Anschläge im Irak und hohe Teuerung belasten Wall Street

Startbeitrag von XY - Trader am 17.06.2004 19:24

New York, 17. Jun (Reuters) - Ein überraschend starker Anstieg der US-Erzeugerpreise im Mai hat die Inflation am Donnerstag wieder in den Blick der Investoren an der Wall Street gerückt und damit die Spekulation über deutlich steigende Zinsen genährt. US-Standardwerte tendierten knapp unter ihrem Vortagesnotierungen.

Börsianern zufolge belasteten zudem die erneuten Anschläge im Irak, die Unterbrechung der Ölexporte des Golflandes und wieder steigende Ölpreise Anzeige

die Stimmung am Markt. Der Technologiebereich habe angesichts deutlichen Einbußen der Aktien von Cisco Systems (NASDAQ: CSCO - Nachrichten) und Intel (NASDAQ: INTC - Nachrichten) stärker an Boden verloren, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum New Yorker Nachmittagshandel 0,13 Prozent auf rund 10.366 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,25 Prozent auf etwa 1130 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) -Index fiel um 0,78 Prozent auf 1982 Punkte.

Die Erzeugerpreisdaten "haben die Furcht vor höheren Zinsen in den Markt zurückgebracht", sagte Scott Lynch von Credit Suisse First Boston. Jeffrey Saut von Raymond James Financial (NYSE: RJF - Nachrichten) fügte hinzu: "Der Anstieg der Erzeugerpreise ist höher als erwartet ausgefallen. Er hat Sorgen über das Potenzial für eine Zinserhöhung der Fed um 50 Basispunkte ausgelöst." Kräftig anziehende Lebensmittel- und Energiekosten hatten die an Fabriken, Agrarbetriebe und Raffinerien gezahlten Preise im Mai so stark wie seit einem Jahr nicht mehr anziehen lassen. Die Investoren sähen nun dem Treffen des für die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) am 29. und 30. Juni wieder mit größerer Spannung entgegen, sagten Händler. Dabei hatte US-Notenbankchef Alan Greenspan die Märkte erst am Dienstag zwar auf ein allmähliches Ende der Niedrigzinsphase vorbereitet, aber zugleich Spekulationen über eine kräftige Anhebung der Leitzinsen gedämpft. Die lockere Geldpolitik werde in den nächsten Quartalen sehr wahrscheinlich "maßvoll" beendet, hatte er erklärt. Viele Volkswirte rechnen mit einer Erhöhung des als Schlüsselzins der Fed geltenden Zielsatzes für Tagesgeld um 25 Basispunkte. Derzeit liegt der Satz mit 1,00 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958.

Die erneuten Anschläge im Irak und Sorgen um die Ölversorgung der Industrieländer wegen der Unterbrechung der irakischen Ölexporte haben Börsianern zufolge die Ölpreise wieder anziehen lassen und für eine zusätzliche Eintrübung der Stimmung an den Aktienmärkten gesorgt. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August wurden am Abend in London mit 36,22 Dollar gut ein Dollar mehr als am Vortag bezahlt. Der Preis für leichtes US-Öl zog um 1,14 Dollar auf 38,45 Dollar an.

Die Aktien des weltgrößten Netzwerkherstellers Cisco Systems verloren fast 2,3 Prozent auf 23,34 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, die Übernahme des kleineren Konkurrenten Procket Networks für 89 Millionen Dollar in bar zu planen. Zudem wünsche sich der Konzern eine Partnerschaft mit dem kanadischen Telekom-Ausrüster und Netzwerk-Produzenten Nortel (NYSE: NTL - Nachrichten) . In den Abwärtssog gerieten auch die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel. Diese fielen um fast 1,7 Prozent auf 27,65 Dollar.

Dagegen gewannen die Aktien von Accenture (NYSE: ACN - Nachrichten) , eine der weltgrößten Beraterfirmen fast 6,7 Prozent auf 26,99 Dollar, nachdem das Unternehmen deutlich über den Erwartungen ausgefallene vorläufige Quartalsergebnisse präsentiert hatte.

Antworten:

Ja, Panik - sell, sell, sell und aus dem Fenster springen :laugh:

Wie hiess das nochmal: die Angst kaufen, die Gier verkaufen....

von sommy - am 17.06.2004 19:38
Vieviel Gewinn hast du dieses Jahr schon gemacht?

von XY - Trader - am 17.06.2004 19:39
Also einerseits habe ich einen Verlust durch die schlechten LONN News Anfangs Jahr erlitten. War aber trotz allem im plus. Madrid hat mich tief ins rote rutschen lassen und das wird eine Zeit dauern bis da wieder etwas grünes daraus wird. Das nächste mal sichere ich mich mit einem put (mind. 1-2 Monate) ab. Aber war sicher nicht der einzige der kalt erwischt wurde....

Diese Woche war OILVS gut (0.12-0.14) und BALZO (0.47-0.56). BALN hat wie erwartet heute etwas konsolidiert. USDCD habe ich zu EP verkauft, werde bald puts laden.

CSGMV war relativ günstig (0.09), LONKA auch, bei CIBN schaue ich noch, DAXNG wäre interessant.

Wie sieht es denn bei Dir aus ??

von sommy - am 17.06.2004 20:08
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