Eine schwierige Börsenwoche steht vor der Tür

Startbeitrag von Top-Trader am 11.07.2004 16:33

Eine schwierige Börsenwoche steht vor der Tür 09.07.2004 13:07

Steigende Ölpreise, Gewinnwarnungen und enttäuschende Unternehmensausblicke lasten auf den Aktienmärkten. Die Zahlen von Intel und vom US-Einzelhandel geben in der kommenden Woche wichtige Impulse.

--------------------------------------------------------------------------------
Journalist Journalist, CASH
--------------------------------------------------------------------------------


Erwähnte Gesellschaften:
Advanced Micro Devices (AMD)
Apple (AAPL)
Federated (FD)
Georg Fischer (FI-N)
Intel (INTC)
Kohl`s (KSS)
Micronas (MASN)
Nokia (NOA3)
Novartis (NOVN)
Novellus (NVLS)
Roche (RO)
Roche GS (ROG)
Serono (SEO)
SGS (SGSN)
Sulzer (SUN)
Target (TGT)
Wal-Mart (WMT)


Erwähnte Indices:

SMI (SMI)



Die Spannung ist gross. In den kommenden zwei Wochen wird sich zeigen, wie viel von den hohen Wachstumserwartungen bereits in den Kursen enthalten sind. Im ersten Quartal glänzten US-Firmen im S&P500-Index mit Gewinnzuwächsen von durchschnittlich knapp 30 Prozent. Beinahe drei Viertel der 500 im Index enthaltenen Unternehmen übertrafen die Analysten-Schätzungen. Lediglich 13 Prozent floppten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Messlatte für das zweite Quartal hoch liegt. Die ZKB rechnet mit einem Plus 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Chart-Techniker schauen auf die heutigen Schlusskurse

Gemäss Morgan Stanley-Trading-Stratege Rick Bensignor droht den US-Aktienmärkten ein Ausverkauf. Schliesst der S&P500 unter 1`136,5 Punkten wird das erste bestätigte Wochenverkaufssignal seit den März-Tiefs von 2003 ausgelöst. Ein Bruch des 200-Tages-Durchschnitts bei 1`100 Punkten würde weitere Verkäufe in Richtung 1020 auslösen.

Intel gibt Richtung bei den Hightechs vor

Nach den negativen Nachrichten aus dem Technologiesektor blicken Anleger neben Novellus, AMD, Apple, Nokia vor allem auf das Ergebnis und den Ausblick von Intel. Es wird am Dienstag nach US-Börsenschluss geliefert. Gerüchte über eine mögliche Gewinnwarnung sorgten anfangs Juli beim weltgrössten Chip-Hersteller für Unruhe. Gemäss Thomson First Call erwarten Analysten für das zweite Quartal einen Umsatz von 8,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 27 Cent pro Aktie. Ein Schlüssel zur Erreichung dieses Zieles dürfte bei den Flash-Memory-Chips liegen. Sie machen mittlerweile fünf bis acht Prozent des gesamten Umsatzes aus. Diese Einheit hatte im vergangenen Jahr besonders gelitten.

US-Einzelhandel ebenfalls im Fokus

Grosse US-Einzelhändler wie Wal-Mart, Kohl’s, Target, Sears und Federated Department Stores haben wegen des für diese Jahreszeit unüblich kalten Wetters schwache Juni-Umsätze bei den Läden, die länger als ein Jahr geöffnet sind, gemeldet. Gemäss Thomson First Call stiegen die so genannten „same store sales“ um lediglich 2,8 Prozent. Erwartet wurden 4,2 Prozent.

Ein weiterer Grund für die schwachen Zahlen dürfte aber auch in den steigenden Benzinpreisen liegen. Bereits letzte Woche sorgten zudem die beinahe auf ein Sechs-Jahres-Tief gefallenen Juni-Autoumsätze für Schlagzeilen. Die wichtigen Einzelhandelsumsätze, die am Mittwoch um 14.30 Uhr veröffentlicht werden, dürften deshalb eher enttäuschend ausfallen.

Aus der Schweiz werden lediglich Zahlen von Swiss, SGS, Micronas, Sulzer und Georg Fischer erwartet. Im SMI wird es dann mit Novartis, Roche und Serono erst in der übernächsten Woche spannend. (cpp)

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.