habe nachgelesen: Die Kölner Fernheizwerke verwenden tatsächlich diese nasse Braunkohle, genau, wie ich es hier vorgeschlagen habe und entlassen nur eine saubere, wasserdampfgefüllte Abgaswolke in die Kölner Luft, also ohne Geruch und Staub. Gleich zwei GUD-Heizkraftwerke tun das ihrige dazu.
Also, die Zukunft hat in Köln schon begonnen. Ich habe jetzt auch Verständnis dafür, dass mein Diesel nicht die Stadt befahren darf. Strom ist kostenlos und umweltfreundlich erzeugt.
Die Hauptverwaltung von Rheinbraun ist auch in Köln und nur dort müssten wir etwas ändern, um die gesamte Republik sauber zu bekommen.
Die Elektroautos kommen dann ganz von selbst. Oder ist hier jemand anderer Meinung?

Die Kölner Grünen machen gar nicht so viel Lärm um ihre Arbeit und ich hatte schon, als ich noch in Köln wohnte, bemerkt, dass die ökologischen Zusammenarbeit dort mit den anderen Verantwortlichen gut funktioniert. Aber, dass die Kölner Verwaltung meine Träume schon wahrgemacht hat, blieb bisher von mir unbemerkt.

[upload.wikimedia.org]
Diese überall erhältlichen Braunkohlenbrikettes sind mit viel Energieaufwand getrocknet, was zwar für die Stromerzeugung interessant wäre, aber nicht für Heizzwecke. Hier kann man die Wasserdampfwärme, also den Brennwert voll verwenden.
Der lange Braunkohlenzug nach köln-Merkenich, der an mir vorbeifuhr, hatte hingegen nasse, ungetrocknete Braunkohle an Bord, wie es für Heizzwecke alleine sinnvoll ist. Wenn der Heizwert eine kWh ist (also für die Stromerzeugung) kann man für Heizzwecke sogar über 1,2 kWh herausholen.
Heizt man mit Nachtspeicherheizung, sind es nur 0,3kWh, 0,8kWh werden einfach verschwendet und verfinstern unseren Himmel.

von Bernd Schlueter - am 17.03.2018 14:04
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.