So funktioniert die Energiewende

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.12.2017 04:09

Wir reduzieren unsere Braunkohlenförderung auf genau die 1/3. Dieses 1/3 verfeuern wir als reinen Brennstoff zur Hausheizung in dezentralen Heizwerken, also ohne jede Stromgewinnung.
Das daduch eingesparte Erdgas verfeuern wir nun in dezentralen Siemens-GUD-Kraftwerken mit über 50% Wirkungsgrad, wobei etwa zur Hälfte Strom, zur Hälfte Wärme entstehen.

Denkt bitte nach: Es ergibt sich eine bisher unbekannte Flexibilität in der Energieerzeugung und Verteilung.

Bei enormem Minderverbrauch an Kohle.
Weiterhin keine Wasserdampf- und Staubbelastung mehr im Rheinland, im Ruhrgebiet und in der Lausitz.
Die nächste Solarralley findet im Rheinland statt, dem Land , das vor 200 Jahren noch den blauesten Himmel mit der höchsten Sternwartendichte der Welt hatte.

Die nun dort aufgestellten Solardächer tun noch das Ihrige dazu.
Die Firma Gazprom ist sicherlich bereit, auch noch den Rest Kohle zumindest vorrübergehend durch Erdgas zu ersetzen.
Aber mit dem Rest Kohleverbrennung ohne Staubbelastung und Wasserdampfwolken können wir auch gut leben. Die Braunkohlenkraftwerke werden eingemottet für den nächsten Krieg.

Kernenergie? Wozu? So lange die fünfte Generation Reaktoren nicht läuft, ist Russland gerne bereit, uns auch für weitere Stilllegungen zusätzliches Erdgas zu liefern. Vielleicht wird die polnische Regierung dann auch vernünftig, damit man dieses Land nicht mehr umgehen muss. Polen hat im Übrigen die gleichen Probleme wie wir.

Kein Mensch wird dann mehr ein Wort darüber verlieren können, dass Elektroautos in manchen Teilen der Welt umweltschädlicher sind als Verbrenner. Hier in meiner Gegend ist das der Fall!!

Ganz vergessen: bis zu 20% unseres Stroms wurden bisher ins Ausland verschenkt, weil man die Braunkohlenkraftwerke nicht in ihrer Leistung drosselte.
Das hat sofort ein Ende, sobald die dezentralen Gasturbinenkraftwerke montiert sind.
Zur Aluminiumgewinnung ist unser Strom dann zu schade. Eine weitere Einsparung.
Eine weitere Einsparung betrifft die nun solar getrocknete Braunkohle, falls wir die dann überhaupt noch benötigen.

Vattenfall ist übrigens ein Konzern, mit dem man fair reden kann. Er wurde nicht fair behandelt.

Antworten:

Bernd, Du machst die Rechnung ohne das Kartell. Was vernünftig, zielführend, ressourcenschonender oder gar umweltfreundlicher ist, ist egal. Die Kartellanten wollen durchgefüfftert werden, insubversive Lösungen funktionieren nur im Kleinen.

von el El - am 01.12.2017 07:03
Aber so einfach wäre es, wenn die Lobby...

von Bernd Schlueter - am 01.12.2017 17:07
Wir brauchen auf Strom nicht zu verzichten. Seit langem schon habe ich mich mit verschiedenen Techniken befasst, Verbrennungsmotore absolut sauber zu machen.
CO2 fällt in Mengen an, so dass es unwirtschaftlich ist, dieses zu binden und der Umwelt zu entziehen. Energiesparen ist hier der einzige Weg, so, wie ich ihn oben angedeutet habe.
Auf Verbrennungsmotore müssen wir auch weiterhin nicht verzichten, wenn solarer und Windertrag zu wünschen übrig lassen. Ich hatte hier einmal dargestellt, welche wirklich geringen Mengen an Schadstoffen beim Verbrennungsvorgang entstehen, die man problemlos mit geeigneten, einfachen Verfahren in unschädlicher Form binden und sogar in wirtschaftlich nutzbare und wertvolle Stoffe verwandeln kann, so in Gips und Dünger. Die Ammoniaksynthese verschlingt einen großen Anteil an Energie in Indien, der Stickstoffdünger belastet anschließend unser Grundwasser, statt ihn zurück nach Indien und Brasileien zu transportieren und in den Futtererzeugungskreislauf zurück zu führen.
Diese effektiven Reinigungsverfahren benötigen aber einen gewissen Raum und sind nicht in Fahrzeugen installierbar. Für einen 100kW-Motor sind schon einige 100m³ Abscheideraum erforderlich, und das ist nur in mittelgroßen, dezentralen Heizkraftwerken möglich.
Das deutsche "Musterkraftwerk Niederaußem" ist verglichen mit dem, was in einem Heizkraftwerk von einem Hundertstel Größe, ohne großen Aufwand, möglich ist, eine Dreckschleuder.
Bei den geringen anfallenden Mengen an Giftstoffen in den Abgasen, ist es überhaupt kein Problem , diese mit nassen Verfahren, also mit Hilfe von Wasser, zu konzentreieren und in völlig unschädliche Substanzen umzusetzen. Ohne Wiederaufheizung der Abgase.
Auch Industrieabgase lassen sich mit den gleichen Verfahren reinigen.

Wir Elektroautofahrer haben den Weg mit diesem Ziel beschritten und sollten uns endlich klar machen, dass unsere elektrische Welt nicht am Schukostecker zu Ende ist.

Wunschdenken ist schön, aber die Hauptaufgabe wartet noch auf uns.

Ein Nahziel, ein bezahlbares, wäre es, alle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzustellen und dauerhaft, also vor allem im Stillstand, in das Stromnetz einzubinden und Solar- und Windstrom von allen Steuern und Umlagen zu befreien. Mein Ziel ist, die Fahrzeuge dauerhaft, über Schukostecker oder dem entsprechenden Ersatz an das noch zu errichtende smart grid anzuschließen und nur für die überaus kurzen Fahrzeiten die unökonomischen Schnellladesäulen benutzen zu müssen.
Ja, ich beabsichtige, in den kurzen Ladezeiten unterwegs, den Strom aus den 200 Millionen Schukosteckern an den Fahrzeugen Europas zu ziehen, wenn nicht genügend andere Quellen zur Verfügung stehen.

Mit dem oben skizzierten Ersatz der Braunkohlekraftwerke durch reine , dezentrale Braunkohlenheizwerke, ohne jede Stromerzeugung, wird unser mit GUD-Erdgasheizkraftwerken erzeugter Strom alleine schon so sauber, dass wir mit einem Schlag alle heutigen Vorgaben für die Umweltauflagen erfüllen können.
Wann tun wir den nächsten Schritt?

von Bernd Schlueter - am 06.12.2017 08:36
Gasturbinen benötigen kein Getriebe

Das "Getriebe" ist ein elektrisches.
Das elektrische Getriebe ist in Deutschland vernachlässigt worden. Heute ein schwerwiegender Nachteil der deutschen Industrie.

An die Gasturbine muss sich in jedem Fall eine Wasserdampfturbine anschließen, die ebenso ohne Getriebe arbeitet.

von Bernd Schlueter - am 06.12.2017 09:15
Bernd, mach Dir keinen schweren Kopf, all die schönen Gedanken und Ideen sind vergebens und nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

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von el El - am 06.12.2017 10:34


Du wieder und ich krieg dann wieder Ärger mit Rolandszensurfinger


Bildquelle mit Text in der Sprache wo der alte Fritz meinte die ist nur für Pferdeknechte [coin-hero.de]

Aus dem Text eine Leseprobe zum Nachschätzen ist gleich wieviel Strom :o

Sehr interessant ist auch die Schätzung von Power Compare hinsichtlich der geschätzten
Einnahmen und Ausgaben für Bitcoin-Mining. Die Untersuchung geht davon aus, dass jährlich
7,2 Milliarden US-Dollar eingenommen werden. Dem gegenüber stehen Ausgaben,
vorrangig für den Strom von schätzungsweise 1,5 Milliarden US-Dollar.



Und nicht vergessen von den gesurften Geld den neuen Rodster anzahlen,
man möchte das Geld doch ethisch höherwertig Anlegen :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 06.12.2017 10:51
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