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vor 13 Jahren, 5 Monaten
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Bruno

Kleiner Zinsschritt der Fed verfehlt große Wirkung

Startbeitrag von Bruno am 27.06.2004 14:24

Kleiner Zinsschritt der Fed verfehlt große Wirkung
[Von ftd.de, 16:07, 26.06.04]

Die Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank dürfte am Aktienmarkt weitgehend verpuffen. Auch dem Dollar wird dies nicht helfen, er bleibt weiter unter Druck.
Die US-Notenbank Federal Reserve entscheidet am Mittwoch die Leitzinsen - und auf diesem Ereignis ruht der Fokus des Marktes. Eine Anhebung um 25 Basispunkte scheint eine ausgemachte Sache zu sein. Einige Marktteilnehmer spekulieren jedoch noch immer auf einen größeren Zinsschritt. Bleibt dieser aus, wird sich die Aufmerksamkeit sogleich auf die weiteren US-Konjunkturdaten richten, die Donnerstag und Freitag auf der Agenda stehen. "Nach der Fed ist vor der Fed", beschreibt Mario Mattera, Devisenstratege vom Bankhaus Metzler dieses Szenario.

25 Basispunkte beleben nur kurz

Für den Aktienmarkt dürfte eine Anhebung um 25 Basispunkte allenfalls eine kurzfristige Belebung bedeuten. Denn sofort dürften Spekulationen beginnen, was für die nächste Zinssitzung im August zu erwarten ist. Das gleiche gilt für den Anleihemarkt. Ein kleiner Schritt ist in den Kursen bereits weithin enthalten. Auch für den Dollar, der nach Einschätzung von Analysten ohnehin angeschlagen aussieht, ist in diesem Fall keine große Unterstützung zu erwarten.
Vergangene Woche tragen die Indizes per Saldo auf der Stelle. Der Dax ging mit einem Indexstand von 4013 Punkten aus dem Markt, ein mageres Plus von 0,3 Prozent. Der europäische Stoxx 50 gab im Wochenvergleich sogar 0,1 Prozent nach. Der Nikkei 225 in Japan kletterte 3,5 Prozent. An der Wall Street verlor der S&P 500 rund 0,1 Prozent, der Nasdaq Composite legte 1,9 Prozent zu.
Viele Aktienstrategen hoffen auf eine Erhöhung um 50 Basispunkte. "In diesem Wunschszenario gäbe es zwar einen kurzen Schlag für die Indizes, aber dann wäre der Weg frei nach oben", sagte Winfried Hutmann, Chefstratege der Fondsgesellschaft Frankfurt Trust. Die Investoren würden sich dann nämlich wieder mehr auf die gute Gewinnentwicklung der Unternehmen besinnen und könnten das Thema Zinserhöhung erst einmal beiseite legen.
In der Regel ist eine Zinserhöhung schlecht für die Aktienmärkte, da die Refinanzierungskosten der Unternehmen steigen. Nach einer langen Phase niedriger Leitzinsen und angesichts steigender Preise in den USA halten die meisten Volkswirte eine Anhebung jedoch für notwendig.
Auch Stefan Mitropoulos, Stratege von der Bankgesellschaft Berlin, erwartet bei einem Zinsschritt von 25 Basispunkten nur eine kleine Erleichterung. "Der Markt wäre allerdings irritiert, wenn es gar keine Zinsänderung gäbe."

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