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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, R.M, Berlingo-98, laase

Dem Ingeniör ist nichts zu schwör

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 06.01.2018 17:09

Schon oft drüber nachgedacht: Wie bekommt man bei Gleichstrom den Ausschaltlichtbogen weg?
Ganz einfach!
Mit einem PTC. Denkt mal nach!

Anmerkung: das PTC muss einen ordentlichen Sicherheitsabstand bezüglich der zulässigen Spannung haben. Normal überleben die bei Nennspannung 100 Schaltungen. Wir benötigen Tausende!
Roman, hast Du Unterlagen zu Epcos oder anderen?

Einspruch , Euer Ehren:
Einmal ausgeschaltet, gibt es ein Problem. Abkühlpause ist erforderlich.

Noch nicht zu Ende gedacht, wer kann zu Ende denken?

Antworten:

Ein Mosfet, eine Diode, ein Widerstand und ein Kondensator. Mehr ist meiner Meinung nach nicht erforderlich, um jeden Wechselstromschalter gleichstromfähig zu machen.
Eigentlich sollten die möglichst schnell auf dem Markt erscheinen, damit die bald bevorstehende Umstellung ohne Schaltertausch erfolgen kann.

Bei einem 50-Hz-Schalter erfolgt der Nulldurchgang spätestens nach 1/100 Sekunde, was den Lichtbogen erlöschen lässt. Ich vermute, dass mit einer geeigneten Schaltung sogar 1/1000 Sekunde genügen.

Schmorende Schalter machen dann aber immer noch Probleme.

von Bernd Schlueter - am 07.01.2018 10:47
bei kleinen Leistungen reichen auch ein VDR, eine Suppressordiode oder ein "Snubber"-netzwerk parallel zum Schalter.
Ist und bleibt aber alles komplizierter als nur der Schalter selbst.

von laase - am 09.01.2018 07:43
Ja, das ist die Hauptcrux beim Gleichstrom. Mechanische Trennschalter für hohe Ströme sind auch aufwendig. Will man einen dafür ungeigneten Wechselstromschalter anpassen, ist man auf eine Elektronik angewiesen. Aufwendig und teuer kann man diese nicht gerade nennen. Ein standfester Gleichstromschalter für ein Megawatt ist schon ein ziemliches Monstrum, eine zusätzliche Schalttablette nicht. Es gibt da zwei Möglichkeiten: entweder schließt der Halbleiter den Kontakt noch für die kurze Zeit, in der die Kontakte sich weit genug voneinander entfernt haben, oder der Halbleiter öffnet den Stromkreis und erst dann bewegt sich der mechanische Kontakt. In unseren Elektroautos wird die zweite Methode gewählt: Erst machen die Halbleiter das Relais stromlos, erst dann trennt das Relais, dessen Kontakte dem sonst entstehenden Lichtbogen nicht widerstehen würden. Die Technik ist bekannt und wird in der Elektromobilität schon lange verwendet . Was noch fehlt, sind möglichst kleine und einfache Zusatzschaltungen, die es ermöglichen, 50Hz-Wechselstromgeräte in Allstromgeräte umzuwandeln , ohne das Gehäuse zersägen zu müssen, um klobige Gleichstromschalter einzubauen. Da mechanische Schalter immer eine Fehlerquelle darstellen und immer teurer werden, verzichten viele Firmen schon ganz auf diese und trennen lediglich rein elektronisch.

Um Ausfallsicherheit zu haben, halte ich es für sinnvoll , unsere Steckverbindungen schon jetzt aus Material zu fertigen, die einem kraftigen Lichtbogen länger widerstehen. Als Notabschaltung, die keine hohen Mehrkosten verursacht. Entzündlicher Kunststoff ist dann tabu. Vor Hundert Jahren gab es noch viele Firmen, die sich auf solche keramische Materialien spezialisiert hatten. Ich erinnere mich noch an die keramischen Heißgerätestecker (Bügeleisen, Waffeleisen, Elektrokocher und -Platten), die zum Schluss sehr teuer wurden und durch billiges Plastik ersetzt wurden.

von Bernd Schlueter - am 09.01.2018 08:53
Hallo
Dafür gibts seit Jahren bewährte Mechanik. Nennt sich Blowouts entweder mit Permanentmagnet da der Lichtbogen ja eine Polung hat geht das.
Oder pneumatisch über kleine Kolben die betätigt werden sobald das Schütz abfällt.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.01.2018 22:41
Zitat
R.M
Dafür gibts seit Jahren bewährte Mechanik.


Ja Roman, bewährte Geräte und kaufbar. Sollte man nehmen - und nicht selber basteln.
Schon wegen Unfallgefahren, Haftung, Versicherung und so. Mit Lichtbogen ist nicht zu spassen.

Ich verwende sehr gern die Geräte von ETA aus Zirndorf, eigentlich für Luftfahrtgeräte gemacht. Aber der kleine 80V (DC) 125A Sicherungsautomat tut als Hauptschalter mit Sicherungsfunktion gute Dienste im EL. Übrigens ein weiteres Exemplar auch an meiner 48V 180Ah Haus-Stromspeicheranlage (noch immer mit Blei-Gel Akkus). Sicherungsautomat und Hauptschalter in einem Gerät.

von Berlingo-98 - am 10.01.2018 17:05
Hallo

Ja die hab ich auch drinnen allerdings nicht gekauft sondern aus einem Starfighter und einer Fiat G91 ausgeschlachtet. Ansonsten Tyco DC Relais.

Gruß

Roman

von R.M - am 10.01.2018 20:58
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