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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 2 Monaten
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Beam, Der Hausmeister, Fernost

Hang Seng

Startbeitrag von Fernost am 14.06.2004 05:09

Die Calls hier in dre Suche auf den Hang Seng haben einen Ausübungspreis von 4000.

Der Hang Seng Index steht aber bei ca. 12500

Gibt es da zwei verschiedene Indexe?

Antworten:

ja...

aber der index ist der falsche...wird korrigiert.
hausmeister

von Der Hausmeister - am 14.06.2004 07:13

Abkühlung der Konjunktur in China ?

Chinas Führung hat am Wochenende erste Erfolge bei der Drosselung des überhitzten Wirtschaftswachstums signalisiert. Der Boom hat in den letzten Monaten in vielen Bereichen zu einem Überangebot sowie zu Engpässen bei der Bereitstellung von Rohstoffen, Energie und Transportkapazitäten geführt. Im Mai ging aber das Wachstum der Anlageinvestitionen nach Angaben des Statistischen Büros von 34,7% (aufs Jahr hochgerechnet) auf 18,3% zurück. Gleichzeitig verringerte sich der Zuwachs der Bankkredite gegenüber dem April von 19,8% auf 18,6%, und die Steigerung der Geldmenge (M2) verlangsamte sich von 19,1% auf 17,5%. Auch die Industrieproduktion nahm «nur» um 17,5% zu, gegenüber 19,1% im Mai 2003. Offiziell hiess es, viele bisher nur unzureichend vorhandene und deshalb überteuerte Rohstoffe und Halbfabrikate seien jetzt wieder erhältlich, und die Preise fielen. Keine Entwarnung dagegen gab es aber für den Energiesektor. So fehlt es immer noch an Kohle für die Kraftwerke und an Transportkapazitäten für ihren Umschlag. Gleichzeitig hat der Stromverbrauch seit dem Beginn des Sommers stark zugenommen, da in den Fabrikhallen, Büros und Haushalten die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Die Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche Stromabschaltungen in 26 Provinzen angekündigt. Besonders betroffen ist der Norden des Landes, der gegenwärtig die erste Hitzewelle der Saison erlebt.

Keine Zinserhöhung erwartet
Auch die Preisentwicklung scheint nicht ausser Kontrolle zu sein. Gemäss offiziellen Angaben betrug die Jahresinflation der Konsumentenpreise im Mai 4,4%; 3,9% in den Städten und 5,2% auf dem Land. Dies war die höchste Teuerung seit sieben Jahren. Sie lag dicht unter der Fünf-Prozent-Marke, die als Grenzlinie für eine mögliche Zinserhöhung der Zentralbank gilt. Die Medien reagierten indessen gelassen: Die Teuerung scheine nur deshalb so hoch, weil der Sockel vor einem Jahr wegen der damals ausgebrochenen Sars- Krise sehr niedrig gewesen sei. Überdies sei der Konsumentenpreisindex im Mai gegenüber dem Vormonat wieder um 0,1% gefallen. Verteuert haben sich in den letzten Monaten vor allem Nahrungsmittel, aber kaum Industrieprodukte und Dienstleistungen.

Die chinesische Wirtschaftspresse rechnet jetzt für das laufende Jahr mit einer Inflationsrate von 3% bis 4%. Angesichts der Daten sehen Chinas Planer gegenwärtig keine unmittelbare Notwendigkeit, die Leitzinsen zu erhöhen, die derzeit bei 1,98% liegen. Auch Goldman Sachs ist der Meinung, dass mit der unerwartet deutlichen Verlangsamung des Wachstums von Industrieproduktion, Geldmenge und Kreditvergabe keine Erhöhung der Leitzinsen ansteht. Allerdings gibt es auch Ökonomen wie Yuan Guangming von der Chinesischen Akademie für Gesellschaftswissenschaften, die für eine Zinserhöhung eintreten, um den inflationären Druck abzufangen. Zhou Xiaochuan, Gouverneur der Zentralbank, sagte dazu, man werde die Konsumentenpreise genau beobachten, bevor an der Zinsschraube gedreht werde.

Überschuss im Aussenhandel
Erstmals seit fünf Monaten wurde im Mai auch im Aussenhandel wieder ein Überschuss von 2,1 Mrd. $ erwirtschaftet, nachdem der Warenaustausch in den vier vorangegangenen Monaten defizitär gewesen war. Als Hauptgrund nannte die Allgemeine Zollverwaltung den Rückgang beim Import von Eisenerz und Stahl. Die Exporte stiegen in den ersten fünf Monaten des Jahres um 33,4% auf 207,6 Mrd. $, wie die amtliche «China Daily» am Wochenende schrieb. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 41% auf 216,25 Mrd. $. Das Importwachstum sei trotz den Steuerungsmassnahmen immer noch hoch und bezeuge die anhaltend hohe Nachfrage, sagte Li Yushi von der Akademie für internationalen Handel und Wirtschaftszusammenarbeit. Als weltweit zweitgrösster Erdölkonsument hinter den USA führte China in den ersten fünf Monaten des Jahres 49,76 Mio. t Rohöl ein, was auf das Jahr hochgerechnet einer Zunahme von 37,7% entspricht. Im selben Zeitraum importierte das Land 815,4 Mio. t Eisenerz, was einer Zunahme von 33,7% gleichkommt.

Internationale Beobachter haben die jüngsten Daten vorsichtig optimistisch beurteilt und sehen nur noch geringe Gefahren für einen steilen Absturz der Wirtschaft, der schwere Folgen für andere asiatische Märkte hätte. Die Wahrscheinlichkeit einer «weichen Landung» sei gestiegen, glaubt Huang Yiping von der Citigroup in Hongkong. Robert Subbaraman, Ökonom bei der Lehman Brothers Japan Inc., sieht in der jüngsten Entwicklung ein klares Zeichen, dass Chinas Politik zur Verlangsamung der Wirtschaft zu wirken beginnt.

(Quelle:NZZ)

von Beam - am 14.06.2004 08:38
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