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INVINCIBLE

Wochenkommentar: Blues-Stimmung an der Börse

Startbeitrag von INVINCIBLE am 03.06.2004 08:31

Neue politische Unsicherheiten und der hohe Ölpreis sorgen für ein Stimmungstief an der Börse. Der SMI verliert ein Prozent auf 5590 Punkte. Adecco und SGS standen im Fokus der Anleger.


Seit Wochen hemmt der hohe Ölpreis die Entwicklung an den Aktienmärkten. Die Anschläge in Saudi-Arabien vom letzten Wochenende schürten neue Befürchtungen, die hohen Ölpreise könnten die Konjunkturerholung abwürgen. Nach Pfingsten schoss der Preis fürs schwarze Gold wieder über 40 Dollar. Entsprechend vorsichtig agierten Anleger. Dies schlug sich etwa in tiefen Handelsvolumen nieder. Trotz dieser Kaufhemmungen spricht aber aus Unternehmenssicht einiges für steigende Notierungen an der Börse (siehe Ausblick).

Das Wochengespräch war Adecco. Der weltgrösste Personalvermittler hat Anfang Woche endlich den Jahresabschluss 2003 vorgelegt. Zweimal hatte er ihn zuvor verschoben. Die Börsianer reagierten mit Erleichterung: Die Adecco-Aktie stieg um rund vier Prozent. Nicht alle Beobachter zeigten sich aber über die Resultate erfreut. Der Reingewinn von 305 Millionen Euro hat nicht alle Erwartungen erfüllt. Neues Ungemach blieb den Anlegern aber erspart. Erfreulich ist vor allem, dass frühere Abschlüsse nicht korrigiert werden müssen. Für das laufende Jahr erwartet Adecco eine Belebung des Geschäftes, obwohl die Rechnung durch die Kosten für die aufwändige Sonderprüfung der Bücher belastet wird. Sie belaufen sich auf 100 Millionen Euro. Kurzum: Mit den nun vorgelegten Jahreszahlen hat Adecco die grösste Unsicherheit für die Aktie beseitigt. Wir erhöhen das Rating von «schlechter» auf «gleich wie der Markt».

Kursverluste nach Marchionnes Abgang bei SGS

Für Gesprächsstoff sorgte auch der Genfer Warenprüfkonzern SGS. Konzernchef Sergio Marchionne wechselt zum angeschlagenen Fiat-Konzern. Damit fehlt in den Augen der Anleger offenbar in Genf ein fähiger Mann: Marchionne führte die SGS nach einer schwierigen Phase seit Anfang 2002 auf einen kontinuierlichen Wachstumspfad zurück. Bei den angekündigten Akquisitionen muss die SGS nun auf sein Mitwirken verzichten. Die Aktie sank um rund neun Prozent. Werner Pluss, die neue Nummer 1 bei SGS, dürfte einen schöneren Empfang erwartet haben. Seit 1966 steht er schon in den Diensten von SGS und ist derzeit Chef der Öl-, Gas- und Chemie-Sparte.

Bei Swiss Life hat sich dagegen das Blatt auf die positive grösste Lebensversicherer der Schweiz hat die Kapitalerhöhung abgeschlossen. Nun aber haben Deckungskäufe von Hedge Funds dem Papier neue Impulse verliehen. Die Aktie stieg um 2,3 Prozent. Nach den Kursblessuren seit vergangenem März sehen wir Erholungspotenzial.

Bei den Versicherungskonzernen bleibt die Ungewissheit über mögliche Kursverluste auf den Obligationen- Portfolios. Denn während der Aktienbaisse mussten sie die Obligationenquote erhöhen. Nun drohen wegen des erwarteten Zinsanstiegs auf diesen Positionen grössere Verluste. Gerüchten zufolge soll es Swiss Re besonders hart treffen. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche ein Prozent. Der US-Broker Merrill Lynch stufte die Aktie von «buy» auf «neutral» zurück. Zudem nahm die Ratingagentur Moody’s das langfristige Kreditrating um eine Stufe zurück. Die Titel von Zurich FS und Bâloise beendeten die CASH- Börsenwoche ebenfalls im roten Bereich.

Der Zementhersteller Holcim hat die Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt. An den letzten Tagen des Anrechtshandels gewann die Aktie wegen Deckungskäufen von Spekulanten deutlich an Terrain. Im Wochenvergleich resultierte ein Plus von 1,6 Prozent. Mit der Vollübernahme der mexikanischen Apasco sichert sich Holcim Wachstumspotenzial. Verschiedene Analysten sehen den fairen Wert von Holcim bei 70 Franken.

Basilea rappelt sich trotz dem Roche-Nein auf

Bei den Nebenwerten standen die Basilea-Aktien im Fokus. Roche will an der Vermarktung von Basileas Schlüsselprojekt nicht mitmachen. Der Pharmamulti bleibt aber grösster Aktionär von Basilea. Nach den massiven Kursverlusten der letzten Woche konnte sich die Basilea- Aktie wieder aufrappeln und gewann 8,4 Prozent. Die Swissfirst- Bank, welche als Ko- Leadmanager den Börsengang von Basilea im vergangenen März begleitete, stützte den Kurs zudem mit einer Kaufempfehlung.

Gruss
INVINCIBLE

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