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Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
mz, plazebo, headwind, fliesch

AUSGESPROCHEN INTERESSANTES PHÄNOMEN

Startbeitrag von mz am 25.01.2003 10:47

Sind die US-Indices noch weit von ihren Lows vom letzten Oktober entfernt, bewegen wir uns in Europa bereits wieder knapp über den Oktober-Lows:

S&P 500 aktuell bei 861 Oktober 2002 (10.10.) 768
DJIA aktuell bei 8131 Oktober 2002 (10.10.) 7197

SMI aktuell bei 4477 Oktober 2002 (10.10.) 4333
Dax aktuell bei 2717 Oktober 2002 (10.10.) 2519

Die Hebelwirkung der US-Indices auf den Dax ist altbekannt.

Dass die US-Indices aber ebenfalls auf den vergleichsweise stabilen (da konservativen) SMI eine schon fast überproportionale Hebelwirkung bei Abwärtsbewegungen haben (z.Z. sogar mehr als beim Dax!!!), ist ein Novum und wird wohl nur mit dem Kurszerfall des Dollars zum Schweizer Franken erklärbar sein. Schliesslich machen Novartis & Nestle beinahe 50% (47%) der Marktkapitalisierung des SMI aus- und deren Ergebnisse sind u.a. vom Dollarkurs abhängig.

Das ist wirklich interessant. Haben die US-Indices also noch ein gewaltiges Abwärtspotential? Wenn wir in D und CH schon jetzt an den letztjährigen Lows herumschlittern, wie sieht es dann erst aus, wenn die Amerikaner unter die Oktober-Lows fallen? SMI unter 3500 Punkten und der Dax unter 2200 Punkten?

Was meint Ihr?
mz

Antworten:

diese aussage stimmt doch nicht. die US indizes sind soweit ich mich erinnere zum einen einmal mehr gestiegen. dann eine einfache rechnung, indizes über low nach deinen angaben :

s&p +12%
dj +12%
smi +11%
dax +8%, aber dem daxli gehts ja schon länger dank EU n icht besonders, aber der wird die 2000+/- bald sehen. dann aber ran an die lisa, denke der dax wird noch wachstumsmarkt no.1 und ist super zum traden, so volatil wie der markt ist ist doch einfach super intraday. kohle mach ich mehrheitlich mit dem dax, der rest ist doch einfach langweilig.

von headwind - am 25.01.2003 21:19
Ich weiss nicht, auf welche Daten Du zurückgreifst, aber die (mehrjährigen) Lows wurden letztes Jahr am 10. Oktober erreicht. Die Rechnung ist also ganz einfach:

SMI aktuell bei 4477 Punkten zu 4433 Punkten am 10.10.02 = Differenz 144 Punkte (3,2%) zum Low im Oktober.

DJIA aktuell bei 8131 Punkten zu 7197 Punkten am 10.10.02 = Differenz 934 Punkte (11,48 %) zum Low im Oktober.

S&P 500 aktuell bei 861 Punkten zu 768 Punkten am 10.10.02 = Differenz 93 Punkte (10,8%) zum Low im Oktober.

Dax aktuell bei 2717 Punkten zu 2519 Punkten am 09.10.02 = Differenz 198 Punkte (7,2%) zum Low im Oktober.

Der SMI steht also am nächsten zum Low. Und das ist das Phänomen für mich.

mz ;)

von mz - am 26.01.2003 10:44
Anmerkung: stimmt, die US-Indizes sind mehr gestiegen (Dow vor einiger Zeit sogar über 9000 Punkte)- das ist gerade der Punkt meines Postings: Aufwärtsbewegungen in US werden von den Europäern, im Gegensatz zu den Abwärtsbewegungen, nur noch unterproportional nachgezeichnet. Die Abwärtsbewegungen der Amerikaner haben also eine viel stärkere Wirkung auf die Europäer als umgekehrt. Das war nach den Juli-Lows im August aber, proportional betrachtet, noch ganz anders.

Das war der Punkt. Meine einfachsten Prozentrechnungen stimmen also.

mz ;)

von mz - am 26.01.2003 11:20
Sehe das Low im Smiley nachwievor bei 3700-3800, wobei ich immer noch die Angst hab das es vorher dreht (4000 ist sicher kein schlechter Ort zum einsteigen mit einer kleineren Portion ;) ).

fliesch

von fliesch - am 26.01.2003 19:55
Schön, dass es Dich wenigstens gelegenheitshalber noch gibt!

Ja, unter 4000 Punkten ist sehr gut möglich im SMI- die Frage ist eigentlich nur noch wann.

Grüsse nach Bern- dieses Jahr war nix mit "in Davos gahts los" (WEF), auch in Zürich nicht, dafür aber in Bern. In Zürich waren in der Polizeikaserne beim Hauptbahnhof Mowag-Armeefahrzeuge sowie ein Super Puma zur Verstärkung der Polizei parkiert. Das habe ich noch nie gesehen.

Bin übrigens weder Mitglied beim Oltener Bündnis, noch Demonstarnt.

mz ;)

von mz - am 27.01.2003 06:49
Denke der tiefe Dollar macht den SMI - Schwergewichtler am meisten zu schaffen. Falls der USD noch weiter fällt sind neue SMI-Lows vorprogrammiert.

Der DJ konnte sich letztes Jahr ziemlich schnell von seinem Low von 7200 bis weit über 8500 retten. Das lag an:

1. Einführung strengerer Massnahmen gegen Bilanzfälschung (mehr Vertrauen)
2. Drastische Herabstufung künftiger Gewinnerwartungen zahlreicher Unternehmen
3. Zinssenkungsmassnahmen und Einführung tieferer Steuern

Ich denke viel mehr Spielraum bleibt der US-Wirtschaft nicht mehr, jetzt hängt wirklich alles nur noch von einem erfolgreichen IRAK-Feldzug ab....

übrigens: Der Powell hat mich absolut nicht überzeugt in Davos: Die USA leiste weltweit am meisten humanitäre Hilfe...die USA und China haben eine gemeinsame Zukunft und blau ist der Himmel und voller Farbentracht die Blumenheide...der Typ ist General und kein Pazifist, das hat man ja bereits anhand seines "bemerkenswerten" Einsatzes für eine Nahostfriedenspolitik gesehen!!! (Camp David war doch damals unter Bill Clinton eine bessere Idee, zumindest ein besserer Versuch, der Welt zu zeigen wie man sich für den Frieden einsetzen kann)

von plazebo - am 27.01.2003 07:50
Etwas verwirrt mich bei dem jetzt erneut drohenden Tiefststand im SMI: Gemäss Vleu beträgt die augenblickliche Volatilität 40,68%- beim Low vom letzten Oktober betrug sie SATTE 57% !!!!

Ich weiss nicht, wie ich das deuten soll- könnte aber durchaus ein Anzeichen dafür sein, dass wir den Tiefststand noch (lange) nicht erreicht haben, wie Fliesch schreibt. Wenn dann dieselbe Volatilität bei unter 4000 Punkten erreicht ist, wie im Oktober, dürfte es, wie uns die letzten Lows vom Juli und Oktober gezeicgt haben, wieder drehen- und wenn's nur ein (kurzer) Rebound ist. Oder kann sich jemand eine Volatilität von über 60 bis 70 Prozent in einem konservativen Index wie dem SMI vorstellen?

mz

von mz - am 27.01.2003 08:45
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