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Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten
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Bernd Schlueter

Schadstoffarme Stromerzeugung durch Verbrennung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 10.12.2017 05:05

Holzvergasungsöfen machen es vor, wie man schadstoffarm verbrennt, ohne die aufwendige und deshalb verschummelte Harnstofftechnik, die ohne Schummelei gar nicht wirtschaftlich sein kann:

Hier wird zunächst unter starkem Luftmangel derBrennstoff verbrannt, wobei überhaupt kein NOx entsteht. Dabei wird gleichzeitig Wärme entzogen, bis Temperaturen erreicht sind, bei denen NOx gar nicht mehr entstehen kann. Erst jetzt wird Sekundärluft eingeblasen, die nun die unverbrannten Bestandteile bei niedrigerer Temperatur mit Sauerstoffüberschuss verbrennt.

Einfach ohne Rücksict auf NOx-Entstehung motorisch zu verbrennen, um anschließend mit Hilfe großer Mengen von Harnstoff selektiv das in viel zu großen Mengen entstandene NOx zu beseitigen, hatte sich als zu unpraktikabel und teuer erwiesen.

Brennstoff hat aber nun die gleichen Eigenschaften wie Harnstoff und Ammoniak, nur, diese wirken nur bei wesentlich höheren Temperaturen. Diese für die katalyse zugänglichen Temperaturstufen fehlen in unseren heutigen Motoren, sie stoßen die Abgase bei Temperaturen aus, bei denen eine Nachverbrennung sich kaum noch energetisch ausnutzen lässt.
Porsche liegt nun mit dem St. Vither Erfinder Gerhard Schmitz im Streit, dessen "Fünftaktmotor" Porsche anscheinend kopiert hat.
Dieser Motor bietet genau diese Möglichkeit, die skizzierte zweistufige Vebrennung, nicht mit Harnstoff, sondern mit dem normalen Brennstoff, zu verwirlichen.

Ich finde auch diese Art Schummelei als unfair.

Ich hatte zweimal den Ingenieur in St. Vith besucht. Er hat weniger finanzielle Möglichkeiten als Herr Winterkorn.

Bemühungen um saubere Energieerzeugung

Marco Ilien in der Schweiz engagierte sich ebenfalls in dem Fünftakt-Motor-Projekt, bei dem es nur sekundär um aubere Energieerzeugung ging. Frank Stelzer verpestete mit seiner Erfindung zudem mehr die Umwelt als nötig.
Aber die Ideen zur preiswerten Verbrennung mit höherem Wirkungsgrad und trotzdem Umweltschonung waren geboren, wenn auch wenig beachtet und kaum weiter entwickelt.
Formuliert hat Gerhard Schmitz aber unbestreitbar, in welcher Weise sein Motor der Reinhaltung der Umwelt dienen kann.
Für den Einbau in Fahrzeuge ist der Motor meiner Ansicht nach weniger geeignet, auch, wenn Gerhard Schmitz und seine Frau schon seit Jahrzehnten damit im Opel herumfahren. Der Motor hat meiner Meinung seinen Platz als wirkungsgradstarker, sauberer, stationärer und dezentraler Stromerzeuger für unsere Elektroautos.
Das für die Weiterentwicklung erforderliche Kapital wird zur Zeit an Gerichten verpulvert. Ist doch klar, wer da nur gewinnen kann. Auch Richter neigen dazu, käuflich zu sein und trotz Skandalen ist die Firma Porsche nicht unvermögend. Auch unfairen Methoden ist sie offensichtlich nicht abgeneigt.

Antworten:

Mancher fragt sich sicherich, warum ich mich als Elektroautofahrer so für die Verbrennertechnik interessiere. Ganz einfach: In meiner Gegend wird der Strom für den Betrieb von Elektrofahrzeugen fast ausschließlich durch Braunkohlenverbrennung erzeugt, mit einem schlechten Wirkungsgrad. Gleichzeitig wird in den Privathaushalten eine vergleichsweise viel größere Menge Erdgas zur bloßen Hausheizung missbraucht, ohne die darin enthaltene Exergie, in Form von Strom, zu nutzen.
Der Motor von Gerhard Schmitz in Deutsch-Belgien ist dazu in der Lage und ich peile, nach weiteren Verbesserungen, einen elektrischen Wirkungsgrad der Umsetzung des Brennwerts von 45% an.
Nein, nicht als Antrieb eines Fahrzeuges, sondern als stationäres Heizkraftwerk mit besserer Abgastechnik , leise und einem ca 5 mal geringeren CO2-Ausstoß , als die gegenwärtigen Braunkohlenmeiler in die Luft blasen, nur um unseren Strom zu gewinnen und die Abwärme von mehr als 70% in die Luft zu blasen.

Der Motor von Gerhard Schmitz ist keineswegs für diese Anwendung optimiert, aber er ist ein Kämpfer für eine bessere Umwelt und einer der Wenigen, die sich ernsthaft um eine Verbesserung der Geißel der Menschheit, die Verbrennungsmotoren in unseren Fahrzeugen, verdient gemacht haben.

Nein, ich möchte eine Abart dieses Motors zur schadstoffarmen und energieschonenden Stromgewinnung nutzbar machen. Toyota ist diesen Weg schon gegangen, mit dem dem amerikanischen Erfinder Atkinson nachempfundenen Motor (Einlassventilsteuerung nach Miller). Wir kennen alle den schweren Priusklotz, der trotz des immensen Gewichts gute Abgaswerte erzielt.
Der Priusmotor könnte auch gut bei unseren Behausungen stehen und uns mit allen Energien versorgen, die wir, außer unserem täglichen Brot, benötigen.
Gewichtsmäßig tut sich da nichts, ob wir nun diesen schweren Motor, oder unsere Batterien durch die Gegend schleppen.

Besonders gefällt mir an Gerhard Schmitz, dass er die Möglichkei erkannt hat, durch eine zweistufige Verbrennung, erst fett, dann mager, schadstoffarm, ohne Schummelsoftware und ohne Einsatz von Ammoniak, verbrennen zu können.
Die Erfindung wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sein Motor bereits um die Jahrtausendwende zum 20 Jahrtausend, also um 1900, Stand der Technik war, die damals nicht genutzt wurde.
Die Erfinder sind heute auch nicht mehr das, was sie einst waren.
Ich selbst hatte den Motor unabhängig von Gerhard Schmitz und seinen hundert Jahre alten Vorgängern, erfunden und entdeckte erst bei meiner Recherche, dass andere meine Gedanken längst gehabt hatten. Der Ärger mit Porsche und anderen "wohlwollenden" Mitbewerbern und Rechtsanwälten blieb mir so erspart.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass unsere Sonne, der Wind und unsere übrigen nicht fossilen Energieträger uns nicht in dem Maße zur Verfügung stehen, wie gewünscht.
Außer norwegischer Wasserstrom auf dem Papier. Der ist wirklich unerschöpflich.

von Bernd Schlueter - am 15.12.2017 06:15
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