Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
svx_biker, vivai-

US Rückblick

Startbeitrag von vivai- am 14.07.2004 06:49

An der Wall Street hat man schon spannendere Tage gesehen als diesen Dienstag, der mit leichten Gewinnen begonnen hatte und die Indizes ab dem Vormittag wieder nur nahezu unverändert sah. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 9 Zählern oder 0,1 Prozent bei 10 247 Punkten, die Nasdaq verlor 5 Zähler oder 0,3 Prozent auf 1391 Punkte.

Gute Nachrichten aus dem konjunkturellen Umfeld konnten die Stimmung also nicht nachaltig heben. Dabei ist das Handelsbilanzdefizit für den Mai auf 45,95 Milliarden Dollar zurückgegangen. Damit steht das Konjunkturbarometer noch immer ungemein hoch, hat sich aber zumindest ein wenig vom jüngsten Rekordhoch bei 48,1 Milliarden Dollar im April entfernt. Zu verdanken hat man den ersten Rückgang seit einem halben Jahr den Exporten, die in den vergangenen Monaten wieder etwas angezogen haben.

Thema des Tages waren aber erneut die Chipwerte. Für den Abend erwartete die Wall Street die Quartalszahlen von Intel. Der Branchenriese soll einen Umsatz von 8,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 27 Cent pro Aktie ausweisen, die Flüsterschätzungen lauten auf noch einen Penny mehr.

Nachdem die Chipwerte in den letzten Tagen massiv unter Druck gestanden hatten, schienen sie sich am Dienstag zunächst wieder zu erholen. Dann allerdings kam eine Warnung, die erneut alles zunichte machte. Das Management des Zulieferes KLA-Tencor geht davon aus, dass die Auslieferungen für Juni kein Wachstum gegenüber dem Vormonat aufzeigen. Zuvor war der Markt von einem besseren Trend ausgegangen.

Einige andere Hightechs konnten sich wohlgemerkt verbessern, darunter Speicherexperten wie Brocade und QLogic. Deren Lauf am Dienstag hing mit einer optimistischen Bewertung für den Serverriesen IBM zusammen. Am Morgen hatten die Analysten von Morgan Stanley die Aktie von „Big Blue“ auf „Übergewichten“ gesetzt. Man beruft sich einerseits auf starke Fundamentaldaten und andererseits auf eine freundliche Bewertung der Dow-Aktie.

Aus dem Dow gab es auch Zahlen: Der Konsum- und Pharmakonzern Johnson and Johnson hat im abgelaufenen Quartal dank eines Umsatzwachstums um 11,1 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar besser abgeschnitten als erwartet. Der Gewinn je Aktie hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, von 40 ging es auf 82 Cent je Aktie, was 3 Cent über den Erwartungen ist. CEO William Weldon gibt sich optimistisch: Trotz heftiger Konkurrenz in allen Sparten sei das Wachstum durchaus „solide“.

Der Branchenkollege Lucent profitierte am Dienstag von einem Großauftrag von Verizon. Der neu in den Dow aufgenommene Telefonriese will dem Ausrüster 5 Milliarden Dollar für den Aufbau eines neuen Netzes zahlen. Weitere Details sind am Morgen noch nicht bekannt, es dürfte sich aber um ein Datennetz handeln, auf dem Telefon-, Video- und Internetdaten gleichermaßen übertragen werden können. Die Aktie verbesserte sich um fast 4 Prozent.

Um satte 12 Prozent kletterte Nortel nach guten Nachrichten. Das Management geht von einer besseren Umsatzentwicklung für 2004 aus als bisher angenommen. Der Umsatz soll auf Jahressicht im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Völlig euphorisch ist man angesichts dieser Meldung freilich nicht: Das Unternehmen habe immer noch einige wichtige Schritte vor sich, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. So stünden weiter massive Kostensenkungen an, die fortan alle zwei Wochen bekannt gegeben werden sollen.

Nur durchwachsene Nachrichten kamen von Merrill Lynch. Die Investmentbank weist für das vergangene Quartal einen Gewinn von 1,08 Milliarden Dollar oder 1,06 Dollar aus. Damit liegt man zwar um 6 Cent über dem Vergleichsquartal des vergangenen Jahres, aber um 3 Cent unter den Prognosen. Verbesserte Einnahmen im Privatkundengeschäft und im Investmentmanagement konnten die Flaute an den globalen Kapitalmärkten nur zum Teil ausgleichen.

Enttäuschend verlief am Dienstag das IPO von Domino’s Pizza. Die Kette, die Filialen in allen 50 US-Bundesstaaten betreibt, gab am Dienstag ihren Einstand an der New York Stock Exchange. Bis zu 337 Millionen Dollar wollte das Unternehmen aus dem Listing ziehen, bei dem 24 Millionen Aktien zu 14 Dollar ausgegeben wurden. Anleger schienen die Pizza aber der Aktie vorzuziehen, die Papiere schlossen mit einem Abschlag von 2,5 Prozent.

Antworten:

US Rückblick

14. Juli 2004

von svx_biker - am 28.12.2006 08:33
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.